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Sport: Auswirkungen auf die Gesundheit

Ausdauernde körperliche Aktivität fördert das körperliche und geistige Wohlbefinden und verlängert das Leben. Die positiven Effekte finden sich auf allen Ebenen der Herz-Kreislauf-Funktion, Verbesserung des Zucker- und Fettstoffwechsels sowie Ausgleich des vegetativen Nervensystems.

Sport bei Infekt?

Infekte werden durch Viren oder Bakterien ausgelöst. Als Konsequent aktiviert die Infektion das Immunsystem auf den verschiedensten Ebenen. Ebenso führt Sport zur Aktivierung des Immunsystems. Deswegen kann man sich vorstellen, dass Infekt und Sport Reserven bzw. Kapazitäten überbeanspruchen können und sich Krankheitserreger ausbreiten. Das Risiko für eine Herzmuskelentzündung ist erhöht. Wir fürchten eine adrenerge Überbelastung, die die Risiken für eine Schädigung im Herz-Kreislaufsystem und das Auftreten von Herzrhythmusstörungen erhöhen.

Wann Sportpause bei Infekt?

Eine häufig gestellte Frage ist: Soll man bei jedem Infekt trotz geringer Ausprägung eine Sportpause einlegen? Die Frage ist nicht immer eindeutig zu beantworten. Es gibt aber Symptome, die definitiv zu einer Sportpause führen sollten. Zu diesen gehören

Eine weitere häufige Frage, die wir hören: Sollen Betroffene bei einem einfachen Schnupfen ohne Temperaturerhöhung eine Sportpause eingelegen? Folglich empfehlen wir Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen definitiv eine Pause einzulegen. Bei Herzgesunden empfehlen wir, die gewohnten Belastungen zu vermeiden und beispielsweise das Joggen durch einen Spaziergang zu ersetzen. Was wir nicht empfehlen können: Den Sport z. B. mit entzündungshemmenden Substanzen wie Ibuprofen erträglich machen, indem man Symptome kaschiert.

Sportbeginn nach Infekt

Folglich müssen Sie eine komplette Ausheilung des Infektes definitiv abwarten, bevor der Sport wieder aufgenommen werden kann. Nach Fieber empfehlen wir eine Pause von mindestens 10 bis 14 fieberfreien Tagen. Zu Beginn sollten sich Betroffene außerdem nicht maximal belasten, stattdessen sollten sie sowohl die Dauer des Trainings als auch die Intensität reduzieren.

Abgesehen davon sollten Sie bei Symptomen beim Sport wie Luftnot, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen oder Schwindel  sofort die körperliche Aktivität abbrechen und den Arzt bzw. die Ärztin abklären lassen.

Zusammenfassung

Die Studienlage ist eindeutig: Regelmäßiger ausdauernder Sport verlängert die Lebenserwartung. Folglich führen bereits 60 bis 150 Minuten moderates Joggen pro Woche führte in Langzeituntersuchungen beispielsweise zu einer Steigerung der Lebenserwartung um 5 bis 6 Jahre. Sport ist insgesamt gesund, allerdings bei Infekt, insbesondere bei Fieber, nicht sinnvoll. Daher empfehlen wir im Zweifel, mal eine Sporteinheit ausfallen zu lassen oder Ihre Ärztin oder Ihren Arzt zu kontaktieren.

 

 

Mehr zu: Dr. Dierkes

 

 

 

 

 

 


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Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Virale Infekte wie die Grippe können das Herz in Mitleidenschaft ziehen. Die Verläufe variieren von flüchtigen Symptomen bis hin zu fortschreitender Herzschwäche. Schwere Verläufe sind allerdings sehr selten.

Abklären sollten Sie folgende Symptome, die nach einer Grippe neu auftreten:

Dafür wird folgende Basis-Diagnostik eingesetzt:

  • Körperliche Untersuchung
  • Labor
  • EKG
  • Ultraschall des Herzens (Echokardiografie)

Um weiter abklären zu können, wendet ein Arzt/eine Ärztin ggf. auch ein Herz-MRT und in seltenen Fällen einen Herzkatheter oder eine Herzmuskelbiospie an.

…weiter im Selbsthilfekurs “Grippe”

 

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


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Schweregrade der Luftnot – Symptome bei Herzschwäche

Bei Herzschwäche, der sog. Herzinsuffizienz, bedeuten Symptome eine Einschränkung der Lebensqualität. Auch ist das Langzeitüberleben in Abhängigkeit vom Schweregrad der Symptome eingeschränkt. Folglich sind Symptome ein wichtiger Hinweis dafür, Therapiemaßnahmen einzuleiten bzw. zu intensivieren.

Unser Ziel ist es, für Sie ein gutes geistiges und körperliches Befinden im Alltag zu gewährleisten und auch das Langzeitüberleben zu verbessern.

Das Hauptsymptom der Herzschwäche ist die Luftnot, die sowohl in Ruhe als auch bei Belastung auftreten kann. Dabei teilt man die Schweregrade der Luftnot entsprechend der sogenannten NYHA-Klassifikation ein.

NYHA-Klassifikation – Schweregrad der Luftnot einteilen

Die NYHA-Klassifikation hat ursprünglich die New York Heart Association entwickelt, um die Mitralklappenstenose zu bewerten. Sie ist ein gutes Maß für die Belastungsgrenzen im Alltag. Folglich setzen Ärzte  dieses Stadieneinteilung vor allen Dingen ein, um Herzschwäche, aber auch Lungenhochdruck und Herzklappenfehler (Mitral- und Aortenklappenstenose) zu klassifizieren. In Verbindung mit dem Brustdruck, der sog. Angina pectoris, können wir so die Symptome von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels bei koronarer Herzkrankheit bewerten.

Dementsprechend ist die NYHA-Klassifikation ist ein wichtiger Parameter in klinischen Studien. Neben den objektiven Parametern wird die NYHA-Klassifikation hier als Maß für eine verbesserte Alltagstauglichkeit herangezogen

NYHA-Klassifikation – Schweregrade

NYHA-Stadium I
Herzerkrankung ohne körperliche Einschränkungen:

Das bedeutet, dass alltägliche körperliche Belastung keine inadäquate Erschöpfung, keine Rhythmusstörungen, keine Luftnot oder Angina pectoris verursacht. Zum Beispiel Skifahren, Fahrradfahren mit 25 km/h und Laufen mit 12 km/h sind ohne Einschränkung möglich.

NYHA-Stadium II
Herzerkrankung mit leichter Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit:

Das bedeutet, dass in Ruhe keine Beschwerden auftreten. Alltägliche körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris. Bereits schnelles Gehen mit 6 km/h, Schnee schaufeln oder Gartenarbeit führen zu Luftnot.

NYHA-Stadium III
Herzerkrankung mit höhergradiger Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei gewohnter Tätigkeit:

Das bedeutet, dass in Ruhe keine Beschwerden auftreten. Geringe körperliche Belastung verursacht Erschöpfung, Rhythmusstörungen, Luftnot oder Angina pectoris. Langsames Gehen mit 3 km/h oder auch Hausarbeit verursachen Luftnot.

NYHA-Stadium IV
Herzerkrankung mit Beschwerden bei allen körperlichen Aktivitäten, auch in Ruhe:

Betroffene sind überwiegend bettlägrig. Gehen in der Wohnung, Sprechen und Ankleiden verursachen Luftnot.

Ab NYHA-Stadium III sprechen wir von einer schweren funktionellen Einschränkung. In klinischen Studien werden die Stadien III und IV häufig zusammengefasst und stellen die Schwelle zur intensivierten Therapie dar.
Objektivieren lässt sich das NYHA-Stadium III zum Beispiel in der Fahrradergometrie im Sitzen. Wird bei 75 Watt aufgrund von Luftnot abgebrochen, dann liegt mindestens ein NYHA-Stadium III vor.

NYHA-Klasse und Lebensqualität

Die NYHA-Klasse ist ein sehr gutes Maß für die Einschränkung der Lebensqualität. Daher erfolgt ab dem NYHA-Stadium III eine maximale symptomatische Therapie, um die Alltagstauglichkeit aufrechtzuerhalten. Wird therapeutisch ein NYHA-Stadium II erzielt, dann sprechen wir von einem relativen Therapieerfolg. Unser Ziel ist immer die komplette Beschwerdefreiheit bei normaler körperlicher Belastungskapazität. Das werten wir als absoluten Therapieerfolg.

NYHA-Klasse und Langzeitüberleben

Bei Linksherzschwäche ist der Einfluss der NYHA-Klassifikation auf das Langzeitüberleben gesichert. Je höher die NYHA-Klasse bei Herzschwäche, desto kürzer ist das Langzeitüberleben.

Wir sollten die NYHA-Klasse nicht nur als ein Maß für die Belastungsgrenze, sondern auch als die Schwelle zur starken potentiellen Überlastung verstehen. Denn körperliche Überlastung bedeutet eine Adrenalin-vermittelte Aktivierung, was wiederum gerade bei Herzerkrankungen negative Konsequenzen haben kann. Etwa für das Auftreten von gefährlichen Rhythmusstörungen.

Natürlich können und sollten Sie mit einer Herzschwäche kontrolliert körperlich trainieren. Mit starken körperlichen Überlastungen sind hier z.B. Situationen gemeint, in denen Sie sich sehr stark körperlich belasten müssen, ohne vermeintlich eine Wahl zu haben. Ein Beispiel: Am Bahnhof in sommerlicher Hitze müssen Sie mit einer NYHA-Klasse III die Koffer der Familie (2 x 20 kg) bis zum Hotel schleppen.

NYHA-Klasse und objektiver Schweregrad einer Erkrankung

In der Tat  ist eine Übereinstimmung zwischen dem objektiven Schweregrad der Erkrankung und den Symptomen nur für die Mitralklappenstenose gesichert. Das heißt, je enger die Öffnungsfläche der Mitralklappe, desto schwerer die Symptome.

Leider ist das bei der Herzschwäche nicht immer der Fall. Denn die objektiven Parameter, z.B. die Ejektionsfraktion und der Schweregrad der NYHA-Klasse, stimmen kaum überein. Das Gleiche gilt auch für die Mitralklappeninsuffizienz und die Aortenklappeninsuffizienz. Sie können durchaus eine schwere Aortenklappeninsuffizienz haben, ohne dass Sie diese in Form von Luftnot merken.

NYHA-Klasse und Wirksamkeit von Therapiemaßnahmen bei Herzschwäche

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der NYHA-Klasse und verbesserter Lebenserwartung bei Medikamenten. Das bedeutet, dass Medikamente die Lebenserwartung unabhängig von der NYHA-Klasse verbessern. Hier sind die objektiven Parameter, wie z.B. die Ejektionsfraktion, ein besseres Maß.

Lediglich bei hoher NYHA-Klasse in Verbindung mit einem implantierbaren Kardioverter-Defibrillator zeigt sich hier ein Zusammenhang. Menschen mit NYHA-Klasse III/IV haben eine Risikoreduktion der Sterblichkeit um 40%, mit NYHA-Klasse I/II um 20%.

NYHA-Klasse hat weiterhin eine hohe medizinische Bedeutung

Die NYHA-Klasse bleibt ein wichtiger Parameter, um die Einschränkung der Lebensqualität zu bewerten und damit die Notwendigkeit der Therapieintensität von symptomatischen Maßnahmen. Die NYHA- Klasse ist ein wichtiger Indikator für die Lebenserwartung.

Die NYHA-Klasse eignet sich nicht, um den objektiven Schweregrad einer Herzmuskelschädigung zu bewerten. Folglich kann man mit ihr nicht die zu erwartende lebensverlängernde Wirkung von Behandlungsmaßnahmen erfassen. Ausnahme ist die Implantation eines ICD: Hier profitieren Menschen mit höherer NYHA-Klasse deutlicher als mit geringer Symptomatik.

Miller, R. J. H. et al.  Canadian Journal of Cardiology 2015;31: 792–799

 

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel


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Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Von einem Plötzlichen Herztod spricht man, wenn ein Tod unerwartet in weniger als 1 Stunde nach Symptombeginn auftritt. Schon alleine die Definition deutet darauf hin, dass der plötzliche Herztod selten ein Ereignis ist, das einen wie der Blitz aus heiterem Himmel trifft.

Ist der plötzliche Herztod wirklich ein plötzliches Ereignis?

Eine immer noch aktuelle Studie, die das Notarztsystem Berlin diesbezüglich durchgeführt hat, liefert zu dieser Frage sehr interessante Daten.

Die Arbeitsgruppe erfasste für die wissenschaftlichen Untersuchung 406 Patienten mit plötzlichem Herztod, 72 % der Ereignisse passierten in häuslicher Umgebung. Zu den Ursachen zählten Kammerflimmern (39 %), pulslose elektrische Aktivität (19 %) und Asystolie als kompletter Stillstand des Herzens (42 %). In zwei Dritteln der untersuchten Fälle waren Beobachter bei dem Ereignis dabei, 75% dieser Beobachter waren Angehörige.

Bei einer Befragung unter den Beobachtern kam heraus: 69 % der plötzlich verstorbenen Menschen wiesen vor ihrem plötzlichen Herztod länger als 30 Minuten folgende Symptome auf:

  • Angina pectoris  40 %
  • Luftnot 27 %
  • Bewusstseinsstörung 10 %
  • Andere 23 %

Kurzum in Stadtgebieten sind professionelle Rettungskräfte innerhalb von ca. 10 Minuten vor Ort. Berücksichtigt man eine Patienten- bzw. Beobachter-Entscheidungszeit von 10 Minuten, dann haben ca. 66% der Menschen mit plötzlichem Herztod eine gute Chance rechtzeitig Hilfe zu erhalten. Folglich können lebensrettende Maßnahmen können so innerhalb von 30 Minuten nach Symptombeginn eingeleitet werden.

Auch auf die Symptome bei anderen Menschen achten

Als Verwandter, Freund, Arbeitskollege und auch als Passanten sind Sie potentieller Lebensretter. Sollte in Ihrem Umfeld den Eindruck haben, dass es einem Menschen schlecht geht oder er oder die oben genannten Symptome äußern, dann handeln Sie. Verständigen Sie spätestens nach 10 Minuten den Rettungsdienst unter 112.

Falls erforderlich, führen Sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte selbst lebensrettende Maßnahmen durch:

…..weiter im Selbsthilfekurs “Herzinfarkt sofort handeln”

 

Arntz et al. Intensivmed 1999;36: 485-492

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Angina pectoris – Brustschmerzen

Sehr häufig bitten uns in der Cardiopraxis Menschen um Rat und Tat, die als Symptom “Angina pectoris” angeben. Angina pectoris bedeutet „Enge der Brust“.

So kommen Sie zu uns, weil Sie die Beschwerden bemerkt haben. Damit ist der Ort der Beschwerden schon einmal auf den Brustraum und angrenzende Regionen eingegrenzt. Das Problem besteht jetzt für Sie darin, dass Sie manchmal schwer unterscheiden können, wo die Beschwerden ihren Ursprung haben. Dabei kann es sich um ganz verschiedene Arten von Brustdruck oder Brustschmerzen handeln.

Angina pectoris – bewegungsabhängig und hell?

Die nächsten Hinweise erhalten wir über den Schmerzcharakter und die Auslösbarkeit. Kommen die Schmerzen von der Wirbelsäule oder von der Muskulatur, dann haben sie eher einen punktuellen “hellen” Charakter (“wie Stiche”). Sie sind fast immer bewegungsabhängig, d.h. sie verändern sich, z.B. wenn Sie den Arm heben oder die Wirbelsäule beugen oder drehen. Sind Lungen- und Rippenfell gereizt, dann nehmen die “hellen” Schmerzen beim vertieften Atmen zu. Immer wieder einmal erleben wir auch mal Menschen, bei denen eine Krämpfe der Speiseröhre zu Schmerzen führt. Bei Entzündungen der Speiseröhre sind die Schmerzen häufig im Liegen betont. 

Besonders gravierend, zum Glück aber sehr selten sind die reißenden Schmerzen, wenn ein Einriss der Hauptschlagader, die Aortendissektion auftritt. Hier ist der Schmerz ebenfalls “hell” und ist häufig mit Zeichen der Adrenalin-vermittelten Aktivierung verbunden, wie z.B. Unruhe, schneller Herzschlag und Schwitzen. Bei der Lungenembolie tritt der Brustdruck häufig plötzlich, wie aus heiterem Himmel auf und ist mit Luftnot verbunden. Besteht die Lungenembolie schon etwas länger, dann sind Beschwerden durch die entzündliche Mitbeteiligung des Lungenfells auch mal atemabhängig.

 

Schmerz, der durch Druck z.B. auf das Brustbein ausgelöst werden kann, kommt nie vom Herzen.   

Angina pectoris – belastungsabhängig und dunkel?

Bei Durchblutungsstörungen des Herzmuskels nehmen Sie hingegen eher einen flächigen dumpfen Druck war (“wie ein Stein auf der Brust”), meistens hinter dem Brustbein oder in der linken Brusthälfte lokalisiert. In der Regel Belastung zu, dann wenn Blutdruck und Herzfrequenz steigen. Brustdruck kann aber auch schon mal in Ruhe auftreten, wenn sich ein Herzkranzarterie verkrampft, z.B. durch Kälte,  Aufregung oder auch Nahrungsmittel.

Angina pectoris – im Zweifel ärztliche Hilfe aufsuchen

Sie merken, dass die Zuordnung des Symptoms “Brustdruck” bzw. “Brustschmerz” zu einem Organ nicht ganz einfach ist. Häufig hilft zur Unterscheidung der Nitro Spray-Test.

Besonders, wenn die Beschwerden neu, sich in der den letzten Tagen verändert haben oder die Symptome intensiv sind, dann ist es für Sie über die nächsten Schritte genau nachdenken und handeln.

Scheuen Sie sich nicht je nach Intensität den Hausarzt aufzusuchen bzw. den Ärztlichen Notdienst unter 116 117 zu verständigen. Bei akuten lebensbedrohlichen Situationen verständigen Sie konsequent den Rettungsdienst unter 112.

 

 

….weiter im Selbsthilfekurs “Herzinfarkt sofort erkennen”

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

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Herzkranzarterien – große und kleine Arterien

Die Herzkranzarterien haben ihren Ursprung in der Aorta, der Hauptschlagader des Kreislaufs und verlaufen zunächst auf dem Herzmuskel. Sie bringen sauerstoffreiches Blut über die verschiedenen Hauptäste und deren Seitenäste, den “großen” Herzarterien und die nachgeschalteten zahlreichen Gefäße der Mikrozirkulation. Die Mikrozirkulation, auch die “kleinen” Herzarterien genannt bringen den so wichtigen Sauerstoff dann zu den Herzmuskelzellen. Während sich die großen Herzkranzarterien mittels Herzkatheter bei einem Innendurchmesser von 1-5 mm mit Röntgenkontrastmittel sehr gut darstellen lassen, sind die kleinen Arterien der Mikrozirkulation meistens nur unter dem Mikroskop zu sehen.

Herzkranzarterien – 3 großen Arterien für die linke Herzhauptkammer

Anatomisch betrachten hat in der Regel hat jeder Mensch zwei große Herzkranzarterien, die rechte und die linke Herzkranzarterie. Die linke Herzkranzarterie hat einen kurzen Hauptstamm von meistens 1-5 mm Länge und teilt sich dann in 2 große Hauptäste auf, den absteigenden und den umschlingenden Ast. In der Fachsprache nennen wir sie RIVA und RCX; die rechte Arterie wird RCA bezeichnet. Die 3 Hauptäste mit ihren jeweiligen Seitenästen versorgen jeweils ca. ein Drittel der linken Herzhauptkammer; der RIVA die Vorderwand, der RCX die Seitenwand und die RCA die Hinterwand.

Funktionell betrachtet sprechen wir bei durchblutungsrelevanten Verengungen der großen Herzkranzarterien,  je nach Anzahl der betroffenen Stromgebiete (RIVA, RCX, RCA) von einer 1-, 2- der 3-Gefäßerkrankung.

Die linke Herzhauptkammer versorgt den Körperkreislauf und muss daher mit hohem Druck, und zum Teil gegen die Schwerkraft (Gehirn!) sauerstoffreiches Blut in den Körperkreislauf pumpen. Die rechte Herzhauptkammer hat hingegen einen deutlich geringeren Sauerstoffbedarf, weil der Widerstand in der nachgeschalteten Lungenstrombahn und damit die Herzarbeit deutlich niedriger ist; sie beträgt ca. ein Sechstel der Arbeitslast der linken Hauptkammer. Daher sind die großen Herzkranzarterien vor allen Dingen für die linke Herzhauptkammer von kritischer Bedeutung.

Hinzu kommt, dass Herzmuskelzellen sehr sauerstoffsensibel sind. Stoppt die Sauerstoffversorgung, beginnt Herzmuskelgewebe bereits nach 10-15 Minuten unwiederbringlich abzusterben.

Große Herzkranzarterien – für kritische Durchblutungsstörungen relevant

Wenn wir im Folgenden von Angina pectoris, der “Enge der Brust” sprechen, dann sind Beschwerden aufgrund von Veränderungen der großen Herzkranzarterien und deren Seitenäste gemeint. Diese Verengungen nennen wir auch Stenosen. Auch die kleinen Arterien der Mikrozirkulation können Symptome verursachen. Diese jedoch folgen anderen Gesetzen und sind für eine kritische Störung der Blutversorgung des Herzmuskels, wie z.B. einen Herzinfarkt nur selten relevant (siehe auch Tako-Tsubo Syndrom).

Eine große Herzkranzarterien kann sich verengen, entweder langsam durch eine schleichende Verkalkung oder plötzlich durch einen Gefäßkrampf bzw. ein Blutgerinnsel. Ist eine große Herzarterie zu mehr als 60% verengt, dann können Durchblutungsstörungen auftreten, zunächst nur bei Belastung bei höhergradigen Verengungen um 90% auch in Ruhe. Das verursacht dann Angina pectoris.

Angina pectoris – Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf

Angina pectoris bei einer Durchblutungsstörung bedeutet ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot. Normalerweise sind die Symptome abhängig von körperlicher und auch emotionaler Belastung. Zum Beispiel beim Treppensteigen, wenn Blutdruck und Herzfrequenz steigen. Lokalisiert sind die Beschwerden meistens hinter dem Brustbein, sie können aber auch ausstrahlen in Schulter, Arm, Magen oder etwa Rücken. Bei körperlicher Ruhe verschwinden sie dann wieder.

Je nach Schweregrad kann Brustdruck schon bei sehr leichter Belastung, wie z.B. nach ein paar Stufen auftreten.

Vor allen Dingen die zeitliche Dynamik ist bei der Bewertung des Herzinfarktrisikos von hoher Relevanz. Hier bewerten Sie das Neuauftreten, einer Veränderung von Beschwerdeintensität und -charkteristik bzw. die zeitliche Dauer von Ruhebeschwerden. So können Sie eine stabile Angina pectoris, eine instabile Angina pectoris oder eine anhaltende Angina pectoris selber diagnostizieren.

Angina pectoris – beWegungsabhängig oder beLastungsabhängig?

Sie sollten zwischen den belastungsabhängigen und bewegungsabhängigen Brustbeschwerden unterscheiden.

Belastungsabhängigkeit bedeutet, dass Angina pectoris durch eine Steigerung der Herzarbeit, gekennzeichnet durch Erhöhung von Blutdruck und Herzfrequenz verursacht wird; eine Durchblutungsstörungen des Herzens ist wahrscheinlich.

Bewegungsabhängigkeit bedeutet, dass Symptome durch Bewegung des Muskel-Skelett-Systems (z. B. Beugen, Strecken, Atmen, Drehen) ausgelöst werden können; hier ist nicht das Herz die Ursache.

Beschwerden, die durch Druck auf den Brustkorb, z.B. mit der Faust ausgelöst werden können, kommen nicht vom Herzen.

Bei der Unterscheidung hilft Ihnen der Nitro Spray-Test.

Sie sollten insbesondere bei Neuauftreten oder einer Veränderung der Angina pectoris zeitnah ärztliche Hilfe aufsuchen. Hält Angian pectoris länger als 10 Minuten an, dann müssen Sie sofort handeln und den Rettungsdienst unter 112 verständigen.

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Angina pectoris – Druck auf der Brust

Angina pectoris, also Enge der Brust und ist meistens hinter dem Brustbein lokalisiert. Der Brustdruck kann aber auch ausstrahlen, etwa in Schulter, Arm, Magen, Hals, Kieferwinkel oder Rücken. Angina pectoris kann ein Zeichen für eine Durchblutungsstörung im Herzen sein – und auch ein Vorbote für einen Herzinfarkt. Auch isolierte Beschwerden, z.B. im Kieferwinkel vor allen Dingen, wenn diese bei körperlicher Belastung auftreten und in Ruhe wieder verschwinden können auf eine Unterversorgung des Herzmuskels hinweisen.

Um den Schweregrad einer Durchblutungsstörung an Hand von Symptomen zu bewerten, sind die zeitlich Dynamik mit der Häufigkeit, Charakteristik, Auslöser und Intensität der Symptome wichtig. Man unterscheidet in stabile, instabile und anhaltende Angina pectoris.

Zeitliche Dynamik und Stabilität von Symptomen – wichtiger Risikoindikator

Bei einer stabilen Angina pectoris verändern sich die Symptome in einem Zeitraum von 4 Wochen nicht. In einem solchen Fall genügt es, regelmäßig den Kardiologen (ca. 1 mal jährlich) zu konsultieren.

Wenn innerhalb eines Beobachtungszeitraums von weniger als 4 Wochen bei Ihnen neue Symptome vorkommen oder sich bestehende Symptome verändern, dann bezeichnet man das als instabile Angina pectoris. Eine Veränderung kann sich auf die Häufigkeit beziehen, Angina pectoris merken Sie jetzt pro Woche 6-10 mal anstatt wie in der Vorwoche 1-5 mal. Ihre Beschwerden treten bei niedrigerer Belastungsstufe, z.B. nach 1 Etage Treppensteigen auf, vorher haben Sie 2 Etagen mühelos geschafft. Der Druck auf Ihrer Brust ist neuerdings stärker und strahlt sogar aus, z.B. in die Schulter. In einer solchen Situation sollten Sie einen Kardiologen oder eine Notaufnahmestation innerhalb weniger Tage aufsuchen.

Dauern Symptome länger als 10 Minuten in Ruhe an, sprechen wir von einer anhaltenden Angina pectoris. Fast immer geht sie bei einem Herzinfarkt mit Zusatzsymptomen wie etwa Luftnot einher. Besteht bei einer anhaltenden Angina pectoris der Verdacht auf einen Herzinfarkt, sollten Sie in dieser Situation sofort das Rettungsteam unter 112 verständigen.

Symptome bewerten und zeitgerecht handeln

Wir können Ihnen als professionelle Kardiologinnen und Kardiologen nur helfen, wenn Sie rechtzeitig zu uns kommen. Im Grunde ist Angina pectoris ein Schutzengel: Werden die Symptome richtig eingeordnet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet, können Herzinfarkt oder gar Tod verhindert werden.

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Angina pectoris – enge Brust, enge Herzkranzarterie

Bei Angina pectoris, der Enge der Brust ist häufig das Herz der Ausgangspunkt der Symptome. Die bedeutendste Ursache für Brustdruck und Brustschmerz ist hier eine Verringerung der Durchblutung des Herzmuskels. Die ursprüngliche Störung ist eine Verengung, eine sog. Stenose einer Ihrer 3 Herzkranzarterie bzw. von deren Seitenästen. Wenn Sie Angina pectoris haben, die vom Herzen kommt, dann erlauben Häufigkeit und Schwere der Beschwerden einen Rückschluss auf die Veränderungen in einer Herzkranzarterie. Das kann, z.B. bei Herzinfarkt bis hin zu anhaltenden und schweren Beschwerden gehen.

Verengung  Herzkranzarterien – zunächst meist langsam

Die Engstelle einer Herzkranzarterie kann sich verändern, sie ist dynamisch. Begleitend verändern sich auch die Symptome.

Zu Beginn ist die Verengung einer Herzkranzarterie meistens schleichend, nicht selten sind erste Veränderungen schon im Jugendalter unter dem Mikroskop nachweisbar Die Innenhaut des Arterie wird z.B. durch Nikotingenuss geschädigt und Blutbestandteile, und hier vor allen Dingen Cholesterin dringt in die Gefäßwand ein. Hier bildet sich nun ein Polster, oder auch Plaque genannte, welches als Stenose die Lichtung der Blutleitung mehr oder weniger einengt.

Zuviel Cholesterin in der Arterienwand hat eine lokale Entzündung zur Folge, der Körper versucht den Prozess stabilisieren und abzuheilen. Ist die Deckplatte des Polsters dick, dann ist das Polster stabil, ist sie dünn, dann ist sie rissgefährdet. Die entzündliche Abheilung findet dann unter dem Einstrom von Kalzium statt und das Polster beruhigt sich biochemisch wieder; die mehr oder weniger ausgeprägte Stenose bleibt. Wir sprechen auch von einer fixierten Engstelle.

 

Angina pectoris – kalkfeste und dynamische Engstellen

Bei einer Engstelle der Herzkranzarterie von weniger als 60 Prozent des Durchmessers treten keine Symptome auf. Der Blutfluss ist auch bei körperlicher Belastung ausreichend, um den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Bei einer stabilen Angina pectoris ist die Herzkranzarterie um mehr als 60 Prozent verengt. Der Grad der Verengung ist stabil und die Symptome verändern sich in der Regle nicht. In Ruhe ist der Blutfluss ausreichend, unter Belastung kann er durch die Engstelle nicht genügend gesteigert werden. Bei Überschreiten der Belastungsgrenze tritt Brustdruck auf – in Ruhe verschwindet er nach wenigen Minuten wieder. Das regelhafte Verhalten mit immer wiederkehrender Angina pectoris nach der gleichen Belastungsstufe, z.B. nach dem Steigen von 2 Treppenetagen mit Verschwinden in Ruhe, ist typisch für eine fixierte Engstelle durch Verkalkung.

Nun, ist es aber immer wieder so, dass neben der Strukturstörung mit der verkalkten Engstelle der Arterie auch eine Funktionsstörung des Blutgefäßes besteht. Es neigt daher zu Arterienverkrampfungen, so dass z.B. aus einer fixierten Engstelle von 60% durch eine dynamische Komponente vorübergehend eine 80% Stenose wird. Wenn wir unser Beispiel nochmals betrachten, dann merken Sie jetzt Angina pectoris schon nach 1 Treppenetage, anstatt vorher erst nach 2. Solche Arterienkrämpfe treten typischerweise am Morgen, dann wenn der Adrenalingehalt im Blut am höchsten ist, bei Aufregung oder und vor allen Dingen bei kalter Witterung bzw. Wetterwechsel auf.

Instabile Angina pectoris – Risiko durch Blutgerinnsel

Bei einer instabilen Angina pectoris ist die Herzkranzarterie ebenfalls um mehr als 60 % verengt. Die Engstelle ist zusätzlich meistens entzündlich aktiviert. Die Deckplatte des Polsters ist dünn und kann durch die entzündliche Zerstörung nach innen einreißen. Das Cholesterin-Gewebegemischs im inneren des Polsters hat nun Kontakt mit der Blutbahn, der Körper versucht diesen Riss abzudichten. Das geschieht im ersten Schritt mit der Bildung eines Blutgerinnsels, ganz ähnlich als wenn Sie eine Schürfwunde am Knie haben. Blutgerinnsel lagern sich in der Koronararterie ein und behindern nun mehr oder weniger stark den Blutfluss.

Erschwerend kommt hinzu, dass neben der Verkalkung und dem Blutgerinnsel, die aktivierten Blutplättchen Botenstoffe, wie z.B. Thromboxan freisetzen, was auch noch zusätzliche Arterienkrämpfe begünstigt. Es entsteht so eine explosive Mischung aus der sich sehr schnell ein kompletter Gefäßeverschluß entwickeln kann.

Manchmal merken Sie diese bedrohlichen Gerinnselverklumpungen in Ihrer Herzkranzarterie gar nicht Das kann daran liegen, dass diese von vorne herein so klein sind, dass sie den Blutfluß nicht stören. Der Körper kann darüber hinaus häufig eingeständig überschüssiges Gerinnselmaterial selber schnell abbauen. Nehmen Sie eine Thrombozytenblocker wie Aspirin ein, dann verhindert das meistens die Verklumpung von Blutplättchen.

Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen bemerken Sie dann eine instabile Angina pectoris. Beschwerden verschlechtern sich oder treten häufiger auf – bei niedriger Belastungsstufe oder auch kurz in Ruhe.

Akuter Herzinfarkt – plötzlicher Arterienverschluss durch ein Blutgerinnsel

Nicht immer geht eine instabile Dynamik in einer Herzkranzarterie gut aus. Denn manchmal ist die Blutgerinnsellast so überwältigend, dass die Arterie komplett mit Gerinnsel verstopft ist und der Blutfluss stoppt. Die Folge ist, dass Herzmuskelgewebe spätestens nach 10 Minuten beginnt unwiederbringlich abzusterben. Der Herzinfarkt ist da.

In ca. 30% der Fälle ist die Dynamik der Gerinnselbildung so fulminant, dass ein plötzlicher Herzkranzgefäßverschluss ohne die Vorboten der instabilen Angnina pectoris auftritt. Sie merken den akuten Gefäßverschluss meistens durch anhaltenden Brustdruck, Luftnot und weitere Zusatzsymptome. Kardiologen stellen die Diagnose mit Hilfe von EKG, Troponin-Test und Herzultraschall. Das Risiko für einen Kreislaufschock, tödliche Rhythmusstörungen und damit für Sterblichkeit steigt beim Herzinfarkt erheblich.Die verschlossene Herzkranzarterie muss so schnell als möglich im Herzkatheterlabor wiedereröffnet werden.

Der Ausgangspunkt für einen Herzinfarkt ist in den allermeisten Fällen nicht eine hochgradige Engstelle, sondern in 66% der Fälle sind es Engstellen von unter 60% die Ausgangspunkt für eine Blutgerinnselbildung sind. Das liegt vor allen Dingen daran, dass diese flachen geringen Engstellen im Gefäßsystem viel zahlreicher als die hochgradigen Stenosen sind. Gerade die kleinen Polster mit ihrem hohen Gehalt an Cholesterin-Gewebegemisch sind häufiger anfällig für eine Entzündung und auch deshalb häufiger Ausgangspunkt eines typischen Herzinfarktes.

Anhaltende Angina pectoris ist ein Notfall. Wählen Sie dann den Notruf 112!

…..weiter im Selbsthilfekurs “Herzinfarkt sofort erkennen”

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

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Sex entspricht einer moderaten körperlichen Belastung und ist gesund.

Für Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung (KHK) ist er unbedenklich, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Im Belastungs-EKG sollten mindestens 50 bis 75 Watt erreicht werden
  • keine Beschwerden oder EKG-Veränderungen bei Treppensteigen über zwei Etagen oder bei einem Spaziergang im raschen Tempo

Sollten Sie beim Sex Brustschmerzen (Angina pectoris), Atemnot, Benommenheit oder Herzstolpern verspüren, unbedingt Ärztin/Arzt konsultieren!

Bei einer stabilen KHK kann blutdrucksenkendes Viagra & Co. (= PDE-Hemmer) ohne Probleme eingenommen werden, wenn Folgendes beachtet wird:

  • 24 bis 48 Std. vor und nach Einnahme von PDE-Hemmern dürfen gleichzeitig keine Nitropräparate genutzt werden
  • Bei Benommenheit und/oder Unruhegefühl sollten Sie die Beine hochlegen
  • bei Nebenwirkungen im Zweifel den Notarzt verständigen

Regelmäßiges und ausgewogenes körperliches Training – und dazu zählt auch Sex – sowie eine gute medikamentöse Einstellung verringern Herzfrequenz, Atemnot und Angina pectoris. Das wiederum führt auch zu besserem Sex.

Mehr zu: Dr. Natalie Fleissner

 

 

 

 

 

 

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In der kalten Jahreszeit steigt das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen. Denn der Kreislauf reagiert bei Kälte anders. Weil die Außentemperatur sinkt, will der Körper seine Kerntemperatur stabil halten und Haut- und Muskelgefäße ziehen sich zusammen.

Dadurch steigt auch der Gefäßwiderstand – und damit die Herzarbeit:

  • die Herzkranzgefäße ziehen sich zusammen
  • Stresshormone werden ausgeschüttet (Adrenalin, Noradrenalin)
  • Die Blutgerinnung nimmt zu

Das kann zu Angina pectoris, einem spürbaren Brustdruck, führen. Bewegungsmangel, fettes Essen und schlechte Stimmung erhöhen das Risiko zusätzlich. Da verwundert es nicht, dass Herzinfarkte und plötzlicher Herztod im Winter häufiger auftreten. Übrigens ist das Risiko beim Schnee-Schippen am höchsten.

Herzpatienten aufgepasst! Sie sollten besonders darauf achten:

  • Herzsymptome (Angina pectoris, Herzstolpern, Luftnot)
  • Kälteschutz (z. B. Schal, mit geschlossenem Mund atmen)
  • entspannte Winterspaziergänge machen (keine übermäßige Anstrengung)
  • soziale Kontakte pflegen (auch über Soziale Medien = besser als nichts)

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