Bei einem gesunden Menschen variieren die zeitlichen Abstände der Herzschläge abhängig vom Atem – das bezeichnet man als Herzfrequenzvariabilität (= HRV). Die HRV ist ein Maß dafür, ob das vegetative Nervensystem eines Menschen in Balance ist.

Sie zeigt die Aktivität der untergeordneten Nervensysteme Sympathikus und Parasympathikus und deren Fähigkeit zu regulieren. Eingeschränkt ist die HRV zum Beispiel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus oder chronischem Stress.

Gemessen wird sie in Ruhe über 5 Minuten oder in einem Langzeit-EKG über 24 Stunden. Besonders wertvoll ist es, die HRV vor und nach einer Therapiemaßnahme durchzuführen. Sie ermöglicht eine objektive Analyse – einen „klinischen Blick“.