Anfallsartiges Herzrasen ohne Vorhofflimmern/-flattern beginnt plötzlich und endet ebenso – wie ein Lichtschalter, den man an- und ausschaltet. Das Ereignis kann von wenigen Minuten bis hin zu Stunden andauern. Besonders Menschen im jugendlichen und frühen Erwachsenenalter sind davon betroffen.

Im Gegensatz zu Vorhofflimmern ist der Puls beim anfallsartigen Herzrasen regelmäßig. Die Herzfrequenz liegt oft zwischen 140 und 220 bpm und es kommt in der Regel nicht zum Zusammenbruch des Kreislaufs. Manchmal ist vermehrtes Wasserlassen mit dem Anfall verbunden.

Ursache ist eine zusätzliche elektrische Verbindung zwischen Vorkammer und Hauptkammer. Kurzfristig kann ein Betroffener durch sogenannte vagale Manöver reagieren, zum Beispiel indem er kaltes Wasser trinkt oder einen „Pressversuch“ (forciertes Ausatmen gegen geschlossenen Mund und Nase!) vornimmt. Auch Medikamente durch den Arzt können helfen.

Langfristig sind Medikamente jedoch nur bedingt effektiv. Abhilfe schafft stattdessen die Katheterablation: Dabei wird eine zusätzliche elektrische Leitung über einen Katheter im Herzen verödet.