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Winterzeit – die normale Zeit 

Astronomisch betrachtet ist die Winterzeit die natürliche Zeit, d.h. die Zeit, die dem normalen Wechsel der Lichtverhältnisse durch die Rotation der Erde in ihrem Neigungswinkel um die Sonne entspricht.

Die Rotation der Erde um die Sonne definiert den Zeitpunkt des längsten Tages am 21. Juni, der Sommersonnenwende und den längsten Tag am 21. Dezember, der Wintersonnenwende, also dem Zeitpunkt, an dem die Dauer des hellen Tages wieder zunimmt. Dazwischen liegen die Tage des sog. Äquinox, der Tagundnachtgleiche am 21. September und 21. März.

Sommerzeit – warum eigentlich?

Das Hauptargument für die Sommerzeit ist, dass durch die Sommerzeit die längere Dauer des Tageslichtes besser ausgenutzt wird, um Energie, z.B. durch Lichtquellen zu sparen. Kurzum, wir machen abends so das Licht später an. Dieser ökonomische und damit auch ökologische Effekt ist allerdings umstritten.

Unbestritten ist, dass die längere Helligkeitsphase im Sommer zu einer Steigerung des Konsumverhaltens führt. Das heißt, dass die längere Helligkeit mehr Einkäufe zur Folge hat, ein nicht unerheblicher ökonomischer Faktor.

Befürworter der Sommerzeit führen auch an, dass durch das längere Tageslicht die Wertigkeit der Freizeit nach der Arbeit und damit die Lebensqualität gesteigert wird.

Zeitumstellung – Änderung des Schlafverhaltens 

Je weiter wir vom Äquator entfernt leben, desto länger ist die Tageshelligkeit im Sommer. Folglich schlafen die meisten von uns im Sommer weniger als im Winter. Dieser chronische Effekt wird durch die Zeitumstellung im Frühjahr weiter verstärkt. Vor dem Hintergrund des chronischen Schlafmangels gerade in den westlichen Industrienationen ist die Sommerzeit also die ungünstigere Zeit.

Auch akute Umstellung hat negative Folgen. Dieses gilt nicht nur für den verkürzten Schlaf bei der Umstellung von Winterzeit auf Sommer- auf Winterzeit, sondern auch beim Wechsel auf die Winter im Herbst.

Hier müssen wir uns vor Augen führen, dass die abrupte Zeitumstellung im Sommer bzw. Im Winter eine abrupte Änderung in Bezug auf die Schlafdauer hat

  • Frühjahr: Sommerzeit = – 1h
  • Herbst:  Winterzeit = + 1h

Für die Umstellung auf die Sommerzeit bedeutet dieses vor allen Dingen in den ersten Tagen ein Schlafmangel, welcher mit Stress und gesundheitlichen Folgen, wie z.B. vermehrter Unfallhäufigkeit, aber auch mit einer erhöhten Herzinfarktrate verbunden ist.

Bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit gewinnen wir zwar 1 Stunde Schlafdauer hinzu, aber wir brauchen trotzdem einige Tage bis sich unsere Innere Uhr und damit unser Schlafverhalten an die neuen Verhältnisse angepasst hat. Das kann vor allen Dingen Durchschlafstörungen zur Folge haben, was dann den gesamten Schlafrhythmus durcheinanderbringen kann.

Frühzeitige Anpassung an die Winterzeit 

Um Schlafstörungen bei Wechsel von Sommerzeit auf Winterzeit zu vermeiden ist eine frühzeitige und langsame Umstellung von Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sinnvoll. Es geht vor allen Dingen darum mit einem späteren Einschlafritual den Einschlafzeitpunkt Schritt-für-Schritt zu verzögern BEVOR die Zeitumstellung stattfindet.

Grundsätzlich gilt Wechsel zur Winterzeit bedeutet später zu Bett gehen und später aufstehen.

Hier ein Beispiel für eine frühzeitige & langsame Zeitanpassung

Normale Schlafzeit 22:00 – 05:00h

Mittwoch

  • 22:15 zu Bett

Donnerstag

  • 05:00 aufstehen
  • 22:30 zu Bett

Freitag

  • 05:15 aufstehen
  • 22:45 zu Bett

Samstag

  • 05:30 (oder später) aufstehen
  • 23:00 zu Bett ???? Zeitumstellung (+1h)

Sonntag

  • 05:00 (oder später) aufstehen
  • 22:00 zu Bett

Montag

  • 05:00 aufstehen

Anpassung an die Winterzeit – meistens ohne Probleme 

Die meisten von uns haben keine Probleme bei der Umstellung auf die Winterzeit. Schließlich können wir ja 1 Stunde länger schlafen. Folglich genügt es, wenn wir uns die Änderung 1 Woche vor Zeitumstellung bewusst machen und ab der Wochenmitte einfach etwas später schlafen gehen. Hilfreich kann auch die Planung von abendlichen Aktivitäten am Freitag und am Samstag sein.

Bei Menschen mit bekannten Schlafstörungen und gerade auch bei Kindern kann das oben genannte disziplinierte Vorgehen allerdings sehr hilfreich sein.

 

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 


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Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

 

Wir in der Cardiopraxis wollen Sie dabei unterstützen, Nebenwirkungen bei der Gewichtsabnahme zu vermeiden. Fürs erfolgreiche Intervallfasten haben wir Ihnen ein paar hilfreiche Hinweis und Regeln zusammengestellt.

Wichtig: Stoffwechsel und Körpertemperatur

Wenn Sie Ihr Körpergewicht reduzieren, ist das ein wesentlicher Eingriff in Ihren Energie- und damit auch in Ihren Temperaturhaushalt. Das kann mit Stressreaktionen verbunden sein, die sich ungünstig auf Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck und Rhythmusstörungen auswirken können.

Der Körper verliert mit der Gewichtsabnahme an Isolationsschicht (Bauchfett), was zu einer vermehrten Abstrahlung von Wärme führt. Darüber hinaus bildet sich weniger Wärme, weil Fett selber entzündlich und damit wärmebildend ist. Sie können damit rechnen, dass Sie pro Kilogramm Gewichtsreduktion ca. 0,05 bis 0,1°C an Körpertemperatur verlieren.

Wenn der Temperaturabfall in Relation zum Ausgangswert ca. 1,0 °C, zum Beispiel von 37,1°C auf 36,1°C beträgt, ist meistens eine kritische Grenze erreicht. Spätestens dann kommt es zu Symptomen wie Kältegefühl, Hungerattacken und Schlafstörungen. Eine weitere Gewichtsreduktion ist nun zunächst nicht sinnvoll. Selbst stark übergewichtige Menschen, die nur wenige Kilos verloren haben, beginnen manchmal schon zu frösteln, obwohl sie noch übergewichtig sind.

Der Körper versucht bei Erreichen der kritischen Grenze, durch Stressreaktionen den Wärmeverlust auszugleichen. Meistens passiert das über Adrenalin-vermittelte Ausgleichsreaktionen. Damit verbunden sind Heißhungerattacken und Suchverhalten nach Nahrung. Das kann Schlafstörungen zur Folge haben und ist durchaus biologisch sinnvoll, denn ein hungriges Tier oder auch ein hungriger Mensch sollte nicht schlafen, sondern nach Nahrung suchen. Außerdem versucht der Körper bei Unterschreiten des Temperatur-Sollwertes, Wärme durch Gefäßregulation zu konservieren indem er die Arterien engstellt, wie man es auch aus der kalten Jahreszeit kennt. Dadurch besteht das Risiko, dass sich der Blutdruck erhöht.

Stress vermeiden beim Intervallfasten

Gerade die ersten 2 Wochen können kritisch sein, wenn Sie auf eine gewichtsreduzierende Kost umstellen. Das gilt grundsätzlich für weniger Kalorien, aber vor allem für weniger oder gar kein Zucker. Denn Zucker ist ein kritischer Suchtfaktor. Hilfreich ist es, Süßigkeiten aus dem Haushalt zu verbannen. Bei Heißhungerattacken durch die Sucht nach Zucker können eventuell niedrigdosierte Chilipräparate zu einem geringeren Hungergefühl beitragen. Wir machen in der Cardiopraxis immer wieder die Erfahrung, dass auch die vorübergehende niedrig-dosierte Therapie mit Rauwolfia Tropfen hilft. Rauwolfia enthält den Hauptwirkstoff Reserpin, was den Abbau von Adrenalin fördert. Dadurch haben Sie weniger Stress in der Umstellungsphase.

In jedem Fall sollten Sie 7 bis 8 Stunden in der Nacht schlafen, weil das zu einer verbesserten emotionalen Impulskontrolle führt. Das heißt vereinfacht: Sie können sich am Tage besser beherrschen, wenn Sie gut geschlafen haben. Auch regelmäßiges Meditieren kann helfen.

Planen Sie Ihre Mahlzeiten

Sie sollten die Mahlzeiten selbst vorbereiten. Insbesondere dann, wenn Sie bei der Arbeit nicht in die Kantine gehen wollen (und das sollten Sie auch nicht).

Denken Sie daran, bevor Sie einen Teller füllen, wie sich eine große Portion auf Gesundheit (zum Beispiel Gewichtszunahme) und Befinden (zum Beispiel Völlegefühl mit Leistungsknick) auswirkt. Das hilft Ihnen dabei, die Portion zu begrenzen. Sie sollten sich auch vor jeder Mahlzeit vor Augen führen, dass ein Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit erst nach ca. 20 Minuten auftritt. Vielleicht sollten Sie so lange warten, bis Sie einen zweiten Teller oder etwas anderes essen. Allgemein sollten Sie der Nahrungsaufnahme mehr Aufmerksamkeit schenken. Es sollte langsam und ausreichend gekaut werden. Wenn man sich bewusst Zeit nimmt, bemerkt man auch rechtzeitig das einsetzende Sättigungsgefühl.

Dokumentieren und analysieren Sie Ihr Gewicht

Sie sollten sich täglich wiegen und das Gewicht in einer Tabelle dokumentieren. Noch besser ist die grafische Dokumentation in Form einer Kurve. Hilfreich sind dabei zahlreiche Health-Apps und es gibt auch Waagen, die die Daten von der Waage zuverlässig per Bluetooth auf das Handy übertragen.
Bei Gewichtsveränderungen sollten Sie darüber nachdenken, was die Ursache gewesen sein kann. Das können zum Beispiel Wassereinlagerungen durch zu viel Salz, Mahlzeiten mit einem zu niedrigen Proteinanteil oder auch für Sie persönlich allergene Nahrungsmittel sein. Sie werden erstaunt sein, was Sie so alles über Ihren individuellen Stoffwechsel lernen können. Vermeiden Sie in Zukunft solche Nahrung, die zu sprunghaftem Gewichtsanstieg geführt hat.

Messen Sie Ihre Körpertemperatur

Wir raten in der Cardiopraxis dazu, neben dem Körpergewicht auch die Körpertemperatur täglich zu messen. Richtig angewandt ist das Messen der Körperkerntemperatur im Ohr zuverlässig und schnell. Wenn die Körpertemperatur im Verhältnis zum Ausgangswert um 0,5 bis 1,0 C0, meistens in Verbindung mit einem vermehrten Kältegefühl, abweicht, dann sollten Sie etwas tun: Bilden Sie aktiv Wärme bzw. konservieren Sie passiv Wärme. Das geht folgendermaßen.

So bilden Sie aktiv Wärme durch Training

Moderates Intervalltraining führt dazu, dass Ihr Stoffwechsel gut aktiviert wird. Zum Beispiel können Sie 3 Mal pro Woche mehr als 10.000 Schritte oder ca. 4 Stunden pro Woche stramm gehen. Dabei sollte die Pulsfrequenz auf 140 Prozent des Ausgangswertes gesteigert werden, z. B. bei einer Ruhefrequenz von 72 bpm auf 100 bpm beim Gehen. Des Weiteren wird der Stoffwechsel durch Muskelaufbau, zum Beispiel durch Krafttraining, angeregt. Das erhöht insbesondere auch den Grundumsatz, das heißt den Verbrauch von Kalorien auch in körperlicher Ruhe.

So bilden Sie Wärme durch Ernährung

Sie können den Stoffwechsel auch durch die Einnahme von aktivierenden Speisen (zum Beispiel Chili, Ingwer) anregen. Das kann durchaus zu einem deutlichen Wiederanstieg der Körpertemperatur führen. Kühlende Speisen wie zum Beispiel Buttermilch, Quark oder Joghurt in größeren Mengen sollten Sie zu diesem Zeitpunkt meiden.

Ziehen Sie sich warm an

Sollten Sie ein vermehrtes Kältegefühl spüren, dann können in der Nacht Schlafstörungen auftreten. Bis eine aktive Wärmebildung durch körperliche Aktivität beziehungsweise Nahrungszufuhr greift, sollten Sie daher wärmere Kleidung tragen (“Flanell statt Seide und Baumwolle”). In der Nacht können durchaus lange Hosen und Longsleeve-Hemden, zum Beispiel Ski-Unterwäsche, sehr hilfreich sein. Auch für Bettsocken sollten Sie sich nicht zu schade sein.

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Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Zwei Mal jährlich wird in Deutschland die Uhr umgestellt: im Frühjahr um eine Stunde vor auf Sommerzeit, im Herbst um eine Stunde zurück auf Winterzeit. Wer den alten Rhythmus bis zuletzt beibehält und den Wechsel damit abrupt erlebt, kann unter Schlafstörungen leiden. Das Unfall- und Krankheitsrisiko ist dann erhöht, die eigene Leistungsfähigkeit zudem reduziert.

Wer sich dagegen frühzeitig langsam auf die Zeitumstellung vorbereitet, kann solche Probleme vermeiden. Wie das geht, zeigen wir Ihnen an einem Beispiel zum Wechsel auf Sommerzeit.

Angenommen wird dabei eine siebenstündige Schlafzeit von 22 Uhr bis 5 Uhr im Normalfall. Stufenweise soll folgendermaßen früher zu Bett gegangen und früher aufgestanden werden:

• Mittwoch: 21:45 Uhr zu Bett

• Donnerstag: 04:45 aufstehen und um 21:45 Uhr zu Bett

• Freitag: 04:30 Uhr aufstehen und um 21:30 Uhr zu Bett

• Samstag: 04:15 Uhr aufstehen und um 21:15 Uhr zu Bett (in dieser Nacht wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt!)

• Sonntag: 05:00 Uhr aufstehen und um 22 Uhr zu Bett

• Montag: 05:00 Uhr aufstehen

Diese Zeitintervalle können natürlich auch auf andere, individuell für Sie passendere Uhrzeiten angewendet werden – es geht hierbei lediglich um die beispielhafte Veranschaulichung der stufenweisen Anpassung.

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Kältegefühl, Frieren? – Ingwer Shot hilft!

Kälteempfindlichkeit kennen viele von uns, Frieren in Abhängigkeit von den Außentemperaturen kennen alle Menschen.

Kälteempfindlichkeit macht sich dadurch bemerkbar, dass Sie im Gegensatz zu anderen Menschen eher leicht frösteln. Während andere im Herbst noch ein T-Shirt tragen, ziehen Sie sich schon ein Sweat-Shirt über. Im Bett wachen Sie häufig nachts auf und haben kalte Beine, manchmal so sehr, dass Sie aufstehen müssen und herumlaufen, um den Stoffwechsel zu aktivieren. Wir erleben es in der Cardiopraxis häufiger, dass Kälteempfindlichkeit der entscheidende Grund für Schlafstörungen ist.

Kälteempfindlichkeit – Stoffwechsel und Gewicht 

Grundsätzlich ist es so, dass Frauen eher zur Kälteempfindlichkeit neigen als Männer. Der Grund hierfür ist am wahrscheinlichsten die geringere Muskelmasse von Frauen, was wiederum mit einem vergleichsweisen geringeren Grundumsatz an Energie und damit auch mit herabgesetzter Wärmebildung verbunden ist. Allerdings leiden natürlich auch Männer Kälteempfindlichkeit und wir erleben in der Cardiopraxis auch regelmäßig fröstelige dicke Männer.

Die häufigste Ursache für Kälteempfindlichkeit ist ein herabgesetzter Stoffwechsel aufgrund einer zu geringen körperlichen Aktivität. Fehlernährung bei vegetarischer bzw. veganer Kost mit Mangel vor allen Dingen an Eisen, Vitamin D und B12 sowie weiteren Mikronährstoffen diagnostizieren wir immer häufiger. Auch hormonelle Veränderungen, wie z.B. ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann zu Frösteln führen.

Darüber hinaus spielt natürlich auch eine vermehrte Abstrahlung von Körperwärme bei einem verhältnismäßig geringen Gewicht im Verhältnis zur Körperoberfläche eine Rolle; kurzum schlanke Menschen frieren in der Regel leichter. Meistens wenig berücksichtigt wird, dass jede Form von Gewichtsreduktion, auch Intervallfasten fast immer eine vermehrte Kälteempfindlichkeit zur Folge hat.

Sind Erkrankungen, wie z.B. ein Mangel an Schilddrüsenhormonen als Ursache von Kälteempfindlichkeit ausgeschlossen, dann können Sie Ihren Stoffwechsel aktivieren, z.B. mit einem Ingwer Shot.

Ingwer Shot – einfaches Rezept zum selber machen

Für einen Ingwer-Shot benötigt man Ingwer und Apfel in einem Verhältnis von 1:5, also zum Beispiel 40 g Ingwer (1 daumenlange Knolle) und 200 g Apfel (1 mittelgroßer Apfel). Beide Nahrungsmittel werden mit Schale im Entsafter verarbeitet. Der fertige Saft muss scharf schmecken und kann auch für einige Tage im Kühlschrank gelagert werden. Falls Sie keinen Entsafter zur Hand haben, können Sie auch einfach 200 ml naturtrüben Apfelsaft und 40 g geriebenen Ingwer miteinander vermischen.

Ingwer Shot – konsequent den Stoffwechsel aktivieren

Wir empfehlen f0lgendes Vorgehen:

  • 1 bis 3 Ingwer-Shots à 80 ml (= 1 Espressotasse) pro Tag
  • in den ersten Tagen auch 6 Shots pro Tag möglich
  • nach 3 Wochen: 1 Woche Pause

Ingwer-Shot – Nebenwirkungen möglich

Um die Stoffwechselaktivierung zu überprüfen, sollten Sie idealerweise täglich nach dem Aufwachen Ihre Körpertemperatur, idealerweise die Ohrtemperatur messen (sogenannte Basaltemperatur). Stellen Sie dabei einen Temperaturanstieg von mehr als 0,5 Grad Celsius fest, können Nebenwirkungen wie zum Beispiel Unruhe, Konzentrationsschwäche oder Schlafstörungen vorkommen. In diesem Fall sollten Sie mit den Shots pausieren bzw. die Menge reduzieren.

Ingwer Shot Fallbeispiel – Intervallfasten, Gewicht, Körpertemperatur

Durch Intervallfasten verringert ein 57-jähriger Mann sein Körpergewicht um 9 kg, von einem Body-Mass-Index von 27,4 auf 24,4 kg/m2. Zu Beginn des Fastens hat er bei einer Basaltemperatur von 37,1 0C immer wieder ein deutliches und unangenehmes Wärmegefühl.  Mit zunehmendem Gewichtsverlust verringert sich die Körpertemperatur auf 36,0 0C und der Mann wird kälteempfindlicher und er fröstelt leichter.

Zur Stoffwechselaktivierung nimmt er dann 3 Ingwer-Shots pro Tag ein. Die Körpertemperatur steigt stetig bis auf 37,1 0C an und es stellt sich wieder ein Wärmegefühl ein.

 

Um den Temperatureffekt in den Wohlfühlbereich zu korrigieren trinkt er abends 500 ml Buttermilch; die Ingwer-Shots nimmt er weiter ein. Mit diesem Vorgehen sinkt die Temperatur am Morgen stetig auf ca. 36,5 0C ab.

Bemerkenswert ist dabei, dass der Kühlungseffekt am Morgen gemessen wird. Folglich handelt es sich nicht um eine akute Wirkung, die auf die Zeit unmittelbar nach Einnahme von Buttermilch beschränkt ist, sondern um einen chronischen Kühlungseffekt. Das weist darauf hin, dass durch Buttermilch ein nachhaltiger Eingriff in den Stoffwechsel erfolgt.

Ingwer Shot – warum wirkt Ingwer?

Die Ursachen der Wirkung von Ingwer sind nicht klar. Die viel propagierte Gehalt an Vitamin C oder Vitamin B6 scheint eher von untergeordneter Bedeutung zu sein, weil z.B. 1 Ingwer Shot entsprechend 40 mg Ingwer hier lediglich  2,5% bzw. 4,6% der jeweilig empfohlenen Tagesmenge enthält. Andere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind in noch geringerer Konzentration enthalten (siehe auch App “Nährwertecheck-gesund essen”).

Wahrscheinlicher für die Wirkung von Ingwer ist eine blockierende Wirkung auf das Cytochrome P 450 System, welches für den Abbau von 90% aller Medikamente verantwortlich ist. Hier sind zu mindestens in-vitro, d.h. im Reagenzglas zuverlässig blockierende Wirkungen auf Cytochrome, auch kurz CYPs genannt für CYP1A2, CYP2D6 und vor allem CYP3A4 nachgewiesen; über CYP3A4 werden 50% aller Medikamente verstoffwechselt.

Interessanterweise ist es so, dass über CYP3A4 z.B. die Stoffwechsel-aktivierenden Hormone Testosteron und Östrogen abgebaut werden. Die Blockierung von CYP3A4 durch Ingwer könnte demnach einen Abbaustau und damit eine vermehrte Wirkung dieser Hormone zur Folge haben.

Problematisch hierbei ist, dass es genetisch bedingt bei Menschen für CYPs sog. normal-, fast- und slow-metabolizer gibt, so dass von vornherein schon ein heterogenes Stoffwechselverhalten bei CYPs vorliegt. Kommt dann noch der Inhibitor Ingwer hinzu, dann können Sie sich vorstellen, dass die Wirkung von Ingwer nicht gut kalkulierbar ist: beim einen wirkt er besser, beim anderen weniger Stoffwechsel-aktivierend.

Ingwer Shot – auf Nebenwirkungen achten

In er Cardiopraxis empfehlen wir den Ingwer Shot, vor allen Dingen, wenn bei Intervallfasten. Allerdings sind wir uns der potentiellen Nebenwirkungen bewusst. Vor allen Dingen Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen sollten auf Unregelmäßigkeiten, wie Zwischenblutungen achten. Vorsichtig sollten auch Menschen, sein die Medikamente einnehmen.

Langhammer et al. Phytotherapy Res 2013;28:603-610

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Wer zu viel Chili isst, kann Nebenwirkungen erleben. Denn Chilischoten enthalten Capsaicin, das über verschiedene thermo-regulatorische Mechanismen negative Effekte im Herz-Kreislaufsystem auslösen kann.

Capsaicin aktiviert direkt den Stoffwechsel, steigert den Leberstoffwechsel und bildet zudem braunes Fettgewebe. Durch die Stoffwechsel-Aktivierung und den Schmerz- bzw. Hitzereiz nimmt man eine erhöhte Körpertemperatur wahr. Weil der Körper die Temperatur stabil halten will, stellt er die Gefäße weit, was den Blutdruck abfallen lässt. Und da der Körper auch den Blutdruck stabil halten will, setzt er wiederum Adrenalin frei.

Das freigesetzte Adrenalin und der aktivierte Stoffwechsel sorgen für Symptome wie

  • Unruhegefühl
  • Blutdruckschwankungen
  • Benommenheit
  • Schlafstörungen

Ein maßvoller Verzehr von Chili kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn der Stoffwechsel eines Menschen nicht sehr aktiv ist.

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Magnesium sehr beliebt in Deutschland

Magnesium ist das zweitmeisten verkaufte Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland. Frei verkäuflich wird Magnesium jeden Tag von vielen Menschen, zum Teil in sehr hohen Dosen bis zu 1.000 mg eingenommen. Die meisten Konsumenten wollen sich damit etwas Gutes tun. Sie sind überzeugt davon, dass Magnesium in jeder Dosis nur eine gute Wirkung und damit nur gesund sein kann. Unsere Erfahrungen in der Cardiopraxis sind da anders.

Magnesium aktiviert Stoffwechsel und Kreislauf

In der richtigen Dosierung ist Magnesium ein wichtiger Nahrungsbestandteil und gesund. Magnesium ist als Co-Faktor von über 300 Proteinen an zahlreichen Stoffwechselreaktionen im menschlichen Körper beteiligt. Das gilt auch für zahlreiche Prozessen des Energiestoffwechsels. Die Wirkung auf den Stoffwechsel erklärt auch, warum Magnesium neben einer direkten auch eine indirekte Blutgefäß-erweiternde Wirkung hat.

Über eine Aktivierung des Stoffwechsels trägt Magnesium zur Bildung von Körperwärme bei. Übersteigt die Körpertemperatur den individuellen Sollwert, dann versucht der Körper überschüssige Wärme abzugeben. Das geschieht am besten regulierbar über eine Weitstellung der Blutgefäße. Jeder kennt es: wenn man sich warm fühlt, dann ist auch die Haut warm.

Diese sekundäre thermoregulatorische Erweiterung der Blutgefäße hat zur Folge, dass der Blutdruck abfällt. Nun versucht der Körper über einen Regelkreis den Sollwert für den Blutdruck aufrecht zu erhalten, denn ein zu niedriger Blutdruck kann Bewusstlosigkeit zur Folge haben. Ein wesentlicher Ausgleichsmechanismus ist hier die Ausschüttung von Adrenalin zur Steigerung der Pumpkraft des Herzens und der Herzfrequenz.

Magnesium – Symptome der Überaktivierung ?

Die Adrenalin-vermittelte Aktivierung erklärt auch die Symptome, die wir in der Cardiopraxis Woche-für-Woche durch die Einnahme von Magnesium erleben. Diese reichen von innerer Unruhe über Gereiztheit und Ängstlichkeit, Zittern, Einschlafstörungen und Benommenheit (fälschlicherweise häufig als “Schwindel” bezeichnet) bis hin zu Ohnmachtsanfällen mit Verletzungsfolge. Menschen mit Symptomen der Überdosierung von Magnesium ist es fast immer eher leicht zu warm und auch die Körpertemperatur kann sogar erhöht sein. Manchmal tritt auch vermehrtes Schwitzen auf. Vor allen Dingen bei Menschen mit Bluthochdruck kann die übermäßige Zufuhr von Magnesium, nicht nur zur Steigerung des Blutdrucks, sondern auch zu stark schwankenden Werten führen.

Unblutige Kreislaufmessung kann Überdosierung von Magnesium erfassen

Wir können in der Cardiopraxis das deshalb so genau sagen, weil wir über die Möglichkeit der unblutigen Kreislaufmessung verfügen. Mit dieser Methode können wir den Blutfluss als einen indirekten Messparameter für die Wärmebildung und damit den Stoffwechsel zuverlässig wissenschaftlich exakt messen. Ist der Stoffwechsel überstark aktiviert, dann ist der Blutfluss sehr hoch, ist der Stoffwechsel zu stark herabgesetzt, dann ist der Blutfluss zu niedrig. Im ersten Fall versucht der Körper Wärme abzugeben, im letzteren Fall Wärme im Körper zu halten.

Wenn nun ein Mensch mit den beschriebenen Symptomen zu uns kommt, Magnesium einnimmt und einen erhöhten Blutfluss aufweist, dann empfehlen wir diese Nahrungsergänzungsmittel zunächst ersatzlos abzusetzen. Innerhalb von wenigen Tagen kommt es zu einer Normalisierung des Befindens, was sich dann bei der Kontrollmessung auch in Form einer normalen Durchblutung zeigt. Das sind dann immer wieder sehr schöne Therapieerfolge.

Magnesium – auf die richtige Dosis kommt es an

Wir sind in der Cardiopraxis nicht pauschal gegen die Einnahme von Magnesium. Im Gegenteil, wir setzen es regelmäßig zur Normalisierung von Blutfluss und Blutdruck bei Menschen mit herabgesetzten Blutfluss ein. In diesen Fällen können wir mit Magnesium so eine herabgesetzte Stoffwechselaktivität und damit die Wärmebildung normalisieren. Es kommt einfach darauf an, dass Magnesium von den Menschen genommen wird, die sie wirklich benötigen, und dann muss man auch auf die richtige Dosierung achten.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sollten Sie eine tägliche Magnesium-Einnahme auf maximal 14 Tage beschränken. Bei einer dauerhaften Einnahme sollten es maximal drei Einheiten zu 300 mg in der Woche sein. Sollten Ihnen immer wieder leicht zu warm sein, z.B. weil Sie übergewichtig sind, dann deutet das bereits auf eine zu hohe Wärmebildung bzw. Wärmekonservierung hin und Sie sollten hier zur Verhinderung von Hitzestress Magnesium von vorne herein meiden.

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Summercraze – Überaktivierung bis zur Sommerdepression

Vier Jahreszeiten füllen das Maß des Jahres. Es gibt vier Jahreszeiten im Geiste des Menschen. (John Keats)

Menschen, die in der dunklen Jahreszeit an Winterblues leiden, haben auch häufig ein verändertes Befinden und Verhalten im Sommer.

Sie leiden an einer saisonalen manischen Verstimmung – man kann es den Summercraze nennen. Zunächst handelt es sich hier um keine therapiebedürftige Erkrankung, da die Betroffenen in der Regel voll alltagstauglich bleiben. Allerdings können Befindlichkeits- und Verhaltensänderungen durchaus sowohl für den Betroffenen oder die Betroffene als auch für das soziale Umfeld störend sein. Man sollte daher die Symptome kennen und mit einfachen Maßnahmen darauf reagieren.

Summercraze – Sommerdepression

Die Symptome des Summercraze sind gegenläufig zu den Symptomen im Winter: die betroffenen Personen schwanken von einem ins andere Extrem. Sie sind vermehrt aktiviert und es kann zur Erschöpfung bis hin zur Sommerdepression kommen.

Die Befindlichkeits- und Verhaltensänderungen können bereits mit dem Frühlingsäquinoktium, das heißt mit der Tages- und Nachtgleiche um den 20. März, beginnen. Dann werden die Tage wieder länger und heller. Im Herbst verschwinden diese Symptome auch wieder ohne Therapie.

Summercraze – Symptome der gesteigerten Aktivität im Sommer

Menschen, die den Summercraze haben, sind im Gegensatz zur depressiven Verstimmung im Winter im Sommer sehr euphorisch, unruhig und manchmal auch gereizt. Insgesamt haben sie häufig das Gefühl, mehr Energie zu haben.

Weil sie z.B. weniger Nahrung aufnehmen, kann das eventuell zu deutlichem Gewichtsverlust führen – im Gegensatz zum Winterblues, wo betroffene Menschen in der Regel zunehmen.

Als Folge von Schlafstörungen ist Schlafdauer ist häufig um mehr als eine Stunde kürzer, und es kann sogar zu Schlaflosigkeit kommen. Resultat sind Erschöpfungszustände und soziales Fehlverhalten. In schweren Fällen tritt eine Erschöpfung mit der saisonaler Sommerdepression auf. Ein gesunder Schlaf ist also eine wesentliche Voraussetzung, damit die Betroffenen in der seelischen Balance bleiben.

Ursache für Summercraze – zu viel Einfluss von Licht?!

Die Hauptursache für den Summercraze ist wahrscheinlich eine zu starke emotionale Aktivierung durch Licht.

Daher sollten Sie als betroffene Person möglichst häufig eine Sonnenbrille beziehungsweise eine gelbe Brille mit Blaulichtfilter tragen. Der Schatten ist Ihr Freund, vermeiden Sie zu lange direkte Sonneneinstrahlung.

Der Arbeits- beziehungsweise Wohnbereich sollte auf 1.000 bis 2.000 Lux abgedunkelt werden. Zur Messung eignet sich hier durchaus eine App, zum Beispiel der LightLuxMeter.

Summercraze vermeiden – kühle Umgebung, Sonnenbrille und angenehmer Schlaf

Thermischer Stress durch klimatische Hitze kann bei Ihnen zusätzlich Unruhe zur Folge haben. Deswegen ist es für Sie sinnvoll Stoffwechsel-anregende Speisen wie scharfe Gewürze, z.B. Ingwer, Chili sowie Alkohol zu vermeiden. Der Arbeits- und Wohnbereich sollte grundsätzlich kühl gehalten werden, eventuell mittels Klimaanlage. Bei starker Hitze und zunehmender Unruhe sollten Sie eine kühlende (nicht kalte) Dusche nehmen und vorbeugende Massnahmen gegen Hitzestress treffen. Danach sollten Sie sich nicht abtrocknen, sondern das Wasser verdunsten lassen. Dieses nutzt die Verdunstungskälte.

Eine Sonnenbrille sollten Sie als betroffene Person vor allen Dingen im Freien und aber auch in den frühen hellen Abendstunden tragen. Das erleichtert Ihnen später das Einschlafen zum gewünschten Zeitpunkt. Weiterhin ist es sinnvoll auf regelmäßige Schlafzeiten und eine Schlafdauer von 7 bis 8 Stunden zu achten.

Am Abend sollten Sie daher nicht zu häufig Aktivitäten planen. Computerlicht am Abend begünstigt Schlafstörungen und Sie können dieses vermeiden indem Sie den Computer bzw. Handy oder Tablet möglichst wenig bzw. einen Blaulichtfilter nutzen.

Das Schlafzimmer sollten Sie zwischen 18 und 20 Grad Celsius kühl halten. Häufig können Menschen mit Summercraze schlechter einschlafen, was auch mit der länger anhaltenden Helligkeit am Abend zu tun hat. Hier helfen 0,5 bis 2 mg Melatonin (zum Beispiel Circadin 2 mg, rezeptpflichtig) 1 bis 2 Stunden vor dem geplanten Einschlafzeitpunkt. Sie sollten das Schlafzimmer gerade im Sommer komplett abdunkeln, nicht zuletzt wegen des frühen Sonnenaufgangs. Folglich ist auch eine Schlafmaske hilfreich, um ein zu frühes Erwachen zu verhindern.

Summercraze außer Kontrolle: Arzt konsultieren

Vor allen Dingen bei anhaltenden Schlafstörungen, z.B. mit mehreren Nächten starker Schlaflosigkeit in der Woche, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin konsultieren. So entgleitet Ihnen die Situation nicht und Sie behalten die Kontrolle über sich und Ihr alltägliches Leben.

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

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