Winterdepression oder Winterblues – das ist ein großer Unterschied!

Eine Winterdepression ist eine ernstzunehmende affektive Störung. Zwischen 0,5 und 3 % der Bevölkerung sind davon betroffen, 15 % aller Patienten mit einer endogenen Depression leiden auch unter der Winterdepression. Ein normaler Alltag ist für sie nur schwer oder gar nicht mehr möglich. In diesem Fall gilt es den Facharzt bzw. die Fachärztin aufzusuchen, um eventuell medikamentös behandelt zu werden.

Wesentlich häufiger als die Winterdepression tritt der „Winterblues“ auf – eine saisonale depressive Verstimmung, die im Spätherbst beginnt und unbehandelt im Frühling wieder verschwindet. Betroffene sind in ihrem Alltag zwar eingeschränkt, aber noch handlungsfähig. Der Winterblues äußert sich zum Beispiel durch allgemeine Traurigkeit, weniger Energie sowie gesteigerte Nahrungsaufnahme und Gewichtszunahme. Auch längere Schlafdauer, erschwertes Erwachen und sozialer Rückzug sind typische Symptome.

Mögliche Ursachen für den Winterblues: Die körpereigene Bildung von Vitamin D geht in dieser Zeit zurück, ebenso schüttet der Körper weniger das Hormon Serotonin aus und es kommt zu einer starken Phasenverschiebung zwischen innerer und äußerer Uhr. Denn es mangelt an Sonnenlicht: Am kürzesten Tag (21. Dezember) ist es in Deutschland rund 16 Stunden dunkel, am längsten Tag (21. Juni) dagegen nur etwa 8,5 Stunden.

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