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Wenn die Aortenklappe verengt ist, spricht man von einer Aortenklappenstenose. Sie ist die häufigste Klappenerkrankung in Europa, etwa 7 % aller Menschen über 65 Jahre leiden daran.

Verursacht wird sie durch Verschleiß, eine Entzündung – oder sie ist angeboren. Das Problem bei einer Aortenklappenstenose: Die linke Herzhauptkammer pumpt durch die Verengung gegen einen höheren Widerstand, der Herzmuskel wird dicker und aufgrund von Sauerstoffmangel irgendwann steif. Insgesamt sinkt die Pumpleistung des Herzens dadurch.

Bemerkbar macht sich eine Aortenklappenstenose zum Beispiel durch geringere Belastbarkeit, Luftnot, Brustschmerzen, Schwindel oder Herzschwäche. Der Arzt bzw. die Ärztin kann sie auf verschiedene Weise diagnostizieren: über die Herzgeräusche per Stethoskop, per Herzultraschall oder über einen Herzkatheter. Die Prognose für eine 2-Jahres-Überlebensrate liegt bei unter 50 %.

Wenn die Öffnungsfläche der Aortenklappe weniger als 1 Quadratzentimeter beträgt, ist ein Ersatz die angezeigte Therapie. Operiert wird entweder mit einer biologischen oder einer mechanischen Klappe. Bei Menschen über 75 Jahre oder hohem OP-Risiko ist auch ein minimalinvasiver Eingriff per Katheter möglich.

Mehr zu: Dr. Natalie Fleissner

 

 

 

 

 

 


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Das sogenannte Thorakale Aortenaneurysma ist eine Aussackung der Hauptschlagader im Brustraum. 80 % der Fälle werden zufällig entdeckt. Mit jährlich zwischen 5 bis 10 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner tritt das Thorakale Aortenaneurysma deutlich seltener auf als das Bauchaortenaneurysma (40 bis 50 Fälle pro 100.000 pro Jahr). Überwiegend Männer zwischen 60 und 70 Jahren sind betroffen.

Zu den Symptomen zählen:

  • Luftnot
  • Schluckbeschwerden
  • Brust- und Rückenschmerzen

Ursachen für ein Thorakales Aortenaneurysma können sein:

  • Bluthochdruck
  • Bindegewebserkrankung (z.B. Marfan-Syndrom)
  • Aortenklappenerkrankung (bikuspide Klappe)
  • Arterienentzündung
  • Medikamente

Diagnostiziert wird es per Herzultraschall, CT und MRT.

Diese Komplikationen können mit einem Thorakalen Aortenaneurysma einhergehen:

  • Ruptur (= Aufplatzen) – wird kaum überlebt
  • Dissektion (= Einriss innerhalb der Gefäßwand) führt zu akuter Durchblutungsstörung von Gehirn, Organen, Armen und Beinen
  • Risiko steigt mit Zunahme des Aortendurchmessers

Operiert wird in der Regel ab einem Querdurchmesser von 55 mm. Früher eingreifen kann man, wenn Risikofaktoren wie zum Beispiel eine bikuspide Aortenklappe, eine familiäre Disposition für Komplikationen oder eine Wachstumsgeschwindigkeit von 5 mm pro Jahr vorliegt.

Mehr zu: Dr. Natalie Fleissner

 

 

 

 

 

 


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