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WPW-Syndrom – Was ist das?

Das WPW-Syndrom wurde erstmals 1930 durch die Herren Wolf, Parkinson und White beschrieben. Die Anfangsbuchstaben geben dem Syndrom seinen Namen. Beim WPW-Syndrom besteht eine angeborene, zusätzliche elektrische Leitungsbahn zwischen Vorhof und Hauptkammer neben der sonst physiologischen einzigen elektrischen Verbindung, dem AV-Knoten. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen und in der Bevölkerung tritt das WPW-Syndrom mit einer Häufigkeit von 0,1-0,3% auf.

WPW-Syndrom – Was steckt elektrisch dahinter?

Die zusätzliche Verbindung leitet von der Vor- auf die Hauptkammer die elektrischen Signale weiter. Dabei kann sie sowohl in die normale Richtung leiten als auch in die entgegengesetzte Richtung. Bei einer sogenannten antegraden Leitung zeigt sich im EKG eine sogenannte Deltawelle. Diese stellt die vorzeitige elektrische Erregung der Hauptkammer neben der Überleitung über den AV-Knoten dar. Der Unterschied zur häufigeren sogenannten AV-Knoten-Reentry-Tachykardie besteht also darin, dass eine zusätzliche Leitungsbahn außerhalb des AV-Knotens vorliegt.

WPW-Syndrom – Klinische Symptome

Das führende Symptom ist das anfallsartige und regelmäßige Herzrasen mit Herzfrequenzen zwischen 140-220 Schlägen/min. Dieses tritt typischerweise erstmalig etwa im 20. bis 30. Lebensjahr auf. Dabei kann es vom Patienten selbst in etwa 1/3 der Fälle durch sogenannte vagale Manöver beendet werden.

WPW-Syndrom – Mögliche Komplikation

Die typische und gefürchtete Komplikation des WPW-Syndroms ist, dass bei antegrader schneller Leitungskapazität der zusätzlichen Leitungsbahn die Filterfunktion des AV-Knotens umgangen wird. Das passiert, wenn bei Auftreten von Vorhofflimmern sehr schnelle repetitive elektrische Signale auf die Hauptkammer überspringen. Durch diese hochfrequenten elektrischen Signale in der Hauptkammer kann das Risiko für Kammerflimmern erhöht sein. Um abzuschätzen, wie schnell die zusätzliche Verbindungsbahn leitet, kann ein Belastungs-EKG bzw. eine elektrophysiologische Untersuchung Hinweise geben.

WPW-Syndrom – Die Therapie

Die Therapie der Wahl ist die kathetergestützte Ablation. Hierbei wird durch die Katheterspitze die zusätzliche Leitungsbahn verödet. Die Erfolgsquote liegt über 95% und bei vollständiger Ablation der zusätzlichen Leitungsbahn kann man von einer Heilung sprechen. Dabei ist die Komplikationsrate eines solchen Eingriffes vor allem abhängig vom genauen Ort der Leitungsbahn. Liegt dieser sehr nahe am AV-Knoten, besteht ein Risiko für eine Verletzung des AV-Knotens mit nachfolgender Herzschrittmacherpflichtigkeit.

ESC-Guidelines for the management of patients with supraventricular tachycardia

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AVNRT – anfallsartiges, regelmäßiges Herzrasen jungen und bei älteren Menschen

Einige Menschen, die uns in der Cardiopraxis besuchen, berichten über ein anfallsartiges Herzrasen. Davon sind viele im jüngeren Erwachsenenalter. Das Herzrasen wird dabei im Vergleich zum Vorhofflimmern als sehr regelmäßig empfunden.

Die sogenannte AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (=AVNRT) ist die häufigste Ursache dieser regelmäßigen, anfallsartigen Tachykardien aus der Vorkammer und steht für etwa 2/3 der Fälle.

AVNRT – Wie kommt es dazu?

Die einzig elektrische Verbindung zwischen der Vorkammer und der Hauptkammer ist der AV-Knoten. Im Fall der AVNRT liegt hier eine Besonderheit zugrunde: Im AV-Knoten gibt es zwei funktionell unterschiedliche Leitungsbahnen. Die eine Bahn leitet den Impuls langsamer, die andere Bahn leitet ihn schneller.

Unter besonderen Voraussetzungen kann sich eine sogenannte Kreiserregung im AV-Knoten entwickeln, die für das Herzrasen ursächlich ist. Dabei nicht involviert ist der physiologische Taktgeber Sinusknoten. Diese Kreiserregung im AV-Knoten wird eingeleitet durch Extraaktionen des Herzens meistens aus der Vorkammer, seltener durch Extraschläge aus der Hauptkammer.

AVNRT – typische Merkmale

  • Herzrasen mit regelmäßiger Herzschlagfolge (im Gegensatz zum Vorhofflimmern)
  • Typisch plötzlicher Beginn und Ende (vergleichbar mit einem Lichtschalter, der ein- und ausgeschaltet wird)
  • Herzfrequenz zwischen 140-240 Schlägen/min möglich
  • Dauer des Herzrasens unterschiedlich: von Minuten bis Stunden und Tage
  • Nach dem Herzrasen häufig vermehrtes Wasserlassen (sog. Harnflut)

AVNRT – mögliche Begleitsymptome

Dessen ungeachtet sind Betroffene mit AVNRT häufig  strukturell herzgesund, sie haben also keine Durchblutungsstörung des Herzens oder eine Herzschwäche. Daher werden oft auch hohe Herzfrequenzen bis 200 Schläge/min toleriert. Dann sind mögliche Symptome Luftnot, begleitender Schwindel oder auch Angina pectoris. Gerade zu Beginn des Herzrasens, wenn der Puls plötzlich von 60 auf beispielsweise 200/min steigt, kann es zu einem kurzfristigen Blutdruckabfall kommen auch mit einer möglichen kurzen Ohnmacht.

AVNRT – Therapie in der Akutsituation

Der Patient selbst kann in der Akutsituation das Herzrasen unterbrechen durch sogenannte vagale Manöver. Folglich fördern diese die Aktivität des Nervus vagus, der auf den AV-Knoten eine hemmende Wirkung hat und so das Herzrasen beenden kann. Zu den vagalen Manövern gehören:

  • kaltes Wasser trinken
  • Gesicht in kaltes Wasser tauchen
  • Pressmanöver (gegen geschlossenen Mund/Nase forciert ausatmen)

Wer anschließend seine Beine hochlegt und so den venösen Rückstrom zum Herzen steigert, kann die Erfolgsrate der vagalen Manöver zur Beendigung des Herzrasens noch steigern auf etwa 30-40%.

Klappt dies nicht, so wird in der  Kardiologischen Arztpraxis oder in der Notaufnahme das Herzrasen erfolgreich mit Medikamenten beendet. Und zwar vorzugsweise mit Adenosin. Adenosin ist eine körpereigene Substanz, die als Bolus intravenös verabreicht kurzfristig den AV-Knoten blockiert und somit die Kreiserregung beendet.

AVNRT – Langzeittherapie

Zur Vermeidung erneuten Herzrasens ist die medikamentöse Prophylaxe beispielsweise mit Betablockern langfristig wenig effektiv. Dagegen gilt als Goldstandard der Therapie die Katheterablation. Hierzu wird über einen eingeführten Katheter eine der beiden Leitungsbahnen (der slow-pathway) mit Wärme verödet, sodass die Kreiserregung im AV-Knoten nicht mehr stattfinden kann.

Diese Ablation hat einen Langzeiterfolg von über 95%. In seltenen Fällen ist ein Zweiteingriff erforderlich. Die Komplikationsrate ist sehr gering. Die relevanteste Komplikation ist eine Verletzung der gesamten Leitungseigenschaft des AV-Knotens, was einen Herzschrittmacher nötig machen kann. Aber die Wahrscheinlichkeit für eine Herzschrittmacherpflichtigkeit liegt unter 1%.

AVNRT – Zusammenfassung

Die AV-Knoten-Reentry-Tachykardie ist eine häufige Ursache für anfallsartiges regelmäßiges Herzrasen aus der Vorkammer. Davon betroffen sind häufig jüngere Menschen. Diese Herzrhythmusstörung ist zunächst als gutartig einzustufen, es besteht kein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod. Schließlich läßt sich diese Rhythmusstörung heutzutage durch die Katheterablation langfristig heilen.

 

Fallbericht AVNRT mit Beispiel-EKG

2019 ESC Guidelines for the management of patients with supraventricular tachycardias

 

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes


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Borrelien werden durch Zecken übertragen

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Erkrankung, die auch das Herz angreifen kann. Der Erreger, ein Bakterium, heißt Borrelia burgdorferi und bevölkert den Darm der Zecke. Durch den Zeckenstich und dem damit verbundenem Verdauungsakt gelangt das Bakterium aus dem Darm zu den Beißwerkzeugen und so in das menschliche Gewebe. Die Übertragung findet frühestens nach einigen Stunden Kontaktzeit statt. Folglich ist ein frühes Entfernen der Zecken hocheffektiv und schützt vor der Borreliose.

Zecken in ganz Deutschland verbreitet

Zecken sind in ganz Deutschland verbreitet. Erkrankungen an Borreliose werden vor allen Dingen aus allen ostdeutschen Bundesländern, Bayern, Rheinland-Pfalz und aus dem Saarland an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Die Saison für die verschiedenen Zecken beginnt im Frühjahr mit Temperaturen zum Teil schon ab 8 Grad Celsius und dauert bis zum Herbst.

Die Häufigkeit von Borrelien in Zecken ist schwierig zu ermitteln. Wir wissen, dass es beim Menschen nach einem Zeckenstich in 2,6 bis 5,6 Prozent der Fälle zu einer immunologischen Antwort kommt: Antikörper bilden sich. 41 von 100.000 Einwohnern pro Jahr erkranken an Borreliose, die Dunkelziffer ist allerdings unklar.

Borreliose – Symptome nach Tagen bis Wochen

Die Inkubationszeit für eine Borreliose, also bis sich Krankheitssymptome bemerkbar machen, beträgt nach Zeckenstich 3 bis 30 Tage. Ein frühes Symptom ist eine wandernde, ringförmige Rötung an der Stichstelle, das sogenannte Erythema migrans. Später sind dann auch das Nervensystem, die Haut, Gelenke und auch das Herz beteiligt – was erst Monate nach dem ursächlichen Stich auftreten kann.

Herz und Borreliose – Störungen des Herzrhythmus meistens das Problem

In 0,3 bis 4 Prozent aller Fälle ist das Herz bei Borreliose beteiligt – und damit sehr selten. Frauen sind im Gegensatz zu Männern deutlich häufiger betroffen, das Geschlechterverhältnis beträgt 3 zu 1. Die Herzbeteiligung wird ungefähr 3 Wochen nach dem Erythema migrans symptomatisch.

Die wichtigste Form der Herzbeteiligung bei einer Borreliose ist ein blockierter AV-Knoten. Folglich kann es zu einem langsamen Herzschlag kommen. Das Risiko für eine Ohnmacht ist so erhöht. Diese Störung ist allerdings häufig nur vorübergehend, und lediglich in 10 Prozent der Fälle ist eine dauerhafte Schrittmacherimplantation erforderlich.

Weiterhin kommen als Folge der Infektion auch Rhythmusstörungen wie einzelne Extrasystolen vor. Diese können dann auch mal komplexe Formen annehmen, z.B. in Form von Vorhofflimmern.

Eine weitere Form der Herzbeteiligung durch Borrelia burgdorferi ist die Herzbeutel– beziehungsweise Herzmuskelentzündung. Folglich kann auch eine Herzschwäche auftreten.

Borreliose – schwierige Diagnose

Die Diagnostik der Borreliose ist schwierig. Vor allen Dingen muss der Arzt gerade in den Sommermonaten und in den Folgemonaten daran denken.

Für den Kardiologen ist es der neu aufgetretene langsame Herzschlag vor allem bei jungen Menschen, der an eine Borreliose denken lässt. Im Ruhe-EKG oder auch im Langzeit-EKG können wir dann die durchaus flüchtig auftretende AV-Blockierung nachweisen. Auch bei einem Herzbeutelerguss oder einer Herzschwäche ohne erkennbare Ursache sollte man den Verdacht auf eine Borreliose lenken.

Nun muss der Zusammenhang zwischen den Veränderungen am Herzen und einem möglichen Zeckenstich hergestellt werden. Häufig können sich betroffene Personen zunächst nicht an einen Zeckenstich erinnern. Manchmal war es nur eine Wanderung durch ein waldreiches Gebiet vor einigen Wochen, und die Zecke wurde gar nicht bemerkt.

Als frühes Symptom kommt das Erythema migrans nur in 50 Prozent der Fälle vor. Der Antikörpernachweis im Blut ist bei der Interpretation im Hinblick auf eine akute Erkrankung schwierig. Ein Antikörper-Test wird daher nur bei einem begründeten klinischen Verdacht durchgeführt.

In der Frühphase der Erkrankung kann der Antikörper-Test ein negatives Ergebnis hervorbringen – hier besteht eine diagnostische Lücke. Daher sollte bei klinisch begründetem Verdacht trotzdem eine Behandlung in Erwägung gezogen werden. An Herzdiagnostik führen wir ein EKG, ein Langzeit-EKG, einen Herzultraschall und häufig auch ein MRT durch.

Die Lyme-Borreliose wird mit Antibiotika über 3 bis 4 Wochen behandelt. In sehr seltenen Fällen kann ein vorübergehender Herzschrittmacher erforderlich sein. In 10 Prozent der Fälle mit AV-Blockierung ist eine dauerhafte Schrittmacherimplantation nötig.

Zeckenbiß –  richtig vorbeugen ist bester Schutz

Bei der Borreliose ist der Schutz vor Zecken die wichtigste Vorbeugung. Beispielsweise sollten Sie im Wald auf festen Wegen bleiben, lange Hosen und feste Schuhe tragen. Nach einem Aufenthalt in der freien Natur, sei es auf einer hochgrasigen Wiese, im Wald oder auch in Ihrem eigenen Garten, suchen Sie den Körper nach Zecken ab. Das ist vor allen Dingen bei Kindern wichtig. Achten Sie auf Kopf, Hals, die Unterseite der Arme einschließlich der Achseln und schauen Sie in den Kniekehlen und im Genitalbereich nach!

Zeckenbiß – richtig handeln

Die Zecke sollten Sie dann rasch entfernen, am besten mit einer Zeckenpipette. Diese wird unterhalb des Zeckenkopfs im Hautniveau angesetzt und die Zecke wird unterhalb des Körpers gegriffen. NIEMALS sollten Sie den vollgesaugten Zeckenkörper greifen. Als nächstes ziehen Sie die Zecke vorsichtig und gerade heraus. NICHT die Zecke herausdrehen, denn sonst bleiben Teile der Zecke in Ihrer Haut. Abschließend desinfizieren Sie die Einstichstelle gründlich und beobachten sie den Hautbereich in den nächsten Wochen!

 

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Der Sinusknoten ist der Taktgeber des Herz-Kreislaufsystems. Den normalen Herzrhythmus bezeichnet man deswegen auch als Sinusrhythmus.

Am Dach der rechten Vorkammer befindet sich der Sinusknoten und gibt von dort aus elektrische Impulse ab: Die Erregung breitet sich über die Vorkammern und den AV-Knoten auf die Hauptkammern aus, schließlich folgt der mechanische Herzschlag.

Je nach Situation ist die Sinusknotenfrequenz unterschiedlich: In Ruhe liegt sie zwischen 50 und 100 bpm, bei Hochleistung bei bis zu 200 bpm.

Einen Einfluss auf den Sinusknoten haben

  • das autonome Nervensystem
  • zirkulierende Hormone
  • Medikamente (z.B. ß-Blocker)

Folgende Krankheiten können auftreten:

  • Die Sinusknotenfrequenz ist allgemein zu langsam
  • Der Sinusknoten fällt aus
  • Die Sinusknotenfrequenz ist bedarfsabhängig zu langsam =chronotrope Inkompetenz

In einigen Fällen kann eine Herzschrittmacher-Therapie helfen..

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Der AV-Knoten ist sehr wichtig für eine gute Herzarbeit: Am Übergang von Vor- zur Hauptkammer gelegen, verzögert er dort die elektrische Erregungsüberleitung und schützt vor lebensbedrohlich hohen Pulsfrequenzen (z.B. bei Vorhofflimmern).

Bestimmte Medikamente (z. B. Betablocker) oder auch Alterungsprozesse können seine Funktionsweise beeinflussen: Die Erregungsleitung kann zu stark verzögert sein oder auch Kammeraktionen können ausfallen – ein (zu) niedriger Puls ist die Folge. In der Regel hilft dann das Vermeiden der auslösenden Medikamente, in schweren Fällen ein Herzschrittmacher.

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Das EKG ist ein wichtiger Bestandteil beim Diagnostizieren von Rhythmus- und Durchblutungsstörungen des Herzens, z. B. Vorhofflimmern und Herzinfarkt, vor allen Dingen auch eines stummen Herzinfarktes. Als Vorsorgeuntersuchung wird ein EKG ab dem 35. Lebensjahr empfohlen.

Das Herz ist ein elektro-mechanisches System. Es bildet regelmäßig einen elektrischen Impuls, der in mechanische Energie umgesetzt wird. Das EKG stellt genau diese Erregungsbildung und ihre elektrische Fortleitung im Verlauf dar.

Und das alles lässt sich am EKG-Kurvenverlauf ablesen:

  • Erregungsbildung im Sinusknoten („Taktgeber”)
  • P-Welle = Erregungsausbreitung in den Vorkammern
  • mechanische Kontraktion der Vorkammern mit Füllung der Hauptkammern + Erregungsüberleitung auf den AV-Knoten („Verzögerer”)
  • QRS-Komplex = Erregungsausbreitung in den Hauptkammern
  • mechanische Kontraktion der Hauptkammern mit Auswurf des Schlagvolumens in den Körperkreislauf

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Die elektrische Aktivität des Herzens ist ein gut regulierter Prozess. Im Sinusknoten (Taktgeber) in der rechten Vorkammer wird die elektrische Erregung gebildet und über den AV-Knoten (Verzögerer) auf die Hauptkammern weitergeleitet.

Jede Herzmuskelzelle kann unabhängig vom Sinusknoten selbständig das Herz erregen. Tritt eine solche Störung auf, spricht man von einer Extrasystole. Dabei unterscheiden wir Vorhof- (atriale) und Hauptkammer- (ventrikuläre) Extrasystolen.

Einzelne Extrasystolen merkt man bereits subjektiv – in Form eines „Herz-Schluckaufs”. Das ist in der Regel medizinisch gesehen unbedenklich. Auf jeden Fall aber sollte dies bei einer Ärztin/einem Arzt abgeklärt werden, um Ursachen zu erkennen und zu beheben.

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