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Hitzestress – Belastung für Herz und Kreislauf

Eine stabile Körpertemperatur ist sehr wichtig, damit alle biochemischen Prozesse in Ihrem Körper richtig funktionieren. Weicht die Körpertemperatur von Ihrem individuellen Sollwert ab, dann sprechen wir von thermischem Stress.

Im Falle von Wärme- oder sogar Hitzestress genügt schon eine Abweichung von +0,4 Grad Celsius, um bei Ihnen Symptome zu verursachen. Das kennt jeder von uns, wir werden unruhig, beim Aufstehen sind wir leichter benommen und unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sind eingeschränkt.

Gerade in den Sommermonaten erleben wir in der Cardiopraxis dann immer wieder Menschen, die dann zusätzlich über einen Anstieg ihrer Herzfrequenz und starke Blutdruckschwankungen berichten. Nicht selten sind es auch Herzrhythmusstörungen, die Probleme bereiten. Folglich sind  vorbeugende Massnahmen gegen Hitzestress und Abkühlung gerade in dieser Jahreszeit besonders wichtig für Herz und Kreislauf.

Ihr Körper versucht Hitzestress selber auszugleichen

Damit Ihrem Körper nicht zu heiß wird, gibt es sog. Ausgleichsmechanismen, über die Ihre Wärmeabgabe gesteigert werden kann. In körperliche Ruhe und bei normalen Außentemperaturen erfolgt ca. 60% der Wärmeabgabe über die passive Abstrahlung; das ist ein ähnlicher Mechanismus, wie die Abkühlung einer warmen Tasse Tee in kühlerer Umgebung.

Ungefähr 25% der Wärme wird über die Blutbahn aus dem Inneren des Körpers an die Oberfläche geleitet und dort an die Umgebung abgegeben. Nur 15% werden über die Verdunstung, und vor allen Dingen hier über Schwitzen verloren.

Unter normalen Bedingungen hat die Steuerung der Durchblutung bei der Feinregulation des Wärmehaushalts die entscheidende Rolle, Schwitzen ist lediglich ein Reservemechanismus. Steigt Ihre Körpertemperatur, z.B. durch scharfes Essen oder hohe Außentemperaturen, dann gewinnt die Abgabe von Wärme über das Schwitzen zunehmend an Bedeutung.

Die Verdunstungswärme von Wasser beträgt 2.400 kJ/l. Das bedeutet, dass Sie mit dem Verdunsten von 0,5 l Wasser auf der Haut ca. 1/6 der Ruhewärmeproduktion eines ganzen Tages abgeben können. Unter anderem hat auch die erhöhte Wärmeleitfähigkeit von Wasser gegenüber festem Gewebe eine herausragende Bedeutung. Stehen Sie dann noch in einem leichten Luftzug, dann wird die Wärmeabgabe von intensiver, weil die vorbeiziehende Luft die Wärme noch besser abführt.

Kühle Dusche an heißen Tagen

Die Erkenntnisse aus der Thermodynamik und menschlichen Thermoregulation können für Sie bei hohen Außentemperaturen sehr nützlich sein. Wenn Sie nun, z.B. an einem heißen Sommertag merken, dass Sie Ihnen heiß wird und Sie unruhig werden, dann gehen Sie unter die Dusche.

Richtige Wassertemperatur. Die Wassertemperatur ist bei einer abkühlenden Dusche besonders wichtig. Sie sollte ca. 0,5 Grad Celsius über der Hauttemperatur liegen und folglich handwarm bis lauwarm sein. Ist die Wassertemperatur zu kalt, dann aktiviert Ihr Körper Ausgleichsmechanismen indem er die Durchblutung drosselt, weil er wahrnimmt, dass die Außentemperaturen deutliche gefallen sind. Folglich steigt Ihre Körpertemperatur sogar, Ihnen wird noch heißer. Duschen Sie zu heiß, dann steigt die Körpertemperatur ebenfalls unerwünscht.

Nicht abtrocknen. Nun das wichtigste. Nach dem Duschen nicht abtrocknen. So kann die Feuchtigkeit auf der Haut die Wärme sehr gut verdunstet werden.

Leicht bewegen. Sie können sich das Handtuch um die Hüften legen und sollten sich bewegen. Zum Beispiel hat es sich bewährt in dieser Zeit das Badezimmer aufzuräumen. Folglich wird durch den leichten Windzug Wärme noch besser abgeführt.

Mit dieser einfachen Maßnahme erreichen Sie eine sehr effektive Abkühlung. Das haben Mitarbeiter der Cardiopraxis selber mehrfach getestet.

Herz-Kreislauferkrankungen – kühl und ruhig bleiben

Gerade Menschen mit Herz-Kreislauf profitieren an heißen Tagen von kühlenden Maßnahmen. Denken Sie bitte immer auch daran genügend zu trinken: 30-(40) ml pro kg Körpergewicht pro Tag sollten es sein. Gut hydrierte Körperzellen leiten die Wärme über Abstrahlung besser ab. Bei Herzschwäche oder Nierenschwäche sollten Sie die Menge mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt absprechen.

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Kältegefühl, Frieren? – Ingwer Shot hilft!

Kälteempfindlichkeit kennen viele von uns, Frieren in Abhängigkeit von den Außentemperaturen kennen alle Menschen.

Kälteempfindlichkeit macht sich dadurch bemerkbar, dass Sie im Gegensatz zu anderen Menschen eher leicht frösteln. Während andere im Herbst noch ein T-Shirt tragen, ziehen Sie sich schon ein Sweat-Shirt über. Im Bett wachen Sie häufig nachts auf und haben kalte Beine, manchmal so sehr, dass Sie aufstehen müssen und herumlaufen, um den Stoffwechsel zu aktivieren. Wir erleben es in der Cardiopraxis häufiger, dass Kälteempfindlichkeit der entscheidende Grund für Schlafstörungen ist.

Kälteempfindlichkeit – Stoffwechsel und Gewicht 

Grundsätzlich ist es so, dass Frauen eher zur Kälteempfindlichkeit neigen als Männer. Der Grund hierfür ist am wahrscheinlichsten die geringere Muskelmasse von Frauen, was wiederum mit einem vergleichsweisen geringeren Grundumsatz an Energie und damit auch mit herabgesetzter Wärmebildung verbunden ist. Allerdings leiden natürlich auch Männer Kälteempfindlichkeit und wir erleben in der Cardiopraxis auch regelmäßig fröstelige dicke Männer.

Die häufigste Ursache für Kälteempfindlichkeit ist ein herabgesetzter Stoffwechsel aufgrund einer zu geringen körperlichen Aktivität. Fehlernährung bei vegetarischer bzw. veganer Kost mit Mangel vor allen Dingen an Eisen, Vitamin D und B12 sowie weiteren Mikronährstoffen diagnostizieren wir immer häufiger. Auch hormonelle Veränderungen, wie z.B. ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann zu Frösteln führen.

Darüber hinaus spielt natürlich auch eine vermehrte Abstrahlung von Körperwärme bei einem verhältnismäßig geringen Gewicht im Verhältnis zur Körperoberfläche eine Rolle; kurzum schlanke Menschen frieren in der Regel leichter. Meistens wenig berücksichtigt wird, dass jede Form von Gewichtsreduktion, auch Intervallfasten fast immer eine vermehrte Kälteempfindlichkeit zur Folge hat.

Sind Erkrankungen, wie z.B. ein Mangel an Schilddrüsenhormonen als Ursache von Kälteempfindlichkeit ausgeschlossen, dann können Sie Ihren Stoffwechsel aktivieren, z.B. mit einem Ingwer Shot.

Ingwer Shot – einfaches Rezept zum selber machen

Für einen Ingwer-Shot benötigt man Ingwer und Apfel in einem Verhältnis von 1:5, also zum Beispiel 40 g Ingwer (1 daumenlange Knolle) und 200 g Apfel (1 mittelgroßer Apfel). Beide Nahrungsmittel werden mit Schale im Entsafter verarbeitet. Der fertige Saft muss scharf schmecken und kann auch für einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Falls Sie keinen Entsafter zur Hand haben, können Sie auch einfach 200 ml naturtrüben Apfelsaft und 40 g geriebenen Ingwer miteinander vermischen.

Ingwer Shot – konsequent den Stoffwechsel aktivieren

Wir empfehlen f0lgendes Vorgehen:

  • 1 bis 3 Ingwer-Shots à 80 ml (= 1 Espressotasse) pro Tag
  • in den ersten Tagen auch 6 Shots pro Tag möglich
  • nach 3 Wochen: 1 Woche Pause

Ingwer-Shot – Nebenwirkungen möglich

Um die Stoffwechselaktivierung zu überprüfen, sollten Sie idealerweise täglich nach dem Aufwachen Ihre Körpertemperatur, idealerweise die Ohrtemperatur messen (sogenannte Basaltemperatur). Stellen Sie dabei einen Temperaturanstieg von mehr als 0,5 Grad Celsius fest, können Nebenwirkungen wie zum Beispiel Unruhe, Konzentrationsschwäche oder Schlafstörungen vorkommen. In diesem Fall sollten Sie mit den Shots pausieren bzw. die Menge reduzieren.

Ingwer Shot Fallbeispiel – Intervallfasten, Gewicht, Körpertemperatur

Durch Intervallfasten verringert ein 57-jähriger Mann sein Körpergewicht um 9 kg, von einem Body-Mass-Index von 27,4 auf 24,4 kg/m2. Zu Beginn des Fastens hat er bei einer Basaltemperatur von 37,1 0C immer wieder ein deutliches und unangenehmes Wärmegefühl.  Mit zunehmendem Gewichtsverlust verringert sich die Körpertemperatur auf 36,0 0C und der Mann wird kälteempfindlicher und er fröstelt leichter.

Zur Stoffwechselaktivierung nimmt er dann 3 Ingwer-Shots pro Tag ein. Die Körpertemperatur steigt stetig bis auf 37,1 0C an und es stellt sich wieder ein Wärmegefühl ein.

 

Um den Temperatureffekt in den Wohlfühlbereich zu korrigieren trinkt er abends 500 ml Buttermilch; die Ingwer-Shots nimmt er weiter ein. Mit diesem Vorgehen sinkt die Temperatur am Morgen stetig auf ca. 36,5 0C ab.

Bemerkenswert ist dabei, dass der Kühlungseffekt am Morgen gemessen wird. Folglich handelt es sich nicht um eine akute Wirkung, die auf die Zeit unmittelbar nach Einnahme von Buttermilch beschränkt ist, sondern um einen chronischen Kühlungseffekt. Das weist darauf hin, dass durch Buttermilch ein nachhaltiger Eingriff in den Stoffwechsel erfolgt.

Ingwer Shot – warum wirkt Ingwer?

Die Ursachen der Wirkung von Ingwer sind nicht klar. Die viel propagierte Gehalt an Vitamin C oder Vitamin B6 scheint eher von untergeordneter Bedeutung zu sein, weil z.B. 1 Ingwer Shot entsprechend 40 mg Ingwer hier lediglich  2,5% bzw. 4,6% der jeweilig empfohlenen Tagesmenge enthält. Andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind in noch geringerer Konzentration enthalten (siehe auch App “Nährwertecheck-gesund essen”).

Wahrscheinlicher für die Wirkung von Ingwer ist eine blockierende Wirkung auf das Cytochrome P 450 System, welches für den Abbau von 90% aller Medikamente verantwortlich ist. Hier sind zu mindestens in-vitro, d.h. im Reagenzglas zuverlässig blockierende Wirkungen auf Cytochrome, auch kurz CYPs genannt für CYP1A2, CYP2D6 und vor allem CYP3A4 nachgewiesen; über CYP3A4 werden 50% aller Medikamente verstoffwechselt.

Interessanterweise ist es so, dass über CYP3A4 z.B. die Stoffwechsel-aktivierenden Hormone Testosteron und Östrogen abgebaut werden. Die Blockierung von CYP3A4 durch Ingwer könnte demnach einen Abbaustau und damit eine vermehrte Wirkung dieser Hormone zur Folge haben.

Problematisch hierbei ist, dass es genetisch bedingt bei Menschen für CYPs sog. normal-, fast- und slow-metabolizer gibt, so dass von vornherein schon ein heterogenes Stoffwechselverhalten bei CYPs vorliegt. Kommt dann noch der Inhibitor Ingwer hinzu, dann können Sie sich vorstellen, dass die Wirkung von Ingwer nicht gut kalkulierbar ist: beim einen wirkt er besser, beim anderen weniger Stoffwechsel-aktivierend.

Ingwer Shot – auf Nebenwirkungen achten

In er Cardiopraxis empfehlen wir den Ingwer Shot, vor allen Dingen, wenn bei Intervallfasten. Allerdings sind wir uns der potentiellen Nebenwirkungen bewusst. Vor allen Dingen Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen sollten auf Unregelmäßigkeiten, wie Zwischenblutungen achten. Vorsichtig sollten auch Menschen, sein die Medikamente einnehmen.

Langhammer et al. Phytotherapy Res 2013;28:603-610

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Viagra-Nutzer: Aufgepasst!

Die Hauptnebenwirkung von sogenannten PDE-Hemmern wie Viagra®, Cialis® oder Levitra® sind Blutdruckabfälle. Durch ihre Adrenalin-vermittelte Aktivierung können zudem weitere Nebenwirkungen bis hin zum Herzinfarkt die Folge sein. Männer, die einen PDE-Hemmer nutzen, nehmen zur Behandlung einer Prostatavergrößerung häufig auch Alpha-Blocker ein – als hochwirksame Blutdrucksenker erhöhen diese das Risiko für Nebenwirkungen zusätzlich.

Typische Symptome sind dann Benommenheit, Bewusstseinsverlust, Herzrasen oder -stolpern, Unruhegefühl oder Druck auf der Brust. Vorbeugen kann man dem Ganzen, indem man die Medikamenteneinnahme mit der Ärztin bzw. dem Arzt abklärt. Hilfreich ist zum Beispiel die zeitversetzte Einnahme von PDE-Hemmern und Gefäß-erweiternden Medikamenten.

Mit Nitropräparaten sollten Viagra und Co dagegen niemals eingenommen werden. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 30 ml pro Kilogramm und Tag ist förderlich. Im Notfall ist schnelles Handeln gefragt: Bei Benommenheit und Unruhegefühl die Beine hochlegen, im Zweifel den Notarzt rufen!

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Das Autonome Nervensystem erfüllt eine Reihe überaus wichtiger Funktionen: Es reguliert unbewusst unseren Kreislauf und Stoffwechsel und bestimmt damit unser Befinden und unsere Leistungsfähigkeit. Mit sensitiven Messsystemen für Kreislauf und Stoffwechsel lassen sich so auch Rückschlüsse auf das Befinden ziehen.

Im Rahmen des Kreislaufes reguliert der Blutfluss die Nährstoffversorgung und Temperatur des Körpers. Messen lässt sich der Blutfluss mit der unblutigen Finapres®-Methode, einem photopletysmografischen Verfahren.

Ein Indikator für die Stoffwechselaktivität eines Menschen ist seine Ohrtemperatur. Messen lässt sich diese zum Beispiel mit dem System Koogeek®️.

Bei Menschen mit Übergewicht und gesteigertem Stoffwechsel passiert Folgendes: Ihre Temperatur ist erhöht, was zu Unruhe (thermischem Stress) führt. Um besser Wärme durch das isolierende Fett abgeben zu können, ist ihr Blutfluss tendenziell höher. Wenn kein Ausgleich (z. B. Bewegung, Gewichtsreduktion) erfolgt, bleibt die Unruhe.

Bei Menschen mit Normalgewicht und herabgesetztem Stoffwechsel sieht der Prozess genau umgekehrt aus. Ihr Temperatur-Sollwert wird unterschritten und durch einen niedrigen Blutfluss versucht der Körper, Wärme zu konservieren. Wenn ihr Blutfluss zu gering ist, sinkt auch ihre Leistungsfähigkeit.

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Magnesium – ein lukrativer Markt

Der Handel mit Nahrungsergänzungsmittel ist ein wachsender Markt, der pro Jahr über 1,1 Milliarden Euro pro Jahr alleine in Deutschland umgesetzt. Nahrungsergänzungsmittel werden über verschiedene Vertriebskanäle angeboten. An der Spitze steht der  Lebensmitteleinzelhandel, einschließlich Discounter mit 37,5% gefolgt von Drogeriemärkten mit 32,4 %, Apotheken mit 23,4% und Versandapotheken mit 6,7%, dabei  ist der Direktversand über das Internet nicht erfasst (Quelle: INSIGHT Health).

Magnesium – meist verkaufter Mineralstoff

Insgesamt ist Magnesium ist neben Vitamin C das beliebteste Nahrungsergänzungsmittel und als Mineralstoff der Spitzenreiter, weit vor z.B. Kalzium, Zink und Kalium. Alleine 2016 wurde Magnesium als Einzelmineralstoff in Deutschland über 41,6 Millionen verkauft (Quelle: INSIGHT Health). Imm Gegensatz zu Großbritannien ist es  in Deutschland frei verkäuflich und kann von den Kunden in allen Dosierungen und Packungsgrößen unkontrolliert erworben werden.

Neben den gut platzierten Angeboten in Geschäften und Apotheken wird Magnesium auch stark in Print-Publikationen sowie im Internet beworben. Sie kommen als Konsument also kaum an diesem Nahrungsergänzungsmittel vorbei. Der Käufer lebt in dem Glauben: Magnesium ist immer gesund, je mehr desto besser.

Für den Konsumenten ist  die kontrollierte Einnahme von Magnesium darüber hinaus noch erschwert, weil Magnesium nicht nur als Einzelsubstanz verkauft wird, sondern auch in vielen Kombinationspräparaten enthalten ist, z.B. in Korallenpräparaten und weiteren zahlreichen sog. Mikronährstoffmischungen.

Kurzum Magnesium ist in Deutschland sehr beliebtes Nahrungsergänzungsmittel und wird gerne in der Selbstmedikation eingesetzt, kaum einer der es noch nicht genommen hat. Dabei sind die Gründe für die Einnahme häufig eher diffus und reichen von “ich habe Muskelkrämpfe” über “muss ja wohl gut sein” bis hin zu obskuren Krebstherapien.

Wirkung von Magnesium bei Muskelkrämpfen sehr fraglich

Bis auf den Einsatz in der Schwangerschaft gibt es im Übrigen für eine hilfreiche Wirkung von Magnesium bei Muskelkrämpfen trotz zahlreicher Studien keine wissenschaftlichen Belege.  Im Einzelfall kann es sicherlich helfen, man sollte als Betroffener die Wirkung aber immer kritisch hinterfragen. Gemäß unseren Erfahrungen in der Cardiopraxis hilft bei Muskelkrämpfen die Faszientherapie, z.B. mit einem Nudelholz.

Magnesium kann zu Symptomen der Überhitzung führen

Der Mineralstoff Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und aktiviert den Stoffwechsel. Das hat eine vermehrte Wärmebildung zur Folge und kann zu thermischem Stress führen.

Wir können in der Cardiopraxis die Aktivierung des Stoffwechsels indirekt über Steigerung des Blutflusses in der unblutige Blutflussmessung gut messen. So können wir einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Magnesium, Symptomen und Blutfluss feststellen und die Dosierung von Magnesium individuell anpassen.

Wir erleben so in der Cardiopraxis Woche-für-Woche Menschen bei denen die unkontrollierte Magnesium-Einnahme zu Nebenwirkungen geführt hat, zum Beispiel:

  • innere Unruhe
  • Gereiztheit bis hin zu Aggressivität
  • vermehrte Ängstlichkeit bis hin zu Panikattacken
  • Zittern
  • verringerte Toleranz von Wärme
  • vermehrtes Schwitzen
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Benommenheit bis hin zu Ohnmachtsanfälle, auch mit Verletzungsfolge

Kontrollierte Einnahme von Magnesium ist wichtig

Kontrolliert eingesetzt kann Magnesium ein gesundes Nahrungsergänzungsmittel sein. Manchmal führen sogar Medikamente, sog. Mikronährstoffräuber dazu, dass Magnesium dem Körper fehlt.

In der Cardiopraxis setzen wir Magnesium, neben Kalium und Vitamin D vor allen Dingen zur Stoffwechselaktivierung bei Menschen mit Bluthochdruck und niedrigem Blutfluss erfolgreich ein. Dabei ist die unblutige Kreislaufmessung für uns eine wertvolle Hilfe.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sollten Sie eine tägliche Magnesium-Zufuhr auf maximal 14 Tage beschränken. Bei einer dauerhaften Einnahme sollten es höchstens 3 Einheiten, zum Beispiel zu 300 mg, in der Woche, sein. Gerade wenn Sie Kombinationspräparate einnehmen, sollten Sie auf die Summe der täglich eingenommen Dosis von Magnesium achten.

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Wer zu viel Chili isst, kann Nebenwirkungen erleben. Denn Chilischoten enthalten Capsaicin, das über verschiedene thermo-regulatorische Mechanismen negative Effekte im Herz-Kreislaufsystem auslösen kann.

Capsaicin aktiviert direkt den Stoffwechsel, steigert den Leberstoffwechsel und bildet zudem braunes Fettgewebe. Durch die Stoffwechsel-Aktivierung und den Schmerz- bzw. Hitzereiz nimmt man eine erhöhte Körpertemperatur wahr. Weil der Körper die Temperatur stabil halten will, stellt er die Gefäße weit, was den Blutdruck abfallen lässt. Und da der Körper auch den Blutdruck stabil halten will, setzt er wiederum Adrenalin frei.

Das freigesetzte Adrenalin und der aktivierte Stoffwechsel sorgen für Symptome wie

  • Unruhegefühl
  • Blutdruckschwankungen
  • Benommenheit
  • Schlafstörungen

Ein maßvoller Verzehr von Chili kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn der Stoffwechsel eines Menschen nicht sehr aktiv ist.

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Eine Panikattacke ist eine übersteigerte Angstreaktion, die durch die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin vermittelt wird. Bestimmte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel können Panikattacken auslösen und begünstigen.

Bei häufigen Anfällen sollte man deswegen seine Medikamente auf eine mögliche Überdosierung überprüfen. Dazu zählen Stoffwechselaktivatoren wie Schilddrüsenhormone, Magnesium oder Vitamin D, Kreislaufmedikamente, Prostatamittel, Haarwuchsmittel und Erektionsmittel. Auch Energy Drinks können Angst und Panikattacken auslösen

Übrigens: Ein frühes Symptom für Panikattacken können Unruhezustände sein.

……weiter im Selbsthilfekurs “Angst besser verstehen & beruhigen”

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Magnesium zu häufig bei Muskelkrämpfen

Mehrmals in der Woche kommen Menschen zu uns in die Cardiopraxis, die zu viel Magnesium einnehmen. Sie berichten die Symptome eines zu stark aktivierten Stoffwechsels, wie z.B. Unruhegefühl bis hin zu vermehrter Angst, Schlafstörungen und Blutdruckschwankungen. Eine Dosis von 300 mg pro Tag kann schon zu Problemen führen. Die Blutdruckerhöhung ist meistens der Grund warum die Menschen unsere Hilfe suchen.

Wir fragen die Menschen dann: Warum nehmen Sie Magnesium? Die Antwort ist häufig: Weil ich immer wieder Wadenkrämpfe habe.

Die differenzierte Kreislaufmessung einschließlich Blutflussmessung bestätigt dann die Diagnose der Magnesiumüberdosierung: durch einen gesteigerten Stoffwechsel versucht der Körper über einen erhöhten Blutfluss vermehrt Wärme abzugeben. Dabei sind die Magnesiumwerte im Blut in der Regel normwertig, was nicht weiter verwunderlich ist. Magnesium wird zu 99% im Inneren der Zellen gespeichert, was in der Serumbestimmung nicht erfasst wird.

Kurzum, Magnesium kann trotz normaler Blutwerte überdosiert sein. Entscheidend für die Diagnose der Magnsiumüberdosierung sind die Symptome und der erhöhte Blutfluss.

Magnesium meistens keine ausreichende Lösung bei Muskelkrämpfen

Wissenschaftlich gibt es keine ausreichenden Belege für die Wirkung von Magnesium bei Muskelkrämpfen, außer bei Schwangeren. Allerdings haben wir durchaus die Erfahrung gemacht, dass Magnesium helfen kann. Wir fragen und hier natürlich: warum?

Meistens treten die Muskelkrämpfe bei den Betroffenen in den Waden und in der 2. Nachthälfte auf. Die Waden sind der Teil des Körpers mit hohem Muskelanteil, der bei fehlender Bewegung am meisten auskühlt. In der 2. Nachthälfte zwischen 2:00 und 4:00 Uhr morgens ist Ihre Körperkerntemperatur am niedrigsten. Folglich ist Abkühlung der Wadenmuskulatur wahrscheinlich ein hochrelevanter Faktor für die Entstehung von Wadenkrämpfen. Das wird indirekt auch dadurch bestätigt, dass Magnesium über eine Aktivierung des Muskelstoffwechsels und damit durch eine gesteigerte Wärmebildung zum Teil hilft.

Aktivierung des Muskelstoffwechsels durch Faszientherapie mit dem Nudelholz

Wenn wir dann den Betroffenen empfehlen die Einnahme Magnesium auf 2-3x pro Woche zu beschränken, dann werden wir verständlicherweise gefragt: Und was mache ich dann mit meinen Muskelkrämpfen?

Wir empfehlen dann häufig, auch unabhängig vom Alter: Muskelmassage mit dem Nudelholz. Dieses läuft in der Regel ab wie bei der bekannten Faszientherapie. Den besten Effekt erzielen Sie, wenn Sie Ihr Eigengewicht einsetzen.

Für die Wadenmuskulatur empfehlen wir folgendes Vorgehen

  • setzen Sie sich auf den Boden
  • legen Sie das das Nudelholz unter der Wade
  • stützen Sie sich auf die Arme und heben Sie das Gesäß leicht vom Boden
  • rollen Sie auf der Wade 10 Mal hin und her
  • mit kurzen Pausen 4 Mal durchführen

So wird auch die Rumpf- und Schultergürtelmuskulatur gestärkt, eine hervorragende Ganzkörperübung, ähnlich übrigens auch wie die “Rotationsübung mit dem Ball“. Ihr Trainingsprogramm können Sie natürlich auf die Oberschenkel- und die Rückenmuskulatur ausdehnen. Um das Ganze in der Praxis anschaulich zu machen “turnen” wir die Übung immer wieder mit Vergnügen vor.

In den ersten Tagen können die Muskeln während der Übung etwas schmerzen; dieses Gefühl verschwindet aber bei regelmäßiger Anwendung.

Bei älteren Menschen, die die Übung auf dem Boden sitzend nicht richtig durchführen können, empfehlen wir die Muskelmassage ohne Eigengewicht. Dazu schlagen Sie auf dem Stuhl sitzend die Beine leicht übereinander und walgen dann die Muskulatur mit Druck und Hin-und-Her-Bewegung des Nudelholzes.

Muskelmassage hilft bei Wadenkrämpfen

Ob es jetzt der Faszieneffekt oder die Aktivierung der Muskelstoffwechsels ist, der die entscheidende Rolle spielt, wissen wir nicht. Wir gehen eher davon aus, dass die Aktivierung des Muskelstoffwechsel für den therapeutischen Effekt die entscheidende Relevanz hat. Wir wissen aber genau, dass diese Übung hilft Muskelkrämpfe zu beseitigen, egal in welchem Alter.

 

Cochrane 2012: Magnesium for Muscle Cramps

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Entzündliche Hauterkrankungen (z.B. Atomische Dermatitis) setzen bestimmte Botenstoffe frei, die auf den ganzen Körper wirken können. Dabei kann sich auch die Körperkerntemperatur erhöhen.

Dadurch können sich die Arterien weitstellen und der Kreislauf „überdreht“. Das ebenso ausgeschüttete Adrenalin und Noradrenalin kann zu Symptomen wie z. B. Unruhe, Erschöpfung und Schlafstörungen führen.

Vitamin D kann eine solche entzündliche Hauterkrankung günstig beeinflussen – und damit auch den Kreislauf. Zwar ist die wissenschaftliche Datenlage zu Vitamin D bei Hauterkrankungen nicht eindeutig, ein Therapieversuch kann aber trotzdem sinnvoll sein.

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Für eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gilt folgende Faustregel: Trinken Sie 30 bis 40 ml pro kg und Tag! Beginnen Sie am Morgen unmittelbar nach dem Aufstehen mit ca. 25 % der Tagesmenge.

Weil wir in der Cardiopraxis über eine hochmoderne Kreislaufdiagnostik verfügen, wissen wir sehr genau, wie sich eine zu geringe Trinkmenge auf den Kreislauf und das vegetative Nervensystem eines Menschen auswirkt.

Symptome eines Flüssigkeitsmangel sind Unruhe, Reizbarkeit and Schlafstörungen. Die dadurch bedingte Adrenalin-vermittelte Aktivierung begünstigt Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Schützen Sie sich ganz einfach davor – und trinken Sie genug!

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