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Im Winter sind die Tage kürzer, es herrscht mehr Dunkelheit. Die Extreme der Lichtexposition durch Tageslicht werden dadurch deutlich, dass der minimale Dunkelheit im Sommer mit 8,5 Stunden im Winter 16 Stunden der maximalen Dunkelheit gegenüberstehen. Die Innere Uhr muss sich an diese zwar graduelle, aber doch drastische Umstellung anpassen. Dadurch können saisonale depressive Verstimmungen auftreten.

Günstig beeinflussen kann diesen „Winterblues“ hochintensives therapeutisches Licht. Dabei handelt es sich um spezielle Lichtquellen ohne UV-Anteil, bei Weißlicht mit einem Maß von 10.000 Lux oder bei Blaulicht mit einem Maß von 200 Lux (z. B. Philips EnergyUp white/blue oder Beurer TL 30 Tageslichtlampe).

Idealerweise nutzt man das therapeutische Licht morgens, z. B. am Arbeitsplatz neben dem Computer, abends dagegen sollte man es vermeiden – Schlafstörungen könnten die Folge sein. Auch sollte man nicht direkt ins Licht schauen. Ein Effekt stellt sich ein, wenn man sich der Lichtquelle täglich zwischen 30 und 60 Minuten (individuell bis 4 Std.) über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen aussetzt.

…..weiter im Selbsthilfekurs „Winterblues“

Mindestens 84 Prozent aller deutschen Haushalte haben heute einen Computer oder ein Smartphone. Häufig werden diese Geräte auch abends genutzt – mit gravierenden Folgen: Die Geräte emittieren Licht mit hohem kurzwelligem Blauanteil, was die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin um bis zu 22 Prozent reduziert. Schlafstörungen werden dadurch begünstigt.

Abhilfe schaffen kann die Nightshift-Funktion, die den Blauanteil aus dem Computerlicht herausfiltert und wärmere Farben benutzt. Durch unsere Instagram-Befragung, bei der 90 Personen (davon 55 Prozent unter 35 Jahre) teilnahmen, haben wir herausgefunden: 52,2 Prozent der Computernutzer kannten die Nightshift-Funktion nicht – leider! Dabei können insbesondere Menschen mit Schlafstörungen von dieser kleinen Umstellung am Abend profitieren.

 

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Magnesium – ein lukrativer Markt

Der Handel mit Nahrungsergänzungsmittel ist ein wachsender Markt, der pro Jahr über 1,1 Milliarden Euro pro Jahr alleine in Deutschland umgesetzt. Nahrungsergänzungsmittel werden über verschiedene Vertriebskanäle angeboten. An der Spitze steht der  Lebensmitteleinzelhandel, einschließlich Discounter mit 37,5% gefolgt von Drogeriemärkten mit 32,4 %, Apotheken mit 23,4% und Versandapotheken mit 6,7%, dabei  ist der Direktversand über das Internet nicht erfasst (Quelle: INSIGHT Health).

Magnesium – meist verkaufter Mineralstoff

Insgesamt ist Magnesium ist neben Vitamin C das beliebteste Nahrungsergänzungsmittel und als Mineralstoff der Spitzenreiter, weit vor z.B. Kalzium, Zink und Kalium. Alleine 2016 wurde Magnesium als Einzelmineralstoff in Deutschland über 41,6 Millionen verkauft (Quelle: INSIGHT Health). Imm Gegensatz zu Großbritannien ist es  in Deutschland frei verkäuflich und kann von den Kunden in allen Dosierungen und Packungsgrößen unkontrolliert erworben werden.

Neben den gut platzierten Angeboten in Geschäften und Apotheken wird Magnesium auch stark in Print-Publikationen sowie im Internet beworben. Sie kommen als Konsument also kaum an diesem Nahrungsergänzungsmittel vorbei. Der Käufer lebt in dem Glauben: Magnesium ist immer gesund, je mehr desto besser.

Für den Konsumenten ist  die kontrollierte Einnahme von Magnesium darüber hinaus noch erschwert, weil Magnesium nicht nur als Einzelsubstanz verkauft wird, sondern auch in vielen Kombinationspräparaten enthalten ist, z.B. in Korallenpräparaten und weiteren zahlreichen sog. Mikronährstoffmischungen.

Kurzum Magnesium ist in Deutschland sehr beliebtes Nahrungsergänzungsmittel und wird gerne in der Selbstmedikation eingesetzt, kaum einer der es noch nicht genommen hat. Dabei sind die Gründe für die Einnahme häufig eher diffus und reichen von „ich habe Muskelkrämpfe“ über „muss ja wohl gut sein“ bis hin zu obskuren Krebstherapien.

Wirkung von Magnesium bei Muskelkrämpfen sehr fraglich

Bis auf den Einsatz in der Schwangerschaft gibt es im Übrigen für eine hilfreiche Wirkung von Magnesium bei Muskelkrämpfen trotz zahlreicher Studien keine wissenschaftlichen Belege.  Im Einzelfall kann es sicherlich helfen, man sollte als Betroffener die Wirkung aber immer kritisch hinterfragen. Gemäß unseren Erfahrungen in der Cardiopraxis hilft bei Muskelkrämpfen die Faszientherapie, z.B. mit einem Nudelholz.

Magnesium kann zu Symptomen der Überhitzung führen

Der Mineralstoff Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und aktiviert den Stoffwechsel. Das hat eine vermehrte Wärmebildung zur Folge und kann zu thermischem Stress führen.

Wir können in der Cardiopraxis die Aktivierung des Stoffwechsels indirekt über Steigerung des Blutflusses in der unblutige Blutflussmessung gut messen. So können wir einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Magnesium, Symptomen und Blutfluss feststellen und die Dosierung von Magnesium individuell anpassen.

Wir erleben so in der Cardiopraxis Woche-für-Woche Menschen bei denen die unkontrollierte Magnesium-Einnahme zu Nebenwirkungen geführt hat, zum Beispiel:

  • innere Unruhe
  • Gereiztheit bis hin zu Aggressivität
  • vermehrte Ängstlichkeit bis hin zu Panikattacken
  • Zittern
  • verringerte Toleranz von Wärme
  • vermehrtes Schwitzen
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Benommenheit bis hin zu Ohnmachtsanfälle, auch mit Verletzungsfolge

Kontrollierte Einnahme von Magnesium ist wichtig

Kontrolliert eingesetzt kann Magnesium ein gesundes Nahrungsergänzungsmittel sein. Manchmal führen sogar Medikamente, sog. Mikronährstoffräuber dazu, dass Magnesium dem Körper fehlt.

In der Cardiopraxis setzen wir Magnesium, neben Kalium und Vitamin D vor allen Dingen zur Stoffwechselaktivierung bei Menschen mit Bluthochdruck und niedrigem Blutfluss erfolgreich ein. Dabei ist die unblutige Kreislaufmessung für uns eine wertvolle Hilfe.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sollten Sie eine tägliche Magnesium-Zufuhr auf maximal 14 Tage beschränken. Bei einer dauerhaften Einnahme sollten es höchstens 3 Einheiten, zum Beispiel zu 300 mg, in der Woche, sein. Gerade wenn Sie Kombinationspräparate einnehmen, sollten Sie auf die Summe der täglich eingenommen Dosis von Magnesium achten.

 

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Entzündliche Hauterkrankungen (z.B. Atomische Dermatitis) setzen bestimmte Botenstoffe frei, die auf den ganzen Körper wirken können. Dabei kann sich auch die Körperkerntemperatur erhöhen.

Dadurch können sich die Arterien weitstellen und der Kreislauf „überdreht“. Das ebenso ausgeschüttete Adrenalin und Noradrenalin kann zu Symptomen wie z. B. Unruhe, Erschöpfung und Schlafstörungen führen.

Vitamin D kann eine solche entzündliche Hauterkrankung günstig beeinflussen – und damit auch den Kreislauf. Zwar ist die wissenschaftliche Datenlage zu Vitamin D bei Hauterkrankungen nicht eindeutig, ein Therapieversuch kann aber trotzdem sinnvoll sein.

 

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