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Das Herz hat insgesamt 4 Herzklappen, die wie Ventile für einen gerichteten Vorwärtsfluss des Blutes sorgen. 2 Herzklappen liegen im rechten Herzanteil vor der Lungenstrombahn, 2 Herzklappen im linken Herzanteil hinter der Lungenstrombahn.

Auf der rechten Seite befinden sich die Trikuspidal- und die Pulmonalklappe. Die Trikuspidalklappe ist zwischen rechter Vor- und Hauptkammer, die Pulmonalklappe zwischen rechter Hauptkammer und Lungenarterie.

Auf der linken Seite sind die Mitral- und die Aortenklappe im Einsatz. Die Mitralklappe liegt zwischen linker Vor- und Hauptkammer, die Aortenklappe zwischen linker Hauptkammer und der Aorta.

Eine Erkrankung einer Herzklappe kann zu 2 Störungen des Ventils führen. Wenn eine Herzklappe undicht wird, spricht man von Klappeninsuffizienz; wenn sie zu eng wird, nennt man das Klappenstenose. Am häufigsten sind die Aorten- und die Mitralklappe, also die linksseitigen Klappen, betroffen. Erkrankungen der Pulmonalklappe sind fast immer angeboren.

Erste Hinweise auf eine Herzklappenerkrankung gibt das Herzgeräusch beim Abhören mit dem Stethoskop.

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

 

Wenn die Aortenklappe verengt ist, spricht man von einer Aortenklappenstenose. Sie ist die häufigste Klappenerkrankung in Europa, etwa 7 % aller Menschen über 65 Jahre leiden daran.

Verursacht wird sie durch Verschleiß, eine Entzündung – oder sie ist angeboren. Das Problem bei einer Aortenklappenstenose: Die linke Herzhauptkammer pumpt durch die Verengung gegen einen höheren Widerstand, der Herzmuskel wird dicker und aufgrund von Sauerstoffmangel irgendwann steif. Insgesamt sinkt die Pumpleistung des Herzens dadurch.

Bemerkbar macht sich eine Aortenklappenstenose zum Beispiel durch geringere Belastbarkeit, Luftnot, Brustschmerzen, Schwindel oder Herzschwäche. Der Arzt bzw. die Ärztin kann sie auf verschiedene Weise diagnostizieren: über die Herzgeräusche per Stethoskop, per Herzultraschall oder über einen Herzkatheter. Die Prognose für eine 2-Jahres-Überlebensrate liegt bei unter 50 %.

Wenn die Öffnungsfläche der Aortenklappe weniger als 1 Quadratzentimeter beträgt, ist ein Ersatz die angezeigte Therapie. Operiert wird entweder mit einer biologischen oder einer mechanischen Klappe. Bei Menschen über 75 Jahre oder hohem OP-Risiko ist auch ein minimalinvasiver Eingriff per Katheter möglich.

 

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Die Verbindungsklappe zwischen linker Hauptkammer und Hauptschlagader, die sogenannte Aortenklappe, ist bei manchen Menschen undicht. Man spricht dann von Aortenklappeninsuffizienz.

Sie kann angeboren sein, aus einer Klappenentzündung resultieren oder die Folge einer geweiteten Hauptschlagader sein. Durch eine Aortenklappeninsuffizienz wird die linke Herzkammer aus zwei Richtungen gefüllt, was zu einer Vergrößerung der Herzhauptkammer und letztendlich zu einer Herzschwäche führen kann.

Diagnostiziert wird die Aortenklappeninsuffizienz entweder bei einer klinischen Untersuchung über die Herzgeräusche und über einen niedrigen diastolischen Blutdruck oder per Herzultraschall.

Behoben werden kann das Problem mit einer neuen, biologischen oder mechanischen Aortenklappe, die operativ eingesetzt wird. Bei jungen Patienten kann die undichte Aortenklappe auch rekonstruiert oder durch die eigene Pulmonalklappe ersetzt werden.

 

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Gesunde Herzklappen - richtiger Blutfluss

Wie Rückschlagventile funktionieren diese smarten Vorrichtungen im Herzen: Sie verhindern einen Rückfluss des Blutes in die falsche Richtung!

Jede Herzhälfte besitzt zwei davon: Auf der rechten Seite sorgt die Trikuspidalklappe für einen reibungslosen Fluss vom Vorhof in die Hauptkammer und die Pulmonalklappe für einen ebensolchen von der Hauptkammer in die Lungenschlagader; auf der linken Seite befördert die Mitralklappe das Blut ordnungsgemäß vom Vorhof in die Hauptkammer, die Aortenklappe von der Hauptkammer in die Hauptschlagader (Aorta).

Wenn eine Herzklappe sich nicht richtig öffnet oder schließt, stört dies den Blutfluss – und kann zu Herz- und Kreislaufproblemen führen.

 

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In manchen Fällen kann eine verengte Aortenklappe über einen Herzkatheter-Zugang in der Leiste ersetzt werden. Diese Technik nennt man TAVI (Transfemoral Aortic Valve Implantation). 52,3 % aller Eingriffe bei verengter Aortenklappe werden in Deutschland mittels TAVI durchgeführt (Stand 2015).

Ob diese Technik eingesetzt wird, hängt von folgenden Kriterien ab:

  • Alter
  • Begleiterkrankungen mit erhöhtem OP-Risiko
  • Begleiterkrankungen des Herzens
  • Beschaffenheit der großen Arterien
  • Verkalkungsgrad der kranken Klappe

Der Eingriff erfolgt in der Regel in Lokalanästhesie. Die neue Klappe wird mit einem Draht über die Leistenarterie vorgeschoben und richtig positioniert. Mithilfe eines kleinen Ballons dehnt sie sich in der alten Klappe auf – und macht den Weg wieder frei.

 

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Die Aortenklappe ist eines von vier Rückschlagventilen des Herzens, die den Blutfluss in nur eine Richtung zulassen. Sie befindet sich zwischen linker Hauptkammer des Herzens und Hauptschlagader (Aorta).

Während der Austreibungsphase der Herzhauptkammer öffnet sie sich, während der Füllungsphase ist sie geschlossen.

Die Aortenklappe kann undicht (insuffizient) und/oder verengt (stenosiert) sein. Dadurch wird das Herz mechanisch belastet. Eingeschränkte Leistungsfähigkeit mit Luftnot ist ein typisches Symptom dafür.

Gerade ältere Menschen erkranken häufig an einer Aortenklappenstenose.

 

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