Beiträge

Online-Rezeptanforderung – eine Win-Win-Situation für mehr Sicherheit und Gesundheit

Online-Rezepte sparen Zeit für Sie selbst und die Arztpraxis. Die Online-Rezepte bedeuten mehr Sicherheit bei der Behandlung mit Medikamenten für Sie und ihre Gesundheit.

Medikamente – Wirkungen und Nebenwirkungen

Medikamente sind ein wichtiger Bestandteil beim Behandeln von Erkrankungen. Sie haben Wirkungen, aber auch Nebenwirkungen, die zu schweren Gesundheitsschäden führen können. Daher ist die genaue Einnahme nach ärztlicher Verordnung entscheidend. Dabei müssen Sie sowohl auf die Konzentration als auch auf die Dosierung ihrer Tabletten achten.

Medikamente sind verschreibungspflichtig durch eine Ärztin oder einen Arzt. Die Verschreibung erfolgt mit Rezept und ärztlicher Unterschrift. Ohne ein Rezept können Sie Medikamente in der Apotheke nicht bekommen.

Ein Rezept erhalten Sie beim Besuch in einer Arztpraxis beim direkten Arztkontakt oder in Form eines Folgerezeptes ohne Arztkontakt.

Was sind Folgerezepte?

Folgerezepte für Medikamente erhalten Sie nur, wenn Sie in einer Arztpraxis bekannt sind und in der Regel nur für Medikamente, die Ihnen schon einmal verordnet wurden.

Die Anforderung für ein solches Folgerezept kann über Telefon, Fax oder direkt vor Ort in der Praxis stattfinden.

Das Rezept erhalten Sie dann manuell oder per Post.

Probleme bei der Anforderung von Folgerezepten

Wenn Sie ein Folgerezept anfordern, kann es durchaus sein, dass Medikamente von anderen Ärzten geändert worden sind. Das gilt häufig für die Konzentration, z.B. 16 anstatt 32 mg Tabletten. Beim Anfordern können Ihnen ebenso Fehler unterlaufen, etwa beim Übermitteln oder weil sie sich nicht richtig erinnern können.

Gerade in der mündlichen Kommunikation können Verständnisfehler auftreten, auch von unserer Seite aus. So kann es zum Versand von fehlerhaften Rezepten kommen.

Ein weiteres Problem sind die Wartezeiten in der Praxis. Bis Sie ihre Rezeptanforderung gemacht haben und das Rezept erhalten haben, kann einige Zeit vergehen. Die Rezeptausstellung ist gerade zu Stoßzeiten in einer Arztpraxis ein deutlicher Mehraufwand für Sie und für uns.

Vorteile der Online-Rezeptanforderung

Grundsätzlich gilt, dass Sie den Namen und die Dosis Ihrer Medikamente am besten kennen. Das muss so sein, denn es geht um Ihre Gesundheit. Am besten führen Sie eine schriftliche Liste, z.B. in einer Computerdatei (Excel).

Von Ihrer persönlichen Medikamentenliste aus können Sie am besten Ihre Online-Rezept-Anforderung in das Online-Formular übertragen, überprüfen und dann abschicken. Das ist an jedem Wochentag und zu jeder Tageszeit möglich.

Ihre Rezeptanforderung liegt uns dann visuell vor, was Fehler bei der akustischen Übermittlung vermeidet. Wir bereiten dann die Rezepte vor und schicken Ihnen diese je nach Vereinbarung per Post zu oder Sie holen sie in der Praxis zu einem vereinbarten Zeitpunkt ab. Die Wartezeit wird dadurch erheblich verkürzt. Wir empfehlen Ihnen in der Cardiopraxis Düsseldorf zwischen 14:00 und 16:00 Uhr und in der Cardiopraxis Meerbusch zwischen 12:00 und 13:00 Uhr vorbei zu kommen.

Lernen Sie die Online-Rezept-Anforderung kennen

Auf der Homepage von vielen modernen Arztpraxen finden Sie inzwischen ein Formular zur Online-Rezept-Anforderung, so auch auf der Homepage der Cardiopraxis. Lernen Sie die Online-Rezept-Anforderung in Ruhe kennen, denn sie ist ganz im Sinne Ihrer individuellen gesundheitlichen Sicherheit.

Hier geht es zur Online-Anforderung für Folgerezepte bei Cardiopraxis. Bitte beachten Sie, dass Sie nur bei uns Rezepte anfordern können, wenn Sie bei uns bekannt sind.

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Vorhofflimmern – unterschiedliche Formen und Behandlung

Vorhofflimmern ist die häufigste behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung. Zirka 1 bis 2 % aller Menschen in Deutschland sind betroffen. Vorhofflimmern erhöht das Risiko für einen Schlaganfall um das 5-fache, 20 bis 25% aller Schlaganfälle sind auf diese Rhythmusstörung zurückzuführen.

Wir unterscheiden verschiedene Formen:

  • Paroxysmales Vorhofflimmern ist anfallsartig und endet spontan. Die Anfälle können Minuten bis Stunden oder Tage anhalten.
  • Persistierendes Vorhofflimmern endet nicht spontan. Der unregelmäßige Rhythmus lässt sich allerdings aktiv durch Medikamente beziehungsweise durch eine elektrische Kardioversion in den Sinusrhythmus überführen.
  • Permanentes Vorhofflimmern ist eine akzeptierte dauerhafte Rhythmusstörung, ein normaler Sinusrhythmus lässt sich nicht mehr herstellen.

Vorhofflimmern – Ziele der Behandlung

Das Hauptziel bei Vorhofflimmern ist es, einen Schlaganfall zu verhindern. Darüber hinaus gilt es, Ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und insgesamt symptomfrei zu bleiben. Der Sinusrhythmus ist die beste Therapie.

Um Vorhofflimmern vorzubeugen, ist es wichtig, die Auslösebedingungen zu modulieren. Wir sprechen dabei vom sogenannten Up-stream-Ansatz. Hierzu zählen die Modulation des vegetativen Nervensystems und die Vermeidung von Triggern, wie zum Beispiel Alkohol, Schlafentzug und Übergewicht. Die medikamentöse Therapie trägt ebenfalls dazu bei Vorhofflimmern vorzubeugen.

Lang anhaltendes paroxysmales oder persistierendes Vorhofflimmern – mehrere Möglichkeiten der Behandlung

Eine besondere Herausforderung ist die Behandlung von seltenen Ereignissen beim persistierenden Vorhofflimmern bzw. beim lange anhaltenden paroxysmalen Vorhofflimmern, welches erst nach vielen Stunden oder Tagen wieder spontan in den Sinusrhythmus zurückspringt. Selten heißt hier: 1 bis maximal 12 Episoden pro Jahr, die ohne eine medizinische Intervention nicht innerhalb von Stunden spontan enden. Hier stehen grundsätzlich 4 Optionen zur Verfügung:

  • Medikamentöse Dauertherapie
    Die tägliche Einnahme von Rhythmusmedikamenten hat den Nachteil, dass an den meisten Tagen die Einnahme des Medikamentes umsonst ist und es zusätzlich zu mehr Nebenwirkungen kommt.
  • Medikamentöse Bedarfsmedikation
    Beim Pill-in-the-Pocket-Konzept erfolgt die Einnahme der Rhythmusmedikamente bedarfsabhängig, das heißt bei Einsetzen des Vorhofflimmerns. Dadurch werden Nebenwirkungen reduziert. In der Regel werden bedarfsabhängig nur Rhythmusmedikamente (Flecainid oder Propafenon) eingesetzt. Eine blutverdünnende Therapie, die den Schlaganfall wesentlich verhindert, ist häufig schon Teil der Dauertherapie beziehungsweise erfolgt nach Rücksprache mit dem Arzt.
  • Elektrische Kardioversion
    Lässt sich mit medikamentösen Maßnahmen ein Sinusrhythmus nicht wieder herstellen, dann ist in 90% der Fälle eine elektrische Kardioversion erfolgreich. In Kurznarkose wird mittels eines Elektroschocks mit niedriger Energie das Vorhofflimmern in den Sinusrhythmus überführt.
  • Katheterablation
    Bei symptomatischen und häufigen Episoden wird eine Katheterablation in Erwägung gezogen. Dabei handelt es sich um eine Katheter-gestützte Verödung des Vorhofflimmerns. Die Erfolgsrate ist hoch, allerdings ist es auch ein invasiver Eingriff mit einer Komplikationsrate.

Medizinische Voraussetzung für das Therapiekonzept “Pill-in-the-Pocket”

Wird ein Pill-in-the-Pocket-Konzept ärztlich indiziert, dann liegt ein symptomatisches anfallartiges Vorhofflimmern vor. Man konnte bereits nachweisen, dass die Rhythmusmedikation unter ärztlicher Kontrolle wirksam Vorhofflimmern in den Sinusrhythmus überführt.

Dieses Vorgehen ist nur sinnvoll für strukturell herzgesunde Menschen. Das Pill-in-the-Pocket-Konzept eignet sich NICHT für Menschen mit koronarer Herzkrankheit, z.B. nach einem Herzinfarkt, bei einer schweren Herzklappenerkrankung oder Herzschwäche sowie bei schweren Herzrhythmusstörungen, die ihren Ursprung in den Herzhauptkammern haben.

Vor dem Anfall Vorhofflimmern – “Pill-in-the-Pocket” vorbereiten

Gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sollten Sie einen genauen SCHRIFTLICHEN PLAN erstellen.

Folgende Fragen sind zu klären:

  • Was tue ich, wenn ich das Vorhofflimmern nicht toleriere (z.B. bei Benommenheit, Luftnot)?
  • Welches Rhythmusmedikament soll ich wann und wie einnehmen?
  • Was tun, wenn die Herzfrequenz über 100 Schlägen/min liegt?
  • Wie verhalte ich mich, wenn nach 6 Stunden kein normaler Rhythmus vorliegt?
  • Wie verhalte ich mich, wenn nach 6 Stunden kein normaler Rhythmus vorliegt und die Herzfrequenz über 100 liegt?
  • Wann nehme ich einen Blutverdünner ein?

Mit Ihrem Kardiologen klären Sie in jedem Fall auch die Kommunikationswege, also wie Sie ihn am besten erreichen, eventuell per E-Mail oder Textmessaging.

In der Regel werden von Ihnen 3 Medikamente in kleiner Packungsgröße vorgehalten:

  • Rhythmusmedikament (Flecainid zu 100 mg oder Propafenon zu 300 mg)
  • Herzfrequenzbremser ist in der Regel ein Beta-Blocker (z.B. Metoprolol 47,5 mg)
  • Blutverdünner, falls noch nicht in der Basismedikation (z.B. Eliquis 5 mg, Lixiana 60 mg etc.)

Sie sollten die Medikamente greifbar so lagern, dass Sie sie in 30 bis 60 Minuten erreichen können. Das kann die Kulturtasche, das Handschuhfach im Pkw oder auch die Büroschublade sein. Folglich ist es natürlich auch sinnvoll, die Medikamente mit auf Reisen zu nehmen.

Akuter Anfall Vorhofflimmern – Pill-in-the-Pocket durchführen

Haben Sie das Gefühl, dass Sie Vorhofflimmern haben, z.B. durch Unruhe oder Wahrnehmung eines unregelmäßigen und/oder schnellen Herzschlages? Dann müssen Sie das Vorhofflimmern bestätigen. Entweder über Tasten des Pulses oder noch besser über die Ableitung eines 1-Kanal-EKGs, zum Beispiel mit Kardia Mobile bzw. Kardia Band von AliveCor oder der Apple Watch.

Die erstmalige Einnahme von Rhythmusmedikamenten sollte unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Nur so können die Wirksamkeit eines Rhythmusmedikaments nachgewiesen und Nebenwirkungen ausgeschlossen werden. Wenn Sie das Pill-in-the-Pocket-Konzept selbstständig durchführen, dann muss das immer nach dem ärztlichen Verordnungsplan geschehen.

Sie nehmen die Medikamente im Sitzen ein, da in seltenen Fällen Kreislaufprobleme auftreten. In der Regel beträgt die Dosis der Einmalgabe 200 bis 300 mg Flecainid oder 450 bis 600 mg Propafenon. NIEMALS nehmen Sie beide Medikamente gleichzeitig oder in kurzer Folge zu sich. Falls die Herzfrequenz erhöht ist, kombinieren Sie das Rhythmusmedikament nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. nach Plan mit einem Betablocker.

Die Erfolgsquote des “Pill-in-the-Pocket”-Konzeptes liegt nach 1 bis 2 Stunden bei ca. 80 %.

“Pill-in-the Pocket” – Verhalten bei Erfolg und Misserfolg

Erfolgreiche medikamentöse Kardioversion. Ist die medikamentöse Überführung von Vorhofflimmern in den Sinusrhythmus erfolgreich, dann können Sie Ihre Alltagsaktivitäten wie gewohnt fortsetzen. Bei zunehmender Häufigkeit der Episoden, z.B. mehrmals im Monat, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt kontaktieren. Nehmen Sie die Rhythmusmedikamente nicht mehrmals am Tag ohne Rücksprache ein.

Erfolglose medikamentöse Kardioversion. Bei einem fortbestehenden Vorhofflimmern dürfen Sie die Dosis nicht eigenmächtig steigern oder wiederholen. Rhythmusmedikamente können vor allen Dingen bei zu hoher Dosis schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen. Es gilt nun die kurzfristigen Sekundärziele zu erreichen. Damit meinen wir Herzfrequenzkontrolle, Symptomarmut bzw. Symptomfreiheit sowie die Vorbeugung eines Schlaganfalls. Ab 48 Stunden nach Einsetzen des Vorhofflimmerns steigt das Schlaganfallrisiko.

Diese Sekundärziele sind:

  • Herzfrequenzkontrolle: Die Herzfrequenz sollte unter 100 Schlägen/min liegen. Ist das nicht der Fall, dann nehmen Sie den Betablocker nach Plan beziehungsweise nach Rücksprache ein.
  • Symptomarmut bzw. – freiheit sollte gegeben sein.
  • Schlaganfall vorbeugen: Sie nehmen einen Gerinnungshemmer nach Plan bzw. nach Rücksprache.

Falls Sie die Sekundärziele erreichen, dann genügt eine mittelfristige Vorstellung beim Arzt, z.B. nach dem Wochenende oder dem Urlaub. Falls Sie die Sekundärziele allerdings nicht erreichen (siehe oben), dann müssen Sie sich am selben Tag noch beim Kardiologen bzw. auf einer Notaufnahmestation vorstellen.

“Pill-in-the-Pocket” – ein Fallbericht aus dem Alltag

In der Cardiopraxis betreuen wir regelmäßig Menschen, die mit sehr gutem Erfolg “Pill-in-the-Pocket” bei Vorhofflimmern durchführen. Hier ein Beispiel aus unserem Arbeitsalltag.

Vorteile des “Pill-in-the-Pocket”-Konzeptes

Durch das “Pill-in-the-Pocket”-Konzept sind jahrelange stabile Verläufe möglich. Nach erfolgreicher Durchführung nehmen Ihre Sicherheit und Vertrauen zu und damit auch Ihre Unabhängigkeit. So werden z.B. Fernreisen psychologisch wieder möglich. Wenn Ihre Episoden häufiger werden, ist es ratsam das Konzept gemeinsam mit Ihrem Kardiologen zu überdenken und eine Katheterablation in Erwägung zu ziehen.

Langfristig sollten Sie immer beachten, dass kardiologische Kontrollen alle 6 bis 12 Monate erforderlich sind. Wenn sich die Situation ändert oder neue Symptome auftreten, sollten Sie sich vorzeitig vorstellen. Der Medikamentenplan muss immer überprüft werden, wenn ein zusätzliches Medikament in die Behandlung eingeführt wird.

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Die Leber verstoffwechselt Medikamente

Damit Medikamente optimal wirken und zu keinen Nebenwirkungen führen, muss der menschliche Körper sie verstoffwechseln können. Manchmal ist es erst die biochemische Verarbeitung durch den Körper selbst, die aus einer sogenannten Pro-Drug, einem „Vormedikament”, die eigentlich wirksame Substanz „herstellt”.

Besonders wichtig für die Verstoffwechselung von Medikamenten ist die Leber. Sie ist das erste große Stoffwechselorgan, welches dem Darm und somit dem Aufnahmeort der meisten Präparate, nachgeschaltet ist. In der Leber wiederum ist es auf zellulärer Ebene das Cytochrom-P450-System, das vor allen anderen Systemen für den Ab- und Umbau von Medikamenten am wichtigsten ist, denn 90% aller Medikamente werden hier verarbeitet.

Cytochrome, auch CYPs genannt, sind Eiweiße, die vor allen Dingen wasserunlösliche Substanzen in wasserlösliche Stoffe umwandeln. Dadurch können diese besser ausgeschieden werden, zum Beispiel über die Niere. Für unterschiedliche Medikamente benötigt der Organismus unterschiedliche CYPs. So hat der Mensch 57 verschiedene CYPs. Eines der wichtigsten Cytochrome ist CYP3A4, hierüber werden bis zu 50 Prozent aller Medikamente verarbeitet.

Stoffwechsel von Medikamenten: bei jedem Menschen unterschiedlich durch Genetik

Menschen sind auch in Bezug auf das Cytochrom-System genetisch unterschiedlich. Variiert ein einzelnes CYP, z.B. CYP3A4 in seiner Ausprägung, dann nennen wir das einen Genpolymorphismus. Diese Genpolymorphismen sind ein wesentlicher Grund dafür, dass Menschen auf Medikamente mit unterschiedlicher therapeutischer Wirkung und mit unerwünschten Nebenwirkungen reagieren.

Wir unterscheiden:

  • slow metabolizer
  • normal metabolizer
  • fast metabolizer

„Slow metabolizer” bedeutet, dass ein CYP bedingt durch eine genetische Veränderung vergleichsweise langsam arbeitet. „Fast metabolizer” steht dafür, dass ein CYP besonders schnell eine angebotene Substanz umwandelt. Das erklärt auch, warum eine Substanz bei einigen Menschen gut wirken kann („normal metabolizer”), bei anderen aber nicht so gut, weil es z.B. zu schnell abgebaut wird („fast metabolizer”).

Über genetisch festgelegte Veränderungen erklärt sich auch ein Teil der Nebenwirkungen von Medikamenten. Ein zu langsamer Abbau des medizinischen Wirkstoffes („slow metabolizer”)  kann eine überstarke Anhäufung des Medikaments im Körper zur Folge haben. Das wiederum verursacht toxische Nebenwirkungen und der Körper ist überfordert.

Medikamente und Nahrungsmittel beeinflussen CYPs des Cytochrom P450 Systems

Medikamente und Nahrungsmittel können die Funktion von CYPs beeinflussen. Wir unterscheiden:

  • Substrate
  • Inhibitoren
  • Induktoren

„Substrat” bedeutet, dass ein Medikament von einem bestimmten CYP verarbeitet wird, z.B. Metoprolol über CYP 3A4. Der Stoffwechsel hängt also hier wesentlich davon ab, wie ein einzelnes CYP genetisch festgelegt ist.

Problematisch wird es bei „Inhibitoren”. Sie blockieren mehr oder weniger ein CYP und hemmen so den Abbau von anderen Medikamenten. Das können übrigens auch Nahrungsmittel sein, wie z.B. Grapefruit bei CYP3A4.

„Induktoren” hingegen beschleunigen die Stoffwechselrate von CYPs, so z.B. Johanniskraut bei CYP3A4. Entsprechende Medikamente werden dann schneller abgebaut und sind bei den betroffenen Menschen weniger wirksam. Das gilt übrigens auch für die kombinierte Einnahme der Anti-Baby-Pille mit Johanniskraut.

Ein Medikament beeinflusst häufig mehrere Cytochrome

Die meisten Menschen bekommen gleich mehrere Pillen verschrieben, z.B. bei der Behandlung von Koronarer Herzkrankheit, Herzschwäche oder Bluthochdruck. So wird der Abbau von Medikamenten noch komplizierter.

Verschiedene Medikamente werden über denselben Stoffwechselweg abgebaut, z.B. Metoprolol (Beta-Blocker), Lercanidipin (Kalziumantagonist) und Irbesartan (AT-Blocker) über CYP3A4. So kann auch bei einem CYP3A4 „normal-metabolizer” zu einer Überlastung von CYP 3A4 auftreten. Erstrecht, wenn es sich bei dem behandelten Menschen um einen „slow-metabolizer” handelt.

Meistens nutzt dasselbe Medikament verschiedene CYPs für den Abbau. Der häufig eingesetzte Beta-Blocker Metoprolol z.B. wird über CYP3A4 und CYP2D abgebaut. Andere Substanzen nutzen weit mehr und bis zu 7 CYPs. Bei den häufig genutzten Medikamenten des Herz-Kreislaufbereichs interagiert ein Medikament (Substrat, Inhibitor, Induktor) mit durchschnittlich mit 2,1 CYPs.

Genvarianten des Cytochrom-System bestimmen: ein Schritt in die richtige Richtung

Genetische Veränderungen von Cytochromen kann man heutzutage unkompliziert und zuverlässig molekular-genetisch mit Hilfe einer Blutprobe im Labor bestimmen. Allerdings liegen die Kosten für die notwendige komplette Charakterisierung zwischen 300 und 400 Euro. Diese werden nur von einem Teil der privaten Krankenkassen und gar nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

In der Cardiopraxis empfehlen wir Ihnen einen solchen Test, falls aufgrund von medikamentösen Nebenwirkungen der begründete Verdacht auf einen sogenannten Genpolymorphismus besteht. Wir raten Ihnen vor allen Dingen dann dazu, wenn Sie mit einer lebenslangen Einnahme von Medikamenten rechnen müssen. So können die aktuellen Medikamente überprüft werden und auch bei neuen Präparaten später Nebenwirkungen vermieden werden.

Medikamenteninteraktionen: So gehen wir praktisch in der Cardiopraxis vor

Es folgen jetzt einige Abschnitte, die eigentlich für Ärztinnen und Ärzte gedacht sind, die lernen wollen mit dem Cytochrom-System praktisch umzugehen. Falls Ihnen das verständlicherweise zu kompliziert ist, dann können Sie gerne zum letzten Abschnitt “Nebenwirkung von Medikamenten…” springen.

Leider stehen uns molekular-genetische Analysen nur gelegentlich zur Verfügung. Wie gehen wir da in der Cardiopraxis nun praktisch vor? Wir führen eine Cytochrom-Liste mit fast allen Medikamenten, die wir zur Therapie Ihres Herz-Kreislaufsystems nutzen. In dieser Liste ordnen wir den Medikamenten die verschiedenen CYPs mit ihren jeweiligen Eigenschaften zu. Diese Liste ist nur ein Beispiel wie Sie die Zuordnung machen können.1

Schritt 1: Verdacht schöpfen

Alles beginnt mit einem Problem. Bei zahlreichen Medikamenten kennen wir das Potenzial für Interaktionen. Z.B. ist das Herzrhythmusmedikament Amiodaron ein starker Inhibitor von CYP2C9 und Blutdrucksenker wie Irbesartan und Candesartan müssen in der Regel deutlich geringer dosiert werden.

Wenn ein Mensch von einer neuen Nebenwirkung berichtet, dann kann das schon auf eine Abbaustörung durch ein verändertes CYP hinweisen. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn es sich um allgemeine Unverträglichkeit handelt.

Ein weiterer Ansatzpunkt: Wenn bei einem neuen Medikament eine stärkere Wirkung einer schon länger genommenen Substanz eintritt. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass Sie seit Jahren den Beta-Blocker Metoprolol in niedriger Dosierung einnehmen. Dabei lag Ihre Herzfrequenz in Ruhe bisher immer bei ca. 72 bpm. Nun erhalten Sie im Krankenhaus zusätzlich den Thrombozytenblocker Clopidogrel. Sie berichten nun über neu aufgetretene Benommenheit und eine Herzfrequenz von 56 bpm.

Was ist passiert?

Schritt 2: Interaktion zwischen Medikament und Cytochrom klären

Im ersten Schritt schauen wir, ob das unter Nebenwirkungsverdacht stehende Clopidogrel überhaupt über ein CYP verarbeitet wird. Wenn wir unsere CYP-Liste nicht zur Hand haben, dann schauen wir im Internet in der Datenbank „drugbank” nach. Hier finden wir unter “Predicted ADMET Features” die sogenannte pharmakokinetische Eigenschaft des Medikaments: „A” steht für „Adsorption” (= Aufnahme), „D” für „Distribution (= Verteilung), „M” für „Metabolism” (= Stoffwechsel), „E” für „Excretion” (= Ausscheidung) und „T” für „Toxicity” (= Giftigkeit).

In der Spalte 1 „Property” sind die potenziellen Eigenschaften des Medikaments in Bezug auf das CYP-System aufgelistet. Darauf wurde es laborchemisch getestet, in diesem Fall die Eigenschaft als CYP2D6 Inhibitor.

In Spalte 2 unter „Value” ist angegeben, welche Eigenschaft das Medikament tatsächlich hat, z.B. Inhibitor. In der Tat ist Clopidogrel ein Inhibitor von CYP2D6.

Und in Spalte 3 finden Sie die Wahrscheinlichkeit dieser tatsächlichen Eigenschaft. Dabei werten wir 1,0 als hoch und <0,50 als niedrig. Im Fall von Clopidogrel besteht eine mittlere Wahrscheinlichkeit von 0,57, dass Clopidogrel ein Wirkung als “Inhibitor” hat.

 

Schritt 3: Schnittmenge mit anderen Medikamenten finden

Nun haben Sie herausgefunden, dass Ihr Medikament Clopidogrel tatsächlich Einfluss auf das Cytochrom-System hat. Sie müssen jetzt sehen, ob andere Medikamente mit Clopidogrel eine Schnittmenge beim CYP2D6 haben. Das können Sie wieder über „drugbank” machen. Bei mehreren Medikamenten ist es manchmal einfacher, wenn Sie im englischen Wikipedia den Eintrag zum Cytochrom selbst lesen, in diesem Fall „CYP2D6”. Am Ende des Wikipedia-Beitrages finden Sie eine ziemlich vollständige Liste mit Medikamenten, die als Substrate, Inhibitoren oder Induktoren mit dem Cytochrom interagieren können.

Schritt 4: Konsequenzen ziehen

Falls wir den klinischen Verdacht auf einen Genpolymorphismus haben, schreiben wir das als Verdachtsdiagnose in unsere Arztbriefe. Wir versuchen dann in der Zukunft Medikamente zu vermeiden, die über diesen Stoffwechselweg abgebaut werden.

Nebenwirkungen von Medikamenten – schwierige Analyse für Ärztin und Arzt

Sie werden spätestens jetzt bemerkt haben, dass die Bewertung von Nebenwirkungen sehr komplex, schwierig und zeitaufwändig ist, auch für den verschreibenden Arzt. Das bedeutet: Die Empfehlung von Medikamenten ist folglich auch immer mit einem hohen Maß an Verantwortung verbunden.

Sie verstehen jetzt auch, warum es ab der Einnahme von 5 Medikamenten für eine Ärztin bzw. einen Arzt fast unmöglich ist, die Arzneimittelinteraktionen zu bewerten.

Das alles erklärt auch unseren Grundsatz in der Cardiopraxis: „So wenig Medikamente wie nötig”. Es geht hierbei nicht darum, Ihren individuellen Wünschen nach wenigen Präparaten zu folgen, sondern einfach um eine medizinische Notwendigkeit.

Wir rechnen in der Zukunft damit, dass die Bestimmung von Arzneimittelinteraktionen mit Medikamenten besser bestimmbar und besser vorhersehbar werden. Die bisherig eingesetzten einfachen Ampelsysteme, z.B. durch Apotheken sind noch zu grob. Ziel muss sein, die individuelle genetisch determinierte Stoffwechselaktivität von Cytochromen  bzw. ihre Aktivität bei Einsatz mehrerer Medikamente zu erfassen. Hilfreich werden hierbei  System der künstlichen Intelligenz sein, die große Datenmengen verarbeiten können. Optimal ist eine molekular-genetische Analyse des Cytochrom-Systems bei allen Menschen, die langfristig Medikamente einnehmen.

Anhang

Links zu einzelnen Medikamenten

Drugbank

Geben Sie oben einen Wirkstoff ein und scrollen Sie nach unten bis Sie zum Abschnitt “Properties” gelangen. Dort finden Sie unter “Predicted ADMET Features” die Bedeutung der Medikamente im Verhältnis zu verschiedenen CYPs.

Links zu einzelnen Cytochromen

Wikipedia-Links zu den wichtigsten CYPs für Herz-Kreislaufmedikamente.

1A2 2B6 2C8 2C9 2C19 2D6 2E1 2J2 3A4 3A5

Rot markierte Links kennzeichnen Beiträge, die Medikamentenlisten enthalten; Sie finden sie dort unter “Ligands”.

 

1Für die CYP-Liste übernimmt Cardiopraxis keine Gewährleistung. Nur zum internen Gebrauch in der Cardiopraxis gedacht.

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 


Sie möchten regelmässig informiert bleiben? Tragen Sie sich hier für unseren Newsletter ein!


Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Die Weihnachtsfeiertage und die Jahreswende stehen kurz bevor. Eine schöne Zeit, aber: Die meisten Arztpraxen sind dann geschlossen. Falls Sie also Medikamente einnehmen, sollten Sie am besten heute noch den Bestand überprüfen und sich rechtzeitig beim Hausarzt Rezepte besorgen.

In akuten lebensbedrohlichen Notfällen verständigen Sie sofort den Notarzt mit der 112 und teilen Sie ihm genaustens mit: Was ist passiert? Wer ist involviert? Wann und wo ist es passiert?

Ein akut lebensbedrohlicher Notfall liegt vor, wenn folgende Symptome auftreten:

  • Brustschmerzen, vor allen Dingen in Verbindung mit Luftnot
  • Bewegungs- und/ oder Sprachstörungen
  • starker (oder nicht bekannter) Kopfschmerz
  • Benommenheit und Bewusstlosigkeit
  • Gesichtsblässe und vermehrtes Schwitzen
  • schwere Luftnot

Die 116117 (elf6elf7) – den Ärztlichen Notdienst – verständigen Sie bitte bei folgenden nicht-lebensbedrohlichen Symptomen:

  • Brechdurchfall
  • Erkältung mit hohem, nicht beherrschbarem Fieber
  • Bauchschmerzen
  • Harnwegsinfekt
  • Rückenschmerzen
  • starke Hals- und Ohrenschmerzen

Bleiben Sie gesund! Handeln Sie rechtzeitig und rufen Sie die richtige Nummer an!

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Xarelto –  Fieber, eine häufige und unbekannte Nebenwirkung

Xareltomit dem Wirkstoff Rivaroxaban gehört zur neuen Generation der Gerinnungshemmer. Dieses Medikament wird mit gutem Erfolg bei Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose, Lungenembolie oder auch zur Verhinderung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern eingesetzt. In der Gruppe der neuen Gerinnungshemmer ist Xareltodas am meisten verkaufte Produkt weltweit.

Eine häufige, allerdings auch bei Ärzten wenig bekannte Nebenwirkung von Xareltoist eine erhöhte Körpertemperatur mit den verschiedenen Folgesymptomen. Die Nebenwirkung “Fieber” tritt laut Fachinformation in bis zu 10% der Fälle auf. Der geringe Bekanntheitsgrad dieser Nebenwirkung ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, dass die meisten von uns nicht regelmäßig ihre Körpertemperatur messen und so Abweichungen nicht registrieren.

Xarelto– Serotonin-vermittelte Steigerung der Körpertemperatur?

Der Wirkstoff von Xarelto, Rivaroxaban weist eine hohe chemische Strukturähnlichkeit mit dem Antibiotikum Linezolid auf. Die Ähnlichkeit ist so groß, dass Rivaroxaban sogar darauf wissenschaftlich untersucht worden ist, ob es antibiotische Eigenschaften hat, was allerdings nicht der Fall ist.

Von Linezolid wissen wir, dass es vermittelt durch den Botenstoff Serotonin im Gehirn die Körpertemperatur erhöht. Das kann vor allen Dingen in Verbindung mit Antidepressiva, die ebenfalls in den Serotonin-Stoffwechsel eingreifen, den sog. Serotonin Re-uptake Hemmern zum gefürchteten Serotonin-Syndrom führen. Neben der Temperaturerhöhung kommt es beim Serotonin-Syndrom zu weiteren Symptomen der Überhitzung wie Anstieg der Herzfrequenz, Schwitzen, schnelle Atmung, Unruhe bis hin zu Bewusstseinsstörungen sowie Händezittern bis hin zu Krampfanfällen des Gehirns.

In Anbetracht der hohen chemischen Strukturähnlichkeit von Rivaroxaban und Linezolid kann berechtigt angenommen werden, dass die Nebenwirkungen von Xareltoauch über Serotonin vermittelt werden. Damit wäre die Temperaturerhöhung bei Rivaroxaban kein “Fieber”, welches ja durch eine Sollwertverstellung im Regelkreis der Thermoregulation gekennzeichnet ist, sondern eine Serotonin-vermittelte zentral verursachte Temperatursteigerung über das Gehirn.

Xarelto– Temperaturerhöhung, innere Unruhe, Schwäche, Müdigkeit, Schwindel…..

Während der Mechanismus der Temperaturerhöhung durch XareltoⓇnicht sicher belegt ist, ist die Häufigkeit von bis zu 10% aller Behandelten wissenschaftlich gesichert. Die Nebenwirkung auf die Temperaturregulation erklärt zahlreiche, ebenfalls häufige Nebenwirkungen, die unter XareltoⓇauftreten können.

Hierfür sollten Sie sich kurz vor Augen führen, dass die Steuerung der Körpertemperatur einem Regelkreis unterliegt, welcher einen stabilen individuellen Sollwert halten will, so dass alle biochemischen Prozesse in Ihrem Körper gut funktionieren. Weicht Ihre Körpertemperatur, wie im Fall einer Nebenwirkung von Xarelto nun nach oben ab, dann versucht der Organismus die Temperatur wieder auf den Sollwert abzusenken. Am besten regulierbar ist dies über eine Weitstellung der Blutgefäße, was wiederum eine vermehrte Abwärme ermöglicht. Sie merken das an einer warmen Haut und im Extremfall fangen Sie sogar an zu schwitzen.

Die Weitstellung der Blutgefäße erklärt nun eine ganze Reihe von weiteren häufigen sekundären Nebenwirkungen unter Xarelto, die Ausdruck von Ausgleichsreaktionen sind. Durch den damit verbunden Blutdruckabfall kann bei Ihnen Benommenheit auftreten. Ihr Körper versucht dann den Druckabfall durch eine Adrenalin-vermittelte Steigerung der Herzfrequenz auszugleichen. Durch das Wechselspiel zwischen den beiden Notwendigkeiten auf der einen Seite Wärme abzugeben und auf der anderen Seite den Blutdruck aufrechtzuerhalten kommt es zu Blutdruckschwankungen. Adrenalin erklärt dann wiederum Ihre innere Unruhe und die damit einhergehende Erschöpfung aufgrund eines erhöhten Energieaufwandes zur Stabilisierung des Kreislaufs.

Die Ausgleichsreaktionen erklären auch, warum eine thermoregulatorische Nebenwirkung von Xareltonicht sofort Temperaturerhöhung zur Folge hat. Solange der Körper durch die Ausgleichsreaktion genügend Wärme abstrahlen kann, solange dominieren als Nebenwirkung die verschiedenen Ausgleichsreaktionen. Ist die Temperatur erhöht, dann ist das als Folge einer thermoregulatorischen Dekompensation zu werten.

Xarelto– Behandlungsverlauf sorgfältig auf Nebenwirkungen beobachten

Wir betreuen in der Cardiopraxis viele Menschen, die Xareltozur Verhinderung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern einnehmen. Dieses tun wir mit gutem Resultat, weil Xareltogerade zu diesem Zweck ein sehr gutes Medikament ist. Xareltohat gegenüber den anderen neuen Gerinnungshemmern, wie Lixiana, Eliquisund Pradaxasogar den Vorteil, dass es als einziges nicht über das Cytochrom P450 System der Leber abgebaut wird, was die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten wahrscheinlich verringert. Bei den Menschen, die wir bereits betreuen achten wir sorgfältig auf die genannten Nebenwirkungen und setzen im Verdachtsfall von Nebenwirkungen auf ein anderes Präparat um.

Besonders bei Menschen die als Antidepressivum einen sog. Serotonin Re-uptake Inhibitor erhalten sind wir wachsam. Bei der Ersteinstellung auf einen Gerinnungshemmer verzichten wir in diesen Fällen auf Xarelto.

Xarelto– Blutdruckschwankungen führen häufig zum Besuch beim Kardiologen

Ein immer wieder vorkommendes Problem, was neue Patienten zu uns die Cardiopraxis führt, sind Blutdruckschwankungen. Wir müssen uns dann fragen: woran liegt das? Liegt es gegebenenfalls an der Einnahme von Xarelto?

Wir haben in der Cardiopraxis umfangreiche Erfahrungen mit der unblutigen Blutflussmessung. Das ermöglicht uns die thermoregulatorische Weitstellung von Blutgefäßen über eine Steigerung des Blutflusses indirekt zu erfassen, was ja eine Folge von Xareltosein kann. Nach sorgfältiger Abwägung, möglicherweise bei weiteren Nebenwirkungen, setzen wir dann von Xarelto auf einen anderen Gerinnungshemmer um. Normalisiert sich dann bei einem Kontrolltermin der Blutfluss wieder, so wie im unten gezeigten Bild, dann können wir von einer Nebenwirkung von Xareltoausgehen und vermeiden bei diesem Menschen in Zukunft dieses Medikament.

In seltenen Fällen ist der thermische Stress so hoch, dass der Blutfluss paradox erniedrigt ist.

Selbstverständlich setzen wir auch bei anderen Nebenwirkungen von Xareltoum. Die Veränderungen des Blutflusses sind bei dem beschriebenen Vorgehen allerdings ein besonders gutes Argument, was uns bei der Umstellung bestätigt.

Nebenwirkungen unter Xarelto? – Sie sollten mit Ihrem Kardiologen sprechen

Sollten Sie Xareltoeinnehmen und den Verdacht auf eine der genannten Nebenwirkung haben, dann ist es für Sie sinnvoll zunächst einmal zu überprüfen, ob ein zeitlicher Zusammenhang zwischen den Symptomen und dem Beginn der Behandlung mit XareltoⓇbesteht; das wäre dann schon ein ziemlich eindeutiger Zusammenhang. Auch können Sie Ihre Basaltemperatur im Ohr an mehreren Tagen messen.

Der nächste Schritt ist dann die Nebenwirkungen am besten mit dem verschreibenden Arzt zu besprechen. Wenn Sie denn Zusammenhang zwischen Temperaturerhöhung und Xareltoschildern, dann werden Sie wahrscheinlich auf Unverständnis stoßen, da den meisten Ärztinnen und Ärzten diese Nebenwirkung nicht bekannt ist. Sie können dann auf die Fachinformation (s.u.) verweisen.

Nochmals grundsätzlich, Sie sollten niemals gerade einen Gerinnungshemmer eigenständig umsetzen oder gar absetzen. Das kann schwere gesundheitliche Folgen für Sie haben.

Xareltoist ein gutes Medikament, aber es hat Nebenwirkungen, wie jedes andere Medikament auch. Auf Nebenwirkungen von Medikamenten sollten Sie grundsätzlich immer achten.

 

Fachinformation Xarelto®

 Center for drug evaluation and research, Application number: 202439Orig1s000

 Hasani R et al. Anesth Essays Res. 2019 ;13: 188–190

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Nebenwirkungen von Medikamenten – zu viel gewünschte Wirkung und individueller Stoffwechsel

Jedes Medikament kann Nebenwirkungen verursachen. Wir unterscheiden bei den Nebenwirkungen grundsätzlich pharmakodynamische und pharmakokinetische Ursachen.

Die Pharmakodynamik beschreibt den eigentlichen therapeutische Effekt. Oder anders ausgedrückt: Welche gewünschte Wirkung hat das Medikament auf meinen Körper?

Bei der Pharmakokinetik geht es um die Verstoffwechselung von Medikamenten. Folglich wird hier die Frage beantwortet: Wie wird ein Medikament in meinem Körper abgebaut?

Ein Medikament – zu viel Wirkung macht Nebenwirkungen 

“Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“ Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus

Von pharmakodynamischen Nebenwirkungen spricht man, wenn der gewünschte Effekt des Medikaments zu stark ist. Nehmen Sie z.B. einen Betablocker in einer zu hohen Dosierung ein, dann kann Ihre Herzfrequenz so stark abfallen, dass Ihre Leistungsfähigkeit kritisch eingeschränkt wird. Das ist auch der Grund warum Sie in jeder Fachinformation eines Medikaments eine maximale Dosierung finden. Irgendwann ist die Wirkung eines Medikaments bei dem Menschen zu stark und hat eine Vergiftung zur Folge.

Die Wirkung einer Substanz hängt aber auch von Größe, Gewicht und Alter ab. Folglich wird Ihnen Ihre Ärztin gerade bei der Verordnung von Herz-Kreislaufmedikamente meistens zunächst eine niedrige Dosis geben. Diese wird dann individuell Schritt für Schritt erhöht bis der gewünschte therapeutische Effekt, z.B. bei der Einstellung des Blutdrucks erreicht ist.

Kombination von Medikamenten – kann auch zu viel Wirkung verursachen 

Auch die gleichzeitige Einnahme von mehreren Medikamenten kann pharmakodynamische Nebenwirkungen bewirken. Obwohl wir bei der Kombination das gleiche therapeutische Ziel anstreben, kann das ebenfalls unerwünschte Folgen haben. Wenn Sie z.B. 2 Blutdrucksenker kombinieren, dann kann das durchaus sinnvoll sein. Es gibt aber auch den Fall, dass so eine Kombination den Blutdruck so stark senkt, dass Sie vermehrt Benommenheit und Leistungsschwäche merken.

Stoffwechsel von Medikamenten – individuell und komplex in der Kombination

Wir können die Pharmakokinetik, d.h. den Stoffwechsel von Medikamenten im Körper häufig nur indirekt über die Nebenwirkungen erfassen. Weil Medikamente über zahlreiche Wege verstoffwechselt werden, sind die Abbauwege häufig sehr komplex.

Ein wesentliche Abbausystem für Medikamente ist das Cytochrom P450 System in der Leber. Über das das Cytochrom P450 CYP3A4 werden ca. 50% aller Medikamente so umgebaut, dass Sie vom Körper ausgeschieden werden können. Ihre Medikamente beeinflussen häufig die Eigenschaften dieser Cytochrome, indem Sie die Stoffwechselrate steigern oder verlangsamen. Zusätzlich haben wir genetisch bedingt alle individuell unterschiedliche Cytochrome. Bei dem einen Menschen arbeitet schon alleine genetisch bedingt ein bestimmtes Cytochrom z.B. normal, bei einem anderen besonders schnell und beim nächsten ist die Stoffwechselrate sehr langsam.

Weiterhin ist es so, dass sich Medikamente an den Abbauwegen beeinflussen können. Und das gilt auch für pflanzliche Produkte, wie z.B. Johanniskraut oder Grapefruit.

Medikamente – so wenig wie nötig

Sie haben sicherlich schon gemerkt, dass die Bewertung von Wirkungen aber vor allen Dingen von Nebenwirkungen von Medikamenten sehr komplex ist. Wir wissen, dass auch eine Ärztin oder ein Arzt ab der Einnahme von 5 Medikamenten die zahllosen Interaktionsmöglichkeiten nicht mehr sicher beurteilen kann.

In der Cardiopraxis folgen wir daher dem Grundsatz: so wenig Medikamente wie nötig. Hier gilt es nicht so sehr Ihrem Bedürfnis nach eine kurzen Medikamentenliste zu folgen, als vielmehr um Ihre medizinisch begründete gesundheitliche Sicherheit.

Wir gehen davon aus, dass in der Zukunft die bereits vorhandenen molekular-genetischen Möglichkeiten zur Bestimmung des individuellen Medikamentenstoffwechsels zunehmend genutzt werden. Darüber hinaus werden differenzierte Systeme der Künstlichen Intelligenz zur Verfügung stehen, um Ärzte bei der individuellen Bewertung von Wirkungen und Nebenwirkungen zu unterstützen.

 

Wikipedia – Paracelsus

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Wir bitten unsere Patientinnen/Patienten immer, zu jedem Arztbesuch eine aktuelle Medikamentenliste mitzubringen. Denn Medikamente sind wichtige (und potenziell gefährliche) Werkzeuge. Sie haben Wirkungen und Nebenwirkungen und beeinflussen Diagnose- und Therapieverfahren.

Schreiben Sie Ihre Medikamente selbst vorab auf! Sie kennen sie am besten. Am besten tragen Sie diese Medikamentenliste immer bei sich, das machen die meisten Patienten. Auf der Liste sollten vermerkt sein:

  • der genaue Name eines Medikaments
  • die Konzentration des Medikaments, z. B. in mg
  • der Zeitpunkt der Einnahme, z. B. morgens, mittags, abends, zur Nacht

Geben Sie auch Nahrungsergänzungsmittel an! Denn diese verändern häufig Ihren Stoffwechsel und wirken somit auf Ihren Kreislauf.

Kurzum: Wenn wir Ihre aktuellen Medikamente nicht kennen, dann können wir Ihnen nicht richtig helfen; eventuell gefährden wir Sie sogar durch falsche Entscheidungen. Also helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können!

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Nitro Spray – hilft Ursachen der  Angina pectoris zu unterscheiden

Nitro Spray ist nicht nur ein bewährtes Medikament, um stabile Brustschmerzen (Angina pectoris bei Koronarer Herzkrankheit) zu behandeln. Es eignet sich auch sehr gut, um die Frage nach dem Ursprungsort der Beschwerden zu beantworten: “Ist es jetzt die Wirbelsäule oder ist es doch das Herz?” Hier ist die Anwendung des Nitro Spray Tests eine wertvolle Hilfe bei der Diagnosefindung.

Verschiedene Ursachen für Brustdruck und Brustschmerz

Brustschmerzen und Brustdruck können verschiedene Ausgangspunkte haben: zum Beispiel ein eingeklemmter oder gereizter Nerv der Wirbelsäule (häufig), muskuläre Verspannungen (häufig), eine meist entzündliche Reizung des Lungen- bzw. Rippenfells, der sogenannten Pleura, oder die Speiseröhre. Ist eine Herzkranzarterie verkalkt, dann kann das vermittelt über Durchblutungsstörungen des Herzmuskels Brustdruck auslösen.

Nitro Spray hilft bei Durchblutungsstörungen des Herzens

Nitro ist das älteste Medikament, um Brustdruck bei Herzdurchblutungsstörungen zu lindern. Indem es die Körpervenen weitstellt, muss das Herz weniger Blut aufnehmen – und wird dadurch entlastet. Deswegen verringert sich die Wandspannung und das Herz kann besser durchblutet werden. Darüber hinaus verringern Nitropräparate Gefäßkrämpfe, was den Durchfluss durch die Herzkranzarterien verbessert.

Nitro Spray richtig anwenden

Für den Nitro Spray-Test nimmt man das Medikament beim ersten Mal am besten im Sitzen ein, denn die Nitro-Akutpräparate können in seltenen Fällen zu Blutdruckabfall führen. Das wiederum verursacht Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit. Sie sprühen zwei Hübe Nitrospray in den Mund oder Sie zerbeißen eine Nitrokapsel. Wichtig ist dabei, den Mund für zirka 30 Sekunden geschlossen zu halten und nicht zu schlucken. Über drei bis fünf Minuten sollten Sie nicht sprechen. Die Wirkung von Nitro setzt nach maximal 5 Minuten ein. Der Wirkungsbeginn ist häufig mit leichten Kopfschmerzen verbunden.

Nitropräparate dürfen nicht in Verbindung mit sog. PDE-Hemmern, Viagra & Co. angewendet werden. Das kann zu schweren Kreislaufstörungen bis hin zum Herzinfarkt mit den bekannten Folgen führen.

Nitro Spray-Test bei Brustschmerzen in Ruhe

Führen Sie die Nitro-Einnahme wie oben angegeben durch. Verschwindet der Brustdruck innerhalb von ca. fünf Minuten, dann ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels hochwahrscheinlich.

Hält der Brustdruck mehr als fünf Minuten an und ist MIT Zusatzsymptomen, zum Beispiel Luftnot, Ausstrahlung in andere Körperregionen wie Schulter oder Arm, Gesichtsblässe, Kaltschweißigkeit, Unruhe oder Angst verbunden, dann kann es sich um einen ablaufenden Herzinfarkt handeln. In diesem Fall sollten Sie die Rettungskette der Akutmaßnahmen aktivieren und den Rettungsdienst unter 112 verständigen.

Hält der Brustdruck mehr als fünf Minuten an OHNE Zusatzsymptome, dann sind Durchblutungsstörungen des Herzens unwahrscheinlich. Sie sollten dann überprüfen, ob die Schmerzen von Bewegungen abhängen und den Schmerzmittel-Gegentest durchführen.

In seltenen Fällen kann auch mal eine Verkrampfung der Speiseröhre auftreten. Dieser kann auch durch Nitrospray gelöst werden. In der Regel kennen die betroffenen Menschen diese Ursache und können den Schmerz der Speiseröhre richtig zuordnen, z.B. durch ein Schluckmanöver, was in der Regel eine Intensivierung  Schmerzen zur Folge hat. Im Zweifel sollten Sie dieses Befunde mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen.

Der Schmerzmittel-Gegentest bei Brustschmerzen in Ruhe

Durchblutungsstörungen des Herzmuskels reagieren nicht auf Schmerzmittel.

Führen Sie bei Ruhebeschwerden, die nicht auf den Nitro-Test reagieren, und bei denen die Zusatzsymptome eines Herzinfarktes NICHT bestehen, den Schmerzmittel-Gegentest durch. Dafür nehmen Sie ein Schmerzmittel, zum Beispiel 1000 mg Aspirin oder 600 mg Ibuprofen. Die Wirkung tritt in der Regel nach 30 bis 45 Minuten ein.

Verschwinden die Brustschmerzen, dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Veränderung der Wirbelsäule oder eine Muskelverspannung. Gelegentlich kann auch die Pleura, zum Beispiel in Verbindung mit einer Lungenentzündung, ursächlich sein. Eine sehr seltene Ursache ist die Herzbeutelentzündung, welche auch auf Schmerzmittel reagiert.

Nitro Spray Test bei regelhaftem Brustdruck unter Belastung

Bei einer sogenannten stabilen Anginaschwelle ist ausschließlich eine fest verkalkte Engstelle der Grund für eine Durchblutungsstörung. Der Brustdruck tritt immer bei der gleichen Belastungsstufe auf, z.B. nach einer Etage Treppensteigen. Führen Sie den Nitro Spray-Test durch. Sind Sie jetzt besser belastbar und der Brustdruck macht sich erst nach stärkerer Belastung bzw. gar nicht mehr bemerkbar (z.B. erst nach zwei Treppenetagen), dann ist eine Durchblutungsstörung wahrscheinlich.

Nitro-Test bei unregelhaftem Brustdruck unter Belastung

Bei einer verkalkten Engstelle einer Herzkranzarterie kann neben dem fixiert verkalkten Anteil ein zusätzlicher Gefäßkrampf die Durchblutungsstörung verstärken. Der Gefäßkrampf wird meistens über das vegetative Nervensystem und Adrenalin vermittelt. Die Anginaschwelle kann so schwanken, etwa in Abhängigkeit von der Tageszeit (morgens schlechter als abends) oder der Witterung (bei Kälte schlechter als bei Wärme). Die Anginaschwelle ist besonders häufig am Morgen niedrig. Sie können dann zum Beispiel anstatt einer nur noch eine halbe Treppenetage ohne Brustdruck erklimmen.

Nun führen Sie den Nitro-Test durch. Tritt der Brustdruck jetzt wieder bei der gewohnten Belastungsstufe, z.B. nach einer Treppenetage, auf, dann ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels wahrscheinlich. Falls sich die variable Belastbarkeit durch Angina pectoris innerhalb der letzten vier Wochen geändert hat (häufiger, intensiver, neu mit Ausstrahlung, eventuell auch in Ruhe), dann kann auch die Zu- und Abnahme eines Blutgerinnsels in einem Herzkranzgefäß dahinterstecken. Hierbei kann es sich um eine instabile Angina pectoris handeln. Sie ist ein möglicher Vorbote eines Herzinfarktes. Jetzt sollten Sie zeitnah ärztliche Hilfe suchen.

Nitro Spray-Test: Vorgehen mit dem Kardiologen abstimmen

Sie sollten vor dem ersten Nitro Spray-Test das Vorgehen mit Ihrem Kardiologen besprechen. Er kann Ihre Beschwerden vielleicht schon einordnen und hält es für sinnvoll, bereits jetzt schon weitere diagnostische Maßnahmen einzuleiten.

Ist bei Ihnen eine Koronare Herzkrankheit bekannt, dann können Sie den Nitro Spray-Test immer wieder mal durchführen. So stellen Sie fest, ob sich Ihre Leistungsfähigkeit verschlechtert hat. Sollte das der Fall sein, dann besprechen Sie die Befunde mit Ihrem Kardiologen.

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

Auf einer Flugreise nach Indien fiel einem 59-jährigen Mann auf, dass er seinen Betablocker zu Hause vergessen hatte. Er benötigte ihn täglich zur Vorbeugung von Vorhofflimmern. Zum Glück konnte er sich in Absprache mit der CardioPraxis das Medikament bei einem Zwischenstopp in Abu Dhabi besorgen.

Das zeigt eindrucksvoll: Je mehr ein Arzt über Ihre medizinische Vorgeschichte weiß, desto besser kann er Ihnen helfen. Zudem ist die medizinische Fachsprache international weitgehend verständlich. Sie selbst können mit wenigen Dingen zu einer guten medizinischen Versorgung und Ihrer eigenen Sicherheit auf Auslandsreisen beitragen:

Packen Sie stets ausreichend Medikamente, eine Liste der aktuellen Medikamente sowie Kopien von aktuellen medizinischen Berichten ein! Schriftliche Dokumentationen können Sie zudem einfach auf dem Smartphone speichern.

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch