Dauert ein Flug über 3,5 Stunden, ist er als Langstreckenflug definiert. Langstreckenflüge bedeuten auch: erhöhtes gesundheitliches Risiko für Passagiere!

Das Risiko steigt, weil in der Flugzeugkabine eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit von nur 5 % besteht. Dadurch verliert der Körper zusätzlich Flüssigkeit und wird durch Adrenalin-Ausschüttung aktiviert.

Medizinische Folgen können sein: Panikattacken, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte, Beinvenenthrombosen, Krampfanfälle des Gehirns und Augeninfarkte. Zusammenhänge gibt es hier auch mit der Flugangst, unter der bis zu 25 % aller Passagiere leiden.

Als normale Trinkmenge empfehlen wir 30 bis 40 ml pro kg Körpergewicht am Tag. Bei Langstreckenflügen sollten Sie noch folgende Maßnahmen beherzigen:

  • 2 Flaschen mit Wasser im Handgepäck mitnehmen
  • 500 bis 1.000 ml zusätzlich während des Fluges trinken
  • Alkohol vermeiden (Alkohol entwässert)
  • stündliche Bewegung der Beine
  • Toilette aufsuchen ca. 45 Minuten vor der Landung (Harndrang steigt mit zunehmendem Kabinendruck bei Landeanflug)

Besonders Menschen mit Herzerkrankungen sollten auf Flügen auf Stress-vorbeugende Massnahmen achten.

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

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