Beiträge

Zwei Mal jährlich wird in Deutschland die Uhr umgestellt: im Frühjahr um eine Stunde vor auf Sommerzeit, im Herbst um eine Stunde zurück auf Winterzeit. Wer den alten Rhythmus bis zuletzt beibehält und den Wechsel damit abrupt erlebt, kann unter Schlafstörungen leiden. Das Unfall- und Krankheitsrisiko ist dann erhöht, die eigene Leistungsfähigkeit zudem reduziert.

Wer sich dagegen frühzeitig langsam auf die Zeitumstellung vorbereitet, kann solche Probleme vermeiden. Wie das geht, zeigen wir Ihnen an einem Beispiel zum Wechsel auf Sommerzeit.

Angenommen wird dabei eine siebenstündige Schlafzeit von 22 Uhr bis 5 Uhr im Normalfall. Stufenweise soll folgendermaßen früher zu Bett gegangen und früher aufgestanden werden:

• Mittwoch: 21:45 Uhr zu Bett

• Donnerstag: 04:45 aufstehen und um 21:45 Uhr zu Bett

• Freitag: 04:30 Uhr aufstehen und um 21:30 Uhr zu Bett

• Samstag: 04:15 Uhr aufstehen und um 21:15 Uhr zu Bett (in dieser Nacht wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt!)

• Sonntag: 05:00 Uhr aufstehen und um 22 Uhr zu Bett

• Montag: 05:00 Uhr aufstehen

Diese Zeitintervalle können natürlich auch auf andere, individuell für Sie passendere Uhrzeiten angewendet werden – es geht hierbei lediglich um die beispielhafte Veranschaulichung der stufenweisen Anpassung.

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

 

In den ersten 6 Wochen nach einem Krankenhausaufenthalt sind Menschen besonders anfällig, unabhängig vom Lebensalter. Diese Phase, in der der Verlust der körperlichen, geistigen und seelischen Selbstbestimmtheit droht, nennt man Post-Hospital-Syndrom.

Mögliche Symptome sind:

  • Infektionen
  • Mobilitätsstörungen
  • Verletzungen durch Sturz
  • kognitive Leistungsstörung
  • Kreislaufstörungen

Mit verschiedenen Maßnahmen kann die Heilung nach einem Krankenhausaufenthalt verkürzt werden – und so dagegen vorgebeugt werden.

Dazu zählt, entsprechenden Raum für Bewegung zu schaffen:

  • falls erforderlich Wohnung auf Barrierefreiheit anpassen
  • Räume regelmäßig lüften, Bettzeug mehrmals pro Woche wechseln
  • täglich Gymnastik einschließlich Atemübungen: durch diese Stärkung kann zum Beispiel eine Lungenentzündung verhindert werden
  • täglich ins Freie, sofern möglich
  • langes Liegen im Bett vermeiden, sofern möglich

Vorbeugen kann man ebenso durch eine bestimmte Ernährung und Mikronährstoffe:

  • adäquate Trinkmenge, z. B. 30 ml pro kg Körpergewicht
  • eiweißreiche Kost, Ballaststoffe, Obst, Gemüse
  • Eisen (!), Zink, Selen
  • Vitamine D, B6, B12, Folsäure

Auch ein erholsamer Schlaf trägt zum Heilungsprozess bei. Dafür sollte man seinen normalen Schlafrhythmus wieder aufnehmen, sprich Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt schrittweise anpassen.
Beziehen Sie Ihren Hausarzt bei diesem Prozess mit ein! Angehörige und Freunde sind ebenfalls wichtige Unterstützer.

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Mindestens 84 Prozent aller deutschen Haushalte haben heute einen Computer oder ein Smartphone. Häufig werden diese Geräte auch abends genutzt – mit gravierenden Folgen: Die Geräte emittieren Licht mit hohem kurzwelligem Blauanteil, was die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin um bis zu 22 Prozent reduziert. Schlafstörungen werden dadurch begünstigt.

Abhilfe schaffen kann die Nightshift-Funktion, die den Blauanteil aus dem Computerlicht herausfiltert und wärmere Farben benutzt. Durch unsere Instagram-Befragung, bei der 90 Personen (davon 55 Prozent unter 35 Jahre) teilnahmen, haben wir herausgefunden: 52,2 Prozent der Computernutzer kannten die Nightshift-Funktion nicht – leider! Dabei können insbesondere Menschen mit Schlafstörungen von dieser kleinen Umstellung am Abend profitieren.

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch