Energy Drinks – Aufgepasst!

Energy Drinks sind ein beliebtes Genussmittel, gerade bei jüngeren Menschen. Auf jeden Fall enthalten diese Getränke ein Gemisch aus stimulierenden Substanzen: zum Beispiel Koffein, Taurin, die Vitamine B2, B6, B8, B12, L-Carnitin, Guaraná, Ginseng, Kolanuss, Gingko biloba, Yohimbin und viele, viele mehr.

Die Konzentrationen der stimulierenden Einzelsubstanzen in Energy Drinks liegen dabei zum Teil deutlich oberhalb der empfohlenen Tagesmengen. Folglich sind Energy Drinks Aufputschmittel mit Adrenalin-vermittelter Aktivierung, die Herz und Kreislauf unkontrolliert beeinflussen. Als sogenannte psycho-aktive Substanzen wirken diese Stimulanzien direkt auf das Nervensystem ein. Außerdem können sie indirekt den Stoffwechsel anheizen, als sogenannte metabolisch aktivierende Substanzen.

Beispiel: Koffein in Energy Drinks

Der Koffeingehalt in Energy Drinks ist im Gegensatz zu den anderen Substanzen gut definiert. Als Referenzpunkt kann hier eine Tasse Kaffee dienen.

  • 1 Tasse Kaffee zu 125 ml = 40 mg pro 100 ml = 50 mg Koffein
  • Red Bull 1 Dose zu 473 ml = 30 mg pro 100 ml =142 mg Koffein
  • Effect 1 Dose zu 500 ml = 32 mg pro 100 ml = 160 mg Koffein
  • Monster 1 Dose 500 ml = 30 mg pro 100 ml = 160 mg Koffein
  • Rockstar 1 Dose 500 ml = 32 mg pro 100 ml = 160 mg Koffein

Kurzum, 1 große Dose eines Energy Drinks enthält allein schon das Koffein von ca. 3 Tassen Kaffee. Hinzu kommen dann selbstverständlich noch die zahlreichen weiteren psycho- und metabolisch aktivierende Substanzen.

Energy Drinks: häufig akute Symptome

Sie können sich jetzt schon vorstellen, dass Energy Drinks erhebliche Nebenwirkungen haben können. Diese sind meistens Folge einer Adrenalin-vermittelten Aktivierung:

Energy Drinks können krank machen

Zahlreiche Fallberichte in wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Register von Vergiftungszentralen zeigen: Energy Drinks haben teilweise erhebliche gesundheitliche Nebenwirkungen. Dabei wird die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Fälle um ein Mehrfaches höher sein.
Eine besonders wichtige Nebenwirkung sind Krampfanfälle des Gehirns. Krämpfe der Herzkranzarterien und Herzinfarkte werden häufig berichtet. Energy Drinks können auch ein Auslösefaktor für Vorhofflimmern sein. Ebenso Herzhauptkammerflimmern mit der Folge des plötzlichen Herztodes ist ein gefürchtetes Ereignis.

Einrisse der Hauptschlagader mit schwerem Blutungsschock enden ebenfalls meistens mit dem Tod.

Energy Drinks können Bluthochdruck verursachen

Forscher konnten in einer wissenschaftlichen Untersuchung zeigen: Hochvolumige Energy Drinks (900 ml) mit einem Gehalt von 300 bis 350 mg Koffein in Verbindung mit zahlreichen anderen Substanzen können innerhalb von 2 Stunden einen deutlichen Anstieg des Blutdrucks verursachen. Der Blutdruck ist dabei systolisch um ca. 15 mmHg und diastolisch um 10 mmHg angestiegen. In Expertenkreisen bedeutet das: Am ehesten handelt es sich hier um einen erheblichen Anstieg des Schlagvolumens – also die Folge einer starke Adrenalin-vermittelte Aktivierung.

Energy Drinks: Risiko für plötzlichen Herztod kann steigen

Energydrinks mit einem Gehalt von 300 bis 350 mg Koffein und den weiteren Substanzen verlängern auch die sogenannte korrigierte QT-Zeit im EKG um mehr als 15 Millisekunden. Ab 10 Millisekunden ist das Risiko für Herzkammer-Rhythmusstörungen, Kammerflimmern und Torsade-de-pointes-Tachykardien grundsätzlich erhöht.

Ein Beispiel dafür, warum das hochrelevant ist: Hersteller müssen bei Medikamenten, die eine Zunahme von mehr als 6 Millisekunden im Vergleich zum Ausgangsbefund verursachen, die Fachinformationen mit Warnhinweisen versehen. In Einzelfällen droht dem Hersteller sogar der Entzug der Zulassung.

Zusammengefasst bedeutet das: Eine um mehr als 10 Millisekunden längere korrigierte QT-Zeit – und damit auch die Einnahme von Energy Drinks – ist mit einem höheren Risiko für den Plötzlichen Herztod verbunden.

Energy Drinks: Risiko für Herzinfarkt kann steigen

Energy Drinks können dafür sorgen, dass sich Arterien um 50 Prozent weniger erweitern. Dieses wird als Störung der Gefäßmotilität gedeutet. Folglich verändert sich der Blutfluss, wahrscheinlich sind auch die beschriebenen Krämpfe der Herzkranzarterien so verursacht. Ebenfalls nachgewiesen haben Experten, dass Energy Drinks zu mehr verklumpten Blutplättchen führen – damit einher geht eine stärkere Gerinnselbildung. All diese Störungen sind wesentliche Faktoren, wenn ein Herzinfarkt entsteht.

Energy Drinks: Herzschwäche kann Folge sein

Ein eingeschränktes Füllungs- und Pumpverhalten des Herzens kann ebenso eine Folge von Energy Drink-Konsum sein. Das ist ein Zeichen dafür, dass entweder das Herz energetisch erschöpft oder dass der Stoffwechsel gestört ist.

Risikogruppen für Nebenwirkungen von Energy Drinks

Sie können jetzt sicherlich nachvollziehen, dass einige Menschen Energy Drinks meiden sollten. Aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie Energy Drinks auf das Herz-Kreislaufsystem wirken, können wir verschiedene Risikogruppen ableiten.

Energy Drinks vermeiden: Menschen über 35 Jahre

Bei Menschen ab dem 35. Lebensjahr besteht ein höheres Risiko für unerkannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Bluthochdruck. Mit steigendem Lebensalter haben in Deutschland zunehmend mehr Menschen einen Bluthochdruck:

  • 35-44 Jahre: 8,8 bis 10,5 Prozent
  • 45-54 Jahre: 25,9 bis 31,8 Prozent
  • 55-65 Jahre: 47,7 bis 51,3 Prozent

Besonders tückisch ist dabei, dass 30 bis 40 Prozent der betroffenen Menschen gar nicht wissen, dass Sie einen Bluthochdruck haben. Dabei ist der Bluthochdruck ein sehr wichtiger Faktor für weitere Herz-Kreislauferkrankungen.

Energy Drinks vermeiden: Menschen mit Gefäß-Risikofaktoren 

Menschen, die ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sollten mit Energy Drinks ebenfalls vorsichtig sein. Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem:

  • Diabetes mellitus
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Nikotingenuss

Energy Drinks vermeiden: Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Folgende Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen eine Rolle:

Energy Drinks vermeiden: Diese Menschen sind unabhängig vom Alter gefährdet

Menschen, die mehr als 5 Tassen Kaffee pro Tag trinken, sind bereits stimuliert. Folglich sollten Sie daher zusätzliche Psychostimulanzien vermeiden. Insbesondere die Kombination von Alkohol und Energy Drinks ist nicht ratsam.

Psycho-aktive Medikamente, wie zum Beispiel Methylphenidat und Amphetamine zur Therapie des Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätssyndroms, sollten nicht mit Energy Drinks kombiniert eingenommen werden. Das Gleiche gilt übrigens auch für Drogen. Ebenso bei der Einnahme von Psychopharmaka ist der Genuss von Energy Drinks nicht ratsam.

Falls Sie eine akute oder chronische Entzündungserkrankung haben, sind Sie allein dadurch schon vermehrt durch Adrenalin aktiviert. Schon bei einer einfachen Erkältung kann durch Energy Drinks Ihr Risiko für Herzrhythmusstörungen steigen.

Überdies ist bei Medikamenten, die die QT-Zeit im EKG verlängern, das Risiko ebenfalls erhöht. Falls Sie bestimmte Antibiotika, Psychopharmaka oder auch Antiarrhythmika einnehmen, sollten Sie außerdem auf Energy Drinks verzichten. Schauen Sie daher auf den Beipackzettel, ob das jeweilige Medikament die QT-Zeit verlängern könnte.

 

Energy Drinks: das empfehlen wir in der Cardiopraxis

Wir in der Cardiopraxis empfehlen: Alle Menschen, die Risikofaktoren für Nebenwirkungen von Energy Drinks haben, sollten diese vermeiden. Vor allem Personen ab dem 35. Lebensjahr sollten grundsätzlich vorsichtig sein, da unerkannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen können.

Bitte bedenken Sie: Energy Drinks sind ein schlecht definiertes Gemisch aus psychisch-metabolisch aktivierenden Substanzen, deren Wirkung auf den Körper individuell kaum kontrollierbar ist.

Energy Drinks stimulieren explosiv wie ein Raketenstart, das Risiko des Absturzes ist erhöht…..eben keine Flügel.

 

 

📚

https://www.aerzteblatt.de/archiv/184187/Bluthochdruck-in-Deutschland

https://www.aerzteblatt.de › archiv › Med…Medikamentenbedingte QT-Verlängerung und Torsade de …

Higgins JP et al. Circulation 2018;138, Suppl. 1: Abstract 10655

Shah SA et al. JAHA 2019;8: https://doi.org/10.1161/JAHA.118.011318

Higgins JP et al. Beverages 2015;1:104-126

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Vorhofflimmern und Schlaganfall – häufiger bei Menschen mit Übergewicht

Jeder 10. Mensch in Deutschland erleidet im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern des Herzens. Wichtig, Vorhofflimmern ist in 20 bis 25 Prozent der Fälle die Ursache von Schlaganfällen. Wissenschaftlich belegt tritt Vorhofflimmern häufiger bei übergewichtigen Menschen mit einem Body-Maß-Index über 25 kg/m² auf. Eine Meilenstein-Studie, die Legacy Studie, konnte sehr eindrucksvoll zeigen, wie wichtig Gewichtsreduktion ist, um ein Wiederauftreten von Vorhofflimmern zu vermeiden.

Gewichtsreduktion bei Vorhofflimmern – Meilenstein – Legacy Studie

In die Analyse der Legacy Studie wurden 355 Menschen mit einem Body-Maß-Index von >27 kg/m² aufgenommen, der Mittelwert betrug 33 kg/m². Alle Teilnehmenden hatten bereits eine Episode von Vorhofflimmern gehabt und waren zum Zeitpunkt des Studienbeginns im normalen Sinusrhythmus. Ihnen wurde ein Programm zur Gewichtsreduktion angeboten und sie wurden im Studienintervall regelmäßig nachuntersucht. Der sogenannte Endpunkt der Untersuchung war die Anfallsfreiheit von Vorhofflimmern nach fünf Jahren. Hier teilte man die Probanden in drei Gruppen ein:

  • ≥ 10 Prozent Gewichtsverlust = 46 Prozent anfallsfrei nach 5 Jahren
  • 3 bis 9 Prozent  Gewichtsverlust = 22 Prozent anfallsfrei nach 5 Jahren
  • < 3 Prozent  Gewichtsverlust = 12 Prozent anfallsfrei nach 5 Jahren.

Gewichtsreduktion bei Vorhofflimmern – langfristige Anfallsfreiheit

Dass 46 Prozent derjenigen, die mindestens 10 Prozent Gewicht verloren und das Gewicht gehalten haben, keine Anfälle mehr bekamen, ist ein sehr eindrucksvolles Resultat. Wir kennen so gute Ergebnisse noch nicht einmal von den großen Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten bei Vorhofflimmern. Kurzum, die nachhaltige Gewichtsreduktion ist effektiver als der Einsatz von Medikamenten. Umso beeindruckender sind diese Studienergebnisse, weil sie unter einer maximalen medikamentösen antiarrhythmischen Therapie standen.

Aber wie kommt dieses Ergebnis zustande?

Gewichtsreduktion –  geringerer Blutdruck und Druck im Herzen

Relevant ist hier sicherlich, dass der systolische Blutdruck im Mittel um 18 mmHg sank. Ein geringerer Blutdruck im Kreislauf ist immer auch mit einem geringeren Druck im Herzen verbunden. Das wiederum reduziert die mechanische Belastung der dünnwandigen Herzvorkammern, die ja der Ursprungsort von Vorhofflimmern sind. Als Folge davon nahm die linke Vorkammer in ihrer Größe um 18 Prozent ab – was wiederum weniger Wandspannung am Ursprungsort des Vorhofflimmerns bedeutet.

Gewichtsreduktion – weniger Entzündung und thermischer Stress

Ein besonders interessanter Befund war auch die Abnahme des sogenannten C-reaktiven Proteins um 76 Prozent. Das C-reaktive Protein ist ein allgemeiner Marker für Entzündung. Es ist bekannt, dass Fett per se Entzündung produziert. Außerdem führt es zu einer stärkeren Wärmeisolierung des Körperstammes. Weil mehr Wärme gebildet und auch konserviert wird, haben übergewichtige Menschen häufig einen Hitzestau, der auch zu messbarem Einfluß auf das Kreislaufsystem führt.

Gewichtsreduktion bei Vorhofflimmern – unblutige Blutflussmessung hilft bei der Therapie

In der Cardiopraxis können wir den Einfluss von Veränderungen des Körpergewichts auf den Kreislauf über die Blutflussmessung mit dem Finapres– System genau messen. Da Menschen mit Übergewicht häufig thermischen Wärmestress haben, finden wir bei Ihnen in diesen Fällen meistens einen hohen Blutfluss. Dieses gibt Ihrem Körper die Möglichkeit mehr Wärme in der Körperperipherie abzustrahlen. Da allerdings die damit verbundene Verringerung des Gefäßwiderstandes mit einem Blutdruckabfall verbunden ist, folgt eine Adrenalin-vermittelte Aktivierung zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks. Folglich erhöht diese Aktivierung das Risiko für Rhythmusstörungen und vor allen Dingen kann auch Vorhofflimmern ausgelöst werden. Der thermische Stress ist auch der entscheidende Grund dafür, warum sich übergewichtige Menschen häufig innerlich so unruhig fühlen.

Bei der Gewichtsreduktion gibt es einige Punkte zu beachten, vor allen Dingen dann, wenn die Verringerung von Körperstammfett, und damit der Isolationsschicht ein vermehrtes Kälteempfinden zur Folge hat. Dann nämlich gilt es durch weitere Maßnahmen den thermischen Stress durch Kälte zu vermeiden.

In der Konsequenz bedeutet das: Menschen mit anfallsartigem Vorhofflimmern und einem Body-Maß-Index von >27 kg/m² sollten ihr Gewicht konsequent und nachhaltig reduzieren! So können sie in Zukunft Vorhofflimmer-Episoden vermeiden. Weniger Körperfett bedeutet: bessere Wärmeabstrahlung, weniger thermischer und mechanischer Stress, ein ruhigerer Kreislauf und ein besseres subjektives Befinden.

 

📚 Pathak RK et al. J Am Coll Cardiol 2015; 65: 2159-61

 

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Warme Jahreszeit optimal um mit Gewichtsreduktion zu beginnen

Mit dem Frühjahrsäquinoktikum (= Tages- und Nachtgleiche um den 20. März) kommen nicht nur hellere, sondern auch wärmere Tage. Höhere Außentemperaturen reduzieren die Notwendigkeit für den Körper, Wärme zu konservieren und auch zu generieren. Sie unterstützen den Körper dadurch bei der Gewichtsreduktion, also der richtige Zeitpunkt mit einer kontrollierten Daten zu beginnen.

Übergewicht belastet Herz, Kreislauf und Gelenke. Das Gewicht zu normalisieren ist daher für eine langfristige Gesundheit erstrebenswert. Zur Verhinderung von wiederkehrendem Vorhofflimmern ist eine nachhaltige Gewichtsreduktion sogar effektiver als Medikamente. In der Cardiopraxis erleben wir immer wieder Menschen, die sehr gute Erfolge mit dem sogenannten Intervallfasten erzielen.

Mit der folgenden Formel zum Intervallfasten können gute und nachhaltige Erfolge erzielt werden. Sie berücksichtigt nicht nur die Zeitintervalle, sondern auch die Qualität der Nahrung.

Gesund essen

In der Reduktionsphase sollten Sie besonders gesund essen. Die Hauptmahlzeit kann zum Beispiel ein reichhaltiger Salat mit Spinat, Putenfleisch, Fenchel, Nüssen, Hülsenfrüchten, Weichobst (Blaubeeren, Erdbeeren) und scharfen Gewürzen sein. Letztere tragen zur Anregung des Stoffwechsels bei.

Regelmäßig essen

Wir halten dabei regelmäßige Mahlzeiten für besonders wichtig. Denn so trägt auch die Synchronisation der inneren Uhren der Stoffwechselprozesse zur Gesamtgesundheit bei. Des Weiteren sollten Sie nach 18:00 Uhr keine Mahlzeit einnehmen, da wissenschaftlich gesichert ist, dass dieselbe Kalorienzahl am Abend zu einer stärkeren Gewichtszunahme als am Morgen führt. Darüber hinaus stören späte Mahlzeiten den Schlaf.

Körpertemperatur und Temperaturempfinden bestimmen das genaue Vorgehen

Die Bewertung der Körpertemperatur und des Wärmeempfindens ist ein wesentlicher Gradmesser dafür, wie die Gewichtsreduktion stattfinden sollte. Das Wechselspiel zwischen Körpergewicht, Stoffwechsel und Kreislauf können wir in der Cardiopraxis durch die Blutflussmessung objektiv quantifizieren. Ein hoher Blutfluss, welcher meistens mit einer gesteigerten Wärmeempfindlichkeit einhergeht, signalisiert in der Regel, dass der Körper versucht überschüssige Wärme abzugeben (Wärmedissipitations-Kreislauf). Ein niedriger Blutfluss in Verbindung mit einer Neigung zur Kälteempfindlichkeit signalisiert, dass der Körper versucht Wärme im Körper zu halten (Wärmekonservierungs-Kreislauf).

Menschen, die ein vermehrtes Kältegefühl haben, sollten unabhängig vom Gewicht parallel mit einer Stoffwechselaktivierung (körperliches Training, scharfe Speisen, z.B. Ingwer oder Chili) beginnen. Die geringere Nahrungszufuhr sollte zunächst in den Hintergrund treten. Wenn Sie bei Kälteempfinden beziehungsweise niedrigen Körpertemperaturen versuchen, die Nahrungszufuhr zu verringern, dann kann das zu Stress mit den möglichen Folgen von Unruhe, Schlafstörungen bis hin zur Blutdruckerhöhung führen.

Menschen, die sich gesteigertes Wärmeempfinden haben und vielleicht sogar immer wieder leicht schwitzen, sollten unabhängig vom Gewicht zunächst die Stoffwechselaktivierung (Training, scharfe Speisen) zurückstellen, da sonst Hitzestress auftreten kann. Der wiederum kann ebenfalls zu Unruhe, Schlafstörungen und Blutdruckerhöhungen führen. Menschen, denen es schnell zu warm ist, sollten am Anfang einer kontrollierten Gewichtsreduktion vor allen Dingen auf eine reduzierte Nahrungszufuhr setzen.

 

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Wir in der Cardiopraxis wollen Sie dabei unterstützen, Nebenwirkungen bei der Gewichtsabnahme zu vermeiden. Fürs erfolgreiche Intervallfasten haben wir Ihnen ein paar hilfreiche Hinweis und Regeln zusammengestellt.

Wichtig: Stoffwechsel und Körpertemperatur

Wenn Sie Ihr Körpergewicht reduzieren, ist das ein wesentlicher Eingriff in Ihren Energie- und damit auch in Ihren Temperaturhaushalt. Das kann mit Stressreaktionen verbunden sein, die sich ungünstig auf Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck und Rhythmusstörungen auswirken können.

Der Körper verliert mit der Gewichtsabnahme an Isolationsschicht (Bauchfett), was zu einer vermehrten Abstrahlung von Wärme führt. Darüber hinaus bildet sich weniger Wärme, weil Fett selber entzündlich und damit wärmebildend ist. Sie können damit rechnen, dass Sie pro Kilogramm Gewichtsreduktion ca. 0,05 bis 0,1°C an Körpertemperatur verlieren.

Wenn der Temperaturabfall in Relation zum Ausgangswert ca. 1,0 °C, zum Beispiel von 37,1°C auf 36,1°C beträgt, ist meistens eine kritische Grenze erreicht. Spätestens dann kommt es zu Symptomen wie Kältegefühl, Hungerattacken und Schlafstörungen. Eine weitere Gewichtsreduktion ist nun zunächst nicht sinnvoll. Selbst stark übergewichtige Menschen, die nur wenige Kilos verloren haben, beginnen manchmal schon zu frösteln, obwohl sie noch übergewichtig sind.

Der Körper versucht bei Erreichen der kritischen Grenze, durch Stressreaktionen den Wärmeverlust auszugleichen. Meistens passiert das über Adrenalin-vermittelte Ausgleichsreaktionen. Damit verbunden sind Heißhungerattacken und Suchverhalten nach Nahrung. Das kann Schlafstörungen zur Folge haben und ist durchaus biologisch sinnvoll, denn ein hungriges Tier oder auch ein hungriger Mensch sollte nicht schlafen, sondern nach Nahrung suchen. Außerdem versucht der Körper bei Unterschreiten des Temperatur-Sollwertes, Wärme durch Gefäßregulation zu konservieren indem er die Arterien engstellt, wie man es auch aus der kalten Jahreszeit kennt. Dadurch besteht das Risiko, dass sich der Blutdruck erhöht.

Stress vermeiden beim Intervallfasten

Gerade die ersten 2 Wochen können kritisch sein, wenn Sie auf eine gewichtsreduzierende Kost umstellen. Das gilt grundsätzlich für weniger Kalorien, aber vor allem für weniger oder gar kein Zucker. Denn Zucker ist ein kritischer Suchtfaktor. Hilfreich ist es, Süßigkeiten aus dem Haushalt zu verbannen. Bei Heißhungerattacken durch die Sucht nach Zucker können eventuell niedrigdosierte Chilipräparate zu einem geringeren Hungergefühl beitragen. Wir machen in der Cardiopraxis immer wieder die Erfahrung, dass auch die vorübergehende niedrig-dosierte Therapie mit Rauwolfia Tropfen hilft. Rauwolfia enthält den Hauptwirkstoff Reserpin, was den Abbau von Adrenalin fördert. Dadurch haben Sie weniger Stress in der Umstellungsphase.

In jedem Fall sollten Sie 7 bis 8 Stunden in der Nacht schlafen, weil das zu einer verbesserten emotionalen Impulskontrolle führt. Das heißt vereinfacht: Sie können sich am Tage besser beherrschen, wenn Sie gut geschlafen haben. Auch regelmäßiges Meditieren kann helfen.

Planen Sie Ihre Mahlzeiten

Sie sollten die Mahlzeiten selbst vorbereiten. Insbesondere dann, wenn Sie bei der Arbeit nicht in die Kantine gehen wollen (und das sollten Sie auch nicht).

Denken Sie daran, bevor Sie einen Teller füllen, wie sich eine große Portion auf Gesundheit (zum Beispiel Gewichtszunahme) und Befinden (zum Beispiel Völlegefühl mit Leistungsknick) auswirkt. Das hilft Ihnen dabei, die Portion zu begrenzen. Sie sollten sich auch vor jeder Mahlzeit vor Augen führen, dass ein Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit erst nach ca. 20 Minuten auftritt. Vielleicht sollten Sie so lange warten, bis Sie einen zweiten Teller oder etwas anderes essen. Allgemein sollten Sie der Nahrungsaufnahme mehr Aufmerksamkeit schenken. Es sollte langsam und ausreichend gekaut werden. Wenn man sich bewusst Zeit nimmt, bemerkt man auch rechtzeitig das einsetzende Sättigungsgefühl.

Dokumentieren und analysieren Sie Ihr Gewicht

Sie sollten sich täglich wiegen und das Gewicht in einer Tabelle dokumentieren. Noch besser ist die grafische Dokumentation in Form einer Kurve. Hilfreich sind dabei zahlreiche Health-Apps und es gibt auch Waagen, die die Daten von der Waage zuverlässig per Bluetooth auf das Handy übertragen.
Bei Gewichtsveränderungen sollten Sie darüber nachdenken, was die Ursache gewesen sein kann. Das können zum Beispiel Wassereinlagerungen durch zu viel Salz, Mahlzeiten mit einem zu niedrigen Proteinanteil oder auch für Sie persönlich allergene Nahrungsmittel sein. Sie werden erstaunt sein, was Sie so alles über Ihren individuellen Stoffwechsel lernen können. Vermeiden Sie in Zukunft solche Nahrung, die zu sprunghaftem Gewichtsanstieg geführt hat.

Messen Sie Ihre Körpertemperatur

Wir raten in der Cardiopraxis dazu, neben dem Körpergewicht auch die Körpertemperatur täglich zu messen. Richtig angewandt ist das Messen der Körperkerntemperatur im Ohr zuverlässig und schnell. Wenn die Körpertemperatur im Verhältnis zum Ausgangswert um 0,5 bis 1,0 C0, meistens in Verbindung mit einem vermehrten Kältegefühl, abweicht, dann sollten Sie etwas tun: Bilden Sie aktiv Wärme bzw. konservieren Sie passiv Wärme. Das geht folgendermaßen.

So bilden Sie aktiv Wärme durch Training

Moderates Intervalltraining führt dazu, dass Ihr Stoffwechsel gut aktiviert wird. Zum Beispiel können Sie 3 Mal pro Woche mehr als 10.000 Schritte oder ca. 4 Stunden pro Woche stramm gehen. Dabei sollte die Pulsfrequenz auf 140 Prozent des Ausgangswertes gesteigert werden, z. B. bei einer Ruhefrequenz von 72 bpm auf 100 bpm beim Gehen. Des Weiteren wird der Stoffwechsel durch Muskelaufbau, zum Beispiel durch Krafttraining, angeregt. Das erhöht insbesondere auch den Grundumsatz, das heißt den Verbrauch von Kalorien auch in körperlicher Ruhe.

So bilden Sie Wärme durch Ernährung

Sie können den Stoffwechsel auch durch die Einnahme von aktivierenden Speisen (zum Beispiel Chili, Ingwer) anregen. Das kann durchaus zu einem deutlichen Wiederanstieg der Körpertemperatur führen. Kühlende Speisen wie zum Beispiel Buttermilch, Quark oder Joghurt in größeren Mengen sollten Sie zu diesem Zeitpunkt meiden.

Ziehen Sie sich warm an

Sollten Sie ein vermehrtes Kältegefühl spüren, dann können in der Nacht Schlafstörungen auftreten. Bis eine aktive Wärmebildung durch körperliche Aktivität beziehungsweise Nahrungszufuhr greift, sollten Sie daher wärmere Kleidung tragen („Flanell statt Seide und Baumwolle“). In der Nacht können durchaus lange Hosen und Longsleeve-Hemden, zum Beispiel Ski-Unterwäsche, sehr hilfreich sein. Auch für Bettsocken sollten Sie sich nicht zu schade sein.

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Wesentlich für eine gesunde Atmung und einen gesunden Kreislauf ist die Muskelkraft des Zwerchfells.
Der Zwerchfellmuskel trennt den Brust- vom Bauchraum. Beim Einatmen spannt dieser Muskel an, zieht so die Lunge nach unten und Luft fließt in die Lunge. Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell wieder.

Die tiefe Nasen-Bauch-Atmung ist gesund und beruhigend und kann sogar bei Panikattacken helfen. Durch den höheren Atemwiderstand „Nase“ und den langen Weg „Bauch“ wird die Lunge gut belüftet und das Zwerchfell kräftig trainiert

Eine flache Mund-Brust-Atmung schwächt dagegen das Zwerchfell. Man atmet dabei durch den geringeren Widerstand „Mund“ über einen kurzen Weg zur „Brust“. Ein schwaches Zwerchfell schränkt die Leistungsfähigkeit ein. Außerdem erhöht sich das Risiko für Lungenentzündungen, weil nicht alle Lungenabschnitte gut belüftet werden.

Stärken Sie Ihr Zwerchfell: Atmen Sie tief durch die Nase in den Bauch!

……weiter im Selbsthilfekurs „Mehr Lungenkraft“

 

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Intervallfasten – weniger Gewicht, besseres Lebensgefühl

Nachdem Sie nur Ihr Körpergewicht erfolgreich reduziert haben, stellt sich nun die Frage: wie kann ich mein Gewicht halten?

Sie werden wahrscheinlich gemerkt habe, dass die Sie sich mit weniger Pfunden ruhiger, ausgeglichener und beweglicher fühlen. Möglicherweise schlafen Sie auch besser. Kurzum, Ihnen geht es einfach viel besser. Dieses positive Lebensgefühl alleine sollte allen Anlass geben das Körpergewicht zu halten.

Weiterhin können Sie sich vor Augen führen, dass das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, wie z.B. Diabetes mellitus und nicht zuletzt für Gelenkerkrankungen mittelfristig deutlich sinkt. Kurz gesagt, Sie altern einfach langsamer als die anderen Menschen und sehen durch die bessere Beweglichkeit auch schon jünger aus.

Intervallessen – langfristig gesund

Kurzfristiges Fasten ist langfristig erfolglos. Das Wort Diät kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Lebensweise” – damit ist also eine langfristige Verhaltensänderung gemeint. Um Ihr Gewicht dauerhaft zu reduzieren, sollten Sie daher Ihre Lebensweise insgesamt anpassen.

Bei der Ernährung gilt es daher weiterhin achtsam zu sein. Nach erreichtem Gewichtsziel können Sie die nun leicht abgeänderte Formel weiter nutzen:

 

Täglich auf die Waage

Ihr Körpergewicht sollten Sie weiter über mindestens ein Jahr messen, bis der Körperstoffwechsel sich angepasst hat. Durch kontrollierte zusätzliche Mahlzeiten sollten Sie herausfinden, was bei Ihnen zu einer Gewichtszunahme führt – und diese Nahrung meiden. Auf jeden Fall ist körperliches Training angesagt (Intervalltraining, Muskelaufbau), um die Stoffwechselleistung vor allem im Winter hochzuhalten.

Temperaturmessung bleibt sinnvoll

Optimal ist, wenn Sie zusätzlich Ihre Körpertemperatur messen. Die kalte Jahreszeit ist besonders herausfordernd, um das Gewicht zu halten. Denn der Körper will dann eine Isolationsschicht (= Körperfett) aufbauen, um sich vor niedrigeren Temperaturen zu schützen. Besonders Menschen mit Winterblues sind hier gefährdet, da sie in der auch dunklen Jahreszeit zur vermehrten Nahrungszufuhr neigen. Hier hilft nur körperliches Training weiter.

Wenn Sie weiter Gewicht reduzieren wollen, sollten Sie kein Kältegefühl mehr haben und Ihre Körpertemperatur sollte im Wohlfühlbereich liegen. In der Regel funktioniert dann die nächste Runde der Gewichtsreduktion im folgenden Frühjahr.

Etappenziele machen bei starkem Übergewicht

Bei starkem Übergewicht macht es grundsätzlich Sinn, die Zielerreichung über 2 bis 3 Jahre zu planen, z.B. 8 kg pro Jahr. Das wirkt sich günstig auf die Stabilität der Gewichtsreduktion aus. Stärkere Gewichtsschwankungen z.B. durch den Wiederanstieg des Körpergewichts, dem sog. Rebound-Phänomen fallen geringer aus. Das wiederum ist günstig für die Gesundheit.

Darüber hinaus sollten Sie daran denken, dass sich ein starker Gewichtsverlust von z.B. 30 kg auf Ihr äußeres Erscheinungsbild auswirkt. Nicht nur Sie selbst nehmen sich anders wahr, auch Ihr soziales Umfeld. Beide Seiten müssen sich meistens erst einmal daran gewöhnen.

In der Cardiopraxis machen wir die Erfahrung, dass eine nachhaltige Gewichtsnormalisierung möglich ist. Sie sollten dafür einige Grundregeln beachten, konsequent sein und Geduld haben.

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Kältegefühl, Frieren? – Ingwer Shot hilft!

Kälteempfindlichkeit kennen viele von uns, Frieren in Abhängigkeit von den Außentemperaturen kennen alle Menschen.

Kälteempfindlichkeit macht sich dadurch bemerkbar, dass Sie im Gegensatz zu anderen Menschen eher leicht frösteln. Während andere im Herbst noch ein T-Shirt tragen, ziehen Sie sich schon ein Sweat-Shirt über. Im Bett wachen Sie häufig nachts auf und haben kalte Beine, manchmal so sehr, dass Sie aufstehen müssen und herumlaufen, um den Stoffwechsel zu aktivieren. Wir erleben es in der Cardiopraxis häufiger, dass Kälteempfindlichkeit der entscheidende Grund für Schlafstörungen ist.

Kälteempfindlichkeit – Stoffwechsel und Gewicht 

Grundsätzlich ist es so, dass Frauen eher zur Kälteempfindlichkeit neigen als Männer. Der Grund hierfür ist am wahrscheinlichsten die geringere Muskelmasse von Frauen, was wiederum mit einem vergleichsweisen geringeren Grundumsatz an Energie und damit auch mit herabgesetzter Wärmebildung verbunden ist. Allerdings leiden natürlich auch Männer Kälteempfindlichkeit und wir erleben in der Cardiopraxis auch regelmäßig fröstelige dicke Männer.

Die häufigste Ursache für Kälteempfindlichkeit ist ein herabgesetzter Stoffwechsel aufgrund einer zu geringen körperlichen Aktivität. Fehlernährung bei vegetarischer bzw. veganer Kost mit Mangel vor allen Dingen an Eisen, Vitamin D und B12 sowie weiteren Mikronährstoffen diagnostizieren wir immer häufiger. Auch hormonelle Veränderungen, wie z.B. ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann zu Frösteln führen.

Darüber hinaus spielt natürlich auch eine vermehrte Abstrahlung von Körperwärme bei einem verhältnismäßig geringen Gewicht im Verhältnis zur Körperoberfläche eine Rolle; kurzum schlanke Menschen frieren in der Regel leichter. Meistens wenig berücksichtigt wird, dass jede Form von Gewichtsreduktion, auch Intervallfasten fast immer eine vermehrte Kälteempfindlichkeit zur Folge hat.

Sind Erkrankungen, wie z.B. ein Mangel an Schilddrüsenhormonen als Ursache von Kälteempfindlichkeit ausgeschlossen, dann können Sie Ihren Stoffwechsel aktivieren, z.B. mit einem Ingwer Shot.

Ingwer Shot – einfaches Rezept zum selber machen

Für einen Ingwer-Shot benötigt man Ingwer und Apfel in einem Verhältnis von 1:5, also zum Beispiel 40 g Ingwer (1 daumenlange Knolle) und 200 g Apfel (1 mittelgroßer Apfel). Beide Nahrungsmittel werden mit Schale im Entsafter verarbeitet. Der fertige Saft muss scharf schmecken und kann auch für einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Falls Sie keinen Entsafter zur Hand haben, können Sie auch einfach 200 ml naturtrüben Apfelsaft und 40 g geriebenen Ingwer miteinander vermischen.

Ingwer Shot – konsequent den Stoffwechsel aktivieren

Wir empfehlen f0lgendes Vorgehen:

  • 1 bis 3 Ingwer-Shots à 80 ml (= 1 Espressotasse) pro Tag
  • in den ersten Tagen auch 6 Shots pro Tag möglich
  • nach 3 Wochen: 1 Woche Pause

Ingwer-Shot – Nebenwirkungen möglich

Um die Stoffwechselaktivierung zu überprüfen, sollten Sie idealerweise täglich nach dem Aufwachen Ihre Körpertemperatur, idealerweise die Ohrtemperatur messen (sogenannte Basaltemperatur). Stellen Sie dabei einen Temperaturanstieg von mehr als 0,5 Grad Celsius fest, können Nebenwirkungen wie zum Beispiel Unruhe, Konzentrationsschwäche oder Schlafstörungen vorkommen. In diesem Fall sollten Sie mit den Shots pausieren bzw. die Menge reduzieren.

Ingwer Shot Fallbeispiel – Intervallfasten, Gewicht, Körpertemperatur

Durch Intervallfasten verringert ein 57-jähriger Mann sein Körpergewicht um 9 kg, von einem Body-Mass-Index von 27,4 auf 24,4 kg/m2. Zu Beginn des Fastens hat er bei einer Basaltemperatur von 37,1 0C immer wieder ein deutliches und unangenehmes Wärmegefühl.  Mit zunehmendem Gewichtsverlust verringert sich die Körpertemperatur auf 36,0 0C und der Mann wird kälteempfindlicher und er fröstelt leichter.

Zur Stoffwechselaktivierung nimmt er dann 3 Ingwer-Shots pro Tag ein. Die Körpertemperatur steigt stetig bis auf 37,1 0C an und es stellt sich wieder ein Wärmegefühl ein.

 

Um den Temperatureffekt in den Wohlfühlbereich zu korrigieren trinkt er abends 500 ml Buttermilch; die Ingwer-Shots nimmt er weiter ein. Mit diesem Vorgehen sinkt die Temperatur am Morgen stetig auf ca. 36,5 0C ab.

Bemerkenswert ist dabei, dass der Kühlungseffekt am Morgen gemessen wird. Folglich handelt es sich nicht um eine akute Wirkung, die auf die Zeit unmittelbar nach Einnahme von Buttermilch beschränkt ist, sondern um einen chronischen Kühlungseffekt. Das weist darauf hin, dass durch Buttermilch ein nachhaltiger Eingriff in den Stoffwechsel erfolgt.

Ingwer Shot – warum wirkt Ingwer?

Die Ursachen der Wirkung von Ingwer sind nicht klar. Die viel propagierte Gehalt an Vitamin C oder Vitamin B6 scheint eher von untergeordneter Bedeutung zu sein, weil z.B. 1 Ingwer Shot entsprechend 40 mg Ingwer hier lediglich  2,5% bzw. 4,6% der jeweilig empfohlenen Tagesmenge enthält. Andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind in noch geringerer Konzentration enthalten (siehe auch App „Nährwertecheck-gesund essen“).

Wahrscheinlicher für die Wirkung von Ingwer ist eine blockierende Wirkung auf das Cytochrome P 450 System, welches für den Abbau von 90% aller Medikamente verantwortlich ist. Hier sind zu mindestens in-vitro, d.h. im Reagenzglas zuverlässig blockierende Wirkungen auf Cytochrome, auch kurz CYPs genannt für CYP1A2, CYP2D6 und vor allem CYP3A4 nachgewiesen; über CYP3A4 werden 50% aller Medikamente verstoffwechselt.

Interessanterweise ist es so, dass über CYP3A4 z.B. die Stoffwechsel-aktivierenden Hormone Testosteron und Östrogen abgebaut werden. Die Blockierung von CYP3A4 durch Ingwer könnte demnach einen Abbaustau und damit eine vermehrte Wirkung dieser Hormone zur Folge haben.

Problematisch hierbei ist, dass es genetisch bedingt bei Menschen für CYPs sog. normal-, fast- und slow-metabolizer gibt, so dass von vornherein schon ein heterogenes Stoffwechselverhalten bei CYPs vorliegt. Kommt dann noch der Inhibitor Ingwer hinzu, dann können Sie sich vorstellen, dass die Wirkung von Ingwer nicht gut kalkulierbar ist: beim einen wirkt er besser, beim anderen weniger Stoffwechsel-aktivierend.

Ingwer Shot – auf Nebenwirkungen achten

In er Cardiopraxis empfehlen wir den Ingwer Shot, vor allen Dingen, wenn bei Intervallfasten. Allerdings sind wir uns der potentiellen Nebenwirkungen bewusst. Vor allen Dingen Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen sollten auf Unregelmäßigkeiten, wie Zwischenblutungen achten. Vorsichtig sollten auch Menschen, sein die Medikamente einnehmen.

 

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Langhammer et al. Phytotherapy Res 2013;28:603-610

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Bei Menschen mit Grippe gelangen Viren über die oberen Luftwege und die Lunge in den ganzen Körper. Die meisten Viren tummeln sich in der Lunge. Daher besteht ein Risiko, eine zusätzliche bakterielle Infektion der Lunge oder gar eine schwere Lungenentzündung zu bekommen.

Das therapeutische Ziel muss deswegen heißen: Ausbreitung der Viren und eine bakterielle Zusatzinfektion verhindern! Erreichen kann man dies mit verschiedenen Maßnahmen.

Weil bei Grippe der Flüssigkeitsbedarf (z. B. durch Sekretbildung) höher ist, sollte man 40 ml pro kg pro Tag trinken (außer wenn anders verordnet). Trinken stärkt das Immunsystem und den Kreislauf.

Die Lungen sollten belüftet werden. Das erreicht man, indem man nicht nur im Bett liegt, sondern auch mal durch die Wohnung geht. Außerdem ist eine tiefe Nasen-Bauchatmung (Ein-: Ausatmung im Verhältnis 1: (2-3)) wichtig.

Den Sekretabfluss fördern Betroffene, indem Sie beim Liegen regelmäßig die Seite wechseln. Auch das aktive Husten und Schnäuzen in unterschiedlichen Körperlagen hilft. Ebenso effektiv: die Schulterbrücke machen.

Risikopatienten sollten frühzeitig zum Arzt. Dazu zählen Menschen

  • über 65 Jahre
  • mit Herzschwäche
  • mit einer Lungenerkrankung
  • während einer Schwangerschaft

Bleiben Sie bei Grippe auf jeden Fall soweit als möglich körperlich aktiv. Sie sollten allerdings sehr starke Anstrengungen vermeiden.

 

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…weiter im Selbsthilfekurs „Grippe“

Für eine gute körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ist eine gesunde und kräftige Lunge sehr wichtig. Die Lunge sollte immer mit untersucht werden, gerade bei Menschen, die unter Luftnot oder eingeschränkter Leistungsfähigkeit leiden. Dafür gibt es verschiedene Diagnose-Geräte.

Die Spirometrie misst das Atemvolumen. Wichtig ist dabei, wie der Atemfluss (l/min) beim Ein- und Ausatmen aussieht. Das erlaubt Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Atemwege und auf das Lungenvolumen (z. B. Asthma, Fibrose?).

Bei der Spiromanometrie misst die Lungenkraft. Hier wird gegen einen Widerstand ein- und ausgeatmet und so die Muskelkraft erfasst. Die maximale Einatmungskraft misst dabei die Zwerchfellkraft, die maximale Ausatmungskraft die Bauchmuskulatur. Ist das Zwerchfell durch eine flache Mund-Brust-Atmung (anstatt Nase-Bauch-Atmung) geschwächt, dann kann man das bei der Spiromanometrie erkennen.

Bei Routineuntersuchungen wird die Atemmuskelkraft manometrisch meistens nicht mitgemessen. In der Cardiopraxis haben wir allerdings die Erfahrung gemacht, dass diese Methode ziemlich wichtig ist, um Leistungsfähigkeit zu bewerten und wir setzen die Spiromanometrie regelmäßig ein.

…..weiter im Selbsthilfekurs „Mehr Lungenkraft“

 

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Über handwerklich oder industriell verarbeitete Nahrung nehmen Menschen 80 % des Salzes auf.
Um Bluthochdruck vorzubeugen und zu behandeln, können Sie Folgendes beherzigen:

  • Lernen Sie den Salzgehalt Ihrer Ernährung kennen (siehe Kennzeichnung)!
  • Beginnen Sie eine Salz-normale Kost, indem Sie 1 Mahlzeit ohne eigene oder industrielle Zusalzung probieren (z. B. zum Frühstück Müsli anstatt Brötchen, Wurst und Käse)!
  • Ersetzen Sie Salz durch andere Gewürze!
  • Meiden Sie Kantinen- und Fast-Food-Nahrung!

 

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