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Wenn die Verbindungsklappe zwischen linker Vorkammer und linker Hauptkammer nicht richtig schließt, spricht man in der Medizin von einer Mitralklappeninsuffizienz. Zwischen 800.000 und 1 Mio. Menschen in Deutschland sind von ihr betroffen – damit ist sie der zweithäufigste Herzklappenfehler.

Das Problem: Während der Auswurfphase in die linke Hauptkammer fließen bis zu 60 % wieder in die linke Vorkammer zurück. Dadurch erhöht sich der Lungendruck, die linke Hauptkammer wird chronisch überbelastet – und das kann zu Herzschwäche führen.

 

Eine Mitralklappeninsuffizienz kann auf verschiedene Weise entstehen: Sie kann auf eine Strukturveränderung der Klappe zurückgehen, einen Sehnenabriss oder auch eine Entzündung. Bemerkbar macht sie sich zum Beispiel durch Luftnot, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Vorhofflimmern oder eben Herzschwäche. Diagnostiziert werden kann sie anhand der Herzgeräusche mit einem Stethoskop oder per Herzultraschall.

Eine Ärztin bzw. ein Arzt behandelt eine Mitralklappeninsuffizienz je nach Ausprägung auf ganz unterschiedliche Weise. Zum Beispiel mit Medikamenten, die die linke Hauptkammer entlasten, wodurch der Rückfluss reduziert wird. Wenn etwa die Auswurfleistung der linken Herzkammer weniger als 60 % beträgt, ist ein invasiver Eingriff nötig: entweder eine Operation, bei der die Mitralklappe rekonstruiert bzw. ersetzt wird oder bei inoperablen Patienten ein Katheter-gestütztes Verfahren.

 

Ⓒ Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

 

Wenn die Aortenklappe verengt ist, spricht man von einer Aortenklappenstenose. Sie ist die häufigste Klappenerkrankung in Europa, etwa 7 % aller Menschen über 65 Jahre leiden daran.

Verursacht wird sie durch Verschleiß, eine Entzündung – oder sie ist angeboren. Das Problem bei einer Aortenklappenstenose: Die linke Herzhauptkammer pumpt durch die Verengung gegen einen höheren Widerstand, der Herzmuskel wird dicker und aufgrund von Sauerstoffmangel irgendwann steif. Insgesamt sinkt die Pumpleistung des Herzens dadurch.

Bemerkbar macht sich eine Aortenklappenstenose zum Beispiel durch geringere Belastbarkeit, Luftnot, Brustschmerzen, Schwindel oder Herzschwäche. Der Arzt bzw. die Ärztin kann sie auf verschiedene Weise diagnostizieren: über die Herzgeräusche per Stethoskop, per Herzultraschall oder über einen Herzkatheter. Die Prognose für eine 2-Jahres-Überlebensrate liegt bei unter 50 %.

Wenn die Öffnungsfläche der Aortenklappe weniger als 1 Quadratzentimeter beträgt, ist ein Ersatz die angezeigte Therapie. Operiert wird entweder mit einer biologischen oder einer mechanischen Klappe. Bei Menschen über 75 Jahre oder hohem OP-Risiko ist auch ein minimalinvasiver Eingriff per Katheter möglich.

 

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Die Verbindungsklappe zwischen linker Hauptkammer und Hauptschlagader, die sogenannte Aortenklappe, ist bei manchen Menschen undicht. Man spricht dann von Aortenklappeninsuffizienz.

Sie kann angeboren sein, aus einer Klappenentzündung resultieren oder die Folge einer geweiteten Hauptschlagader sein. Durch eine Aortenklappeninsuffizienz wird die linke Herzkammer aus zwei Richtungen gefüllt, was zu einer Vergrößerung der Herzhauptkammer und letztendlich zu einer Herzschwäche führen kann.

Diagnostiziert wird die Aortenklappeninsuffizienz entweder bei einer klinischen Untersuchung über die Herzgeräusche und über einen niedrigen diastolischen Blutdruck oder per Herzultraschall.

Behoben werden kann das Problem mit einer neuen, biologischen oder mechanischen Aortenklappe, die operativ eingesetzt wird. Bei jungen Patienten kann die undichte Aortenklappe auch rekonstruiert oder durch die eigene Pulmonalklappe ersetzt werden.

 

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