Vorhofflimmern ist häufig schwer zu erfassen

Vorhofflimmern und andere Rhythmusstörungen treten häufig nur vorübergehend auf. Daher können Kardiologen Vorhofflimmern mit einem Ruhe-EKG oder einem Langzeit-EKG häufig nur schwer erfassen. Das Problem ist, dass auch kurzzeitiges Vorhofflimmern ein erhöhtes Schlaganfallrisiko bedeutet.

Gerade bei Vorhofflimmern entsteht hier eine diagnostische Lücke, die zur Folge hat, dass gezielte Therapiemaßnahmen nicht eingeleitet werden können. Ohne EKG-Dokumentation wird kaum ein Arzt z.B. eine gerinnungshemmende Therapie zur Vorbeugung eines Schlaganfalls einleiten, weil diese ja auch mit einem erhöhten Blutungsrisiko verbunden ist.

1-Kanal EKG selber zu Hause und unterwegs messen

Sollten Sie ein Risikopatient für Vorhofflimmern sein oder Symptome wie z.B. Herzstolpern, Herzrasen verspüren, dann ist die App „Kardia“ von AliveCor eine gute Lösung. Die App funktioniert sowohl auf dem iPhone als auch mit Android-Systemen. Zusätzlich benötigen Sie eine kleine Platte, die Sie im Internet einfach erwerben. So können Sie selber ein hochwertiges 1-Kanal-EKG aufzeichnen.

Starten Sie einfach die die App auf Ihrem Smartphone. Danach drücken Sie auf „Aufzeichnen“ und legen die Daumen jeweils für mindestens 30 Sekunden auf die beiden Kontaktflächen. Sie können die Aufzeichnung auf dem Bildschirm direkt mitverfolgen. Ihr Ergebnis wird dann automatisch gespeichert.  In der Zukunft können Sie es dann immer wieder abrufen.

Wissenschaftlich gesicherter Analyse-Modus

Die App verfügt über einen wissenschaftlich geprüften Analyse-Modus mit einer hohen Sensitivität und Spezifität von 97% bzw. 98%. Sie erhalten 1 von 3 Diagnosen: „normal“, „unklassifiziert“ und „mögliches Vorhofflimmern“. Über die App können Sie dann eine PDF-Date erstellen und diese dann per E-Mail oder Textmessaging an die Ärztin oder den Arzt weiterleiten. Ihre Ergebnisse werden, etwa im Hinblick auf Vorhofflimmern, analysiert. Dann können Sie Ihr EKG per PDF-Datei an die Ärztin bzw. den Arzt versenden.

Vorhofflimmern – konsequent handeln

Sollten Sie ein Ergebnis „unklassifiziert“ oder „mögliches Vorhofflimmern“ erhalten, dann sollten Sie zeitnah mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt Kontakt aufnehmen, denn es könnte sich um Vorhofflimmern handeln. Innerhalb von 48 Stunden nach Beginn dieser Rhythmusstörung steigt das Schlaganfallrisiko.

Am besten besprechen Sie das Vorgehen vor dem ersten Einsatz mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen, damit alles gut funktioniert.

Gute Erfahrungen in der Cardiopraxis

Wir setzen das AliveCor-System seit 2016 regelmäßig im Praxisalltag ein. Dabei verleihen die Geräte in der Regel für 2 Wochen. So können wir fast immer einen gesicherten Zusammenhang zwischen Ihren subjektiven Symptomen und objektiven EKG-Veränderungen herstellen. Sehr häufig können wir so gesundheitsrelevante Rhythmusstörungen sichern und adäquate Therapiemaßnahmen einleiten. Nicht selten ist es aber auch so, dass bei Symptomen gar keine Rhythmusstörungen vorliegen. Sie können dann beruhigt sein und unnötige Therapien können vermieden werden.

Wir als professionelle Kardiologinnen und Kardiologen sehen die Entwicklung hin zur EKG-Selbstmessung als sehr positiv. 1-Kanal-EKGs sind ein weiterer Schritt zu mehr Patientensicherheit und vor allen Dingen zur Vorbeugung eines Schlaganfalls.

Für wen ist eine Anschaffung sinnvoll?

Sie sollten sich die Anschaffung vor allen Dingen überlegen, wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern haben. Sind Sie über 60 Jahre als oder haben Sie ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern, dann macht es aus unserer Sicht auf jeden Fall Sinn. Sie können es so sehen, ähnlich wie ein Mensch mit Bluthochdruck regelmäßig den Blutdruck mit einer Blutdruckmanschette misst so sollte ein Mensch mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern regelmäßig, z.B. 2x pro Woche ein 1-Kanal-EKG ableiten.

Sollten Sie Rhythmusstörungen subjektiv empfinden, aber bei Ihnen ist noch nie ein Ereignis in einem EKG erfasst worden, dann können profitieren.

Die App können Sie kostenlos herunterladen. Sie erwerben die Kontaktplatte für unter 150 Euro im Internet. Die Krankenkassen erstatten zum Teil die Kosten.

……weiter im Selbsthilfekurs.

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

In den ersten 6 Wochen nach einem Krankenhausaufenthalt sind Menschen besonders anfällig, unabhängig vom Lebensalter. Diese Phase, in der der Verlust der körperlichen, geistigen und seelischen Selbstbestimmtheit droht, nennt man Post-Hospital-Syndrom.

Mögliche Symptome sind:

  • Infektionen
  • Mobilitätsstörungen
  • Verletzungen durch Sturz
  • kognitive Leistungsstörung
  • Kreislaufstörungen

Mit verschiedenen Maßnahmen kann die Heilung nach einem Krankenhausaufenthalt verkürzt werden – und so dagegen vorgebeugt werden.

Dazu zählt, entsprechenden Raum für Bewegung zu schaffen:

  • falls erforderlich Wohnung auf Barrierefreiheit anpassen
  • Räume regelmäßig lüften, Bettzeug mehrmals pro Woche wechseln
  • täglich Gymnastik einschließlich Atemübungen: durch diese Stärkung kann zum Beispiel eine Lungenentzündung verhindert werden
  • täglich ins Freie, sofern möglich
  • langes Liegen im Bett vermeiden, sofern möglich

Vorbeugen kann man ebenso durch eine bestimmte Ernährung und Mikronährstoffe:

  • adäquate Trinkmenge, z. B. 30 ml pro kg Körpergewicht
  • eiweißreiche Kost, Ballaststoffe, Obst, Gemüse
  • Eisen (!), Zink, Selen
  • Vitamine D, B6, B12, Folsäure

Auch ein erholsamer Schlaf trägt zum Heilungsprozess bei. Dafür sollte man seinen normalen Schlafrhythmus wieder aufnehmen, sprich Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt schrittweise anpassen.
Beziehen Sie Ihren Hausarzt bei diesem Prozess mit ein! Angehörige und Freunde sind ebenfalls wichtige Unterstützer.

 

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Das sogenannte Post-Hospital-Syndrom ist eine vulnerable Phase nach einem Krankenhausaufenthalt, die etwa 6 Wochen andauert. In diesem Zeitraum müssen mehr als ein Drittel aller aus dem Krankenhaus entlassenen Personen erneut stationär aufgenommen werden. In mehr als 17 Prozent dieser Fälle sieht die Aufnahmediagnose sogar anders aus als bei der Erstaufnahme. Das Post-Hospital-Syndrom kann Menschen in allen Altersgruppen treffen.

Durch folgende Symptome macht es sich zum Beispiel bemerkbar:

• kognitive Leistungsstörung
• Mobilitätsstörung
• Verletzungen durch Sturz
• Infektionen

Viele Stressoren im Krankenhaus können, in Verbindung mit dem körperlichen und seelischen Bedarf beim Heilungsprozess, zum Post-Hospital-Syndrom beitragen. Neben dem räumlich und sozial fremden Umfeld sind dies zum Beispiel:

• Schmerzen
• Licht in der Nacht (Schlaf-Wach-Rhythmus gestört)
• anstrengende Geräusche (zum Beispiel das Stöhnen des Bettnachbarn)
• schlechte Ernährung
• fehlende Bewegung

Das alles produziert Stress. Das Immunsystem wird dadurch geschwächt, sodass die Infektanfälligkeit steigt. Der Blutdruck kann kreislaufbedingt ansteigen, ebenso der Blutzucker. Eine eingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit führt zudem zum Verlust der Selbstständigkeit.

Die Konsequenzen reichen von drohenden Einschränkungen bis hin zum Verlust der körperlichen, geistigen und seelischen Selbstbestimmtheit.

 

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Hodenkrebs tritt am häufigsten bei 20- bis 40-jährigen Männern auf, jährlich kommen rund 4.000 neue Fälle dazu. Seitdem die Wehrpflicht in Deutschland abgeschafft wurde, gibt es auch keine Musterungsuntersuchung für junge Männer mehr – Fälle von Hodenkrebs im fortgeschrittenen Stadium nehmen daher zu. Frühzeitig erkannt, liegen die Heilungschancen allerdings bei etwa 95 %.

Ein höheres Risiko an Hodenkrebs zu erkranken haben Männer, die einen Hodenhochstand in der Kindheit hatten oder bei denen Hodenkrebs in der Familie bekannt ist.

Sowohl Hoden als auch Nebenhoden sind druckempfindlich. Hodenkrebs ist jedoch schmerzlos. Mit einem einfachen Check, am besten 1 Mal im Monat zu einem definierten Zeitpunkt, können Männer ihre Hoden auf Veränderungen überprüfen:

  • beide Hoden in geöffneter Handfläche von unten betasten und leicht auf- und ab bewegen: Größe und Gewicht verändert?
  • einzelnen Hoden zwischen Daumen und Zeige- und Mittelfinger hin- und her rollen: schmerzlose Schwellung?
  • Inspektion im Spiegel: einseitige Schwellung/ Verhärtung im Seitenvergleich?

Im Zweifel sollte immer ein Urologe/eine Urologin konsultiert werden!

 

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Die Lebenserwartung für viele Krebspatienten hat sich in den letzten Jahren deutlich verlängert. Allerdings führt eine Tumor-Therapie zu einem gehäuften Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen.

Chemotherapeutika etwa begünstigen:

  • Herzinsuffizienz
  • Herzrhythmusstörungen, z.B. Vorhofflimmern- /flattern
  • Koronare Herzkrankheit, Schlaganfall
  • arterielle Hypertonie, Lungenhochdruck

Strahlentherapie (Oberkörper) erhöht das Risiko für:

  • Koronare Herzkrankheit (15 bis 20 Jahre nach der Bestrahlung), daher Screening nach 5 Jahren und dann in 5-jährigen Intervallen sinnvoll
  • Herzklappenerkrankungen (vorzeitige Verkalkung), daher ist Herzultraschall 10 Jahre nach der Bestrahlung sinnvoll, dann in 5-jährigen Intervallen

Vor, während und nach einer potenziell kardiotoxischen Therapie sollten immer ein EKG und ein Herzultraschall (Echokardiografie) durchgeführt werden.

 

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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: 70.000 Frauen erkranken jährlich neu daran in Deutschland (Stand 2012), insgesamt ist jede 8. Frau betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Brustkrebs (mittleres Erkrankungsalter 64 Jahre). Die 5-Jahresüberlebensrate liegt bei 88 %.

Diese – beinflussbaren – Faktoren erhöhen das Risiko dafür, Brustkrebs zu bekommen:

  • Rauchen
  • hoher Alkoholkonsum
  • Übergewicht, Diabetes Typ II
  • geringe körperliche Aktivität

Häufige Symptome sind:

  • tastbare Verhärtung in der Brust (Knoten) = häufigstes Erstsymptom
  • Vorwölbung
  • Sekret aus Brustwarze
  • einseitige Veränderungen der Brust (Form, Größe)
  • Lymphknoten in der Achselhöhle seitenverändert tastbar

Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Diese Vorsorgemaßnahmen empfehlen wir:

  • jährliche Tastuntersuchung durch Ärztin/Arzt ab 30. Lebensjahr
  • Selbstuntersuchung 1x monatlich
  • Mammographie-Screening (Röntgen) im Alter 50-69 Jahre alle 2 Jahre

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An Nierenzellkrebs erkrankten 2010 in Deutschland 14.520 Menschen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen (1,5:1) und das typische Erkrankungsalter liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.

Zu den Risikofaktoren zählen Zigarettenkonsum, Übergewicht und Bluthochdruck. Bemerkbar macht sich Nierenzellkrebs zum Beispiel durch Blut im Urin, Flankenschmerzen oder einem tastbaren Tumor in der Nierenregion. Allerdings ist er bei diesen Symptomen häufig schon fortgeschritten und die Heilungschancen sinken.

Frühe Krankheitsstadien verlaufen dagegen meist ohne Symptome, aber es gibt gute Heilungschancen. Weil Ultraschall-Untersuchungen des Bauches heute weit verbreitet sind, werden mehr als 50 % der Fälle zufällig entdeckt.

Regelmäßige Ultraschall-Untersuchungen der Nieren, z. B. durch Hausarzt, Gynäkologe oder Urologe, sind spätestens ab dem 50. Lebensjahr sinnvoll.

 

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