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Dr. Stefan Dierkes
Dr. Stefan Dierkes
Dr. med. Stefan Dierkes besondere Expertise liegt auf der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen mittels Herzschrittmacher und Defibrillator. Dabei kommt ihm eine 14-jährige Erfahrung in verschiedenen Kliniken zugute. Allein mehr als 15.000 EKGs hat Dr. med. Stefan Dierkes in seiner kardiologischen Laufbahn bis heute durchgeführt. Zum Profil.

Trainingspuls – Puls nach Belastung

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Wie hoch darf mein Puls bei Belastung sein? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Aber wie sieht es aus mit der Erholung des Pulses am Belastungsende? Warum diese Information wichtig ist, zeigen wir Ihnen.

 

Puls nach dem Sport – Erholung nach Belastung

Die Erholung des Pulses nach Belastung ist für uns ein wichtiger Hinweis: Zum einen auf die kardiovaskuläre Fitness, zum anderen auf das autonome vegetative Nervensystem.

Unter körperlicher Belastung kommt es zu einer Aktivierung des sympathischen Nervensystems und Reduktion des vagalen Tonus. Das sympathische Nervensystem und das parasympathische Nervensystem, deren Hauptspieler der Nervus vagus ist, sind die zwei sich gegenüberstehenden Komponenten des vegetativen Nervensystems. Der Sympathikus ist vereinfacht gesagt für Flucht und Kampf verantwortlich. Der Parasympathikus sorgt für Regeneration und Energiebereitstellung. So ist für jede Lebenslage die eine oder andere Komponente von Bedeutung. Für ein gesundes Leben ist vor allem auch ihre Balance wichtig.

Nach dem Belastungsende kommt es zu einer Reaktivierung der vagalen Aktivität, diese vagale Aktivierung führt zur Senkung des Pulses. Eine schnelle Vagusaktivierung und somit eine zügige Beruhigung des Pulses am Belastungsende ist ein Zeichen des Gesunden.

Puls nach Belastung

Als Zielwert für einen Puls bei dauerhafter Belastung gilt als Faustregel 180 minus Lebensalter. Die anschließende Beruhigung des Pulses sollte in der ersten Minute nach Belastungsende 25-30 Schläge betragen. Eine Reduktion um weniger als 15 Schläge/min ist eine deutliche Einschränkung und kann ein Hinweis auf eine kardiovaskuläre Erkrankung oder eine vegetative Dysbalance sein.

Puls nach Belastung: trainieren und Erholung beeinflussen

Gerade unseren Herz-Kreislauf erkrankten Patienten empfehlen wir ein pulsgesteuertes Training. Dabei gilt die Messung des maximalen Pulses unter Belastung aber auch die Erholung des Pulses in der ersten Minute. Bei einer Einschränkung ist die Pulserholung auch trainierbar. Mit zunehmendem Training und Verbesserung der körperlichen Fitness kommt es zu einer Normalisierung mit Rückgang des Pulses auf >25 Schläge in der ersten Minute. Wichtig ist, dass Medikamente, die in der Herz-Kreislauf-Medizin eingesetzt werden, wie Betablocker, nicht nur den Ruhepuls, sondern auch den Belastungspuls senken können. Das führt dazu, dass der maximale Puls unter Belastung deutlich geringer ansteigt und somit auch die Pulserholung in der ersten Minute formal geringer ausfällt. Das sollte bei der Beurteilung berücksichtigt werden.

Zusammenfassung – Puls nach Belastung

Die Erholung des Pulses nach Belastungsende in der ersten Minute ist ein wichtiges Merkmal. Zum einen für die kardiovaskuläre Fitness, zum anderen aber auch für die Schwere einer kardiovaskulären Erkrankung. Das Gute ist, dass wir durch regelmäßiges körperliches Training diesen positiv beeinflussen können und etwas sehr sinnvolles für unsere Gesundheit tun.

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