Beiträge

Vorhofflimmern – unterschiedliche Formen und Behandlung

Vorhofflimmern ist die häufigste behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung. Zirka 1 bis 2 % aller Menschen in Deutschland sind betroffen. Vorhofflimmern erhöht das Risiko für einen Schlaganfall um das 5-fache, 20 bis 25% aller Schlaganfälle sind auf diese Rhythmusstörung zurückzuführen.

Wir unterscheiden verschiedene Formen:

  • Paroxysmales Vorhofflimmern ist anfallsartig und endet spontan. Die Anfälle können Minuten bis Stunden oder Tage anhalten.
  • Persistierendes Vorhofflimmern endet nicht spontan. Der unregelmäßige Rhythmus lässt sich allerdings aktiv durch Medikamente beziehungsweise durch eine elektrische Kardioversion in den Sinusrhythmus überführen.
  • Permanentes Vorhofflimmern ist eine akzeptierte dauerhafte Rhythmusstörung, ein normaler Sinusrhythmus lässt sich nicht mehr herstellen.

Vorhofflimmern – Ziele der Behandlung

Das Hauptziel bei Vorhofflimmern ist es, einen Schlaganfall zu verhindern. Darüber hinaus gilt es, Ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und insgesamt symptomfrei zu bleiben. Der Sinusrhythmus ist die beste Therapie.

Um Vorhofflimmern vorzubeugen, ist es wichtig, die Auslösebedingungen zu modulieren. Wir sprechen dabei vom sogenannten Up-stream-Ansatz. Hierzu zählen die Modulation des vegetativen Nervensystems und die Vermeidung von Triggern, wie zum Beispiel Alkohol, Schlafentzug und Übergewicht. Die medikamentöse Therapie trägt ebenfalls dazu bei Vorhofflimmern vorzubeugen.

Lang anhaltendes paroxysmales oder persistierendes Vorhofflimmern – mehrere Möglichkeiten der Behandlung

Eine besondere Herausforderung ist die Behandlung von seltenen Ereignissen beim persistierenden Vorhofflimmern bzw. beim lange anhaltenden paroxysmalen Vorhofflimmern, welches erst nach vielen Stunden oder Tagen wieder spontan in den Sinusrhythmus zurückspringt. Selten heißt hier: 1 bis maximal 12 Episoden pro Jahr, die ohne eine medizinische Intervention nicht innerhalb von Stunden spontan enden. Hier stehen grundsätzlich 4 Optionen zur Verfügung:

  • Medikamentöse Dauertherapie
    Die tägliche Einnahme von Rhythmusmedikamenten hat den Nachteil, dass an den meisten Tagen die Einnahme des Medikamentes umsonst ist und es zusätzlich zu mehr Nebenwirkungen kommt.
  • Medikamentöse Bedarfsmedikation
    Beim Pill-in-the-Pocket-Konzept erfolgt die Einnahme der Rhythmusmedikamente bedarfsabhängig, das heißt bei Einsetzen des Vorhofflimmerns. Dadurch werden Nebenwirkungen reduziert. In der Regel werden bedarfsabhängig nur Rhythmusmedikamente (Flecainid oder Propafenon) eingesetzt. Eine blutverdünnende Therapie, die den Schlaganfall wesentlich verhindert, ist häufig schon Teil der Dauertherapie beziehungsweise erfolgt nach Rücksprache mit dem Arzt.
  • Elektrische Kardioversion
    Lässt sich mit medikamentösen Maßnahmen ein Sinusrhythmus nicht wieder herstellen, dann ist in 90% der Fälle eine elektrische Kardioversion erfolgreich. In Kurznarkose wird mittels eines Elektroschocks mit niedriger Energie das Vorhofflimmern in den Sinusrhythmus überführt.
  • Katheterablation
    Bei symptomatischen und häufigen Episoden wird eine Katheterablation in Erwägung gezogen. Dabei handelt es sich um eine Katheter-gestützte Verödung des Vorhofflimmerns. Die Erfolgsrate ist hoch, allerdings ist es auch ein invasiver Eingriff mit einer Komplikationsrate.

Medizinische Voraussetzung für das Therapiekonzept “Pill-in-the-Pocket”

Wird ein Pill-in-the-Pocket-Konzept ärztlich indiziert, dann liegt ein symptomatisches anfallartiges Vorhofflimmern vor. Man konnte bereits nachweisen, dass die Rhythmusmedikation unter ärztlicher Kontrolle wirksam Vorhofflimmern in den Sinusrhythmus überführt.

Dieses Vorgehen ist nur sinnvoll für strukturell herzgesunde Menschen. Das Pill-in-the-Pocket-Konzept eignet sich NICHT für Menschen mit koronarer Herzkrankheit, z.B. nach einem Herzinfarkt, bei einer schweren Herzklappenerkrankung oder Herzschwäche sowie bei schweren Herzrhythmusstörungen, die ihren Ursprung in den Herzhauptkammern haben.

Vor dem Anfall Vorhofflimmern – “Pill-in-the-Pocket” vorbereiten

Gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sollten Sie einen genauen SCHRIFTLICHEN PLAN erstellen.

Folgende Fragen sind zu klären:

  • Was tue ich, wenn ich das Vorhofflimmern nicht toleriere (z.B. bei Benommenheit, Luftnot)?
  • Welches Rhythmusmedikament soll ich wann und wie einnehmen?
  • Was tun, wenn die Herzfrequenz über 100 Schlägen/min liegt?
  • Wie verhalte ich mich, wenn nach 6 Stunden kein normaler Rhythmus vorliegt?
  • Wie verhalte ich mich, wenn nach 6 Stunden kein normaler Rhythmus vorliegt und die Herzfrequenz über 100 liegt?
  • Wann nehme ich einen Blutverdünner ein?

Mit Ihrem Kardiologen klären Sie in jedem Fall auch die Kommunikationswege, also wie Sie ihn am besten erreichen, eventuell per E-Mail oder Textmessaging.

In der Regel werden von Ihnen 3 Medikamente in kleiner Packungsgröße vorgehalten:

  • Rhythmusmedikament (Flecainid zu 100 mg oder Propafenon zu 300 mg)
  • Herzfrequenzbremser ist in der Regel ein Beta-Blocker (z.B. Metoprolol 47,5 mg)
  • Blutverdünner, falls noch nicht in der Basismedikation (z.B. Eliquis 5 mg, Lixiana 60 mg etc.)

Sie sollten die Medikamente greifbar so lagern, dass Sie sie in 30 bis 60 Minuten erreichen können. Das kann die Kulturtasche, das Handschuhfach im Pkw oder auch die Büroschublade sein. Folglich ist es natürlich auch sinnvoll, die Medikamente mit auf Reisen zu nehmen.

Akuter Anfall Vorhofflimmern – Pill-in-the-Pocket durchführen

Haben Sie das Gefühl, dass Sie Vorhofflimmern haben, z.B. durch Unruhe oder Wahrnehmung eines unregelmäßigen und/oder schnellen Herzschlages? Dann müssen Sie das Vorhofflimmern bestätigen. Entweder über Tasten des Pulses oder noch besser über die Ableitung eines 1-Kanal-EKGs, zum Beispiel mit Kardia Mobile bzw. Kardia Band von AliveCor oder der Apple Watch.

Die erstmalige Einnahme von Rhythmusmedikamenten sollte unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Nur so können die Wirksamkeit eines Rhythmusmedikaments nachgewiesen und Nebenwirkungen ausgeschlossen werden. Wenn Sie das Pill-in-the-Pocket-Konzept selbstständig durchführen, dann muss das immer nach dem ärztlichen Verordnungsplan geschehen.

Sie nehmen die Medikamente im Sitzen ein, da in seltenen Fällen Kreislaufprobleme auftreten. In der Regel beträgt die Dosis der Einmalgabe 200 bis 300 mg Flecainid oder 450 bis 600 mg Propafenon. NIEMALS nehmen Sie beide Medikamente gleichzeitig oder in kurzer Folge zu sich. Falls die Herzfrequenz erhöht ist, kombinieren Sie das Rhythmusmedikament nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. nach Plan mit einem Betablocker.

Die Erfolgsquote des “Pill-in-the-Pocket”-Konzeptes liegt nach 1 bis 2 Stunden bei ca. 80 %.

“Pill-in-the Pocket” – Verhalten bei Erfolg und Misserfolg

Erfolgreiche medikamentöse Kardioversion. Ist die medikamentöse Überführung von Vorhofflimmern in den Sinusrhythmus erfolgreich, dann können Sie Ihre Alltagsaktivitäten wie gewohnt fortsetzen. Bei zunehmender Häufigkeit der Episoden, z.B. mehrmals im Monat, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt kontaktieren. Nehmen Sie die Rhythmusmedikamente nicht mehrmals am Tag ohne Rücksprache ein.

Erfolglose medikamentöse Kardioversion. Bei einem fortbestehenden Vorhofflimmern dürfen Sie die Dosis nicht eigenmächtig steigern oder wiederholen. Rhythmusmedikamente können vor allen Dingen bei zu hoher Dosis schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen. Es gilt nun die kurzfristigen Sekundärziele zu erreichen. Damit meinen wir Herzfrequenzkontrolle, Symptomarmut bzw. Symptomfreiheit sowie die Vorbeugung eines Schlaganfalls. Ab 48 Stunden nach Einsetzen des Vorhofflimmerns steigt das Schlaganfallrisiko.

Diese Sekundärziele sind:

  • Herzfrequenzkontrolle: Die Herzfrequenz sollte unter 100 Schlägen/min liegen. Ist das nicht der Fall, dann nehmen Sie den Betablocker nach Plan beziehungsweise nach Rücksprache ein.
  • Symptomarmut bzw. – freiheit sollte gegeben sein.
  • Schlaganfall vorbeugen: Sie nehmen einen Gerinnungshemmer nach Plan bzw. nach Rücksprache.

Falls Sie die Sekundärziele erreichen, dann genügt eine mittelfristige Vorstellung beim Arzt, z.B. nach dem Wochenende oder dem Urlaub. Falls Sie die Sekundärziele allerdings nicht erreichen (siehe oben), dann müssen Sie sich am selben Tag noch beim Kardiologen bzw. auf einer Notaufnahmestation vorstellen.

“Pill-in-the-Pocket” – ein Fallbericht aus dem Alltag

In der Cardiopraxis betreuen wir regelmäßig Menschen, die mit sehr gutem Erfolg “Pill-in-the-Pocket” bei Vorhofflimmern durchführen. Hier ein Beispiel aus unserem Arbeitsalltag.

Vorteile des “Pill-in-the-Pocket”-Konzeptes

Durch das “Pill-in-the-Pocket”-Konzept sind jahrelange stabile Verläufe möglich. Nach erfolgreicher Durchführung nehmen Ihre Sicherheit und Vertrauen zu und damit auch Ihre Unabhängigkeit. So werden z.B. Fernreisen psychologisch wieder möglich. Wenn Ihre Episoden häufiger werden, ist es ratsam das Konzept gemeinsam mit Ihrem Kardiologen zu überdenken und eine Katheterablation in Erwägung zu ziehen.

Langfristig sollten Sie immer beachten, dass kardiologische Kontrollen alle 6 bis 12 Monate erforderlich sind. Wenn sich die Situation ändert oder neue Symptome auftreten, sollten Sie sich vorzeitig vorstellen. Der Medikamentenplan muss immer überprüft werden, wenn ein zusätzliches Medikament in die Behandlung eingeführt wird.

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Automatischer Externer Defibrillator – hilft schnell und sicher bei Kammerflimmern

In Deutschland sterben pro Jahr über 100.000 Menschen den plötzlichen Herztod. Eine Hauptursache: Herzkammerflimmern der Herzhauptkammern.

Sie können sich Kammerflimmern wie einen elektrischen Sturm im Herz vorstellen, die Hauptkammern werden kontinuierlich elektrisch erregt. Folglich tritt eine Erstarrung des Herzens ein, der mechanische Herzstillstand. Aus diesem Grund kann sich das Herz nun weder richtig mit Blut füllen und schon gar nicht mehr Blut in den Kreislauf pumpen, ein vollständiger Kreislaufkollaps.

Am empfindlichsten reagiert das Gehirn. Wird Ihr Gehirn 10 bis 15 Sekunden nicht richtig mit sauerstoffreichem Blut versorgt, dann tritt Bewusstseinsverlust ein. Folglich sinkt mit jeder Minute die Überlebenswahrscheinlichkeit um 10%.

Automatischer externer Defibrillator – einfach zu handhaben, für jeden

Ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) kann das Herzkammerflimmern beenden. AEDs sind mit einem grünen Hinweisschild gekennzeichnet und gibt es heutzutage in vielen öffentlichen Gebäuden.

Mit Hilfe der App “Defi App” vom Deutschen Roten Kreuz finden Sie im Notfall den nächsten AED Standort. Folgerichtig gehört der AED  in Deutschland zunehmend zu den Maßnahmen der Erstversorgung bei akutem Herzinfarkt.

Der AED ist selbsterklärend, nach dem Öffnen des AED gibt eine Stimme Ihnen die Schritte vor:

  • Als erstes kleben Sie 2 Elektroden auf den freien Oberkörper der betroffenen Person. Die richtige Position der Elektroden ist auf einem Piktogramm abgebildet
  • Daraufhin analysiert der AED den Herzrhythmus. Während dieser Zeit (etwa 10 Sekunden) muss man die Herzdruckmassage unterbrechen (und geduldig sein)
  • Der AED fordert Sie mit einem Sprachsignal auf, falls Kammerflimmern vorliegt, den gut erkennbaren Knopf für die elektrische Schockabgabe zu drücken. Während der Schockabgabe sollte keine anwesende Person den bewußtlosen Menschen berühren
  • Nach erfolgter Schockabgabe führen Sie die Herzdruckmassage unmittelbar fort und folgen den weiteren Vorgaben des AED
  • Führen Sie die Wiederbelebungsmassnahmen mit Hilfe des AED solange durch bis der Patient das Bewusstsein wiedererlangt oder Hilfe eintrifft

Automatischer externer Defibrillator – funktioniert einfach prima!

Eine Wiederbelebung in einer kardiologischen Praxis ist ein sehr seltenes Ereignis, und doch kommt Sie alle 10 Jahre 1x vor. Darauf sind wir vorbereitet. So haben wir auch selber schon in der Cardiopraxis einen AED eingesetzt.

An einem Montagabend im Januar 2017, saß abends spät noch ein 71-jähriger Mann im Wartebereich der Cardiopraxis Düsseldorf. Das Video “AED – Leben retten” war noch keine 14 Tage veröffentlicht. Der Mann war nur 30 Sekunden unbeobachtet, bewußtlos wurde er von Dr. Dierkes aufgefunden.

Mit eingespielten Abläufen ging nun alles ganz schnell.

  • Dr. Dierkes begann unverzüglich mit der Herz-Druckmassage
  • Frau Rottsieper holte unmittelbar den Automatischen Externen Defibrillator (AED)
  • zeitgleich verständigte Herr Schönling das  Notarztteam unter 112 
  • Dr. Dierkes legte die Elektroden auf dem Brustkorb an
  • Frau Busch startete den AED und löste nach etwa 2,5 Minuten Bewusstlosigkeit durch Knopfdruck den elektronischen Wiederbelebungsschock aus
  • der Mann erwachte spontan atmend und war kreislaufstabil

Kurzum, nach sicherer Ankunft am Universitätsklinikum Düsseldorf konnte im Herzkatheterlabor eine hochgradige Engstelle einer Herzkranzarterie erfolgreich mittels Stent behandelt werden. Darauf hat der zufriedene Mann uns in der Cardiopraxis 15 Tage nach dem Ereignis wieder besucht. Seit dem eindrucksvollen Ereignis hat er wieder viele schöne Tage in seiner Werkstatt verbracht.

AED – der Feuerlöscher für das Herz

Wir kennen ihn alle und sehen ihn überall, den Feuerlöscher für Hausbrände. Obwohl ein Gebäudebrand rein statistisch betrachtet ein sehr unwahrscheinliches Ereignis ist, ist die Vorhaltung eines Feurlöscher in öffentlichen Gebäuden sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Nun, der AED ist in gewisser Weise der Feuerlöscher für das Herz, denn er löscht Kammerflimmern. Zwar gibt es hier noch keine gesetzlichen Vorschriften, allerdings schätzen wir die Notwenigkeit der flächendeckenden Vorhaltung von AEDs in öffentlichen Gebäuden ähnlich ein wie beim Feuerlöscher. Der Bedarfsfall ist selten, aber wenn es brennt dann müssen wir sofort handlungsbereit und handlungsfähig sein.

Schauen Sie sich doch mal in Ihrem Lebensumfeld um wo ein AED zu finden ist, sei es an Ihrer Arbeitsstelle oder auf Ihren üblichen Wegen an Ihrem Wohnort. Machen Sie es wie beim Ostereiersuchen. Hilfreich ist dabei die Defi-App vom Deutschen Roten Kreuz.

? Mell HK et al. Progr Cardiovasc Dis 2008;51: 204-212

 

….weiter im Selbsthilfekurs “Herzinfarkt sofort handeln”

 

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

 

Eine Herzbeutelentzündung, auch Perikarditis genannt, kann ganz verschiedene Ursachen haben:

• Virusinfekte (häufig)
• Bakterien (selten, z.B. Tuberkulose)
• Herzinfarkt
• Autoimmunerkrankungen
• Metabolische Ursachen (z.B. Nierenversagen)
• Folge eines Traumas

Durch diese vielfältigen Symptome kann sich eine Perikarditis äußern:

• stechender Schmerz hinter dem Brustbein
• Verstärkung durch Lagewechsel, tiefe Atmung oder Husten
• Herzrhythmusstörungen
• Luftnot
• Tachykardie und niedriger Blutdruck
• eventuell Fieber

Diagnostiziert werden kann die Perikarditis folgendermaßen:

• anhand eines anfänglichen Reibegeräuschs (Stethoskop)
• durch EKG-Veränderungen
• im Blut werden vermehrt Herzenzyme nachgewiesen
• im Herzbeutel wird vermehrt Flüssigkeit festgestellt (Herzultraschall)
• im Zusammenhang mit einer Herzmuskelentzündung (Herz-MRT)

Der Krankheitsverlauf bei viralen Herzbeutelentzündungen ist in der Regel gutartig.

 

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Während beim Vorhofflattern der Puls durch geordnete elektrische Erregung fast immer regelmäßig schlägt, ist er beim Vorhofflimmern aufgrund chaotischer Erregung sehr unregelmäßig. Beim Vorhofflattern kreist die Erregung in der Vorkammer, häufig ist der Puls erhöht (z. B. 120 Schläge pro Minute).

Diagnostiziert werden kann das Flattern beim EKG. Folge kann eine Herzschwäche sein, aber auch eine Blutgerinnselbildung im Herzen – was das Schlaganfallrisiko erhöht.

Um einen normalen Herzrhythmus wiederherzustellen, sind verschiedene Therapien denkbar: Medikamente, Elektroschocks in Kurznarkose oder auch Verödung mittels Katheterablation. Genau wie beim Vorhofflimmern wird beim Vorhofflattern eine individuelle Blutverdünnung empfohlen.

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

 

Der Sinusknoten ist der Taktgeber des Herz-Kreislaufsystems. Den normalen Herzrhythmus bezeichnet man deswegen auch als Sinusrhythmus.

Am Dach der rechten Vorkammer befindet sich der Sinusknoten und gibt von dort aus elektrische Impulse ab: Die Erregung breitet sich über die Vorkammern und den AV-Knoten auf die Hauptkammern aus, schließlich folgt der mechanische Herzschlag.

Je nach Situation ist die Sinusknotenfrequenz unterschiedlich: In Ruhe liegt sie zwischen 50 und 100 bpm, bei Hochleistung bei bis zu 200 bpm.

Einen Einfluss auf den Sinusknoten haben

  • das autonome Nervensystem
  • zirkulierende Hormone
  • Medikamente (z.B. ß-Blocker)

Folgende Krankheiten können auftreten:

  • Die Sinusknotenfrequenz ist allgemein zu langsam
  • Der Sinusknoten fällt aus
  • Die Sinusknotenfrequenz ist bedarfsabhängig zu langsam =chronotrope Inkompetenz

In einigen Fällen kann eine Herzschrittmacher-Therapie helfen..

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch