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Dr. Stefan Dierkes
Dr. med. Stefan Dierkes besondere Expertise liegt auf der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen mittels Herzschrittmacher und Defibrillator. Dabei kommt ihm eine 14-jährige Erfahrung in verschiedenen Kliniken zugute. Allein mehr als 15.000 EKGs hat Dr. med. Stefan Dierkes in seiner kardiologischen Laufbahn bis heute durchgeführt. Zum Profil.

Herz und Nieren

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Das Herzkreislaufsystem und die Nieren sind eng miteinander verknüpft, dies wird deutlich im Ausspruch „auf Herz und Nieren prüfen“. Die wichtigen Zusammenhänge stellen wir Ihnen im Folgenden dar.

 

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Die Funktionen der Nieren und des Herz-Kreislaufsystems hängen eng miteinander zusammen, es gibt Rückkopplungen in beide Richtungen. Die eingeschränkte Nierenfunktion verschlechtert die Herzfunktion und eine eingeschränkte Herzfunktion kann zur Nierenschwäche führen.

Messung der Nierenfunktion

Die Messung der Nierenfunktion im Sinne der glomerulären Filtrationsrate (GFR) wird annähernd vor allem über die Kreatinin-Bestimmung im Blut vorgenommen. Kreatinin ist eine körpereigene Substanz, die im Primärharn ausgeschieden wird und weder wesentlich rückresorbiert noch sezerniert wird. Daher bildet Kreatinin relativ gut die glomeruläre Filtrationsrate ab. Normal ist eine glomeruläre Filtrationsrate von > 90 ml/min. Wichtig zu wissen für die Einordnung des Kreatinins ist, dass die Bildung von Kreatinin von der Muskelmasse abhängt. Dies bedeutet, dass bei beispielsweise muskelschwachen älteren Menschen eine leichte Kreatininerhöhung schon mit einer deutlicheren Nierenfunktionsstörung einhergehen kann als bei jüngeren muskelstarken Menschen.

Eingeschränkte Nierenfunktion als Gefäß-Risikofaktor

Eine Einschränkung der Nierenfunktion gilt als Gefäßrisikofaktor. Dies bedeutet, dass es schneller zur Gefäßablagerung und Verkalkung kommen kann z.B. an den Herzkranzarterien. Daher sollten Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion regelmäßig auf Gefäßerkrankungen bzw. auch deren funktionellen Einschränkungen wie Durchblutungsstörung des Herzens getestet werden.

Abbau und Ausscheidung von Medikamenten über die Niere

Die Niere ist ein wesentliches Ausscheidungsorgan für Giftstoffe, so auch für die Ausscheidung von Medikamenten. Medikamente, die vor allem über die Niere ausgeschieden werden, müssen daher bei einer fortgeschrittenen Nierenschwäche in der Dosis angepasst werden, das heißt, sie müssen in geringeren Dosen eingesetzt werden. Daher ist die Kenntnis der Nierenfunktion für die Therapie der Herz-Kreislauf Medizin enorm wichtig.

Darüber hinaus ist die Niere ein sehr wichtiges Organ für die Ausscheidung von Kalium im Körper. Besondere Vorsicht ist zum Beispiel in der Therapie der Herzschwäche geboten, bei der typischerweise Substanzen eingesetzt werden, die zu einer vermehrten Kaliumretention im Körper führen können. Daher sind diese Medikamente gerade bei einer Nierenschwäche unter besonderer Vorsicht und engmaschiger Überwachung einzusetzen.

Herz- und Nierenschwäche

Eine Herzschwäche kann zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen. Zum einen kann dies über einen Blutstau vor dem Herzen mit einer Erhöhung des venösen Drucks und damit Verringerung des Druckgradientens im Glomerulum geschehen. Zum anderen kann auch durch eine Verminderung des Herzzeitvolumens eine Einschränkung der Nierendurchblutung zu einer Reduktion der Funktion führen. Etwa 20% des Herzzeitvolumens werden für die Durchblutung der Nieren aufgebracht. Die Nieren sind somit ein sehr stark durchblutetes Organ.

Fazit Herz und Nieren

Das Herz-Kreislauf-System unterliegt ganz erheblichen Einflüssen und Wechselwirkungen z.B. durch das vegetative Nervensystem, durch die Schilddrüse und Hormone, aber auch durch die Nierenfunktion. Eine individuell angepasste Therapie des Herz-Kreislaufsystems ist ohne Kenntnis der Nierenfunktion quasi nicht möglich.

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