Der implantierbare Cardioverter/Defibrillator (ICD) beendet schnelle lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen und schützt vor dem plötzlichen Herztod.

Wer einen ICD hat, sollte im Alltag folgende Dinge beachten:

  • elektromagnetische Felder meiden bzw. Abstand dazu halten
  • bei üblichen elektrischen Haushaltsgeräte Abstand von 30 cm einhalten, bei Induktionsherden 60 cm
  • elektro-magnetische Diebstahlsicherung in Eingängen zu Kaufhäusern zügig passieren
  • Metalldetektoren bei Sicherheitskontrollen an Flughäfen stören den ICD nur für die Zeit der Kontrolle
  • bei Mobiltelefonen sollte man immer das Ohr gegenüber vom Defibrillator nutzen
  • nicht über den laufenden Automotor oder die Lichtmaschine beugen

Autofahren mit einem ICD ist übrigens möglich. Nach einer Schockabgabe durch den ICD legt der/die Betroffene in der Regel aber eine 3-monatige Fahrpause ein. Ob jemand fahrtauglich ist, hängt von der Rhythmusstabilität ab.

Konventionelle Röntgenuntersuchungen und Computertomografie sind ebenso unproblematisch. Außerdem gibt es MRT-taugliche ICDs. Im Zweifel sollten Sie immer Ihre/n Ärztin/Arzt oder die Herstellerfirma fragen.

Alle 3 bis 6 Monate sollte ein ICD ärztlich kontrolliert werden. Durch die Haut über einen Abfragemagneten werden dabei folgende Dinge gecheckt:

  • Gerätefunktion
  • Intaktheit der Elektroden
  • Batterieleistung
  • Abfrage Bandspeicher auf Rhythmusstörungen

Mehr zu: Dr. Stefan Dierkes

 

 

 

 

 

 

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