Notaufnahmestation – medizinische Dringlichkeit entscheidet über Reihenfolge der Behandlung

Wenn Sie den Rettungsdienst unter 112 verständigen bzw. selbstständig eine Notaufnahmestation aufsuchen UND Sie sind NICHT lebensbedrohlich erkrankt, dann sollten Sie die Regeln einer Notaufnahmestation kennen.

Auf einer Notaufnahmestation geht es NICHT der Reihe nach, und das ist auch medizinisch richtig so. Das mögen Sie subjektiv als ungerecht empfinden, das ist es aber nicht. Auf der Notaufnahmestation entscheidet die medizinische Dringlichkeit darüber, welcher Mensch zu welchem Zeitpunkt behandelt wird. Die medizinische Dringlichkeit wird endverantwortlich durch eine Ärztin oder einen Arzt festgelegt. Würde ein Arzt sich z.B. zeitaufwändig um einen Mann kümmern, der lediglich ein leichtes Fieber mit Husten hat, anstatt eine Frau mit drohendem Herzinfarkt akut zu versorgen, dann ist das ärztlich falsch und kann juristische Konsequenzen zur Folge haben.

Folglich sollten Sie sich auf einer Notaufnahmestation auf lange Wartezeiten, auch auf mehrere Stunden einstellen.

Sicherlich, Sie sind innerlich angespannt, fühlen sich körperlich nicht gut, wissen nicht, wie es weiter gehen wird und würden am liebsten bald wieder nach Hause gehen. Trotzdem sollten Sie darauf verzichten, ungeduldig und unfreundlich zu sein oder gar Pflegepersonal bzw. ärztliches Personal zu beschimpfen, auch wenn der Ablauf nicht Ihren Wünschen und Vorstellungen entspricht.

Gehen Sie davon aus, dass Ihre Wartezeit auf der Notaufnahmestation medizinisch sinnvoll für die Menschen genutzt wird, die dringlicher ärztliche Hilfe benötigen als Sie, nicht selten solche, die lebensgefährlich erkrankt sind.

Gut vorbereitet auf die Notaufnahmestation – Wartezeit sinnvoll gefüllt

Gut vorbereitet sollten Sie den Weg auf die Notaufnahmestation antreten, dann ist alles nur noch halb so schlimm. Sinnvoll ist es daher, BEVOR Sie sich auf den Weg zur Notaufnahmestation machen, neben den wichtigen medizinischen Vorbefunden, eine Reisetasche mit Nachtwäsche und etwas zum Lesen und zum Trinken mitzunehmen. Bei den doch wahrscheinlich längeren Wartezeiten ist es auch sinnvoll, ein Butterbrot und Obst einzupacken. Allerdings sollten Sie das Pflegepersonal auf der Notaufnahmestation fragen, bevor Sie etwas essen, denn für Sie könnten ja noch Untersuchungen anstehen, bei denen Sie nüchtern sein müssen.

Gut vorbereitet können Sie die Zeit im Wartebereich jetzt entspannt und sinnvoll füllen, indem Sie etwas lesen, sich mit Ihren Angehörigen unterhalten (ruhig) oder indem Sie entspannende Musik über Ihr Handy hören (selbstverständlich mit Kopfhörer).

Notaufnahmestation – durch Menschen mit nicht-lebensbedrohlichen Erkrankungen überlastet 

In Deutschland werden pro Jahr ca. 52 Millionen Menschen auf Notaufnahmestationen betreut. Bei ca. 1.850 Krankenhäusern, die an der Notfallversorgung teilnehmen, bedeutet dieses pro Krankenhaus rein rechnerisch ca. 28.1 Tausend Patienten pro Jahr und entsprechend 77,0 pro Tag und 3,2 pro Stunde. Selbstredend ist die Belastung in einigen Krankenhäusern höher und das Patientenaufkommen ist zu Stoßzeiten ebenfalls deutlich höher, z.B. 8-12 Patienten pro Stunde sind keine Seltenheit.

Die meisten ambulanten Notfallbehandlungen werden werktags zwischen 18:00-20:00 h und an Wochenenden zwischen 10:00-12:00h durchgeführt. An Wochenenden steigt die Zahl der ambulanten Notfälle um 39% an.

Ärztliches Personal und Pflegekräfte auf der Notaufnahmestation betreuen ca. 52 % aller Notfallpatienten ausschließlich ambulant. Von den verbleibenden ca. 25 Millionen Fällen in den Notaufnahmen hätten weitere 43 %, d.h. 10,7 Millionen ambulant versorgt werden können. Nur ca. 10% aller Menschen, die auf eine Notaufnahmestation kommen sind lebensbedrohlich erkrankt.

Insbesondere die Zahlen zur Mehrbelastung von Notaufnahmestationen am frühen Abend und am Wochenende sowie die Tatsache, dass 52% der Menschen ohne stationäre Aufnahme wieder nach Hause gehen, zeigen, dass diese Patienten von ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzten versorgt werden können und sollten. Kurzum, eine Vielzahl dieser Probleme sind eigentlich die Aufgabe Ihres Hausarztes, sofern die Praxis geöffnet ist. Außerhalb der hausärztlichen Praxiszeiten erfolgt in Deutschland die ambulante medizinische Versorgung durch den ärztlichen Notdienst bzw. durch die Notfallpraxen.

Nicht-lebensbedrohliche Erkrankungen – Ärztlicher Notdienst unter 116117 und Notfallpraxen kontaktieren 

Bei nicht-lebensbedrohlichen Erkrankungen NICHT den Rettungsdienst unter 112 verständigen und NICHT eine Notaufnahmestation in einem Krankenhaus aufsuchen.

Zu diesen nicht-lebensbedrohlichen Erkrankungen zählen wir:

  • Brechdurchfall
  • Erkältung mit hohem Fieber
  • Bauchschmerzen akut
  • Harnwegsinfekte akut
  • Rückenschmerzen akut
  • starke Hals- und Ohrenschmerzen

Entsprechend sollten Sie bei nicht-lebensbedrohlichen Erkrankungen den Ärztlichen Notdienst unter 116117 (besser zu merken als elf6 elf7) verständigen. Folglich können Sie bereits telefonisch Ihre Symptome schildern und sollten Sie nicht transportfähig sein, dann kommt auch ein Arzt zu Ihnen ins Haus. Ansonsten können Sie bei nicht-lebensbedrohlichen Erkrankungen eine Notfallpraxis aufsuchen, die Adresse finden Sie im Internet.

Beim Ärztlichen Notdienst bzw. in den Notfallpraxen werden die Menschen in der Regel der Reihe nach behandelt.

Die Öffnungszeiten lauten:

  • Montag, Dienstag, Donnerstag: 18:00-8:00h
  • Mittwoch, Freitag 12:00-8:00h
  • Samstag, Sonntag 8:00-8:00h

Menschen mit Hör- und Sprechstörungen kontaktieren den Ärztlichen Notdienst unter der Faxnummer 0800 58 95 210 oder in Nordrhein-Westfalen unter der E-Mail gehoerlos@arztrufzentrale-nrw.de (andere Bundesländer, siehe Internet)

Lebensbedrohliche Erkrankungen – Rettungsdienst unter 112 anrufen

Bei lebensbedrohlichen Situationen gilt immer: den Notruf 112 wählen!

Zu den Hinweisen auf lebensbedrohliche Erkrankungen zählen wir:

  • starke Brustschmerzen, Herzbeschwerden
  • schwere Atemnot
  • Lähmung, Sensibilitäts- oder Sprachstörungen
  • starke, bisher unbekannte Kopfschmerzen
  • Bewusstlosigkeit, Bewusstseinstrübung
  • schwere Blutungen, Verletzungen
  • Ertrinkungs-, Stromunfälle, Vergiftungen, Verbrennungen

Folgerichtig gehen Sie bei Absetzen des Notrufes schnell und konsequent vor, wie z.B. bei einem Herzinfarkt.

Akute Beschwerden – wählen Sie den richtigen Weg, meistens ist es elf6 elf7

Aufgrund der oben genannten Ausführungen wird klar, dass bei Menschen mit akuten Symptomen meistens der Gang auf die Notaufnahme nicht nur unbequem, sondern auch aus medizinischer Sicht nicht erforderlich ist.

Sparen Sie sich folglich Weg und Wartezeit, wenn eine nicht-lebensbedrohlich Erkrankung bei Ihnen besteht. Daher verständigen Sie in solchen Fällen den Ärztlichen Notdienst unter elf6 elf7.

IKK e.V. Notfallversorgung in Zahlen

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Ohnmacht und Bewusstlosigkeit bei normaler Atmung: stabile Seitenlage

Wenn Sie bewusstlos sind, dann erschlafft die gesamte Muskulatur. Das kann dazu führen, dass Ihre Zunge zurückfällt und sich die Atemwege verlegen. Der fehlende Luftstrom in die Lunge bewirkt dann einen Sauerstoffmangel, der Organschäden zur Folge haben kann, vor allem für Ihr Herz und Gehirn.

Ein weiteres Problem bei Bewusstlosigkeit sind die verringerten bzw. aufgehobenen Schutzreflexe. Hier zu nennen sind vor allem der gestörte Schluck- bzw. Hustenreflex. Folglich besteht die Gefahr der Aspiration, das heißt: Nahrung, Blut oder Erbrochenes kann in die Luftröhre und in die Bronchien gelangen.

Im allerschlimmsten Fall können Sie an einer Aspiration akut ersticken. Überleben Sie das akute Ereignis, dann besteht immer noch die mittelfristige Gefahr einer schweren Lungenentzündung – die sogenannte Aspirationspneumonie.

Stabile Seitenlage – Atemwege frei halten

  • Atemwege freihalten
  • Zunge fällt nicht nach hinten
  • Erbrochenes kann aus dem Mund abfließen
  • Spontanatmung wird aufrechterhalten
  • Schutz vor Ersticken

Nur eine bewusstlose Person mit normaler Atmung darf in die stabile Seitenlage gebracht werden. Eine bewusstlose Person mit gestörter Atmung dürfen Sie hingegen nicht in die stabile Seitenlage bringen. Hier müssen Sie mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

Bewusstlosigkeit und Ohnmacht bei erhaltener Atmung

Mit bewusstlosen Menschen kann jeder von uns einmal konfrontiert sein. Für eine Bewusstlosigkeit mit erhaltener Spontanatmung kann es verschiedene Gründe geben, so z.B.

  • Trunkenheit und Drogengebrauch
  • Kreislaufkollaps bei längerem Stehen
  • Krampfanfall des Gehirns
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Unterzuckerung

Stabile Seitenlage anwenden – Wie geht die stabile Seitenlage?

  • Überprüfen Sie die Spontanatmung
  • Bringen Sie den bewusstlosen Menschen in Rückenlage
  • Knien Sie sich seitlich neben den Betroffenen, z.B. links
  • Bringen Sie den nahen (linken) Arm angewinkelt nach oben
  • Greifen Sie den fernen (rechten) Arm, kreuzen den Arm über die Brust und legen die Handoberfläche an die Wange. Dabei lassen Sie die Hand nicht los.
  • Beugen Sie das ferne (rechte) Bein im Knie
  • Ziehen Sie den Betroffenen zu sich herüber
  • das oben liegende (rechte) Bein rechtwinklig zur Hüfte legen
  • Überstrecken Sie den Kopf der bewusstlosen Person leicht
  • Nutzen Sie die Hand an der Wange zur Stabilisierung
  • Öffnen Sie leicht den Mund der Person
  • Der Mund ist so der tiefste Punkt des Körpers

Überwachung in stabiler Seitenlage

Bei einem bewusstlosen Menschen wissen Sie nie, wie sich der Zustand weiterentwickelt. Folglich müssen Sie die Atmung engmaschig kontrollieren und darauf achten, ob Atemgeräusche hörbar sind. Ein weiterer Hinweis für eine regelrechte Atemtätigkeit ist das Heben von Brustkorb oder Bauch.

Haben Sie Zweifel, dann gehen Sie davon aus, dass die Atmung nicht normal ist. Dann müssen Sie mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen. Dabei sollten Sie immer wieder das Bewusstsein kontrollieren. Neben der akustischen Ansprache bewerten Sie auch die Reaktion auf Schmerzreize durch kräftiges Rütteln, Kneifen oder Klatschen des Körpers.

Stabile Seitenlage – drohender Notfall?

Die Tatsache, dass Sie eine stabile Seitenlage eingeleitet haben, weist auf einen kritischen Gesundheitszustand hin. Die kurzfristige Dynamik mit drohendem Herzkreislaufstillstand, Atemstillstand beziehungsweise Krampfanfall können Sie dann nicht sicher abschätzen. Daher sollten Sie bei stabiler Seitenlage immer den Notruf unter 112 absetzen.

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Stromunfall – Hochspannung häufig tödlich

In Deutschland sterben pro Jahr 36-100 Menschen an den Folgen eines Elektrounfalls. Wir unterscheiden dabei den Niederspannungsbereich mit <1.000 V und den Hochspannungsbereich mit >1.000 V.

Bei einer Niederspannung ist das Risiko zu versterben mit 3% verhältnismäßig gering. Allerdings kommen diese Elektrounfälle häufiger vor: 90% aller Stromunfälle betreffen Niederspannung.
Die Hochspannungsunfälle sind mit 10% der Elektrounfälle wesentlich seltener, sie enden allerdings in 30% der Fälle tödlich.

Stromunfall – Einflussfaktoren

Der wichtigste Faktor für die Gefährlichkeit des Stromkontakts ist die Stromstärke: Je höher sie ist, desto gefährlicher ist sie. Allerdings muss auch die Art des Stroms, also Wechselstrom oder Gleichstrom, berücksichtigt werden. Dabei ist der Wechselstrom riskanter. Auch der Stromweg ist von Bedeutung. Der Stromverlauf von Hand zu Hand etwa ist als besonders gefährlich einzustufen, das Herz liegt im Stromweg. Auch die Wirkdauer des Stroms und die Leitfähigkeit an der Kontaktstelle spielen eine Rolle.

Gerade bei älteren Menschen ist auch der Gesundheitszustand des Betroffenen ein wichtiger Einflussfaktor. Das gilt vor allen Dingen für Menschen mit Implantaten, z.B. mit einem Herzschrittmacher.

Stromunfälle im Haushalt

Defekte elektrische Geräte im Haushalt sind die häufigste Ursache für einen elektrischen Schlag. Das kann eine Waschmaschine oder auch ein Elektromixer sein. Die unsachgemäße Handhabung von Elektrogeräten in Verbindung mit Wasser spielt immer wieder eine Rolle. Schalten Sie nie einen Fön oder einen Elektrorasierer in der Nähe einer gefüllten Badewanne ein! Schon gar nicht, wenn jemand in der Wanne sitzt – oder gar Sie selbst!

Eine besonders ärgerliche Ursache ist das unfachmännische bzw. unfachfrauliche Vorgehen bei Elektroinstallationen im Haushalt. Im Sinne von „zugeschaut und mitgebaut“, gern auf der Grundlage von YouTube-Videos, haben sich dadurch schon zahlreiche Unfälle ereignet.

Stromschlag – Folgen für die Gesundheit

Damit ein Stromschlag zu einer gesundheitlichen Bedrohung werden kann, muss der Körper in den Stromkreis mit einbezogen werden. Das hat dann drei wesentliche gesundheitliche Folgen.

Lokale Folgen an der Kontaktstelle. Hier handelt es sich vor allen Dingen um Verbrennungen und schwere Muskelkontraktionen. Darüber hinaus ist es oft so, dass Sie an der Stromquelle einfach kleben bleiben. Das wiederum verstärkt den lokalen Gewebsuntergang noch.

Systemische Folgen. Aber auch fern von der Kontaktstelle kann es zu Reaktionen auf einen Stromschlag kommen. Ohnmacht, Atembeschwerden, Brustschmerz und Herzrhythmusstörungen bis hin zum kompletten Herzkreislaufversagen mit Todesfolge sind möglich.

Sekundärverletzungen. Als Folge des Stromschlags können schwere Muskelkontraktionen mit komplizierten sekundären Knochenbrüchen auftreten. Auch Kopfverletzungen nach einem Sturz kommen vor.

Stromschlag – gestörter Herzrhythmus

Der Einfluss von Strom auf das Herz ist wesentlich abhängig von der Stromstärke. Darüber hinaus muss das Herz im elektrischen Feld, z.B. bei Stromfluss von Hand zu Hand, liegen.
Die Folgen sind meistens Herzrhythmusstörungen mit veränderter Erregungsleitung und Erregungsbildung. Das kann einfache Extrasystolen, allerdings auch komplexe Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern und Kammerflimmern nach sich ziehen. Letzteres ist dann die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod beim Stromunfall. Durch eine sogenannte AV-Blockierung kann allerdings auch ein zu langsamer Puls entstehen. Das wiederum verursacht z.B. Ohnmacht.

Wann ist eine ärztliche Vorstellung nach Stromschlag sinnvoll?

Nach jedem Stromschlag müssen Sie sich ärztlich vorstellen, denn es besteht das Risiko für gefährliche Herzrhythmusstörungen. Am besten stellen Sie sich direkt auf einer Notaufnahme vor, denn es muss ärztlich entschieden werden, ob eine stationäre Überwachung erforderlich ist.

Risikofaktoren, die eine stationäre Überwachung erfordern, sind:

  • anfänglicher Herzkreislaufstillstand
  • stattgehabte Bewusstlosigkeit
  • Weichteilverletzungen
  • Verbrennungen

In der Basisversorgung wird bei allen Betroffenen ein 12-Kanal-EKG abgeleitet. Falls das EKG unauffällig ist, der Betroffene beschwerdefrei ist und keine oben genannten Risikofaktoren vorhanden sind, kann die Behandlung weiter ambulant stattfinden.

In immerhin ca. 25% der Fälle lassen sich nach einem Elektrounfall bei der Vorstellung auf der Notaufnahmestation Veränderungen im EKG nachweisen. Bei diesen Menschen ist eine stationär Überwachung erforderlich. Hier wird der Herzrhythmus mindestens 24 Stunden lang per Monitor überwacht. Abhängig vom Schweregrad werden weiterführende Maßnahmen eingeleitet. Hierzu zählen Laboruntersuchungen, die auf eine allgemeine Schädigung des Körpers und spezifisch auch des Herzmuskels hinweisen (Troponin-Test). Eine Herzultraschalluntersuchung ist meistens ebenfalls Teil des diagnostischen Programms.

Erste Hilfe bei einem Stromunfall

Bei einem Stromunfall hat der Selbstschutz Vorrang.

Im Gegensatz zum Blitzeinschlag, bei dem nach dem Unfall die Stromzufuhr beendet ist, ist das bei Stromunfällen im Haushalt und am Arbeitsplatz unsicher. Schalten Sie deswegen entsprechende Elektrogeräte aus, ziehen Sie den Netzstecker und drehen Sie die Sicherung heraus! Sie müssen gegebenenfalls das Unfallopfer isolieren, indem Sie z.B. das stromführende Elektrokabel mit einem elektrisch nicht-leitenden Gegenstand entfernen, z.B. einem Besenstiel aus Kunststoff.

Erst nach diesen sichernden Maßnahmen können Sie die Erste Hilfe-Maßnahmen einleiten. Je nach Verletzungsgrad und Stabilität des Bewusstseins, Atmung und Kreislauf setzen Sie die Rettungskette über den Notruf 112 in Gang. Ist der Verunfallte bewusstlos und atmet nicht oder auffällig, dann beginnen Sie mit den Wiederbelebungsmaßnahmen.

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Hitzekollaps, Sonnenstich, Hitzeerschöpfung, Hitzschlag – ein zunehmendes Problem

Hohe klimatische Außentemperaturen werden in der Zukunft sehr wahrscheinlich ein zunehmendes gesundheitliches Problem darstellen. Das gilt sowohl für Deutschland als auch für viele beliebte Reiseländer. Bei Flugreisen in warme Länder konfrontieren der plötzliche Klimawechsel und der Zeitzonenwechsel den Körper mit zusätzlichen Problemen. Das Risiko für akute Hitzeerkrankungen bis hin zum Hitzenotfall ist somit erhöht.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Hitzeerkrankungen sind bei hohen Außentemperaturen das A und O, um Ihre körperliche und geistige Gesundheit aufrechtzuerhalten. Nichtsdestotrotz kann auch bei aller Achtsamkeit dann doch einmal eine akute Hitzeerkrankung bei Ihnen oder einem Mitmenschen auftreten.

Folglich ist es für Sie sinnvoll, die Schweregrade von akuten Hitzeerkrankungen voneinander abzugrenzen. So ergreifen Sie dann für sich oder andere Menschen die richtigen Maßnahmen. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn es sich um einen potenziell tödlichen Hitzenotfall wie den Hitzschlag handelt.

Erhöhte Körpertemperatur – Wärme abgeben und Wärme bilden

Zur Wärmeabgabe bei erhöhter Körpertemperatur gibt es folgende Mechanismen:

  • physikalische Abstrahlung
  • Steigerung der Hautdurchblutung
  • Abatmen von warmer Luft
  • Schwitzen

Die Feinregulation der Wärmeabgabe erfolgt im Normalfall über die Steuerung der Durchblutung. Schwitzen ist ein Reservemechanismus.

Was sind die wesentlichen Gründe dafür, dass sich Ihr Körper aufheizt und es sogar zum Notfall kommen kann? Hier müssen wir in erster Linie nennen:

  • Trinkmenge
  • Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit
  • körperliche Aktivität

Die Trinkmenge spielt dabei eine besonders große Rolle. Um den Reservemechanismus „Schwitzen“ aufrechtzuerhalten, ist sie von kritischer Bedeutung.

Hitzenotfall – unterschiedliche Schweregrade

Hitzeerkrankungen haben unterschiedliche Formen bzw. Schweregrade. Sie unterscheiden sich dabei auch darin, wie notwendig eine ärztliche Behandlung ist. Wir unterscheiden Hitzekollaps, Sonnenstich, Hitzeerschöpfung und Hitzschlag. Dabei ist der Hitzschlag immer ein Notfall, der sofort ärztlich behandlungspflichtig ist.

Grundsätzlich gilt: Aus jeder symptomatischen Überwärmung Ihres Körpers kann sich ein dringlicher Notfall entwickeln, falls Sie nicht die richtigen kühlenden Maßnahmen ergreifen.

Hitzekollaps – zu geringe Trinkmenge bei sommerlichen Temperaturen

Beim Hitzekollaps ist eine zu geringe Trinkmenge, d.h. ein zu geringer Gehalt an „Hydraulikflüssigkeit“ in Ihren Blutgefäßen das Hauptproblem. Erweitern sich bei erhöhten Außentemperaturen dann noch kurzfristig Ihre Blutgefäße, dann fällt der Blutdruck zu stark ab. Die Folgen reichen von Benommenheit bis hin zur Ohnmacht.

Die Temperatur an Kopf und Körper muss nicht zwingend erhöht sein. Wer die Beine hochlagert, also die sogenannte Schocklage einnimmt, erzielt rasch einen besseren Zustand.

An akuten Maßnahmen sollten Sie beim Hitzekollaps die Beine hochlagern, 600 bis 900 ml zusätzlich trinken und sich vorübergehend im Kühlen aufhalten. Körperliche Belastung gilt es vorübergehend zu vermeiden.

Wenn Sie diese Maßnahmen beachten, dann ist der Hitzekollaps als harmlos einzustufen. Halten Sie sich nicht daran, kann sich aus einem Hitzekollaps auch einmal eine Hitzeerschöpfung mit gravierenden Konsequenzen entwickeln

Sonnenstich – tückisch durch späte Symptome

Definitionsgemäß ist der Sonnenstich die Folge einer thermischen Reizung der Hirnhäute durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Diese physikalische Reizung zieht eine Abheilungsreaktion mit Entzündungszellen nach sich, welche nach  dem Verschwinden des Hitzereizes fortbestehen bzw. sich verschlimmern kann.

Sonnenstich – heißer Kopf plus normale Temperatur am Körperstamm

In Abgrenzung zu den anderen Hitzesyndromen ist beim Sonnenstich nur die Temperatur am hochroten und heißen Kopf erhöht. Die Temperatur am Körper selbst bleibt normal. Als betroffener Mensch haben Sie dann das Erscheinungsbild einer glühenden Zigarette. Um Ihren subjektiven Eindruck zu bestätigen, können Sie die Ohrtemperatur mit der rektal gemessenen Temperatur im Enddarm vergleichen: Am Kopf ist die Temperatur deutlich höher.

Das Risiko für einen Sonnenstich ist durch die direkte Sonnenexposition des Kopfes erhöht. Zum Beispiel bei fehlender Kopfbedeckung, dünnem beziehungsweise fehlendem Haar sowie bei eingeschränkter Thermoregulation, z.B. bei Kindern und Senioren.

Sonnenstich – Symptome mit niedrigem und hohem gesundheitlichem Risiko unterscheiden

Die Symptome des Sonnenstichs sind:

  • hochroter, heißer Kopf
  • normale Temperatur an Körperstamm und Extremitäten
  • Unruhe, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit (HR)
  • Übelkeit (HR), Erbrechen (HR)
  • Benommenheit, Ohnmacht (HR), Krampfanfälle des Gehirns (HR)
  • gesteigerte Herzfrequenz

Insbesondere dann, wenn Ihr Gehirn bedroht ist, besteht ein besonders hohes Risiko (HR) für Ihre Gesundheit.

Sonnenstich – Erstmaßnahmen und Dringlichkeit für ärztliche Hilfe

Bei Hochrisikosymptomen (= HR) bei Jugendlichen und Erwachsenen bzw. bei ALLEN Kleinkindern und Senioren liegt ein Notfall vor. Sie sollten hier 112 verständigen.

Jugendliche und Erwachsene, die keine Hochrisikosymptome haben, können zunächst mit allgemeinen (siehe unten) und spezifischen Erstmaßnahmen bei Sonnenstich behandelt werden.

Bei den spezifischen Maßnahmen geht es vor allen Dingen um das Kühlen des Kopfes. Sie sollten den gesamten Kopf mit feuchten Tüchern kühlen, da ja die gesamte Hirnhaut entzündlich gereizt ist. Zusätzlich kann eine kühlende Dusche durchgeführt werden. Ein längerer Aufenthalt in einem kühlen Raum ist sinnvoll.

Verschlechtert sich der Zustand innerhalb von 20 bis 30 Minuten, dann rufen Sie unter 112 den Notarzt. Sollte er nicht besser werden, dann rufen Sie den ärztlichen Notdienst unter 116 117.

Auch wenn der Kopf abkühlt und sich die Beschwerden verbessern, kann zeitlich verzögert eine Verschlimmerung auftreten. Das kann mit gravierenden Folgen, z.B. einem Krampfanfall, verbunden sein. Daher gilt es gerade nach einem Sonnenstich den Betroffenen engmaschig zu beobachten.

Hitzeerschöpfung – heiße und FEUCHTE Haut

Bei der Hitzeerschöpfung ist der ganze Körper erhitzt und Temperaturanstiege auf über 39 Grad Celsius sind möglich. Ab 39 Grad Celsius Körpertemperatur droht der Übergang in einen Hitzschlag, Symptome treten allerdings auch schon unterhalb von 39 Grad Celsius auf.

Wichtig ist, dass Sie bei Hitzeerschöpfung eine feuchte und heiße Haut haben, was durch das starke Schwitzen bedingt ist. Somit sind die Ausgleichmechanismen zur Wärmeabgabe bei der Hitzeerschöpfung noch intakt.

Hitzeerschöpfung – Flüssigkeitsmangel und kritisch geringes Körperwasser

Ausgangspunkt für eine Hitzeerschöpfung ist meistens ein gravierender Flüssigkeitsmangel durch eine zu geringe Trinkmenge. Für Ihren Körper liegt die kritische Grenze bei einem Defizit von 12 % an Körperwasser. Bei einer chronisch geringen Trinkmenge und gleichzeitig gesteigerter Verdunstung über die Schleimhäute bzw. durch das Schwitzen kann die kritische Grenze bei hohen Außentemperaturen schnell erreicht werden.

Durch den so verringerten Flüssigkeitsgehalt Ihres Körpers sinkt die Wärmeleitfähigkeit von Gewebe und Wärme kann schlechter abgegeben werden. Sie werden somit bei der Wärmeabgabe zunehmend vom Reservemechanismus Schwitzen abhängig. Das bedeutet einen weiteren Verlust an Körperflüssigkeit. Der Körper heizt sich so selbst zunehmend auf.

Bei nun zunehmend verringerter Flüssigkeit in den Blutgefäßen nimmt jetzt auch die Durchblutung ab und die Wärmeabgabe wird dadurch weiter reduziert. Der Körper heizt sich noch mehr auf. Es droht der Übergang in den Hitzschlag.

Hitzeerschöpfung – Symptome einer drohenden kompletten Erschöpfung

Die Symptome der Hitzeerschöpfung sind:

  • feuchte und heiße Haut
  • schneller und flacher Puls (erhöhte Wärmeabgabe über Kreislauf)
  • flache und schnelle Atmung (erhöhte Wärmeabgabe über Ausatemluft)
  • körperliche Schwäche
  • Benommenheit bis hin zum kurzzeitigen Kreislaufkollaps
  • Verwirrtheit bis Apathie (HR)
  • Übelkeit und Erbrechen (HR)
  • Krampfanfall (HR)

Hitzeerschöpfung – im Zweifel den Notarzt rufen

Ärztliche Hilfe ist hier ähnlich dringend wie beim Sonnenstich.

Bei Kleinkindern und Senioren sollten Sie in jedem Fall den Rettungsdienst unter 112 verständigen. Denn bei diesen Menschen wissen Sie meistens nicht, wohin sich die Symptome entwickeln und ihre Widerstandskraft ist einfach geringer. Daher sollten Sie hier immer die Rettungskräfte informieren.

Jugendlichen und Erwachsenen können Sie bis auf Personen mit Hochrisikosymptomen (HR) mit allgemeinen Maßnahmen (siehe unten) helfen. Sie müssen hier allerdings besonders schnell und konsequent sein, denn der lebensbedrohliche Hitzschlag droht.

Wir in der Cardiopraxis halten gerade bei der Hitzeerschöpfung aktive kühlende Maßnahmen des Gehirns für sehr wichtig: mit Cold-Packs an Halsvorderseite und im Nacken bzw. vorher auch eine kühlende Dusche. Das Hochlagern der Beine beugt dem drohenden Kreislaufzusammenbruch vor.

Sollte es innerhalb von 20 bis 30 Minuten nicht zu einer Besserung kommen, dann verständigen Sie in jedem Fall den Notarzt.

Hitzschlag – heiße und TROCKENE Haut

Beim Hitzschlag ist der ganze Körper erhitzt und es werden schrittweise Werte von über 41 Grad Celsius erreicht. Der Unterschied zur Hitzeerschöpfung ist, dass Sie nicht mehr schwitzen, sondern Ihre Haut ist heiß und trocken. Das bedeutet, dass die wesentlichen Ausgleichmechanismen der Thermoregulation nicht mehr funktionieren.

Das Schwitzen wird ungefähr ab einer Körpertemperatur von 39 Grad Celsius eingestellt. Das Risiko für einen Hitzschlag wird durch eine hohe Luftfeuchtigkeit gesteigert, weil der Körper dann schlechter Wärme durch Schwitzen abgeben kann.

Des Weiteren können Medikamente Ihre Körpertemperatur unabhängig von der Außentemperatur steigern. So können z.B. Betablocker und Diuretika zu einem erhöhten Risiko beitragen.

Hitzschlag – hohes Risiko für Hirnödem und Atemstillstand

Durch das Versagen der sogenannten Bluthirnschranke tritt beim Hitzschlag Flüssigkeit aus dem Blutgefäßraum in das Gehirngewebe über. So entwickelt sich ein vasogenes Hirnödem. Sie laufen jetzt Gefahr, dass sich der Hirnstamm einklemmt, was wiederum einen Atemstillstand und Kreislaufversagen zur Folge hat.

Typischer und nicht-typischer Hitzschlag

Wir unterscheiden einen typischen passiven Hitzschlag von einem nicht-typischen aktiven Hitzschlag. Das ist sehr wichtig, gerade für Menschen, die in warmer Umgebung körperlich aktiv sind.

Typischer Hitzschlag

Typischer „passiver“ Hitzschlag. Beim typischen passiven Hitzschlag erwärmt sich der Körper überwiegend passiv durch die hohen Außentemperaturen. „Typisch“ bedeutet hier, dass hohe Außentemperaturen eine wesentliche Voraussetzung sind. „Passiv“ bedeutet, dass Sie überwiegend körperlich inaktiv sind.

Das ist ungefähr so, als ob Sie einen Kessel Wasser auf den Herd stellen und eine feste Temperatur von z.B. 150 Grad Celsius einstellen. Sie können nun schrittweise verfolgen, wie das Wasser sich erwärmt bis zum Kochen: Erst bilden sich Bläschen, dann steigt Dampf auf, schließlich brodelt das Wasser richtig. Ähnlich verhält es sich bei einem typischen „passiven“ Hitzschlag, Sie können beobachten, wie sich die Symptome schrittweise entwickeln. So haben Sie Zeit zu reagieren.

Das Risiko ist bei Kindern, Senioren und Menschen mit chronischen Erkrankungen bzw. Medikamenteneinnahmen besonders hoch. Die Sterblichkeit beträgt beim typischen Hitzschlag 5 %.

Nicht-typischer Hitzschlag

Nicht-typischer „aktiver“ Hitzschlag. Beim nicht-typischen „aktiven“ Hitzschlag gibt es neben erhöhten Außentemperaturen noch einen weiteren Grund für eine gesteigerte Körpertemperatur: körperliche Aktivität. Meistens spielt auch noch eine Wärme-isolierende Kleidung eine Rolle.

So kann diese Form des Hitzschlags auch schon bei moderaten Außentemperaturen, z.B. von 25 Grad Celsius, vorkommen. „Nicht-typisch“ bedeutet folglich, dass hohe Außentemperaturen keine zwingende Voraussetzung sind. „Aktiv“ wiederum meint, dass körperliche Aktivität entscheidend zum Problem beiträgt.

Diese Form des Hitzschlages ist besonders tückisch, da sie auch bereits bei vergleichsweise geringen Außentemperaturen von 20 bis30 Grad Celsius auftreten kann. Durch die körperliche Aktivität entwickeln sich Symptome sprunghaft und plötzlich ist er da, der Hitzschlag. Das Stadium der Hitzeerschöpfung wird meistens rasch übersprungen und gerade bei „wärmender“ Kleidung sind kritische Körpertemperaturen von 41 Grad Celsius schnell erreicht.

Ein hohes Risiko haben vor allem Leistungssportler und hier insbesondere ambitionierte Amateure bzw. Semi-Professionelle. Prädestiniert sind Sportarten mit gepolsterten Uniformen und Helmen (z.B. American Football). Aber auch von den Ausdauersportarten wie z.B. Laufen und Radfahren werden immer wieder Todesfälle berichtet.

Selbstverständlich ist auch bei schwerer körperlicher Arbeit, z.B. auf Baustellen oder an Hochöfen, die Gefahr eines nicht-typischen Hitzschlags erhöht. Haben die Symptome des nicht-typischen aktiven Hitzschlages erst einmal eingesetzt, dann beträgt die Sterblichkeit des nicht-typischen Hitzschlags eindrucksvolle 60 %.

Hitzschlag – Notfall, SOFORT handeln

Die Symptome eines Hitzschlages sind:

  • TROCKENE und heiße Haut
  • schneller und kaum tastbarer Puls
  • deutliche körperliche Schwäche
  • Verwirrtheit bis Apathie
  • fluktuierendes Bewusstsein bis Bewusstlosigkeit
  • zerebrale Krampfanfälle

Im roten Stadium versucht Ihr Körper die Wärmeabgabe über die Hautdurchblutung aufrecht zu erhalten. Im grauen Stadium ist der Kreislauf zusammengebrochen, die Hautdurchblutung ist kritisch verringert und es besteht unmittelbare Lebensgefahr.

Ein Hitzschlag ist immer ein Notfall und Sie müssen sofort 112 verständigen. Bis zum Eintreffen des Notarztes führen Sie die allgemeinen Versorgungsmaßnahmen von Hitzeopfern durch. Bei Herz-Kreislauf- bzw. Atemstillstand beginnen Sie dann unverzüglich mit den Wiederbelebungsmaßnahmen.

Allgemeine Maßnahmen bei Sonnenstich, Hitzeerschöpfung und Hitzschlag

Kühlende Maßnahmen für Gehirn und Körper

Das Gehirn ist das Hauptproblem. Deswegen müssen Sie ein Hirnödem in jedem Fall verhindern. Betroffene Menschen müssen zügig in einen kühlen Raum gebracht werden, am besten mit Klimaanlage, eventuell auch in den Keller.

Der Kopf wird leicht erhöht gelagert, was den venösen Abstrom aus dem Gehirn verbessert und somit die Wärme im Gehirn selber reduziert. Den arteriellen Zustrom zum Gehirn sollten Sie kühlen. Dadurch wird nicht nur Ihr Gehirn kühler, sondern auch Ihre arteriellen Blutgefäße verengen sich. Das beugt wiederum dem gefürchteten Hirnödem vor.

Bei der aktiven Kühlung des Kopfes gilt es vor allem die hinteren Hirnarterien (sog. Arteriae vertebrales) zu kühlen. Diese versorgen den lebenswichtigen Hirnstamm, wo ja auch das Atemzentrum liegt. Legen Sie hier Cold-Packs in den Nacken! Auch die vorderen Hirnarterien (sog. Arteriae carotides) sollten Sie links und rechts am Hals mit Cold-Packs versorgen.

Falls es der körperliche und geistige Zustand des betroffenen Menschen zulässt, dann können Sie mit einer kühlenden Dusche sehr rasch den Körper abkühlen. Die Verdunstung von Wasser ist dabei der entscheidende Faktor beim Abkühlen.

Der Betroffene sollte sich möglichst wenig selbst bewegen (möglichst auch nicht gehen), weil das die Körpertemperatur erhöht. Wärmende Kleidung und vor allen Dingen Socken sind zu entfernen.

Hitzenotfall – Kreislauf stabil halten

Da die Blutgefäße, auch die Venen, erweitert sind, versackt viel Blut in der Körperperipherie. Das wiederum kann für die Gehirndurchblutung kritisch werden. Die Beine sollten daher leicht erhöht gelagert werden, damit mehr venöses Blut aus der Peripherie zurückfließen kann. Das verbessert die Kreislaufstabilität.

Bei Benommenheit bzw. Bewusstlosigkeit und erhaltener Spontanatmung muss man die betroffene Person in die stabile Seitenlage bringen. So verhindern Sie im Fall von Erbrechen, dass Erbrochenes in die Lunge gelangt.

Falls der betroffene Mensch ansprechbar ist, kann er bis zu 900 ml Wasser schluckweise trinken. Bei Herzkreislauf- bzw. Atemstillstand sollten Sie unmittelbar mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

Hitzenotfall – Überwachung in der Akutphase und Nachbeobachtung

In der Akutphase lassen Sie den betroffenen Menschen nicht aus den Augen, bis eine Besserung eingetreten ist bzw. der Rettungsdienst vor Ort ist.

Sprechen Sie den Betroffenen immer wieder beruhigend an!

Achten Sie auf die Feuchtigkeit der Haut! Bleibt die Haut heiß und wird trockener, dann müssen Sie sich auf das Schlimmste gefasst machen. Tasten Sie den Puls, und messen, falls ein Gerät vorhanden ist, den Blutdruck!

Die Nachbeobachtung ist wichtig, da Symptome auch Stunden nach der Hitzeexposition erstmalig bzw. erneut auftreten können, wenn die allgemeinen Maßnahmen nicht konsequent durchgeführt worden sind. Ältere Menschen und Kinder sind besonders gefährdet.

Daher halten Sie Menschen mit einer Hitzeerkrankung grundsätzlich unter Beobachtung! Lassen Sie den betroffenen Menschen auf dem Sofa bei Licht schlafen und bleiben Sie am besten selbst wach! Sollten sich erneut Symptome verstärken, verständigen Sie den Notarzt!

Zusammenfassung: Hitzenotfall richtig vorbeugen und behandeln

  • Bei klimatischer bzw. körperlicher Hitze immer vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor Hitzestress ergreifen!
  • Menschen, die bei moderaten bzw. hohen Temperaturen hart körperlich arbeiten oder Sport treiben, müssen sich regelmäßig aktiv abkühlen.
  • Trinken Sie immer 30 bis 40 ml/kg Körpergewicht und Tag, an heißen Tagen eher 40 ml/kg Körpergewicht!
  • Im Fall von Benommenheit und Unwohlsein bei hohen Außentemperaturen, immer an Nebenwirkungen von Hitze denken!
  • Bei leichten Symptomen von Hitzestress aktiv kühlende Maßnahmen ergreifen, vor allen Dingen für den Kopf!
  • Betroffene Menschen in der Akutphase bis einige Stunden nach den Symptomen nicht alleine lassen und beobachten!
  • Bei heißer und trockener Haut stellen Sie die Diagnose des Hitzschlages und rufen den Rettungsdienst unter 112!

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Blitzeinschlag – Gefahr für elektrische Organe im Körper

Ein Blitzeinschlag bedeutet, dass zwischen Wolken und Erde bis zu 100.000.000 Volt Energie freigesetzt werden können. Die Stromstärke beträgt bis zu 100.000 Ampere. Dabei dauert eine Blitzentladung nur ca. 0,02 Sekunden. Gerade wegen der kurzen Entladungsdauer kann man einen direkten Blitzeinschlag überleben.

Besonders empfindlich gegenüber Blitzen sind elektrische Organe Ihres Körpers, vor allen Dingen Herz und Nervensystem. Das Herz ist ein elektro-mechanisches Organ. Im Sinusknoten wird selbstständig eine Erregung erzeugt, die über spezialisierte Zellen geordnet auf die Herzmuskulatur übergeleitet wird. Dort bewirkt sie eine mechanische Aktion. Grundsätzlich können alle Herzmuskelzellen eine elektrische Aktion bilden – und sind somit störanfällig für einen Blitzeinschlag.

Herzschädigung durch Blitzeinschlag

Die Herzschädigung durch einen Blitzeinschlag ist entweder direkt oder indirekt. Die direkte Schädigung bedeutet ein elektrisches bzw. ein mechanisches Trauma des Herzens. Das erkennt man etwa daran, dass vermehrt Herzmuskelenzyme (Troponin) freigesetzt werden. Die indirekte Schädigung entsteht, wenn exzessiv Katecholamine ausgeschüttet werden und eine übermäßige autonome sympathische Stimulation erfolgt. Ihr Herz wird einfach überbeansprucht und erschöpft sich.

Tod durch Blitzschlag – akute Phase

Meistens sind es Herzrhythmusstörungen, die durch einen Blitzeinschlag zum unmittelbaren Tod führen. Kammerflimmern ist dabei eine schnelle unkoordinierte Herzmuskelzuckung. Es kommt praktisch zum elektrischen Sturm im Herzen. Ein geregelter Blutauswurf wird nicht mehr möglich, der Kreislauf steht still.

Eine weitere Form ist die sogenannte Asystolie. Dabei fehlt die elektrische Aktivität des Herzens komplett. Auch das zieht einen Kreislaufstillstand nach sich. Weitere akute Todesursachen sind Atemlähmungen durch geschädigte Nerven sowie sehr selten zerrissene innere Organe durch die enorme Druckwelle.

Tod durch Blitzschlag – frühe Phase

Auch in der frühen Phase nach einem Blitzeinschlag ist das Herz gefährdet. Schon gering geschädigte Herzmuskelzellen können Rhythmusstörungen auslösen. Ausgedehnte Schädigungen können sogar einen Herzinfarkt bis hin zum muskulären Herzversagen zur Folge haben. Des Weiteren können ein akutes Nierenversagen sowie Verbrennungen zu kritischen Konsequenzen mit Todesfolge führen.

Blitzschlagopfer – immer ein Notfall

Ein Blitzunfall ist immer ein Notfall. Er muss für mindestens 24 Stunden intensivmedizinisch überwacht werden. Ebenso muss er langfristig kardiologisch betreut werden, da auch Folgeschäden vorkommen können.

Die kardiale Diagnostik im Intensivbereich ist immer mit einer Monitorüberwachung verbunden, mit der man Rhythmusstörungen erfassen kann. Laborchemische Untersuchungen erfassen das herzspezifische Troponin als Marker für das Absterben von Herzmuskelzellen. Selbstverständlich kommt routinemäßig der Herzultraschall zum Einsatz, um eine Herzmuskelschwäche bzw. einen Herzbeutelerguss zu erfassen.

Blitzeinschlag und Herz – verschiedene Symptome

Wie gesagt, der Blitz kann zu Herzrhythmusstörungen führen, die von einfachen Formen wie Extrasystolen über Vorhofflimmern bis zum gefährlichen Kammerflimmern reichen können. Die elektrische Erregung bzw. Überleitung kann ebenfalls gestört sein, z.B. in Form einer Asystolie bzw. eines AV-Blocks. Diese Phänomene verursachen einen zu langsamen Puls bis hin zum Herzstillstand.

Auch eine Herzschwäche, die mit Luftnot und Wassereinlagerungen verbunden sein kann, ist möglich. Im schlimmsten Fall kommt es zum Herzversagen, dem kardiogenen Schock. Minderdurchblutete Organe gehen damit einher, bis hin zum Ausfall von Nieren-, Leber- und Gehirnfunktion.

Ein Herzbeutelerguss entsteht meistens als Folge eines mechanischen Traumas und zieht eine gestörte Füllung des Herzens nach sich. Damit verbunden ist ebenfalls eine verringerte Kreislauffunktion.

Sollten Sie einen Herzschrittmacher tragen und einem Blitzschlag ausgesetzt sein, dann können Sie davon ausgehen, dass der Herzschrittmacher defekt ist. Hier muss in der Regel ein Austausch des Systems stattfinden.

Blitzschlag – langfristige Folgen für das Herz

Auch lange nach einem Blitzschlag kann dieser noch Probleme am Herzen bereiten. Häufig bleiben über lange Zeit EKG-Veränderungen bestehen beziehungsweise verschwinden gar nicht wieder. Betroffene Personen neigen zu Herzrhythmusstörungen. Besonders hartnäckig ist eine chronische Entzündung des Herzbeutels.

Erste Hilfe bei Blitzschlag

Auf jeden Fall sollten Sie einem Blitzschlagopfer Erste Hilfe leisten. Berührung bedeutet nach dem Blitzschlag keine Gefahr für Sie.

Bevor Sie mit den Maßnahmen beginnen, setzen Sie den Notruf 112 ab. Falls erforderlich, beginnen Sie mit der Wiederbelebung. Die Wiederbelebungsmaßnahmen sind, da es sich nicht um eine Herzerkrankung im eigentlichen Sinne handelt, überdurchschnittlich erfolgreich.

Vorbeugung bester Schutz vor Blitzschäden

Blitzeinschläge treffen auch elektrische Organe und können lebensbedrohlich sein.
Der beste Schutz vor einem tödlichen Blitzschlag ist die Vorbeugung. Beachten Sie die 30/30 Regel: Zeit zwischen Blitz und Donner 30 Sekunden: hohes Risiko; 30 Minuten nach dem letzten Donner: Entwarnung.

Bei hohem Risiko eines Blitzeinschlags suchen Sie frühzeitig Schutz in einem Gebäude oder Automobil auf. Im Freien verringern Sie die Kontaktfläche mit dem Boden und verringern Sie Ihre Körperhöhe, indem Sie in die Hocke gehen.Ist die Zeit zwischen Blitz und Donner gar kürzer als 5 Sekunden, besteht ein sehr hohes Risiko. Beim Golfspielen zum Beispiel sollten Sie dann unmittelbar in die Hocke gehen, am besten in einer Vertiefung, und nicht mehr das entfernte Clubhaus aufsuchen.
Hilfreich ist die App Blitzortung Live.

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Blitze – Häufigkeit und Relevanz für die Gesundheit

Blitze sind elektrische Entladungen in der Erdatmosphäre. Sie finden entweder zwischen den Wolken oder zwischen den Wolken und der Erde statt. Die Blitzhäufigkeit in Deutschland betrug z.B. im Jahr 2003 über 2.000.000 Blitze. Das sind 0,5 bis 10 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer und Jahr. Die Hauptmonate der Blitzsaison sind Juli und August, 95 Prozent aller Blitze treten zwischen Mai und September auf.

In Deutschland werden 3 bis 7 Todesfälle durch Blitze registriert . Allerdings ist die Anzahl der überlebten Blitzeinschläge nicht bekannt. Die Dunkelziffer ist relevant, weil überlebte Blitzunfälle zu erheblichen Verletzungen und Behinderungen führen können.

Blitzunfall – direkter und indirekter Blitzeinschlag

Der direkte Blitzeinschlag in den Menschen endet fast immer tödlich und entspricht einem Hochspannungsunfall. Dieses Ereignis ist allerdings selten.

Viel häufiger ist der indirekte Blitzschlag. Wir unterscheiden hier die Wirkung über die Schrittspannung, über die Berührungsspannung und über die Überschlagsspannung. Schrittspannung meint, dass sich eine elektrische Spannung zwischen den Beinen entwickelt. Ein Beispiel für Berührungsspannung ist etwa das Festhalten an einem Laternenmast. Und von Überschlagsspannung ist die Rede, wenn Spannung z. B. in unmittelbarer Nähe eines getroffenen Baumes übertragen wird.

Die Druckwelle selbst hat ebenfalls negative Einwirkung auf Ihre Gesundheit. Folglich treten Trommelfellrisse, Verletzungen der Lunge und komplexe Knochenbrüche auf.

Nicht zu vergessen ist die Blendwirkung durch den Blitz, die kurzzeitig einen kompletten Verlust der Sehkraft zur Folge haben kann.

Blitzunfall – Verletzungen durch Blitze

Verletzungen sind bei Blitzunfällen das Hauptproblem.

Beim direkten Blitzeinschlag kommt es zu Verbrennungen an der Ein- und Austrittstelle des Blitzes.

Das Herz kann durch den Blitz geschädigt werden, was gerade in der Akutphase eine kritische Bedeutung haben kann. Im schlimmsten Fall kommt es zu Kammerflimmern mit Herz-Kreislaufstillstand und Tod. Darüber hinaus treten Atemstillstände, Schäden des zentralen Nervensystems und Bewusstlosigkeit auf.

Nerven- und Muskellähmungen sind eine häufige Folge der elektrischen Organschädigung. Diese Phänomene sind meistens vorübergehend und halten in der Regel nur einige Tage an.

Knochenbrüche sind eine sehr häufige Folge von Blitzunfällen: Durch eine Druckwelle wird der Mensch durch die Luft geschleudert. Weil die Muskulatur durch die elektrische Erregung verkrampft, funktionieren Schutzreflexe beim Aufprall teilweise oder komplett nicht. Folglich sind die Knochenfrakturen nach Blitzunfall im Gegensatz zum einfachen Sturz häufig atypisch und komplex (z.B. Trümmerbruch), was meistens die Heilungsphase verlängert.

Als längerfristige Folgen können chronische Schmerzen und dauerhafte Persönlichkeitsstörung verbleiben.

Blitz und Donner – Gefahrenlage durch 30/30-Regel einschätzen

Um Schäden für die Gesundheit und den Tod zu vermeiden, lohnt es sich für Sie, die 30/30 Regel zu erlernen.

30 Sekunden. Beträgt die Dauer zwischen Blitz und Donner 30 Sekunden und weniger, dann ist das Risiko für einen Blitzunfall deutlich erhöht. Das Gewitter ist dann weniger als 10 km entfernt. In diesem Fall sollten Sie immer einen sicheren Ort aufsuchen, auf Sportplätzen z.B. eine Blitzschutzhütte.

Ist die Zeit zwischen Blitz und Donner sogar kürzer als 5 Sekunden, dann besteht unmittelbar Gefahr. Auf dem Golfplatz zum Beispiel dann sofort in die Hocke gehen, am besten in einer Vertiefung, und nicht mehr das entfernte Clubhaus aufsuchen.

Wenn Sie die Entfernung abschätzen wollen, dann zählen Sie die Sekunden zwischen Blitz und Donner und teilen das Ergebnis durch 3. Das zeigt Ihnen ungefähr an, wie viele Kilometer das Gewitter von Ihnen entfernt ist.

30 Minuten. Registrieren Sie 30 Minuten lang keine Gewitteraktivität, d.h. keinen Blitz oder Donner, bedeutet das für Sie Entwarnung. Das Gewitter ist vorüber und Sie können die unterbrochenen Tätigkeiten wieder aufnehmen.

Gewitter – Schutz in Gebäuden und Fahrzeugen

Sollten Sie in der unglücklichen Lage sein, und das kann jeden von uns treffen, nah oder mitten in einem Gewitter zu sein, dann sollten Sie den Schutz von Gebäuden oder Fahrzeugen aufsuchen.

Schutz bieten hier ausschließlich Automobile mit Ganzmetallkarosserie, was der Standard bei PKWs ist. Kein Schutz hingegen bieten Fahrzeuge mit Glasfaserkarosserie, z.B. Wohnmobile sowie Cabriolets ohne Dachgerüst oder Metallüberrollbügel, auch nicht bei verschlossenem Verdeck.

Die Autofahrt sollten Sie pausieren, da durch die Blendwirkung von Blitzen eine deutlich erhöhte Unfallgefahr droht.
Keinen Schutz bieten Motorräder oder Fahrräder. Folglich müssen Sie in diesem Fall mit dem Fahrzeug stehen bleiben und mindestens 5 m Abstand vom abgestellten Zweirad halten.

Blitz in der freien Natur – Abstand halten

Sind Sie während eines Gewitters auf einem freien Feld, dann sollten Sie eine Vertiefung aufsuchen, so dass Sie nicht selbst den höchsten Punkt in der Landschaft bilden. Meiden Sie alle freistehenden Bäume, denn es kann zu Überschlagspannung kommen! Der Spruch „Die Buche suche, der Eiche weiche” ist Unsinn. Waldränder sollten Sie ebenfalls vermeiden. Hat ein Wald etwa gleich hohe Bäume, dann suchen Sie das Waldinnere auf, denn hier ist es am sichersten.

Grundsätzlich halten Sie von größeren Objekten mindestens 5 m Abstand, da das Risiko der Überschlagspannung besteht. Legen Sie auch metallische Gegenstände wie z.B. Golfschläger und Walking-Stöcke weg! Selbstverständlich sollten Sie Wasser unbedingt meiden, denn Wasser hat ja bekanntermaßen eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit. Menschengruppen sollten auf keinen Fall zusammenstehen, sondern auch hier sind mindestens 5 m Abstand zwischen den einzelnen Personen einzuhalten.

Blitz in der freien Natur – durch Körperhaltungen die Angriffsfläche verringern

Wenn Sie den Kontakt mit der elektrischen Entladung eines Blitzes vermeiden wollen, sollten Sie möglichst Ihre Angriffsfläche klein halten. Hierfür müssen Sie eine möglichst geringe Körperhöhe in der Landschaft mit einer möglichst geringen Kontaktfläche auf dem Boden kombinieren.

  • Stellen Sie die Füße zusammen!
  • Gehen Sie in die Hocke!
  • Halten Sie die Arme zusammen!
  • Ziehen Sie den Kopf ein!

Legen Sie sich nicht auf den Boden! Das würde ja die Kontaktfläche vergrößern.

Ist ein Mitglied, zum Beispiel Ihrer Wandergruppe, von einem Blitz getroffen worden, dann können und müssen Sie Erste Hilfe leisten. Die Berührung des Blitzschlagopfers ist ohne Gefahr. Setzen Sie als erstes den Notruf 112 ab! Falls erforderlich, bringen Sie den getroffenen Menschen in eine stabile Seitenlage bzw. beginnen Sie mit den Wiederbelebungsmaßnahmen!

Richtig verhalten bei Blitz und Donner – Sieg der Vernunft über die Unvernunft

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Gewitter sehr häufig sind und Blitze durch den Menschen einfach nicht verhindert werden können. Der Mensch muss sich der Natur also anpassen.

Gewitter und damit auch Blitze sind gut akustisch und optisch wahrnehmbar, so dass Sie Vorsorgemaßnahmen in der Regel rechtzeitig ergreifen können.

Bei Gewitter muss die Vernunft über die Unvernunft siegen. Auch wenn es uns nicht passt, die Zeit zum nächsten Termin drängt oder es gar schon dunkel wird: Alle Aktivitäten müssen zugunsten des Blitzschutzes unterbrochen werden.

Das gilt vor allen Dingen für Sportler. Sie müssen sportliche Aktivitäten im Freien abbrechen (Golf, Jogging, Wandern, Fahrradfahren). Der Gedanke oder gar die Ansage an eine Gruppe “das schaffen wir noch” ist grober Unsinn und kann lebensgefährlich sein. Suchen Sie frühzeitig Schutz auf! Sonst war das vielleicht Ihre letzte Golfrunde für eine sehr lange Zeit.

Merken Sie sich die 30/30 Regel!!

Hilfreich bei Freizeitaktivität im Freien ist die App BlitzortungLife.

 

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Schlaganfall – immer ein Notfall!!

Ein Schlaganfall ist eine Notfallsituation. Allerdings ist der betroffene Mensch meistens hilflos oder nimmt den Schlaganfall selber gar nicht wahr. Die fehlende Wahrnehmung von Symptomen bei Betroffenen nennen wir in der Medizin „Neglect“ und dieses Verhalten ist gerade typisch bei einem akuten Schlaganfall.

Zeitliche Verzögerung kann kritisch für den weiteren Verlauf sein, denn je früher ein Schlaganfall medizinisch behandelt wird, desto geringer sind die Spätfolgen, wie z.B. eine schwere körperliche Behinderung.

Folglich kommt gerade Angehörigen bei der Erkennung des Schlaganfalls eine große Bedeutung für die Einleitung der Rettungskette zu. Wir erleben es in der Cardiopraxis immer wieder, dass dem Ehepartner am Morgen beim Frühstück oder bei der Hausarbeit auffällt, dass mit dem Partner irgendetwas nicht stimmt.

Schlaganfall bei Mitmenschen erkennen

Folglich ist es sinnvoll, wenn Sie als Mitmensch die Symptome eines Schlaganfalls auch bei anderen Menschen erkennen können. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn Menschen in Ihrem sozialen Umfeld Risikofaktoren für einen Schlaganfall haben, wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Vorhofflimmern oder auch eine Koronare Herzkrankheit.

Bemerkbar macht sich ein Schlaganfall zum Beispiel durch folgende Warnsymptome:

  • hängender Mundwinkel
  • halbseitige Lähmung
  • Sprachstörung
  • Sehstörungen
  • Schwindel und Gangstörung
  • heftigster, nicht gekannter Kopfschmerz

Nutzen Sie den FAST-Test:

Schlaganfall – so verhalten Sie sich bei einem Notfall

Wenn Sie (z. B. als Angehöriger oder Arbeitskollege) einen Schlaganfall vermuten, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Wählen Sie sofort 112, um einen Notruf abzusetzen!
  • Äußern Sie Ihren Verdacht auf einen Schlaganfall und beschreiben Sie genau, seit wann welche konkreten Symptome bestehen!
  • Beachten Sie: Nicht Sie, sondern die Notrufzentrale beendet das Gespräch! Somit gehen keine wichtigen Informationen (z. B. die Adresse) verloren.
  • Und: Fahren Sie niemals die betroffene Person selbst in die Klinik!

Schlaganfall – das machen Sie, bis der Rettungsdienst eintrifft

Bis der Rettungsdienst eintrifft, sollten Sie sich intensiv um den Menschen mit Verdacht auf Schlaganfall kümmern:

  • Beruhigen Sie ihn, indem Sie mit ihm sprechen!
  • Signalisieren Sie, dass Hilfe zeitnah kommt!
  • Öffnen Sie enge Kleidung!

Auch körperlich können Sie die Person unterstützen:

  • Sorgen Sie für eine 30 Grad-Oberkörperhochlagerung (z. B. mit einem Kissen)!
  • Achten Sie, dass sie auf dem Sofa oder Boden sitzt, nicht auf dem Stuhl (Sturzgefahr!)!
  • Wenn die Person bewusstseinsgestört ist und normal atmet: Machen Sie eine stabile Seitenlage! Auch bei Erbrechen können Sie eine stabile Seitenlage durchführen.
  • Wenn die Person bewusstlos ist und nicht normal atmet: Beginnen Sie mit Wiederbelebung!

Bei einem Schlaganfall können Schluckstörungen auftreten. Daher sollten Sie der betroffenen Person

  • keine Medikamente geben
  • kein Essen oder Trinken reichen
  • mögliche Zahnprothesen entfernen

Schlaganfall – Dokumentation für Klinik bereithalten

Wenn der Notarzt bzw. die Notärztin eintrifft, geben Sie bitte Medikamentenpläne und Arztbriefe mit. Es kann hilfreich sein, den Schlaganfall-Patienten ins Krankenhaus zu begleiten, zum Beispiel bei Sprachstörungen.

Fazit: Auch der Verdacht auf einen Schlaganfall ist immer ein Notfall. „Es wird schon wieder“ ist immer die falsche Sichtweise. Wählen Sie daher bei Verdacht die 112 und verständigen Sie den Rettungsdienst. So können Sie womöglich ein Leben retten oder dauerhafte geistige und körperliche Schäden bei einem Mitmenschen verhindern.

 

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Von einem Plötzlichen Herztod spricht man, wenn ein Tod unerwartet in weniger als 1 Stunde nach Symptombeginn auftritt. Schon alleine die Definition deutet darauf hin, dass der plötzliche Herztod selten ein Ereignis ist, das einen wie der Blitz aus heiterem Himmel trifft.

Ist der plötzliche Herztod wirklich ein plötzliches Ereignis?

Eine immer noch aktuelle Studie, die das Notarztsystem Berlin diesbezüglich durchgeführt hat, liefert zu dieser Frage sehr interessante Daten.

Die Arbeitsgruppe erfasste für die wissenschaftlichen Untersuchung 406 Patienten mit plötzlichem Herztod, 72 % der Ereignisse passierten in häuslicher Umgebung. Zu den Ursachen zählten Kammerflimmern (39 %), pulslose elektrische Aktivität (19 %) und Asystolie als kompletter Stillstand des Herzens (42 %). In zwei Dritteln der untersuchten Fälle waren Beobachter bei dem Ereignis dabei, 75% dieser Beobachter waren Angehörige.

Bei einer Befragung unter den Beobachtern kam heraus: 69 % der plötzlich verstorbenen Menschen wiesen vor ihrem plötzlichen Herztod länger als 30 Minuten folgende Symptome auf:

  • Angina pectoris  40 %
  • Luftnot 27 %
  • Bewusstseinsstörung 10 %
  • Andere 23 %

Kurzum in Stadtgebieten sind professionelle Rettungskräfte innerhalb von ca. 10 Minuten vor Ort. Berücksichtigt man eine Patienten- bzw. Beobachter-Entscheidungszeit von 10 Minuten, dann haben ca. 66% der Menschen mit plötzlichem Herztod eine gute Chance rechtzeitig Hilfe zu erhalten. Folglich können lebensrettende Maßnahmen können so innerhalb von 30 Minuten nach Symptombeginn eingeleitet werden.

Auch auf die Symptome bei anderen Menschen achten

Als Verwandter, Freund, Arbeitskollege und auch als Passanten sind Sie potentieller Lebensretter. Sollte in Ihrem Umfeld den Eindruck haben, dass es einem Menschen schlecht geht oder er oder die oben genannten Symptome äußern, dann handeln Sie. Verständigen Sie spätestens nach 10 Minuten den Rettungsdienst unter 112.

Falls erforderlich, führen Sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte selbst lebensrettende Maßnahmen durch:

…..weiter im Selbsthilfekurs „Herzinfarkt sofort handeln“

 

? Arntz et al. Intensivmed 1999;36: 485-492

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Herzinfarkt – Zeit ist der kritische Faktor

Bei einem typischen Herzinfarkt liegt fast immer ein plötzlicher Verschluss eines Herzkranzgefäßes, einer sog. Koronararterie vor. Das bedeutet, dass wichtige Anteile des Herzmuskels kein sauerstoffreiches Blut mehr erhalten.

Bedenken Sie, ca. 10 Minuten nach einem akuten Verschluss eines Herzkranzgefäßes beginnt das Herzmuskelgewebe unwiederbringlich abzusterben. Je früher ein verschlossenes Herzkranzgefäß im Herzkatheterlabor wiedereröffnet wird, desto kleiner die Infarktgröße und je besser auch die Langzeitüberlebens-Chancen.

Die Zeit läuft.

Patientenentscheidungszeit – weiter ein Problem

Zahlreiche Maßnahmen der sog. Koronaren Versorgungskette zur Behandlung des Herzinfarktes haben sich insbesondere seit Beginn der 90er Jahre eindrucksvoll verbessert und die Herzinfarktsterblichkeit um über 30% verringert. Das Absetzen des Rettungsrufes 112 durch Betroffene oder Beobachter bleibt weiter ein Problem.

Den Zeitraum vom Symptombeginn bis zum Absetzen eines Notrufs nennt man die „Patientenentscheidungszeit“. Während in Deutschland die Abläufe nach Absetzen eines Notrufes unter 112 sehr gut definiert und schnell sind – in der Regel ist eine Notärztin oder ein Notarzt innerhalb von 10 Minuten vor Ort – bleibt die Patientenentscheidungszeit weiterhin ein Problem. Sie macht etwa 60 % der Gesamtzeit bis zur lebensrettenden Therapie im Herzkatheter-Labor aus. In vielen Fällen beträgt Sie mehrere Stunden.

Angehörige, Freunde, Kollegen …. und Fremde – wichtige Signalgeber

Nicht nur der Mensch, der von einem Herzinfarkt betroffen ist, kann die lebensrettende Koronare Versorgungskette in Gang setzten. Häufig sind Freunde, Mitarbeiter, Angehörige und auch Fremde anwesend, die wertvolle Hilfe leisten können. Gerade Fremde, die den Betroffenen nicht kennen, sehen die Situation unvoreingenommen und handeln meist schneller und konsequenter als Angehörige.

Folglich hat der Satz „warten wir erst mal ab“, häufig von einem Angehörigen geäußert, z.B. während einer laufenden Fernsehsendung, schon viel wertvolle Zeit gekostet. Die Kriterien für das Absetzen beim Verdacht auf einen Herzinfarkt sind klar.

Herzinfarkt – allermeistens mehr als 1 Symptom

Einen Herzinfarkt erkennen Sie an diesen Warnzeichen.

  • Druck meistens hinter dem Brustbein
  • Ausstrahlung in andere Körperregionen
  • Luftnot
  • Übelkeit, Gesichtsblässe, Kaltschweissigkeit
  • Bewusstseinsstörung

Nicht immer müssen alle diese typischen Symptome gleichzeitig vorhanden bzw. stark ausgeprägt sein. Allerdings treten bei einem Herzinfarkt fast immer mindestens 2 Symptome gleichzeitig auf. Folglich müssen Sie, sei es, dass Sie Betroffene bzw. Betroffener oder eine anwesende Person sind, bei Vorhandensein von mindestens 2 Symptomen zügig handeln.

Auch zeigt sich hier wieder, wie wichtig die anwesenden Mitmenschen sind, denn Gesichtsblässe, das fahle graue Gesicht, wird von der Betroffenen praktisch nie wahrgenommen.

Besonders verheerend ist der sog. „neglect“, die fehlende Bereitschaft des Betroffenen den Ernst der Lage zu erkennen und selber zu handeln. Häufig hören wir dann den Satz „das wird schon wieder“, wieder ein Grund für unnötigen Zeitverlust.

Verdacht auf Herzinfarkt – Notruf 112 absetzen

Wenn Symptome des Herzinfarktes vorliegen, dann müssen Sie schnell handeln! Falls diese Beschwerden 10 Minuten und mehr bestehen, sollte sofort das Rettungsteam unter 112 verständigt werden!

Das sind wichtige Informationen für das Rettungsteam am Telefon:

  • Wer: Name Anrufer
  • Was: „Medizinischer Notfall“, evtl. zusätzlich „Verdacht auf Herzinfarkt“
  • Wen: Name, Alter Betroffener
  • Wo: Straße, Hausnummer, Stockwerk (!)
  • Wie: wach, ansprechbar „ja“ oder „nein“
  • Wie: nicht spontan atmend „ja“ oder „nein“

Zwar ist die Nennung des eigenen Namens bei einem Notruf nicht zwingend erforderlich, sie erleichtert allerdings unter der emotionalen Belastung den Einstieg in das Gespräch.

Achten Sie darauf, dass das Telefonat immer vom Profi in der Einsatzzentrale des Rettungsdienstes am anderen Hörer beendet wird, damit keine wertvollen Informationen in der Aufregung fehlen.

Sollten Sie gehörlos bzw. die Sprechsprache nicht richtig beherrschen, dann erkundigen Sie sich vor einem Notfall bzgl. Möglichkeiten der Notfallalarmierung für Gehörbeeinträchtigte.

Wegweisende Maßnahmen – erleichtern Eintreffen für Rettungsdienst

Stellen Sie sich vor, wie können Sie dem Rettungsteam den Weg zum Einsatzort erleichtern:

  • Haustür öffnen
  • Lichter überall anmachen
  • Meldekette bis zur Straße aufbauen, falls genügend Personen anwesend sind, z.B. in Mehretagenhäusern, Schulen oder Bürogebäuden

Ersthelfermaßnahmen – lebensrettend

Ist der Mensch nicht bewusstlos, dann sollte immer ein Ersthelfer bei ihm bleiben, weil die Lage sich plötzlich verschlechtern kann. Besonders tückisch ist die Situation, wenn der Brustdruck des Herzinfarktpatienten nachlässt. Denn gerade dann, wenn sich eine Koronararterie auch spontan wiedereröffnet, treten besonders häufig potentiell tödliche Rhythmussstörungen, wie z.B. Kammerflimmern auf, die gefürchteten Reperfusionsarrhythmien. Die Beteiligten denken „alles ist gut“ und dann geht es erst mal richtig los.

Falls der betroffene Mensch von vorne herein bewusstlos ist, dann sollten Sie mit den Erste-Hilfe-Maßnahmen beginnen. Die Herz-Druckmassage alleine führt schon zu einer Verdopplung der akuten Überlebensrate. Bei vorhandenem Automatischen Externen Defibrillator (AED): setzen Sie ihn ein, denn Sie können nichts falsch machen!

Seien Sie Teil des Erfolges

Gerade Risikopatienten für das Auftreten eines Herzinfarktes und deren Angehörigen sollten sich diese Informationen immer wieder mal vor Augen führen. Das mentale Durchspielen einer solchen Situation ist eine Übung und …..“üben übt“.

Sie können diese Informationen auch im Sinne einer betrieblichen Fortbildung an Ihrem Arbeitsplatz weiterleiten. Wir in der Cardiopraxis trainieren regelmäßig für den Ernstfall.

Mit diesen Informationen machen Sie alles richtig. Seien Sie im Notfall Teil des Erfolges, handeln Sie für sich selbst oder seien Sie ein aktiver Ersthelfer.

…..weiter im Selbsthilfekurs „Herzinfarkt sofort handeln“

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch  & Kaarst

Wiederbeleben können wir alle!!

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand sinkt mit jeder verstrichenen Minute die Überlebenschance um 10 %. Leider beherrschen in Deutschland nur 15 % der Menschen die Laienreanimation – in Nachbarländern liegt die Quote bei bis zu 65 %!

Die Laienreanimation ist für alle machbar, wir können nichts verschlimmern. Der grösste Fehler ist, nichts zu tun. Die Laienreanimation läuft in 3 Schritten ab:

1. Prüfen = Erkennen des Herz-Kreislaufstillstandes

  •  der Mensch ist bewusstlos
  • reagiert nicht auf laute Ansprache oder Schütteln
  • Atmung fehlt oder ist abnormal, auch bei überstrecktem Kopf und freigemachten Atemwegen (im Zweifel ist die Atmung abnormal)
  • den Puls zu fühlen wird nicht mehr empfohlen

2. Rufen = um Hilfe rufen und den Notruf absetzen unter 112

3. Drücken = Herzdruckmassage

  • Oberkörper des Menschen freimachen
  • auf der Höhe der Brustwarzen den Handballen einer Hand auf das Brustbein setzen, andere Hand darauflegen und Finger verschränken
  • mit durchgedrückten Armen 5 cm tief den Brustkorb eindrücken mit einer Frequenz von 100/min
  • Das Drücken ist viel wichtiger als die Beatmung! Falls eine Beatmung möglich ist, dann nach 30 Mal Drücken 2 Beatmungen durchführen (Mund zu Nase). Keine Angst, Sie können nichts falsch machen.

..weiter im Selbsthilfekurs „Herzinfarkt sofort handeln“

 

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