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Dr. Natalie Fleissner
Dr. Natalie Fleissner
Dr. med. Natalie Fleissner studierte Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zu ihren Behandlungsschwerpunkten gehört die Bildgebende Diagnostik. Besonders große Expertise hat sie zudem bei der Kontrolle und Nachsorge von Schrittmachersystemen wie dem Implantierbaren Defibrillator (ICD) und hochkomplexen Dreikammerschrittmachern. Zum Profil.

Belastungstest Herz – Wann besser nicht?

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Belastungstests gehören zu den wichtigsten diagnostischen kardiologischen Verfahren. In der Regel sind sie sehr sicher, Komplikationen treten extrem selten auf. Bei welchen akuten Erkrankungen kein Belastungstest erfolgen darf und Sie unbedingt Ihre Ärztin oder Arzt vorab informieren sollten, erfahren Sie im folgenden Text.

 

 

Wann führen wir einen Belastungstest durch?

Ergometrie, Stress-Echokardiographie und Spiroergometrie: wichtig für Diagnose, Therapiekontrolle und Prognose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Zu den Belastungsuntersuchungen in der Kardiologie zählen wir die klassische Ergometrie, besser bekannt als Belastungs-EKG, hierauf aufbauend die Ultraschall-Untersuchung des Herzens unter Belastung (Stress-Echokardiographie) und die Spiroergometrie. Letztere Untersuchung können Sie sich vereinfacht als Belastungs-EKG mit einer speziellen Atemmaske zur Messung der Atemgase vorstellen.

Diese Untersuchungen haben eine große Bedeutung für die Diagnose, Therapiekontrolle und Prognose bei Herz-Kreislauf– Erkrankungen. Darüber hinaus sind sie sinnvoll für die Beurteilung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und für die Trainingsberatung.

Die Gründe für die Durchführung dieser Belastungstests sind vielfältig. Der klassische Einsatz ist der Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung mit einer Durchblutungsstörung des Herzens unter Belastung. Aber auch bei Patienten mit bereits nachgewiesener koronarer Herzerkrankung, nach Bypass-Operation oder nach Stentimplantation dient das Belastungs-EKG als Verlaufskontrolle zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Nachweis von Herzrhythmusstörungen.

Indikatoren:

Wann darf ein Herz-Belastungstest nicht durchgeführt werden?

Es gibt eine Reihe von akuten Erkrankungen oder Situationen, bei denen ein Belastungstest zu schweren Komplikationen führen könnte. Wichtig ist, dass Sie uns bei Ihrem Untersuchungstermin über neu aufgetretene Erkrankungen oder Beschwerden informieren.

Bei folgenden Erkrankungen dürfen wir absolut kein Belastungstest durchführen:

Absolute Kontraindikationen für Belastungstest:

Mit besonderer Vorsicht führen wir in Einzelfällen auch Belastungsuntersuchungen durch, um bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen über das weitere therapeutische Vorgehen entscheiden zu können:

  • Hauptstammstenose
  • Klappenerkrankungen mäßigen Schweregrades
  • Bekannte Elektrolytstörungen
  • Herzmuskelerkrankungen wie die Hypertrophe Kardiomyopathie

Wie gefährlich ist ein Belastungs-EKG?

Insgesamt ist die Komplikationsrate einer Ergometrie extrem niedrig. Die Häufigkeit tödlicher Komplikationen wie z.B. ein tödlicher Herzinfarkt ist mit 0,03% selten, ebenso das Auftreten nicht tödlicher Infarkte mit 0,09%. Komplexe Herzrhythmusstörungen aus der Hauptkammer werden mit einer Häufigkeit von 1,4% beobachtet.

Nach der Belastungsuntersuchung treten schon mal Kreislaufstörungen bis hin zur Ohnmacht mit einer Häufigkeit von 3-9%.

Sollte es dennoch zu einer Notfallsituation kommen, so sind alle Notfallgeräte sowie Medikamente vorhanden. Durch ein regelmäßiges Training sind alle Mitarbeiter im Umgang mit Notfällen geschult.

Fazit:

Belastungsuntersuchungen sind ein fester Bestandteil in der kardiologischen Funktionsdiagnostik und grundsätzlich sichere Verfahren mit extrem niedriger Komplikationsrate. Bei akuten Erkrankungen oder neu aufgetretenen Beschwerden informieren Sie immer vorab Ihre Ärztin oder Arzt!

Literatur:
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