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Dr. Natalie Fleissner
Dr. Natalie Fleissner
Dr. med. Natalie Fleissner studierte Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zu ihren Behandlungsschwerpunkten gehört die Bildgebende Diagnostik. Besonders große Expertise hat sie zudem bei der Kontrolle und Nachsorge von Schrittmachersystemen wie dem Implantierbaren Defibrillator (ICD) und hochkomplexen Dreikammerschrittmachern. Zum Profil.

Grippewelle – Schutzimpfung im Herbst schützt Jung und Alt

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Grippe – jedes Jahr schwere Verläufe und Todesfälle

In der Cardiopraxis liegt es uns am Herzen, dass Sie gesund durch die verschiedenen Jahreszeiten kommen. Daher erinnern wir Sie auch  immer wieder an die Grippeschutzimpfung. Gerade Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen werden von der Grippe besonders gefährdet.

In der letzten Saison 2018/19 waren über 182.000 registrierte Menschen in Deutschland von einer Grippe betroffen. Dabei wurden dem Robert Koch-Institut wurden 954 Todesfälle mit Infektionsnachweis gemeldet. Dagegen war die Grippewelle in der Vorsaison 2017/18 eine der schlimmsten: geschätzt sind 25.100 Menschen in Deutschland durch Influenza gestorben.

Besonders schwere Erkrankungsverläufe mit Todesfällen treten bei Menschen mit chronischen Vorerkrankungen auf.

Die effektivste Methode gegen die Grippe ist die Impfung, deren Wirksamkeit und Sicherheit vor allem für chronisch Kranke in vielen Studien belegt wurde.

Grippeviren verändern sich von Jahr zu Jahr

Grippeviren verändern sich genetisch, deswegen gibt es jedes Jahr einen neuen Impfwirkstoff. Folglich werden seit April 2018 grundsätzlich die 4-fach-Impfstoffe (zusätzlicher Schutz gegen Influenza B-Viruslinie) empfohlen. Einen 100-prozentigen Schutz vor Infektion gibt es allerdings nicht. Eine besonders schwere Komplikation der Grippe ist die Lungenentzündung, die zu Beatmungspflichtigkeit und Tod führen kann.

Was können Sie gegen die Grippe tun? – Grippeschutzimpfung!!

Rüsten Sie sich für die Grippewelle frühzeitig. Wenn Sie für die Haupt-Grippewelle von Januar bis März gut geschützt sein wollen, dann ist der ideale Zeitraum für eine Schutzimpfung der Zeitraum von Oktober bis November. Nach der Impfung baut sich der Schutz innerhalb von 10 bis 14 Tagen auf.  Eine frühere Impfung sollten Sie vermeiden, weil der Grippeschutz nach der Impfung stetig abnimmt. Um ausreichenden Schutz aufzubauen, sollten vor einer Virusinfektion zudem mindestens 14 Tage vergangen sein.

Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihre persönliche Risikokonstellation. Sie sollten sich jedes Jahr einen Termin im Kalender machen, um sich an die rechtzeitige Impfung zu erinnern. Sie können sich z.B. gut daran erinnern, wenn Sie sich den 6. November, den Namenstag von St. Martin merken. Also, spätestens wenn die Kinder der Martinszüge vor Ihrer Tür stehen oder die Martinsgans zu Hause auf den Tisch kommt, dann ist die Zeit für Sie gekommen die Grippeschutzimpfung anzugehen.

Grippewelle – Hochrisikogruppen besonders gefährdet

Zu den Hochrisikogruppen bei Grippe zählen Menschen mit

  • Alter >60 Jahre
  • angeborenen oder erworbenen Immundefekten, z. B. einer HIV-Infektion
  • Immunsuppression
  • Diabetes mellitus
  • Kinder (ab 6 Monaten), Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen: Herz-Kreislauf, Leber, Niere, Lunge, Nervensystem
  • schwangere Frauen
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Medizinisches Personal, Personal in Pflegeeinrichtungen, Lehrkräfte
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln: Verhinderung, dass sich Erreger der „Vogelgrippe“ mit im Menschen zirkulierenden Viren mischen

Grippeschutzimpfung für Schwangere – Gesundheitsfürsorge für Mutter und Kind

Durch eine Grippeinfektion während der Schwangerschaft steigt die Gefahr von Wachstumsverzögerungen und von Fehl- oder Frühgeburten. Somit können Sie nicht nur sich selber, sondern auch das Kind durch eine Impfung vor diesen Gefahren schützen! Selbstredend sollten Sie sich auch als Vater bzw. sollten sich auch andere Familienmitglieder impfen.

Zudem schützen Sie auch Ihr Kind nach der Geburt, denn während der Schwangerschaft werden durch die Plazenta (Mutterkuchen) Abwehrstoffe auf das Kind übertragen, die in den ersten Lebensmonaten einen gewissen Schutz vor Grippe bieten. Denn Säuglinge dürfen erst ab dem sechsten Monat selbst gegen Grippe geimpft werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen gesunden Schwangeren die Grippeimpfung ab dem 4. Schwangerschaftsmonat. Falls Sie schwanger sind und an eine chronische Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck haben, dann sollten sich bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel gegen Grippe impfen lassen.

Grippeschutzimpfung – Kosten übernehmen die Krankenkassen

Die Kosten für eine Grippeschutzimpfung übernimmt für Sie übrigens auch die Gesetzliche Krankenkasse! Im Rahmen der Grippeerkrankung sehen wir auch gehäuft Folgeerkrankungen durch Pneumokokken (sekundäre bakterielle Infektion), daher ist eine gleichzeitige Pneumokokken Schutzimpfung Impfung bei chronisch Kranken und Menschen mit einer fehlenden Milz sehr wichtig.

Grippeschutzimpfung – sich selber und andere Menschen schützen

Und bitte denken Sie daran, die Grippeschutzimpfung hat eine sehr starke soziale Wirkung! Folglich schützten Sich sich mit einer Grippeschutzimpfung nicht nur selber, sondern auch Menschen mit einem erhöhten Gripperisiko in Ihrem Umfeld. – Grippeschutz ist Familienschutz!

….zum Start Selbsthilfekurs “Grippe”

 

 Cardiopraxis – Kardiologen in Düsseldorf & Meerbusch

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