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Beinödeme bei einer Herzerkrankung: wenn das Wasser sich in den Beinen sammelt | Cardiopraxis - Ihre Praxis für Kardiologie in Düsseldorf und Meerbusch

Beinödeme: Wenn sich
"Wasser in den Beinen" sammelt!

Beinödeme bei Herzerkrankungen

Beinödeme sind Schwellungen in den Beinen durch Flüssigkeitsansammlung. Häufig spricht man auch von „Wasser in den Beinen“. Diese können einseitig oder beidseitig auftreten.

Beinödeme sind sichtbar, bei geringer Ausprägung ist oft ein erstes bemerktes Zeichen, dass das Bündchen vom Strumpf einen Abdruck hinterlässt. Fortgeschritten kann die Kontur des Fussknöchel verstrichen sein. In schweren Fällen passen spätestens am Abend die Schuhe nicht mehr. Begleitet wird die Schwellung von einem Gefühl der Schwere in den Beinen, Bewegungen können anstrengend sein. Bestehen die Ödeme länger, können Hautverfärbungen und Jucken hinzukommen.

Physiologischer Hintergrund:

Die Mikrozirkulation bestehend aus Arteriolen, Kapillaren und Venolen spielt hier eine wichtige Rolle. Die Mikrozirkulation sind die haarfeinen Blutgefäße, so klein, dass sie für unser Auge nicht sichtbar sind. Die Kapillaren sind das Bindeglied zwischen dem arteriellen und venösen System, hier findet der Stoffaustausch mit den Organen statt.

Folglich führen Störungen zur Ödembildung durch Erhöhung des hydrostatischen Druckes (= hoher Druck in den Venolen, Abflussstörung z.B. bei Herzschwäche), vermindertem onkotischen Druck (=Eiweissmangel z.B. bei Leber- oder Nierenerkrankungen, Eiweiss bindet Flüssigkeit in den Blutgefäßen) oder Permeabilitätsstörungen (=vermehrte Durchlässigkeit der Mikrozirkulation z.B. allergisch oder entzündlich).

Demgegenüber stehen Sonderformen wie das Lymphödem und das Lipödem. Beim Lymphödem ist der Abtransport von Lymphflüssigkeit gestört. Daher kommt es zum Austritt ins Gewebe und zum Lymphödem. Beim Lipödem kommt es zur Einlagerung von Fettpolstern unter die Haut.

Wassereinlagerungen werden umgangsprachlich als "Wasser in den Beinen" bezeichnet. Was hinter Ihrem Beinödem steckt, sollten Sie vom Facharzt abklären lassen.
Beinödeme können lästig sein und können auf eine Herzerkrankung hinweisen. Lassen Sie Beinödeme daher unbedingt von Ihrem Kardiologen oder Venenspezialisten prüfen | Cardiopraxis - Ihre Praxis für Kardiologie in Düsseldorf und Meerbusch

Beinödeme – einseitig oder beidseits?

Einseitige Beinödeme

Ödeme bilden sich primär der Schwerkraft nach an den abhängigen Körperteilen. Im Liegen in der Steissregion, im Sitzen und Stehen an den Beinen.

Die meisten Menschen denken bei Beinschwellungen an Herzschwäche oder Thrombosen. Die Ursachen sind vielfältig, eher harmlose bis zu gefährlichen Krankheiten. Eine erste Unterscheidung gelingt mit der Frage einseitige oder beidseitige Beinschwellung.

Einseitige Beinschwellungen sind in der Regel durch ein begrenztes lokales Problem verursacht. Der Abfluss aus den Venen oder Lymphgefäßen ist gestört: Krampfadern, eine Thrombophlebitis oder eine tiefe Beinvenenthrombose sind Ursachen einer akuten einseitigen Schwellung, chronisch durch ein sogenanntes postthrombotisches Syndrom, d.h. eine Thrombose der tiefen Venen führt zur Zerstörung von Venenklappen und gestörtem Blutrückfluss zum Herzen. Ein einseitige Lymphabflusstörung muss auch an einen Tumor denken lassen.

Beidseitige Beinödeme

Beidseitige Beinödeme lassen an eine systemische Ursache denken: Herzschwäche, Nieren- oder Lebererkrankungen.

Auch Medikamente können zu Beinödemen führen, z.B. Kalziumantagonisten (z.B. Amlodipin, Betablocker), NSAID (z.B. Ibuprofen, Diclofenac), Kortison- oder Östrogenpräparate. Frauen erleben Beinödeme in der Schwangerschaft oder abhängig vom Menstruationszyklus. Zudem kann es mechanisch nach langem Sitzen zu Beinödemen kommen, z.B. sind die Schuhe „zu eng“ nach einem Langstreckenflug.

Immer wieder erleben wir in der Cardiopraxis, dass Betablocker, die die Sogkraft des Herzens (messbar mit der Echokardiografie) einschränken können, als Ursache für Beinödeme unterschätzt werden. Auch eine weithin unterschätzte Ursache von Wasseransammlungen in den Beinen sind Umverteilungen von Flüssigkeit aus dem arteriellen in das venöse Gefäßsystem durch einen erhöhten Gefäßwiderstand, ohne dass eine Herzerkrankung vorliegt. Der Gefäßwiderstand ist in der Praxis allerdings nur mit einer Kreislaufmessung sicher erfassbar.

Beinödeme bei Herzschwäche

Beinödeme bei Herzschwäche entstehen dadurch, dass das Herz nicht in der Lage ist, das Blut effektiv anzusaugen und vorwärts zu pumpen. Das Blut staut sich vor dem rechten Herzen, der Druck in den Venen nimmt zu und Flüssigkeit tritt in das Gewebe aus.

Ursache im linken Herzen

Ursachen können primär im linken Herzen liegen, z.B. eine hochgradige Mitralinsuffizienz. Dabei führt das undichte Ventil zu einem Rückstau des Blutes in die Lunge, erhöht den Lungendruck und belastet das rechte Herz. Wenn die Ausgleichsmechanismen des rechten Herzens sich erschöpfen, staut sich das Blut auch vor dem rechten Herzen. Folglich kommt es zu Beinödemen.

Ursache im rechten Herzen

Auch primär Erkrankungen der Lunge oder der Lungendurchblutung können zu Beinödemen führen. Ausgedehnte und wiederholte Lungenembolien führen durch Verstopfung von Lungengefäßen zu einem Blutdruckanstieg in der Lungenstrombahn. Die muskelschwache rechte Hauptkammer schafft langfristig nicht gegen den erhöhten Lungendruck zu pumpen, Blut staut sich zurück in die Venen, es kommt zu Beinödemen.

Symptome der Herzschwäche

Beinödeme durch Herzschwäche gehen fast immer mit weiteren Symptomen einher. Typisch sind Einschränkung der Belastbarkeit, Luftnot, nächtliches vermehrtes Wasser lassen, Unmöglichkeit nachts flach zu liegen, Herzrhythmusstörungen, Müdigkeit. Neben den „dicken Beinen“ lässt sich auch eine starke Füllung der Halsvenen beobachten (sog. Jugularvenenstau). Hierbei sind die Venen am Hals im Liegen mit leicht erhöhtem Oberkörper sichtbar prall gefüllt. Demgegenüber sind Wasseransammlungen im Bauchraum bei Herzschwäche seltener und in fortgeschrittenen Stadien zu beobachten.

Bei chronischen Beinödemen können trophische Störungen der Haut und bräunliche Verfärbungen auftreten. Schwerwiegend sind Aufplatzen der Haut und Entwicklung von Geschwüren.

Diagnose der Herzschwäche

Zur Diagnose Beinödeme durch Herzschwäche tragen die Krankengeschichte und Begleitsymptome bei. Laboruntersuchungen, das EKG, Kreislaufmessungen und der Herzultraschall sind zentrale Untersuchungen. Bei der Rechtsherzinsuffizienz ist die untere Hohlvene (Vena cava inferior) gestaut. Im Ultraschall können wir ihre atemabhängige Weite messen und bekommen Hinweise zur Ursache der Herzinsuffizienz.

Beinödeme – was muss ich tun?

Beinödeme durch Herzschwäche zeigen ein Versagen der körpereigenen Kompensationsmechanismen an, das Herz-Kreislaufsystem ist dekompensiert. Die Prognose ist ernst. Deshalb sollte umgehend die Diagnose erfolgen und therapeutische Schritte eingeleitet werden.

Wann gehe ich zum Herzspezialisten?

Wichtig ist, bei beidseitigen Wasseransammlungen in den Beinen immer den Kardiologen aufsuchen. Wir in der Cardiopraxis mit Praxissitzen in Düsseldorf und Meerbusch verfügen über differenzierte Herz-Kreislaufmesssysteme. Dies helfen uns sowohl in der Abklärung der Ursache als auch in der Therapieüberwachung.

Helfen Sie uns, gemeinsam das Problem zu lösen. Hilfreich sind Krankenvorgeschichte, Medikamentenpläne, Gewichtsverlauf oder auch Fotos, die den Lokalbefund am Bein dokumentieren.

Beinödeme: Wann sollte ich zum Arzt? Wasser in den Beinen muss keine schlimme Ursache haben, kann aber auf eine Herzerkrankung oder Venenerkrankung hinweisen. Lassen Sie daher dicke Beine immer ärztlich abklären! | Cardiopraxis - Ihre Praxis für Kardiologie in Düsseldorf und Meerbusch
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