Wesentlich für eine gesunde Atmung und einen gesunden Kreislauf ist die Muskelkraft des Zwerchfells.
Der Zwerchfellmuskel trennt den Brust- vom Bauchraum. Beim Einatmen spannt dieser Muskel an, zieht so die Lunge nach unten und Luft fließt in die Lunge. Beim Ausatmen entspannt sich das Zwerchfell wieder.

Die tiefe Nasen-Bauch-Atmung ist gesund und beruhigend und kann sogar bei Panikattacken helfen. Durch den höheren Atemwiderstand „Nase“ und den langen Weg „Bauch“ wird die Lunge gut belüftet und das Zwerchfell kräftig trainiert

Eine flache Mund-Brust-Atmung schwächt dagegen das Zwerchfell. Man atmet dabei durch den geringeren Widerstand „Mund“ über einen kurzen Weg zur „Brust“. Ein schwaches Zwerchfell schränkt die Leistungsfähigkeit ein. Außerdem erhöht sich das Risiko für Lungenentzündungen, weil nicht alle Lungenabschnitte gut belüftet werden.

Stärken Sie Ihr Zwerchfell: Atmen Sie tief durch die Nase in den Bauch!

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Atmen passiert zwar unwillkürlich, Sie können es aber auch aktiv modulieren und so Ihr vegetatives Nervensystem beeinflussen. In Ruhe atmen Menschen 12 bis 16 Atemzüge pro Minute. Ein Zeitverhältnis von Ein-zu-Ausatmung von 1:(2-3) ist am besten.

Beim Einatmen wird venöses Blut in den Brustraum gesaugt und die große Bauchvene (Vena cava) wird enger. Das vegetative Nervensystem nimmt das als Mangel wahr und aktiviert sich: Die Herzfrequenz geht hoch, es kommt zu einer schnellen 1:1-Atmung – und man ist wacher.

Beim Ausatmen vergrößert sich dagegen der Lungenwiderstand und die große Bauchvene wird weiter. Das vegetative Nervensystem erhält das Signal, dass genügend Blut vorhanden ist und die Aktivierung fällt: Die Herzfrequenz sinkt, die Atmung wird langsamer (Verhältnis 1: (2-3) – und man wird ruhiger.

Wer richtig atmet, kann sein Wohlbefinden steigern und sich besser konzentrieren. Atemtechniken helfen auch bei Panikattacken. Das können Sie ganz einfach üben, zum Beispiel mit der App „Breathing Zone“.

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Sauerstoff ist lebenswichtig. Die Lunge nimmt „frische Luft“ (Sauerstoff) auf und gibt „verbrauchte Luft“ (Kohlendioxid) ab. In gesundem Zustand sind die Atemwege (Bronchien) frei und die Strecke zum Gasaustausch zwischen Luftbläschen und Arterien bzw. Venen ist sehr kurz. Die Lunge ist in diesem Fall locker und leicht wie ein trockener Schwamm.

Eine typische Lungenentzündung sieht so aus:

  • Lungengewebe wird durch Bakterien oder/und Viren zerstört
  • es handelt sich um eine Abwehrreaktion (= Entzündung)
  • Wasseransammlungen sind erkennbar
  • die Strecke zwischen Luftbläschen und Gefäßen ist größer
  • Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe sind gestört
  • die Lunge ist so schwer wie ein nasser Schwamm

Symptome für eine Lungenentzündung sind:

  • schweres Atmen („nasser Schwamm“)
  • schnelles Atmen (Versuch, die verringerte Gasaustauschfläche auszugleichen)
  • Luftnot
  • Husten und Auswurf
  • Fieber
  • in sehr schweren Fällen Bewusstseinsstörung

Bei diesen Symptomen sollten Sie frühzeitig den Arzt/die Ärztin aufsuchen. In schweren Fällen kann auch eine Krankenhausaufnahme erforderlich sein. Selten ist eine künstliche Beatmung notwendig.

Gerade bei der Grippe droht eine Lungenentzündung. Neben anderen Maßnahmen bei der Vorbeugung und Behandlung  Grippe ist ein Training des Zwerchfells von großer Bedeutung zum Schutz der Lunge.

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Für eine gute körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ist eine gesunde und kräftige Lunge sehr wichtig. Die Lunge sollte immer mit untersucht werden, gerade bei Menschen, die unter Luftnot oder eingeschränkter Leistungsfähigkeit leiden. Dafür gibt es verschiedene Diagnose-Geräte.

Die Spirometrie misst das Atemvolumen. Wichtig ist dabei, wie der Atemfluss (l/min) beim Ein- und Ausatmen aussieht. Das erlaubt Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Atemwege und auf das Lungenvolumen (z. B. Asthma, Fibrose?).

Bei der Spiromanometrie misst die Lungenkraft. Hier wird gegen einen Widerstand ein- und ausgeatmet und so die Muskelkraft erfasst. Die maximale Einatmungskraft misst dabei die Zwerchfellkraft, die maximale Ausatmungskraft die Bauchmuskulatur. Ist das Zwerchfell durch eine flache Mund-Brust-Atmung (anstatt Nase-Bauch-Atmung) geschwächt, dann kann man das bei der Spiromanometrie erkennen.

Bei Routineuntersuchungen wird die Atemmuskelkraft manometrisch meistens nicht mitgemessen. In der Cardiopraxis haben wir allerdings die Erfahrung gemacht, dass diese Methode ziemlich wichtig ist, um Leistungsfähigkeit zu bewerten und wir setzen die Spiromanometrie regelmäßig ein.

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Für eine gute Leistungsfähigkeit ist eine gesunde und kräftige Lunge sehr wichtig. Sie hat auch eine besondere Bedeutung bei der Vorbeugung der Lungenentzündung bei Grippe.

Die Atemmuskelkraft des Zwerchfells kann jeder Mensch mit ein paar einfachen Übungen trainieren.
Grundsätzlich sollte man im Alltag eine tiefe Nasen-Brust-Atmung ausüben (hoher Atemwiderstand, langer Weg). Das Verhältnis von Ein- zu Ausatmung sollte 1:(2-3) sein. Zur Atemgymnastik bieten sich Übungen mit Führungswiderstand und in Umkehrposition an.

Bei einer einfachen Übung mit Führungswiderstand legt man sich flach mit dem Bauch auf den Boden. Man atmet dann ca. 60 Mal gegen den Boden (=Führungswiderstand) tief ein und aus. Dabei hebt das Zwerchfell den Körper vom Boden an und wird so gekräftigt. Sollten Sie körperliche Gebrechen haben, dann kann die Übung auch auf einem Tisch liegend gemacht werden.

Bei Übungen in Umkehrposition, z. B. bei der Schulterbrücke (es muss nicht gleich ein Kopfstand sein), hebt das Zwerchfell den Bauchinhalt an – quasi ein Gewichtheben für das Zwerchfell. Hier kann man anfangs 4 x (8-12) Atemzüge in der Position machen. Sollten Sie Schwierigkeiten haben die Position zu halten, können Sie sich anfangs ein Buch unter das Gesäß legen.

Regelmäßiges Training, z.B. als Bestandteil von Yoga-Übungen trägt zu guter Leistungsfähigkeit und zur Vorbeugung von Erkrankungen bei.

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Ein kräftiges Zwerchfell ist wichtig für eine gesunde Atmung. Es sorgt für eine gute körperliche Leistungsfähigkeit und schützt vor Lungenentzündung. Häufig ist das Zwerchfell aber geschwächt, weil Menschen die Mund-Brust-Atmung anwenden.

Im Alltag sollten Sie immer auf eine Nasen-Bauchatmung achten. Das Verhältnis von Ein- zu Ausatmen beträgt dabei 1 : (2-3).

Um das Zwerchfell zu trainieren, empfehlen wir eine einfache Übung mit einem Ball. So funktioniert sie:

  • entspannt sitzen
  • Ball auf den Bauch legen
  • Arme ruhen mit Eigengewicht auf dem Ball (nicht aktiv drücken)
  • ruhig in den Bauch ein- und ausatmen, Atemverhältnis 1 : (2-3)
  • Ball hebt und senkt sich
  • 15 Minuten am Tag, z. B. vor dem Fernseher bei der Tagesschau

Die Übung ist auch für ältere Menschen sehr gut geeignet, stärkt das Zwerchfell und ist beruhigend.

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