Atemtechniken können das vegetative Nervensystem positiv beeinflussen. Das vegetative Nervensystem besteht unter anderem aus Nervus vagus, der beruhigende Wirkung hat, und Nervus sympathikus, der aktivierend auf den Körper wirkt. Normalerweise macht man im Alltag rund 12 Atemzüge in der Minute, wobei das Ausatmen zeitlich etwa 2 bis 3 Mal so lange dauert wie das Einatmen.

Zur Beruhigung kann folgende Technik wirksam sein: Versuchen Sie, über einen Zeitraum von 5 bis 10 Minuten täglich die Atemzüge auf 6 pro Minute zu reduzieren, und zwar in einem Zeitverhältnis von 1 zu 3-4 (Ein-/Ausatmen). Optimal lässt sich das in Bauchlage oder in Rückenlage mit hochgelegten Beinen durchführen.

Um sich zu aktivieren, etwa bei Müdigkeit, hilft wiederum folgende Atemtechnik: Versuchen Sie, für 1 bis 2 Minuten die Frequenz auf 24 Atemzüge pro Minute anzuheben, wobei das zeitliche Verhältnis von Ein- und Ausatmen ausgewogen sein sollte.

Eine beruhigende Atemtechnik ist fester Bestandteil eines guten Übungssatzes beim Yoga. Hilfreich beim Erlernen einer guten Atemtechnik sind zum Beispiel auch Apps, etwa „Breathing Zone“ oder „Headspace“ (geführte Meditation).

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