Bei schneller Zeitverschiebung durch Langstreckenflüge muss man die Medikamenteneinnahme anpassen. Das sollte mit einer Anpassungsgeschwindigkeit von etwa 2 Stunden pro Tag gemacht werden. Die folgenden beiden Beispiele verdeutlichen, wie das in der Praxis aussehen kann.

Bsp.: Flug Richtung Osten von Düsseldorf nach Singapur, Zeitverschiebung plus 6 Stunden, übliche Medikamenteneinnahme 8 Uhr morgens:

  • Abflugtag: Einnahme 6 Uhr Ortszeit Düsseldorf
  • 1. Tag: Einnahme 10 Uhr Ortszeit Singapur
  • 2. Tag: Einnahme 8 Uhr Ortszeit Singapur

Bei Flügen Richtung Westen (z. B. von Düsseldorf nach New York) gilt das umgekehrte Prozedere, also Medikamente 2 Stunden später pro Tag einnehmen.

Besonders wichtig ist die Zeit-Anpassung von Medikamenten bei z.B.

  • Antibiotika: Beibehaltung des Wirkspiegels
  • Kortison-Präparaten: Anpassung an den Biorhythmus
  • Insulin: Anpassung an die Nahrungsaufnahme

Weniger wichtig ist die Anpassung dagegen bei z.B.

  • Schilddrüsenhormonen: träge Reaktion des Organismus auf Veränderung
  • Amiodaron: sehr lange Halbwertszeit

Fragen Sie vor Flugreisen mit Zeitverschiebungen am besten Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Und nehmen Sie ausreichend Medikamente mit! Weitere Informationen zum gesunden Fliegen finden Sie hier.

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 


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