Wenn es zur Angina pectoris, also Brustenge, kommt, ist die Herzkranzarterie häufig verengt – meist zu über 60 %. Das bedeutet: Es fließt zu wenig Blut und im Herzmuskel entsteht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot.

Normalerweise sind die Symptome abhängig von Belastungen. Zum Beispiel beim Treppensteigen, wenn Blutdruck und/oder Herzfrequenz steigen. Lokalisiert sind die Beschwerden meistens hinter dem Brustbein, sie können aber auch ausstrahlen in Schulter, Arm, Magen oder etwa Rücken. Bei körperlicher Ruhe verschwinden sie dann wieder.

Bewegungsabhängig sind Beschwerden, wenn sie durch eine veränderte Körperposition (z. B. Beugen, Strecken, Atmen, Drehen) entstehen. In solchen Fällen wird die Angina pectoris nicht durch verengte Herzkranzarterien verursacht, sondern muskuläre Verspannungen oder Wirbelsäulenveränderungen können dahinterstecken.