Dr. Stefan Dierkes
Dr. Stefan Dierkes
Dr. med. Stefan Dierkes besondere Expertise liegt auf der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen mittels Herzschrittmacher und Defibrillator. Dabei kommt ihm eine 14-jährige Erfahrung in verschiedenen Kliniken zugute. Allein mehr als 15.000 EKGs hat Dr. med. Stefan Dierkes in seiner kardiologischen Laufbahn bis heute durchgeführt. Zum Profil.

Der Daumen-Handflächen-Test

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Ein Aneurysma ist eine Aussackung eines Blutgefäßes. Problematisch bei einem Aneurysma ist, dass es lange Zeit ohne Symptome bleiben kann. Das Einreißen eines Aneurysmas ist eine lebensbedrohliche Komplikation und kann das erste Symptom sein. Wichtig ist daher eine Früherkennung. Ein einfacher Test kann hier Hinweise liefern. Dieser Test ist zu verstehen als ein Mosaiksteinchen im Gesamtbild für Risikopatienten in der Früherkennung eines Aneurysmas. Wir klären auf.

 

Thorakales Aortenaneurysma: Aussackung der Hauptschlagader

Die herznahe Aorta hat normalerweise einen Durchmesser bis 37 mm. In Abhängigkeit der Körperoberfläche variiert die Breite. Von einem Aneurysma sprechen wir bei einer Breite über 40 mm. Bei einer zunehmenden Größe des Aneurysmas steigt das Risiko für eine Ruptur. Ruptur bedeutet, ein Einreißen des Aneurysmas mit lebensbedrohlichen Folgen. Ein Aneurysma kann sehr lange asymptomatisch ohne erkennbare Symptome sein, sodass eine rechtzeitige Erkennung wichtig ist. Eine Indikation zur Operation besteht ab einer Grösse von 55mm immer. Bei bestimmten Bindegewebserkrankungen oder begleitenden Veränderungen der Aortenklappe (bikuspide Aortenklappe, d.h. die Aortenklappe hat nur 2 statt 3 Taschen) auch schon ab 50mm.

Bei Bindegewebserkrankungen wie beispielsweise überstreckbaren Gelenken, schlaksigen langen Armen und Fingern können Aneurysma der Aorta häufiger auftreten.

Diagnose eines thorakalen Aortenaneurysma

Die Diagnose eines thorakalen Aortenaneurysmas ist nicht einfach. Dies liegt daran, dass mittels Herzultraschall nur etwa die ersten 3 cm der Aorta nach Abgang aus dem Herzen dargestellt werden können. Die schnittbildgebenden, radiologischen Verfahren, wie das Thorax-CT oder das MRT, welche den Brustkorb in Schichtbildern darstellen und somit den gesamten Verlauf der Aorta einsehen, sind aufwändige Untersuchungen. Diese Untersuchungen sind ungeeignet als Screening-Untersuchung (Vorsorgeuntersuchung) und können nicht routinemäßig bei jedem Patienten durchgeführt werden.

Daumen-Handflächen-Test:

Ein sehr einfacher Test kann ein Hinweis für ein erhöhtes Risiko für ein Aneurysma liefern. Der sogenannte Daumen-Handflächen-Test. So funktioniert er:

  • Hand wie ein Stoppschild ausstrecken
  • den Daumen so weit wie möglich auf die andere Seite der Handfläche kreuzen
  • ragt der Daumen über den Handtellerrand hinaus, so ist der Test positiv d.h. auffällig

Bedeutung des Daumen-Handflächen-Test:

Dieser Test ist bei Patienten mit einem gesicherten Aortenaneurysma untersucht worden. Es stellte sich heraus, dass ein auffälliger Daumen-Hand-Test auf ein erhöhtes Risiko für ein Aneurysma hinweist. Das heisst ist der Test positiv, sollte definitiv eine weitere Abklärung zum Beispiel mittels Magnetresonanztomographie oder Computertomographie erfolgen.

Im Umkehrschluss bedeutetete ein unauffälliger Test nicht zwangsläufig den Ausschluss eines solchen Aneurysmas.

Mögliche Anwendungen für den Daumen-Handflächen-Test, welche noch weiter evaluiert werden, sind Menschen in deren Familien ein Aneurysma häufiger vorkommt oder Menschen bei denen eine Bindegewebserkrankung bekannt ist. Der Test ist im diagnostischen Spektrum als ein Mosaiksteinchen zu sehen. Bei familiärer Belastung und bei einem auffälligen Daumen-Handflächen-Test, sollte eine Bildgebung der Aorta unbedingt erfolgen.

 

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