Körpertemperatur – wichtig für Blutdruck, Blutfluss und Befinden

Für uns in der Cardiopraxis ist Ihre Körpertemperatur ein besonders wichtiger Messwert. In Verbindung mit den Ergebnissen zu Ihrem Blutdruck und Blutfluss gibt uns die Körpertemperatur nicht nur genaue Hinweise auf den Zustand Ihres Kreislaufs, sondern auch auf Ihr subjektives Befinden.

Mit den gesammelten Ergebnissen können wir in der Cardiopraxis Störungen des Herz-Kreislaufsystems wie z.B. Bluthochdruck, Benommenheit und Herzschwäche gezielter behandeln. Auch bei der Gewichtsreduktion, etwa durch Intervallfasten, können wir Ihnen mit den Ergebnissen der Körpertemperatur wertvolle Hinweise geben.

Folglich messen wir bei jeder Kreislaufmessung die Körpertemperatur mit. Wir nutzen dabei die zuverlässige Infrarotmessung im Ohr. Sie können Ihre Körpertemperatur aber auch zuverlässig und schnell zu Hause selber bestimmen.

Körpertemperatur – wo und wann messen?

Wenn Sie die Körpertemperatur bestimmen, dann ist es am besten, wenn Sie ein Maß für die sogenannte Körperkerntemperatur ganz im Inneren des Körpers haben. Der Körperkern ist der Ort, wo die Organe, wie z.B. die Leber, liegen. Die Körperkerntemperatur gibt Ihnen die besten und zuverlässigsten Hinweise auf veränderte Stoffwechselprozesse bzw. entzündliche Krankheitsvorgänge.

Da die Messung ganz im Inneren des Körpers technisch schwierig ist, verlassen wir uns auf die Temperaturmessungen im Enddarm oder im Ohr. Die Temperatur hier entspricht der Körperkerntemperatur ziemlich genau.

Die Körpertemperatur schwankt im Tagesverlauf, die Regulation folgt einer genetisch festgelegten Inneren Uhr. Folglich ist es wichtig, dass Sie immer zum selben Tageszeitpunkt messen, z.B. unmittelbar nach dem Nachtschlaf. Diese Messung nennen wir die Basaltemperatur. Sie können auch abends in Ruhe um 19:00 Uhr herum messen.

Die Werte sollten Sie in einer Health App dokumentieren und die Kurve im Zeitverlauf beobachten.

Körpertemperatur im Ohr – so messen Sie richtig

Die Körpertemperatur über das Trommelfell im Ohr mittels Infrarottechnik zu bestimmen ist zuverlässig und schnell. Sie sollten allerdings auf einige Dinge achten, um verwertbare Messergebnisse zu bekommen.

Vor der Messung selbst sollten Sie ein sauberes Ohr haben. Auf die Reinigung mit Wattestäbchen sollten Sie auf jeden Fall verzichten, hier muss gegebenenfalls der Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder die Hals-Nasen-Ohren-Ärztin helfen.

Der Gehörgang verläuft vom Eingang aus gesehen nach unten und vorne; das Trommelfell liegt am Ende des Gehörgangs verwinkelt am Übergang zum Mittelohr. Um den Gehörgang nun so zu begradigen, dass der Infrarotmessstrahl direkt auf das Trommelfell gerichtet ist, neigen Sie den Kopf etwas zur Gegenseite und ziehen Sie das Ohr nach hinten und oben. Das gilt, wenn Sie bei sich selbst, aber auch wenn Sie bei einer anderen Person messen.

Gerade bei der Selbstmessung können gelegentlich Fehler unterlaufen, wenn der Messstrahl im Gehörgang verkantet. Folglich sollten Sie zu einem Messzeitpunkt jeweils 3 Einzelmessungen hintereinander vornehmen. Der höchste Wert zählt, da falsch-niedrige Werte nicht vorkommen.

Mit der Zeit bekommen Sie so einen messtechnisch-objektiven Überblick zu Ihrer individuellen Körpertemperatur zu einem bestimmten Tageszeitpunkt, am besten zur Basaltemperatur. Bilden Sie einfach den Mittelwert der Einzelmessungen von ca. 21 aufeinanderfolgenden Tagen. Sie werden feststellen, dass die meisten Werte um den Mittelwert herum in einem Bereich von ca. plus/minus 0,3 Grad Celsius liegen.

Körpertemperatur – wann steckt eine Krankheit dahinter?

Wenn Werte um mehr als 0,5 Grad Celsius vom Mittelwert abweichen, ist es ratsam Sie die Ursache hinterfragen.
Kündigt sich möglicherweise bei Ihnen eine Infektionserkrankung an? Hinweise geben hier nicht nur der Anstieg der Temperatur, sondern auch starke Schwankungen von Tag zu Tag. Bemerken Sie weitere Symptome wie eine verstopfte Nase, Kopfschmerzen, Husten, Bauchschmerzen, Durchfall oder jedwede Schmerzen in irgendeiner Körperregion?

Von Fieber sprechen wir, wenn die Körpertemperatur deutlich erhöht ist:

  • Fieber ab 38 Grad Celsius
  • hohes Fieber 39 bis 41 Grad Celsius
  • sehr hohes Fieber ab 41 Grad Celsius

In seltenen Fällen kann eine Temperaturerhöhung ein Zeichen einer chronischen Erkrankung, zum Beispiel einer Krebs- oder einer Autoimmunerkrankung, sein. Nehmen Sie ggf. Medikamente ein, die die Temperatur verändern können? Dazu zählen etwa Schilddrüsenhormone, Testosteron, Östrogen oder auch Cortison.

Körpertemperatur – was kann noch hinter Veränderungen stecken?

Falls Ihre Temperatur im Vergleich zu vorherigen Werten höher ist, dann sollten Sie auch fragen, ob Sie in letzter Zeit an Körpergewicht zugenommen haben, z.B. durch Intervallfasten. In der Regel steigen die Körpertemperatur und die Wärmeempfindlichkeit, wenn Sie an Gewicht zunehmen. Nehmen Sie ab, dann sinkt die Körpertemperatur und die Kälteempfindlichkeit nimmt zu.

Manchmal kommt es vor, dass stoffwechselaktivierende Nahrung die Temperatur erhöht, z.B. Alkohol oder auch scharfe Gewürze, wie z.B. Chili oder Ingwer. Haben Sie in der letzten Nacht eventuell wenig geschlafen? Auch das kann die Körpertemperatur steigen lassen.

Selbstverständlich haben auch normale Körperprozesse Temperaturschwankungen zur Folge. Bei Frauen steigt die Körpertemperatur am Tag des Eisprungs um ca. 0,5 Grad Celsius an.

Falls Sie direkt aus einer intensiven Traumphase, der REM-Schlafphase, erwachen, können Sie ebenfalls eine erhöhte Temperatur haben: Im REM-Schlaf sind die neurovegetativen Prozesse dereguliert und die Temperatur erhöht.

Falls Sie zu einem späteren Zeitpunkt als üblich aufstehen, dann kann das auch mit einer erhöhten Temperatur verbunden sein. Die Temperatur ist ja Teil der inneren Uhr und verläuft damit regelhaft eher gekoppelt an die Tageszeit als an das Schlaf-Wach-Verhalten.

Kritisch erhöhte Körpertemperatur – im Zweifel ärztliche Hilfe

Bei unklaren Temperaturveränderungen konsultieren Sie im Zweifel einen Arzt oder eine Ärztin, um weitere Diagnostik durchzuführen. Das gilt vor allen Dingen für ältere Menschen, da bei ihnen Erkrankungen häufig nur mit einem leichten Temperaturanstieg verbunden sind.

Sehr hohes Fieber ab 41 Grad Celsius ist ein drohender Notfall. Eine sehr schwere Infektionserkrankung ist wahrscheinlich die Ursache, es droht der Kreislaufkollaps. Falls sich die Temperatur mit fiebersenkenden Maßnahmen innerhalb von 45 Minuten senken lassen, dann sollten Sie unmittelbar ärztliche Hilfe anfordern, z.B. über den ärztlichen Notdienst 116 117.

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Vorhofflimmern und Schlaganfall – häufiger bei Menschen mit Übergewicht

Jeder 10. Mensch in Deutschland erleidet im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern des Herzens. Wichtig, Vorhofflimmern ist in 20 bis 25 Prozent der Fälle die Ursache von Schlaganfällen. Wissenschaftlich belegt tritt Vorhofflimmern häufiger bei übergewichtigen Menschen mit einem Body-Maß-Index über 25 kg/m² auf. Eine Meilenstein-Studie, die Legacy Studie, konnte sehr eindrucksvoll zeigen, wie wichtig Gewichtsreduktion ist, um ein Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu vermeiden.

Gewichtsreduktion bei Vorhofflimmern – Meilenstein – Legacy Studie

In die Analyse der Legacy Studie wurden 355 Menschen mit einem Body-Maß-Index von >27 kg/m² aufgenommen, der Mittelwert betrug 33 kg/m². Alle Teilnehmenden hatten bereits eine Episode von Vorhofflimmern gehabt und waren zum Zeitpunkt des Studienbeginns im normalen Sinusrhythmus. Ihnen wurde ein Programm zur Gewichtsreduktion angeboten und sie wurden im Studienintervall regelmäßig nachuntersucht. Der sogenannte Endpunkt der Untersuchung war die Anfallsfreiheit von Vorhofflimmern nach fünf Jahren. Hier teilte man die Probanden in drei Gruppen ein:

  • ≥ 10 Prozent Gewichtsverlust = 46 Prozent anfallsfrei nach 5 Jahren
  • 3 bis 9 Prozent  Gewichtsverlust = 22 Prozent anfallsfrei nach 5 Jahren
  • < 3 Prozent  Gewichtsverlust = 12 Prozent anfallsfrei nach 5 Jahren.

Gewichtsreduktion bei Vorhofflimmern – langfristige Anfallsfreiheit

Dass 46 Prozent derjenigen, die mindestens 10 Prozent Gewicht verloren und das Gewicht gehalten haben, keine Anfälle mehr bekamen, ist ein sehr eindrucksvolles Resultat. Wir kennen so gute Ergebnisse noch nicht einmal von den großen Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten bei Vorhofflimmern. Kurzum, die nachhaltige Gewichtsreduktion ist effektiver als der Einsatz von Medikamenten. Umso beeindruckender sind diese Studienergebnisse, weil sie unter einer maximalen medikamentösen antiarrhythmischen Therapie standen.

Aber wie kommt dieses Ergebnis zustande?

Gewichtsreduktion –  geringerer Blutdruck und Druck im Herzen

Relevant ist hier sicherlich, dass der systolische Blutdruck im Mittel um 18 mmHg sank. Ein geringerer Blutdruck im Kreislauf ist immer auch mit einem geringeren Druck im Herzen verbunden. Das wiederum reduziert die mechanische Belastung der dünnwandigen Herzvorkammern, die ja der Ursprungsort von Vorhofflimmern sind. Als Folge davon nahm die linke Vorkammer in ihrer Größe um 18 Prozent ab – was wiederum weniger Wandspannung am Ursprungsort des Vorhofflimmerns bedeutet.

Gewichtsreduktion – weniger Entzündung und thermischer Stress

Ein besonders interessanter Befund war auch die Abnahme des sogenannten C-reaktiven Proteins um 76 Prozent. Das C-reaktive Protein ist ein allgemeiner Marker für Entzündung. Es ist bekannt, dass Fett per se Entzündung produziert. Außerdem führt es zu einer stärkeren Wärmeisolierung des Körperstammes. Weil mehr Wärme gebildet und auch konserviert wird, haben übergewichtige Menschen häufig einen Hitzestau, der auch zu messbarem Einfluß auf das Kreislaufsystem führt.

Gewichtsreduktion bei Vorhofflimmern – unblutige Blutflussmessung hilft bei der Therapie

In der Cardiopraxis können wir den Einfluss von Veränderungen des Körpergewichts auf den Kreislauf über die Blutflussmessung mit dem Finapres– System genau messen. Da Menschen mit Übergewicht häufig thermischen Wärmestress haben, finden wir bei Ihnen in diesen Fällen meistens einen hohen Blutfluss. Dieses gibt Ihrem Körper die Möglichkeit mehr Wärme in der Körperperipherie abzustrahlen. Da allerdings die damit verbundene Verringerung des Gefäßwiderstandes mit einem Blutdruckabfall verbunden ist, folgt eine Adrenalin-vermittelte Aktivierung zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks. Folglich erhöht diese Aktivierung das Risiko für Rhythmusstörungen und vor allen Dingen kann auch Vorhofflimmern ausgelöst werden. Der thermische Stress ist auch der entscheidende Grund dafür, warum sich übergewichtige Menschen häufig innerlich so unruhig fühlen.

Bei der Gewichtsreduktion gibt es einige Punkte zu beachten, vor allen Dingen dann, wenn die Verringerung von Körperstammfett, und damit der Isolationsschicht ein vermehrtes Kälteempfinden zur Folge hat. Dann nämlich gilt es durch weitere Maßnahmen den thermischen Stress durch Kälte zu vermeiden.

In der Konsequenz bedeutet das: Menschen mit anfallsartigem Vorhofflimmern und einem Body-Maß-Index von >27 kg/m² sollten ihr Gewicht konsequent und nachhaltig reduzieren! So können sie in Zukunft Vorhofflimmer-Episoden vermeiden. Weniger Körperfett bedeutet: bessere Wärmeabstrahlung, weniger thermischer und mechanischer Stress, ein ruhigerer Kreislauf und ein besseres subjektives Befinden.

 

📚 Pathak RK et al. J Am Coll Cardiol 2015; 65: 2159-61

 

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Lärm ist individuell unterschiedlich – Risiko Herzinfarkt und Bluthochdruck

Stille ist wichtig für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. Wer regelmäßig einem lauten Umfeld – sei es zuhause oder auf der Arbeit – ausgesetzt ist, hat ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Bluthochdruck. Dieses Risiko steigt ab einem Ausgangswert von 50 dB (Dezibel) bei 10 dB Zunahme um 6 Prozent an! Während man Lautstärke objektiv messen kann, hat Lärm eine sehr starke subjektive Komponente.

Lärm ist subjektiv

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Lärm wie folgt: „Lärm ist jede Art von Schall, der stört, belästigt oder die Gesundheit beeinträchtigen kann“ (WHO 1972). Kurz gesagt: Jeder Mensch nimmt Lärm anders wahr. Wie, das hängt unter anderem von der inneren Grundspannung, dem Wachheitszustand, auch der Tageszeit und nicht zuletzt von der eigenen Hörfähigkeit ab.

Wenn Sie Geräusche als störend empfinden, sollten Sie Ihre aktuelle Situation genauer überprüfen. Häufig spielt die Tageszeit eine Rolle. Sind Sie eventuell gestresst aufgrund von Schlafmangel? Haben Sie gegebenenfalls Hunger? Eine kurze Pause, ein Power-Nap oder auch ein gesunder Snack können manchmal schon dabei helfen, nicht mehr so gereizt zu sein – und damit auch resilienter gegen Lärm.

Straßenlärm ein entscheidender Faktor

Was die Lautstärke auf Straßen angeht, gibt es unterschiedliche offizielle Empfehlungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt am Tag Werte unter 53 Dezibel, in der Nacht unter 45 Dezibel. In Deutschland sind diese Werte wesentlich großzügiger angesetzt mit unter 70 Dezibel am Tag und unter 60 Dezibel in der Nacht. Die Hälfte der deutschen Bevölkerung ist also höheren Werten ausgesetzt, als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen werden!

Im Wohnbereich sollten Sie Werte am Tag von unter 35 Dezibel und in der Nacht von unter 25 Dezibel anstreben. Das erreicht man zum Beispiel bei gekipptem Fenster, wenn der Straßenlärm weniger als 50 Dezibel am Tag und weniger als 40 Dezibel in der Nacht beträgt. Im Arbeitsbereich sollte Ihre Belastung durch Lautstärke unter 40 Dezibel liegen.

Akustisches Umfeld kennen lernen

Es ist sinnvoll, dass Sie Ihr akustisches Umfeld kennenlernen. Die Lautstärke dort können Sie zum Beispiel mit der App „dB Messgerät Pro“ messen. So können Sie individuelle Maßnahmen ergreifen, um sich vor Lärm zu schützen.

Denn: Lärmschutz ist Herz-Kreislauf-Schutz!

 

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Warme Jahreszeit optimal um mit Gewichtsreduktion zu beginnen

Mit dem Frühjahrsäquinoktikum (= Tages- und Nachtgleiche um den 20. März) kommen nicht nur hellere, sondern auch wärmere Tage. Höhere Außentemperaturen reduzieren die Notwendigkeit für den Körper, Wärme zu konservieren und auch zu generieren. Sie unterstützen den Körper dadurch bei der Gewichtsreduktion, also der richtige Zeitpunkt mit einer kontrollierten Daten zu beginnen.

Übergewicht belastet Herz, Kreislauf und Gelenke. Das Gewicht zu normalisieren ist daher für eine langfristige Gesundheit erstrebenswert. Zur Verhinderung von wiederkehrendem Vorhofflimmern ist eine nachhaltige Gewichtsreduktion sogar effektiver als Medikamente. In der Cardiopraxis erleben wir immer wieder Menschen, die sehr gute Erfolge mit dem sogenannten Intervallfasten erzielen.

Mit der folgenden Formel zum Intervallfasten können gute und nachhaltige Erfolge erzielt werden. Sie berücksichtigt nicht nur die Zeitintervalle, sondern auch die Qualität der Nahrung.

Gesund essen

In der Reduktionsphase sollten Sie besonders gesund essen. Die Hauptmahlzeit kann zum Beispiel ein reichhaltiger Salat mit Spinat, Putenfleisch, Fenchel, Nüssen, Hülsenfrüchten, Weichobst (Blaubeeren, Erdbeeren) und scharfen Gewürzen sein. Letztere tragen zur Anregung des Stoffwechsels bei.

Regelmäßig essen

Wir halten dabei regelmäßige Mahlzeiten für besonders wichtig. Denn so trägt auch die Synchronisation der inneren Uhren der Stoffwechselprozesse zur Gesamtgesundheit bei. Des Weiteren sollten Sie nach 18:00 Uhr keine Mahlzeit einnehmen, da wissenschaftlich gesichert ist, dass dieselbe Kalorienzahl am Abend zu einer stärkeren Gewichtszunahme als am Morgen führt. Darüber hinaus stören späte Mahlzeiten den Schlaf.

Körpertemperatur und Temperaturempfinden bestimmen das genaue Vorgehen

Die Bewertung der Körpertemperatur und des Wärmeempfindens ist ein wesentlicher Gradmesser dafür, wie die Gewichtsreduktion stattfinden sollte. Das Wechselspiel zwischen Körpergewicht, Stoffwechsel und Kreislauf können wir in der Cardiopraxis durch die Blutflussmessung objektiv quantifizieren. Ein hoher Blutfluss, welcher meistens mit einer gesteigerten Wärmeempfindlichkeit einhergeht, signalisiert in der Regel, dass der Körper versucht überschüssige Wärme abzugeben (Wärmedissipitations-Kreislauf). Ein niedriger Blutfluss in Verbindung mit einer Neigung zur Kälteempfindlichkeit signalisiert, dass der Körper versucht Wärme im Körper zu halten (Wärmekonservierungs-Kreislauf).

Menschen, die ein vermehrtes Kältegefühl haben, sollten unabhängig vom Gewicht parallel mit einer Stoffwechselaktivierung (körperliches Training, scharfe Speisen, z.B. Ingwer oder Chili) beginnen. Die geringere Nahrungszufuhr sollte zunächst in den Hintergrund treten. Wenn Sie bei Kälteempfinden beziehungsweise niedrigen Körpertemperaturen versuchen, die Nahrungszufuhr zu verringern, dann kann das zu Stress mit den möglichen Folgen von Unruhe, Schlafstörungen bis hin zur Blutdruckerhöhung führen.

Menschen, die sich gesteigertes Wärmeempfinden haben und vielleicht sogar immer wieder leicht schwitzen, sollten unabhängig vom Gewicht zunächst die Stoffwechselaktivierung (Training, scharfe Speisen) zurückstellen, da sonst Hitzestress auftreten kann. Der wiederum kann ebenfalls zu Unruhe, Schlafstörungen und Blutdruckerhöhungen führen. Menschen, denen es schnell zu warm ist, sollten am Anfang einer kontrollierten Gewichtsreduktion vor allen Dingen auf eine reduzierte Nahrungszufuhr setzen.

 

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Zu hohe Lautstärke erhöht das Risiko für einen Herzinfarkt

Wer sich über einen längeren Zeitraum einer kritischen Lautstärke aussetzt, gefährdet seine Herz-Kreislauf-Gesundheit. Ein zu lautes Umfeld ist vor allen Dingen ein Risiko für Herzinfarkt und Bluthochdruck. Ab einem Ausgangswert von 50 dB (Dezibel) steigt das Risiko pro 10 dB Zunahme um 6 Prozent an!

Beim Wahrnehmen von hörbarem Schall gilt es zwei Größen zu unterscheiden: Lautstärke und Lärm.

Während Lärm auch subjektiv gefärbt ist, kann man Lautstärke durch den Schalldruck objektiv genau messen. Die Messgröße für Lautstärke heißt Dezibel (dB).

Aber was heißt Lautstärke konkret?

Lautstärke ist objektiv messbar

Hier sehen Sie paar Beispiele zusammengestellt, die Ihnen die Einordnung von verschiedenen Lautstärken im Alltag erleichtert:

  • 0 Dezibel: Hörschwelle normal hörender Mensch
  • 0 bis 20 Dezibel: kaum hörbar; z. B. Flüstern oder Blätterrauschen; wird in der Regel als angenehm empfunden.
  • 20 bis 40 Dezibel: gut hörbar; z. B. Weckerticken oder Ventilator, die auch den Schlaf stören können
  • 40 bis 60 Dezibel: z. B. normales Gespräch, leises Radio; kann die Konzentration stören
  • 60 bis 80 Dezibel: z. B. lautes Gespräch, vorbeifahrendes Auto, Schreibmaschine, Rasenmäher; kann gesundheitliche Langzeitschäden verursachen
  • 80 bis 100 Dezibel: z. B. vorbeifahrende LKWs, Motorsäge; kann bei Dauerlärm zu Gehörschäden führen
  • 110 Dezibel: Schmerzgrenze; z. B. Kreissäge oder Presslufthammer

Übrigens, pro 10 Dezibel Anstieg der objektiven Lautstärke wird wird gefühlt eine Verdoppelung der Lautstärke wahrgenommen.

Akustisches Umfeld kennen lernen

Weil Lautstärke nicht nur für die langfristige Gesundheit, sondern auch für die kurzfristige Befindlichkeit, wie z.B. Stress- und Schlafverhalten wichtig ist, lohnt es sich für Sie sich diesem Alltagsphänomen zu beschäftigen.

Sie können die Lautstärke ganz einfach selbst messen. Zum Beispiel mithilfe von Apps wie etwa „dB Messgerät Pro“. Es ist hilfreich, wenn Sie Ihr persönliches akustisches Umfeld – ob auf der Arbeit oder zuhause – kennenlernen. Sie werden sich wundern, was Sie da alles herausfinden können. Und dann können Sie gegebenenfalls Maßnahmen treffen, um sich vor Lärm zu schützen.

Denn Lärmschutz ist Herz-Kreislauf-Schutz!

 

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Wir in der Cardiopraxis wollen Sie dabei unterstützen, Nebenwirkungen bei der Gewichtsabnahme zu vermeiden. Fürs erfolgreiche Intervallfasten haben wir Ihnen ein paar hilfreiche Hinweis und Regeln zusammengestellt.

Wichtig: Stoffwechsel und Körpertemperatur

Wenn Sie Ihr Körpergewicht reduzieren, ist das ein wesentlicher Eingriff in Ihren Energie- und damit auch in Ihren Temperaturhaushalt. Das kann mit Stressreaktionen verbunden sein, die sich ungünstig auf Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck und Rhythmusstörungen auswirken können.

Der Körper verliert mit der Gewichtsabnahme an Isolationsschicht (Bauchfett), was zu einer vermehrten Abstrahlung von Wärme führt. Darüber hinaus bildet sich weniger Wärme, weil Fett selber entzündlich und damit wärmebildend ist. Sie können damit rechnen, dass Sie pro Kilogramm Gewichtsreduktion ca. 0,05 bis 0,1°C an Körpertemperatur verlieren.

Wenn der Temperaturabfall in Relation zum Ausgangswert ca. 1,0 °C, zum Beispiel von 37,1°C auf 36,1°C beträgt, ist meistens eine kritische Grenze erreicht. Spätestens dann kommt es zu Symptomen wie Kältegefühl, Hungerattacken und Schlafstörungen. Eine weitere Gewichtsreduktion ist nun zunächst nicht sinnvoll. Selbst stark übergewichtige Menschen, die nur wenige Kilos verloren haben, beginnen manchmal schon zu frösteln, obwohl sie noch übergewichtig sind.

Der Körper versucht bei Erreichen der kritischen Grenze, durch Stressreaktionen den Wärmeverlust auszugleichen. Meistens passiert das über Adrenalin-vermittelte Ausgleichsreaktionen. Damit verbunden sind Heißhungerattacken und Suchverhalten nach Nahrung. Das kann Schlafstörungen zur Folge haben und ist durchaus biologisch sinnvoll, denn ein hungriges Tier oder auch ein hungriger Mensch sollte nicht schlafen, sondern nach Nahrung suchen. Außerdem versucht der Körper bei Unterschreiten des Temperatur-Sollwertes, Wärme durch Gefäßregulation zu konservieren indem er die Arterien engstellt, wie man es auch aus der kalten Jahreszeit kennt. Dadurch besteht das Risiko, dass sich der Blutdruck erhöht.

Stress vermeiden beim Intervallfasten

Gerade die ersten 2 Wochen können kritisch sein, wenn Sie auf eine gewichtsreduzierende Kost umstellen. Das gilt grundsätzlich für weniger Kalorien, aber vor allem für weniger oder gar kein Zucker. Denn Zucker ist ein kritischer Suchtfaktor. Hilfreich ist es, Süßigkeiten aus dem Haushalt zu verbannen. Bei Heißhungerattacken durch die Sucht nach Zucker können eventuell niedrigdosierte Chilipräparate zu einem geringeren Hungergefühl beitragen. Wir machen in der Cardiopraxis immer wieder die Erfahrung, dass auch die vorübergehende niedrig-dosierte Therapie mit Rauwolfia Tropfen hilft. Rauwolfia enthält den Hauptwirkstoff Reserpin, was den Abbau von Adrenalin fördert. Dadurch haben Sie weniger Stress in der Umstellungsphase.

In jedem Fall sollten Sie 7 bis 8 Stunden in der Nacht schlafen, weil das zu einer verbesserten emotionalen Impulskontrolle führt. Das heißt vereinfacht: Sie können sich am Tage besser beherrschen, wenn Sie gut geschlafen haben. Auch regelmäßiges Meditieren kann helfen.

Planen Sie Ihre Mahlzeiten

Sie sollten die Mahlzeiten selbst vorbereiten. Insbesondere dann, wenn Sie bei der Arbeit nicht in die Kantine gehen wollen (und das sollten Sie auch nicht).

Denken Sie daran, bevor Sie einen Teller füllen, wie sich eine große Portion auf Gesundheit (zum Beispiel Gewichtszunahme) und Befinden (zum Beispiel Völlegefühl mit Leistungsknick) auswirkt. Das hilft Ihnen dabei, die Portion zu begrenzen. Sie sollten sich auch vor jeder Mahlzeit vor Augen führen, dass ein Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit erst nach ca. 20 Minuten auftritt. Vielleicht sollten Sie so lange warten, bis Sie einen zweiten Teller oder etwas anderes essen. Allgemein sollten Sie der Nahrungsaufnahme mehr Aufmerksamkeit schenken. Es sollte langsam und ausreichend gekaut werden. Wenn man sich bewusst Zeit nimmt, bemerkt man auch rechtzeitig das einsetzende Sättigungsgefühl.

Dokumentieren und analysieren Sie Ihr Gewicht

Sie sollten sich täglich wiegen und das Gewicht in einer Tabelle dokumentieren. Noch besser ist die grafische Dokumentation in Form einer Kurve. Hilfreich sind dabei zahlreiche Health-Apps und es gibt auch Waagen, die die Daten von der Waage zuverlässig per Bluetooth auf das Handy übertragen.
Bei Gewichtsveränderungen sollten Sie darüber nachdenken, was die Ursache gewesen sein kann. Das können zum Beispiel Wassereinlagerungen durch zu viel Salz, Mahlzeiten mit einem zu niedrigen Proteinanteil oder auch für Sie persönlich allergene Nahrungsmittel sein. Sie werden erstaunt sein, was Sie so alles über Ihren individuellen Stoffwechsel lernen können. Vermeiden Sie in Zukunft solche Nahrung, die zu sprunghaftem Gewichtsanstieg geführt hat.

Messen Sie Ihre Körpertemperatur

Wir raten in der Cardiopraxis dazu, neben dem Körpergewicht auch die Körpertemperatur täglich zu messen. Richtig angewandt ist das Messen der Körperkerntemperatur im Ohr zuverlässig und schnell. Wenn die Körpertemperatur im Verhältnis zum Ausgangswert um 0,5 bis 1,0 C0, meistens in Verbindung mit einem vermehrten Kältegefühl, abweicht, dann sollten Sie etwas tun: Bilden Sie aktiv Wärme bzw. konservieren Sie passiv Wärme. Das geht folgendermaßen.

So bilden Sie aktiv Wärme durch Training

Moderates Intervalltraining führt dazu, dass Ihr Stoffwechsel gut aktiviert wird. Zum Beispiel können Sie 3 Mal pro Woche mehr als 10.000 Schritte oder ca. 4 Stunden pro Woche stramm gehen. Dabei sollte die Pulsfrequenz auf 140 Prozent des Ausgangswertes gesteigert werden, z. B. bei einer Ruhefrequenz von 72 bpm auf 100 bpm beim Gehen. Des Weiteren wird der Stoffwechsel durch Muskelaufbau, zum Beispiel durch Krafttraining, angeregt. Das erhöht insbesondere auch den Grundumsatz, das heißt den Verbrauch von Kalorien auch in körperlicher Ruhe.

So bilden Sie Wärme durch Ernährung

Sie können den Stoffwechsel auch durch die Einnahme von aktivierenden Speisen (zum Beispiel Chili, Ingwer) anregen. Das kann durchaus zu einem deutlichen Wiederanstieg der Körpertemperatur führen. Kühlende Speisen wie zum Beispiel Buttermilch, Quark oder Joghurt in größeren Mengen sollten Sie zu diesem Zeitpunkt meiden.

Ziehen Sie sich warm an

Sollten Sie ein vermehrtes Kältegefühl spüren, dann können in der Nacht Schlafstörungen auftreten. Bis eine aktive Wärmebildung durch körperliche Aktivität beziehungsweise Nahrungszufuhr greift, sollten Sie daher wärmere Kleidung tragen („Flanell statt Seide und Baumwolle“). In der Nacht können durchaus lange Hosen und Longsleeve-Hemden, zum Beispiel Ski-Unterwäsche, sehr hilfreich sein. Auch für Bettsocken sollten Sie sich nicht zu schade sein.

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Vorhofflimmern ist häufig schwer zu erfassen

Vorhofflimmern und andere Rhythmusstörungen treten häufig nur vorübergehend auf. Daher können Kardiologen Vorhofflimmern mit einem Ruhe-EKG oder einem Langzeit-EKG häufig nur schwer erfassen. Das Problem ist, dass auch kurzzeitiges Vorhofflimmern ein erhöhtes Schlaganfallrisiko bedeutet.

Gerade bei Vorhofflimmern entsteht hier eine diagnostische Lücke, die zur Folge hat, dass gezielte Therapiemaßnahmen nicht eingeleitet werden können. Ohne EKG-Dokumentation wird kaum ein Arzt z.B. eine gerinnungshemmende Therapie zur Vorbeugung eines Schlaganfalls einleiten, weil diese ja auch mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden ist.

1-Kanal EKG selber zu Hause und unterwegs messen

Sollten Sie ein Risikopatient für Vorhofflimmern sein oder Symptome wie z.B. Herzstolpern, Herzrasen verspüren, dann ist die App „Kardia“ von AliveCor eine gute Lösung. Die App funktioniert sowohl auf dem iPhone als auch mit Android-Systemen. Zusätzlich benötigen Sie eine kleine Platte, die Sie im Internet einfach erwerben. So können Sie selber ein hochwertiges 1-Kanal-EKG aufzeichnen.

Starten Sie einfach die die App auf Ihrem Smartphone. Danach drücken Sie auf „Aufzeichnen“ und legen die Daumen jeweils für mindestens 30 Sekunden auf die beiden Kontaktflächen. Sie können die Aufzeichnung auf dem Bildschirm direkt mitverfolgen. Ihr Ergebnis wird dann automatisch gespeichert.  In der Zukunft können Sie es dann immer wieder abrufen.

Wissenschaftlich gesicherter Analyse-Modus

Die App verfügt über einen wissenschaftlich geprüften Analyse-Modus mit einer hohen Sensitivität und Spezifität von 97% bzw. 98%. Sie erhalten 1 von 3 Diagnosen: „normal“, „unklassifiziert“ und „mögliches Vorhofflimmern“. Über die App können Sie dann eine PDF-Date erstellen und diese dann per E-Mail oder Textmessaging an die Ärztin oder den Arzt weiterleiten. Ihre Ergebnisse werden, etwa im Hinblick auf Vorhofflimmern, analysiert. Dann können Sie Ihr EKG per PDF-Datei an die Ärztin bzw. den Arzt versenden.

Vorhofflimmern – konsequent handeln

Sollten Sie ein Ergebnis „unklassifiziert“ oder „mögliches Vorhofflimmern“ erhalten, dann sollten Sie zeitnah mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Kontakt aufnehmen, denn es könnte sich um Vorhofflimmern handeln. Innerhalb von 48 Stunden nach Beginn dieser Rhythmusstörung steigt das Schlaganfallrisiko.

Am besten besprechen Sie das Vorgehen vor dem ersten Einsatz mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen, damit alles gut funktioniert.

Gute Erfahrungen in der Cardiopraxis

Wir setzen das AliveCor-System seit 2016 regelmäßig im Praxisalltag ein. Dabei verleihen die Geräte in der Regel für 2 Wochen. So können wir fast immer einen gesicherten Zusammenhang zwischen Ihren subjektiven Symptomen und objektiven EKG-Veränderungen herstellen. Sehr häufig können wir so gesundheitsrelevante Rhythmusstörungen sichern und adäquate Therapiemaßnahmen einleiten. Nicht selten ist es aber auch so, dass bei Symptomen gar keine Rhythmusstörungen vorliegen. Sie können dann beruhigt sein und unnötige Therapien können vermieden werden.

Wir als professionelle Kardiologinnen und Kardiologen sehen die Entwicklung hin zur EKG-Selbstmessung als sehr positiv. 1-Kanal-EKGs sind ein weiterer Schritt zu mehr Patientensicherheit und vor allen Dingen zur Vorbeugung eines Schlaganfalls.

Für wen ist eine Anschaffung sinnvoll?

Sie sollten sich die Anschaffung vor allen Dingen überlegen, wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben. Sind Sie über 60 Jahre als oder haben Sie ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern, dann macht es aus unserer Sicht auf jeden Fall Sinn. Sie können es so sehen, ähnlich wie ein Mensch mit Bluthochdruck regelmäßig den Blutdruck mit einer Blutdruckmanschette misst so sollte ein Mensch mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern regelmäßig, z.B. 2x pro Woche ein 1-Kanal-EKG ableiten.

Sollten Sie Rhythmusstörungen subjektiv empfinden, aber bei Ihnen ist noch nie ein Ereignis in einem EKG erfasst worden, dann können profitieren.

Die App können Sie kostenlos herunterladen. Sie erwerben die Kontaktplatte für unter 150 Euro im Internet. Die Krankenkassen erstatten zum Teil die Kosten.

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Intervallfasten – weniger Gewicht, besseres Lebensgefühl

Nachdem Sie nur Ihr Körpergewicht erfolgreich reduziert haben, stellt sich nun die Frage: wie kann ich mein Gewicht halten?

Sie werden wahrscheinlich gemerkt habe, dass die Sie sich mit weniger Pfunden ruhiger, ausgeglichener und beweglicher fühlen. Möglicherweise schlafen Sie auch besser. Kurzum, Ihnen geht es einfach viel besser. Dieses positive Lebensgefühl alleine sollte allen Anlass geben das Körpergewicht zu halten.

Weiterhin können Sie sich vor Augen führen, dass das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, wie z.B. Diabetes mellitus und nicht zuletzt für Gelenkerkrankungen mittelfristig deutlich sinkt. Kurz gesagt, Sie altern einfach langsamer als die anderen Menschen und sehen durch die bessere Beweglichkeit auch schon jünger aus.

Intervallessen – langfristig gesund

Kurzfristiges Fasten ist langfristig erfolglos. Das Wort Diät kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Lebensweise” – damit ist also eine langfristige Verhaltensänderung gemeint. Um Ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren, sollten Sie daher Ihre Lebensweise insgesamt anpassen.

Bei der Ernährung gilt es daher weiterhin achtsam zu sein. Nach erreichtem Gewichtsziel können Sie die nun leicht abgeänderte Formel weiter nutzen:

 

Täglich auf die Waage

Ihr Körpergewicht sollten Sie weiter über mindestens ein Jahr messen, bis der Körperstoffwechsel sich angepasst hat. Durch kontrollierte zusätzliche Mahlzeiten sollten Sie herausfinden, was bei Ihnen zu einer Gewichtszunahme führt – und diese Nahrung meiden. Auf jeden Fall ist körperliches Training angesagt (Intervalltraining, Muskelaufbau), um die Stoffwechselleistung vor allem im Winter hochzuhalten.

Temperaturmessung bleibt sinnvoll

Optimal ist, wenn Sie zusätzlich Ihre Körpertemperatur messen. Die kalte Jahreszeit ist besonders herausfordernd, um das Gewicht zu halten. Denn der Körper will dann eine Isolationsschicht (= Körperfett) aufbauen, um sich vor niedrigeren Temperaturen zu schützen. Besonders Menschen mit Winterblues sind hier gefährdet, da sie in der auch dunklen Jahreszeit zur vermehrten Nahrungszufuhr neigen. Hier hilft nur körperliches Training weiter.

Wenn Sie weiter Gewicht reduzieren wollen, sollten Sie kein Kältegefühl mehr haben und Ihre Körpertemperatur sollte im Wohlfühlbereich liegen. In der Regel funktioniert dann die nächste Runde der Gewichtsreduktion im folgenden Frühjahr.

Etappenziele machen bei starkem Übergewicht

Bei starkem Übergewicht macht es grundsätzlich Sinn, die Zielerreichung über 2 bis 3 Jahre zu planen, z.B. 8 kg pro Jahr. Das wirkt sich günstig auf die Stabilität der Gewichtsreduktion aus. Stärkere Gewichtsschwankungen z.B. durch den Wiederanstieg des Körpergewichts, dem sog. Rebound-Phänomen fallen geringer aus. Das wiederum ist günstig für die Gesundheit.

Darüber hinaus sollten Sie daran denken, dass sich ein starker Gewichtsverlust von z.B. 30 kg auf Ihr äußeres Erscheinungsbild auswirkt. Nicht nur Sie selbst nehmen sich anders wahr, auch Ihr soziales Umfeld. Beide Seiten müssen sich meistens erst einmal daran gewöhnen.

In der Cardiopraxis machen wir die Erfahrung, dass eine nachhaltige Gewichtsnormalisierung möglich ist. Sie sollten dafür einige Grundregeln beachten, konsequent sein und Geduld haben.

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Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Unsere komplette Kreislaufmessung mit der Finapres®-Methode hat viele Vorteile. Sie ermöglicht einen Einblick in das Wechselspiel zwischen Blutdruck, Blutfluss und Gefäßwiderstand, welcher sowohl durch den Druck- als auch den Temperaturregelkreis bestimmt wird. So können wir in der Cardiopraxis über die zusätzliche Messung der Temperatur einen Eindruck von der thermoregulatorischen Wirkung des Stoffwechsels des Menschen gewinnen. Das befähigt uns auch bei normalen Werten für Herzfrequenz und Blutdruck Störungen im Kreislauf aufdecken und gezielt therapieren.

Die komplette Kreislaufmessung ermöglicht:

• eine präzise Diagnose
• individuell-maßgeschneiderte Therapie
• einen möglichst geringen Einsatz von Medikamenten (am besten gar keine)
• die Vermeidung von medikamentösen Nebenwirkungen

Konkret angewendet werden kann sie in ganz verschiedenen Situationen. Zum Beispiel, um den Kreislauf zu messen bei Menschen mit diesen Erkrankungen:

• Arterielle Hypertonie (hypodynamer vs. hyperdynamer Kreislauf)
Herzschwäche (mit dem Therapieziel: optimale Entlastung des Herzens)
Herzklappenerkrankungen (mit dem Therapieziel: Verringerung der Undichtigkeit)
• Herzrhythmusstörungen (bei intermittierendem Vorhofflimmern mit dem Therapieziel: Modulation des autonomen Nervensystems)

Die komplette Kreislaufmessung eignet sich auch gut, um Medikamente einzustellen. Dazu zählen Kreislauf-aktive Medikamente wie zum Beispiel Beta-Blocker, AT-Blocker oder Kalziumantagonisten sowie Stoffwechsel-aktive Medikamente wie etwa Schilddrüsenhormone, Vitamin D oder Magnesium.

Sehr hilfreich ist die komplette Kreislaufmessung zudem, um folgende Symptome genauer abzuklären:

• Unruhe
• Leistungseinschränkung
• Luftnot
• Schlafstörungen (besonders Einschlafstörungen)
• Müdigkeit

Insgesamt ist die komplette Kreislaufmessung ein wertvolles Instrument für die Ärztin/den Arzt, um ansonsten unspezifische Symptome kausal einzuordnen. Sie ermöglicht eine Objektivierung von Veränderungen des körperlichen Befindens und der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sowie der Stimmungslage, z.B. Unruhe und Angst. Nicht selten ist es so, dass wir für psychische Veränderungen, welche zunächst von anderer Seite als rein psycho-somatisch eingestuft worden sind, im Sinne einer somato-psychischen Interaktion eine körperliche Ursache der veränderten Stimmungslage ist. Häufig genug kann mit einfachen Massnahmen hier weitergeholfen, so dass Leistungsfähigkeit und eine belastbare seelische Stimmungslage wiederhergestellt werden können.

Durch die enge Verknüpfung zwischen Symptomen des Herz-Kreislaufsystems und dem seelischen Befinden und den täglichen Einsatz der Finapres®-Methode können wir in der Cardiopraxis den Menschen, der uns um Rat und Hilfe bittet einfach auch besser verstehen, was nicht zuletzt auch unsere Empathie schult.

…..Komplette Kreislaufmessung – Was ist das?

Im Bild Jeremy Swan & William Ganz, Kardiologen

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Durch unsere unblutige Kreislaufmessung mit dem Finapres®-System können wir die drei hydraulischen Größen Ihres Kreislaufsystems Blutdruck, Blutfluss und Gefäßwiderstand bewerten – und zwar bei jedem Herzschlag und in jeder Körperlage. Dadurch ziehen wir Rückschlüsse auf die Druck- sowie Thermoregulation und damit auch auf Ihren Stoffwechsel.

Die Kenntnis der genannten hydraulischen Messgrößen erlaubt uns z.B. beim Bluthochdruck eine individuelle und maßgeschneiderte Therapie mit Kreislauf-Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln, wie z.B. Magnesium. Liegt zum Beispiel ein erhöhter Blutdruck bei gleichzeitig hohem Gefäßwiderstand vor, setzen wir gefäßerweiternde Medikamente ein. Ist der Blutdruck hoch, der Gefäßwiderstand aber niedrig, sind dagegen Pumpkraftbremser und Harntreiber angezeigt (z. B. Betablocker, Diuretika).

Auch die Feineinstellung von Medikamenten mit Herzschwäche ist eine Herausforderung. In der Cardiopraxis geht es uns darum die Therapie so auszubalancieren, dass das geschwächt Herz bei gleichzeitiger Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit durch eine Kontrolle des system-arteriellen Gefäßwiderstandes optimal entlastet ist , ohne dass Benommenheit auftritt.

Diese Beispiele zeigen, dass mit dem Finapres@-System im Sinne einer wissenschaftlich-ganzheitlichen Medizin so eine individuelle Behandlung möglich ist. Wir in der Cardiopraxis wissen durch umfangreiche Erfahrung, dass dieses mit den herkömmlichen Methoden wie Blutdruckmessung, EKG und auch dem Herzultraschall allein nicht möglich ist.

Was uns besonders am Herzen liegt: Die unblutige Kreislaufmessung vermeidet Nebenwirkungen von Kreislauf-Medikamenten und verringert die Anzahl der Medikamente insgesamt.

….Komplette Kreislaufmessung – Für wen?

Im Bild: Werner Forssmann, Urologe & Chirurg

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch