Schon seit dem 17. Jahrhundert wird die Pflanze Fingerhut (lat. Digitalis) auch medizinisch eingesetzt. Sie beinhaltet sogenannte Glykoside, die sich auf das Herz auswirken: Sie steigern die Herzkraft und senken gleichzeitig die Herzfrequenz.

Angewendet wird Digitalis zum Beispiel bei Herzschwäche oder bei Vorhofflimmern mit schneller Herzschlagfolge. Zwar gilt das pflanzliche Mittel heute nicht mehr als modern, hat aber im Gegensatz zu anderen herzverlangsamenden Medikamenten (z.B. Beta-Blocker) den Vorteil, dass es das Herz nicht schwächt.

Bei hoher Konzentration von Digitalis im Blut eines Menschen können Bewusstseins- und Rhythmusstörungen auftreten. Deswegen muss die Therapie damit regelmäßig ärztlich kontrolliert werden.