Mikronährstoffe sind ein wertvoller Bestandteil für ein gesundes Leben. Als Mikronährstoffe werden Vitamine, Mineralien und Spurenelemente bezeichnet. In der Regel reicht eine ausgewogene Ernährung aus und die allermeisten Menschen nehmen Mikronährstoffe in ausreichendem und im gesunden Maß zu sich.

Mikronährstoffmangel – ältere Menschen aufgepasst

Gerade ältere Menschen sollten hier besonders auf eine ausgewogene Ernährung achten. Normalerweise sinkt mit dem Alter der Energiebedarf und damit auch der Kalorienbedarf. Als Folge davon, essen ältere Menschen häufig auch weniger. Daher können so bedeutsame gesundheitlichen Konsequenzen auftreten. In der Tat ist es so, dass nämlich der Bedarf an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen über das ganze Leben gleich hoch bleibt. Folglich ist die verringerte Nahrungsaufnahme ein entscheidender Grund für den Mangel an Mikronährstoffen bei älteren Menschen. Demnach sollten vor allen Dingen ältere Menschen auf eine ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen achten.

Gerade bei älteren Menschen nehmen häufig zahlreiche Medikamente ein, so dass hier ein Mikronährstoffmangel häufig noch verstärkt wird. Daher müssen vor allen Dingen ältere Menschen auf diese  Zusammenhänge besonders achten.

Mikronährstoffräuber kennen

Hier finden Sie eine Auswahl von Medikamenten, die vor allen Dingen in der Herz-Kreislauftherapie häufig eingesetzt werden:

  • Aspirin: Vitamin C, B12 und Folsäure
  • Statine: CoEnzym Q10
  • Torasemid, Furosemid, Hydrocholorthiazid: Kalium und Zink
  • Triamteren: Folsäure
  • Metformin: Vitamin B 12
  • Glibenclamid: CoEnzym Q10
  • Protonenpumpen-Hemmer: Vitamin B12 und D, Kalzium, Eisen
  • Abführmittel: Natrium, Kalium, Magnesium, Kalzium
  • H2-Blocker: Zink, Vitamin D
  • Cotrim: Folsäure
  • Orale Kontrazeptiva: Vitamin B 2 und C, Magnesium
  • Kortison: Vitamin D und K, Kalzium, Kalium, Zink

Medikamente auf Mikronährstoffräuber überprüfen

Folglich sollten Sie auf Symptome eines Mikronährstoffmangels achten. Hierbei kann es sich z.B. um Müdigkeit, Antriebsarmut oder Muskelsschwäche handeln. Vor allen Dingen sollten Sie sich zur Wirkung Ihrer Medikamente auf Mikronährstoffe erkundigen, denn auch zahlreiche andere Medikamente können zu einem symptomatischen Mikronährstoffmangel führen. Zum Teil kann der Mikronährstoffmangel auch laborchemisch bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt überprüft werden.

Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse sollten Sie so wenig Medikamente wie möglich einsetzen, weil ab 5 Medikamenten Wechsel- und Nebenwirkungen kaum noch kontrollierbar sind. Weil Medikamente nicht nur Nebenwirkungen, sondern vor allen Dingen auch gewünschte therapeutische Wirkungen haben, ist es sinnvoll wenn Sie Medikamente nur in Absprache mit Ihrem Arzt ändern. Bedenken Sie immer, dass die unkontrollierte medikamentöse Umstellung ernste gesundheitliche Folgen haben kann.

Vitamine, Mineralien und Spurenelemente – nur kontrolliert einnehmen

Dank beruflicher Erfahrung und differenzierter Messmethoden zur Bewertung des Kreislaufs wissen wir in der Cardiopraxis, dass Mikronährstoffe ebenfalls zu Nebenwirkungen führen können und betrachten sie daher wie Medikamente. Infolgedessen sollten Sie Mikronährstoffe nur kontrolliert und in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nutzen, weil die unkontrollierte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, vor allen Dingen von Magnesium zu Nebenwirkungen führen kann.

Gröber U. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft: Arzneimittel und Mikronährstoffe, 3. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 2014

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 


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