Hodenkrebs tritt am häufigsten bei 20- bis 40-jährigen Männern auf, jährlich kommen rund 4.000 neue Fälle dazu. Seitdem die Wehrpflicht in Deutschland abgeschafft wurde, gibt es auch keine Musterungsuntersuchung für junge Männer mehr – Fälle von Hodenkrebs im fortgeschrittenen Stadium nehmen daher zu. Frühzeitig erkannt, liegen die Heilungschancen allerdings bei etwa 95 %.

Ein höheres Risiko an Hodenkrebs zu erkranken haben Männer, die einen Hodenhochstand in der Kindheit hatten oder bei denen Hodenkrebs in der Familie bekannt ist.

Sowohl Hoden als auch Nebenhoden sind druckempfindlich. Hodenkrebs ist jedoch schmerzlos. Mit einem einfachen Check, am besten 1 Mal im Monat zu einem definierten Zeitpunkt, können Männer ihre Hoden auf Veränderungen überprüfen:

  • beide Hoden in geöffneter Handfläche von unten betasten und leicht auf- und ab bewegen: Größe und Gewicht verändert?
  • einzelnen Hoden zwischen Daumen und Zeige- und Mittelfinger hin- und her rollen: schmerzlose Schwellung?
  • Inspektion im Spiegel: einseitige Schwellung/ Verhärtung im Seitenvergleich?

Im Zweifel sollte immer ein Urologe/eine Urologin konsultiert werden!

Mehr zu: Dr. Frank-Chris Schoebel

 

 

 

 

 

 

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