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Dr. Stefan Dierkes
Dr. med. Stefan Dierkes besondere Expertise liegt auf der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen mittels Herzschrittmacher und Defibrillator. Dabei kommt ihm eine 14-jährige Erfahrung in verschiedenen Kliniken zugute. Allein mehr als 15.000 EKGs hat Dr. med. Stefan Dierkes in seiner kardiologischen Laufbahn bis heute durchgeführt. Zum Profil.

Was tun bei Schnittverletzungen?

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Schnittverletzungen kommen leider sehr häufig vor, einmal nicht aufgepasst und es ist schnell passiert. Gerade wenn Sie zudem noch blutverdünnende Medikamente einnehmen, kann die Blutung verstärkt sein. Was Sie beachten sollten, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

 

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Schnittverletzung und Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten

Schnittverletzungen führen zu einer Blutung. Der Körper reagiert darauf, in dem die Blutgerinnung aktiviert wird und sich die blutenden Gefäße zusammenziehen. Nichtsdestotrotz ist bei größeren Schnittverletzungen eine Wundversorgung wichtig. Zudem kann die Blutung, das heißt die Blutungszeit und die Blutungsintensität unter blutverdünnenden Medikamenten, wie z.B. Acetylsalicylsäure, Clopidogrel, oder sogenannte NOAKs (z.B. Apixaban, Edoxaban, Rivaroxaban, Dabigatran) verstärkt sein.

Was sollten Sie bei der Versorgung von Schnittverletzungen beachten?

Zunächst können Sie eine Schnittverletzung z.B. im Haushalt, unter fließendem kaltem Wasser kurz reinigen, zudem sorgt Kälte für eine relevante Vasokonstriktion, das heisst, es führt zu einem weiteren Zusammenziehen der Blutgefäße. Wichtig ist, dass Sie die Wunden nicht berühren sollten, um sie keimfrei zu halten. Für eine Desinfektion der Wunde nutzen Sie keine Hausmittel wie Zwiebeln, sondern z.B. professionelle Wunddesinfektionssprays.

Eine Kompression der Wunde mit einem Druckverband, z.B. durch eine sterile Kompresse, kann viele Wundblutungen stoppen. Solche sterilen Kompressen sind nicht zuletzt auch im Verbandskasten im Auto zu finden. Zusätzlich hilfreich ist es, die betroffene Extremität hochzulagern, um den Bluteinstrom in Arm oder Bein etwas zu verringern. Eine Kühlung führt zu einer weiteren Gefäßengstellung und kann die Blutung abschwächen. Wichtig ist, sofern Sie einen Eisbeutel benutzen, dass Sie diesen nicht direkt auf die Haut legen, da sonst die Gefahr von Erfrierungen besteht.

Ein Abbinden von Armen oder Beinen ist nicht zu empfehlen, dies sollte allenfalls durch professionelle Helfer bei großen arteriellen Blutungen, das heißt bei Blutungen z.B der Beinschlagader durchgeführt werden. Bei Schnittverletzungen im Finger- oder Handbereich führt ein Abbinden des Armes oder Beines in der Regel nur zu einer Behinderung des venösen Blutflussabstromes, das heißt die Arterie ist weiter durchgängig und die Blutung kann sogar bei inkomplettem Abbinden noch weiter verstärkt werden.

Wann sollten Sie mit einer Schnittverletzung zum Arzt gehen?

Natürlich sollen sehr stark blutende Wunden und Wunden, die Sie selbst nicht zum Stillstand bringen können, ärztlich versorgt werden, in Abhängigkeit der Blutungsgröße gegebenenfalls auch notärztlich. Darüber hinaus empfehlen wir eine ärztliche Vorstellung bei sehr stark verunreinigten Wunden, um einer Wundinfektion fachmännisch vorzubeugen. Auch bei weit klaffenden und ausgefransten Wundrändern ist eine ärztliche Vorstellung wichtig, da eine Wundrandadaptation für den Heilungsprozess wichtig ist. Sollte die Schnittverletzung länger sein, so stellt sich auch immer die Frage der Nahtversorgung zur Wundrandadaptation, in einem solchen Fall sollten Sie insbesondere falls Sie Zweifel haben einen Arzt aufsuchen.

Zeichen der Wundinfektion

Eine primär erfolgreich gestillte Wunde kann sich im Verlauf infizieren. Zeichen einer Infektion ganz allgemein sind:

  • neu aufgetretene Schmerzen
  • Rötung
  • Schwellung
  • eitriges Sekret

Eine infizierte Wunde muss immer ärztlich behandelt werden.

Blutverdünnende Medikamente und Schnittverletzung

In der Herz-Kreislauf-Medizin werden sehr häufig blutverdünnende Medikamente eingesetzt, z.B. Acetylsalicylsäure oder bei Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern sogenannte NOAK. Diese blutverdünnenden Substanzen können die Blutstillung verzögern und insbesondere auch Nachblutungen begünstigen. Das Pausieren des blutverdünnenden Medikamentes sollten Sie jedoch nicht eigenständig machen, sondern immer ärztliche Rücksprache halten.

 

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