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Endokarditis: Wenn die Herzinnenhaut erkrankt

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Eine Endokarditis ist eine bakterielle Entzündung der Herzinnenhaut, die besonders die Mitral- und Aortenklappe betrifft. Zwischen 3 und 10 von 100.000 Menschen erkranken jährlich daran in Deutschland. Unbehandelt hat die Endokarditis eine sehr schlechte Prognose.

Vor allem Männer über 60 Jahre haben eine höhere Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken. Weitere Risikofaktoren sind:

• frühere Endokarditis
• Kunstklappe
• Schrittmacher
• erworbene und angeborene Herzfehler
• intravenöser Drogenkonsum
• schlechte Zähne

Und das passiert bei einer Endokarditis: Die zerstörte Herzklappe wird undicht, was zu einer Herzschwäche führt; es kommt zu thrombotischen Ablagerungen, die über den Blutstrom in den Körper transportiert werden (Embolie). Häufig sind das Gehirn, Arme und Beine oder die Niere betroffen.

Mit diesen Symptomen kann eine Endokarditis einhergehen:

• Fieber mit Gewichtsverlust
• Herzgeräusch
• Schwäche
• Gelenkschmerzen
• kleine Hauteinblutungen oder Knötchen an den Händen/Füßen
• Bewusstseinsstörungen
• akute Herzschwäche
• Herzrhythmusstörungen

Diagnostiziert werden kann die Krankheit durch den Nachweis typischer Erreger im Blut sowie durch Herzultraschall. Therapiert wird sie mit Antibiotika, in etwa 50 % aller Fälle ist ein herzchirurgischer Einsatz notwendig.

Wichtige Präventions-Maßnahmen sind:

• eine gute Mundhygiene
• bei Hochrisiko-Patienten Antibiotika vor zahnärztlichen Eingriffen

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

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